DE2856536C2 - Aufprall-Separator zum Entfernen von Überzugsmaterialien von der Oberfläche körnigen Gutes - Google Patents
Aufprall-Separator zum Entfernen von Überzugsmaterialien von der Oberfläche körnigen GutesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen ein- oder mehrzelligen Aufprall-Separator zum Entfernen von
Überzugsmaterialien von der Oberfläche körnigen Gutes, insbesondere gebrauchten Formsands, gemäß
Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Aufprall-Separator ist aus der DE-OS 24 48 333 in der Form bekannt, daß ein sekundärer
Gasstrom, sog. Zusatzluft, durch eine seitliche Zuführungsöffnung eintretend, das Gehäuse der betreffenden
Zelle zum Teil in Querrichtung durchströmt. Hierdurch wird gegenüber Ausführungen, bei denen die durch den
Aufprall abgelösten Feinbestandtei'e allein mit dem Trägermedium abgezogen werden (vergl. etwa Gießerei-Lexikon
1974, Berlin, S. 589, Bild 6), ein besserer Trenneffekt erzielt. In Ermangelung einer kontrollierten,
vor allem ringsherum gleichartigen Durchflutung des um das Steigrohr herum abwärtsströmenden
Feststoff-Gas-Gemischs bleibt jedoch immer noch ein recht beträchtlicher Teil der abgelösten Feinbestandteile
bei dem behandelten Gut zurück. Wird die Absaugung an der Austragseinrichtung für die Überzugsmaterialien
zu stark eingestellt, so werden zwar mehr Feinbestandteile abgeführt, doch wird ein Teil des behandelten
Gutes mitgerissen.
Der Erfindung Hegt von daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Aufprall-Separator gattungsgemäßer Art die
Trennwirkung weiter zu verbessern.
Diese Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die Anordnung einer oder mehrerer Austrittsöffnungen für den sekundären Gasstrom um das
Steigrohr herum im Inneren des das Steigrohr umgebenden Feststoff-Gas-Gemischstromes wird eine
lokal begrenzte, ringsherum gleichgerichtete und gleichmäßige Durchflutung dieses letzteren erhalten,
durch die sich ein nachweislich besserer Trenneffekt erreichen läßt.
Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung an, von denen
diejenige nach Anspruch 4 freilich beispielsweise von der eingangs angegebenen DE-OS 24 48 333 her an sich
bekannt ist
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren im einzelnen
beschrieben. Dabei zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines mehrzelligen Aufprall-Separators
nach der Erfindung, wobei einige Teile weggebrochen erscheinen und andere an sich unsichtbare
Teile gestrichelt dargestellt sind,
F i g. 2 eine Stirnansicht des Separators aus F i g. 1 von der Seite der Austragseinrichtung für das
Überzugsmaterial,
F i g. 3 eine vergrößerte Seitenansicht eines Sandeintrittsventils
im unteren Abschnitt einer jeden Zelle,
Fig.4 einen Mittellängsschnitt durch das Sandeintrittsventil
aus F i g. 3 mit in dessen Innerem angeordneter Düse für den Eintritt des Trägermediums,
Fig.5 einen Horizontalschnitt entsprechend der
Linie 5-5 aus F i g. 3,
Fig.6 eine vergrößerte Seitenansicht von Teilen am
oberen Ende einer jeden Zelle,
F i g. 7 einen vertikalen Mittelschnitt durch die Teile aus F ig. 6,
Fig.8 einen Horizontalschnitt entsprechend der
Linie 8-8 aus F i g. 6 und
Fig.9 einen Detailschnitt im wesentlichen entlang
der Linie 9-9 aus F i g. 1.
Der dargestellte Aufprall-Separator arbeitet grundsätzlich nach dem Prinzip, daß man einen Strom hoher
Geschwindigkeit aus dem zu behandelnden Gut in Verbindung mit einem strömungsfähigen Trägermedium
erzeugt und diesen Strom gegen einen Prallkörper richiet, wo die unerwünschten Überzugsmaterialien
zum Bersten und Abspringen von dem Grundmaterial des Gutes, wie z.B. Sandkörnern, gebracht werden.
Sodann werden die abgesprengten Materialien, d. h. die Feinbestandteile, die leichter sind als das verbliebene
Grundmaterial, von einer dosierten Strömung abgeführt.
Der dargestellte erfindungsgemäße Separator 10 weist mehrere im wesentlichen getrennte Separatorzellen
12, 14, 16 und 18 auf, die hintereinandergeschaltet sind, um das zu behandelnde Gut nacheinander
aufzunehmen. Dieses Gut wird in den Separator durch einen Eingabeschacht 20 an άί-r ersten Zelle 12
eingegeben und bewegt sich der Reihe nach durch sämtliche Zellen, bis es durch einen Ausgabeschacht 22
an der letzten Zelle 18 nach außen gelangt. Zum Transport des Gutes cJ-irch die Zellen findet Luft als %
Trägermedium Verwendung, die von einem schnellaufenden Ti'rbogebläse 24 geliefert wird. Dieses Trägermedium
gelangt von dort in eine rechteckig profilierte, langgestreckte Luftverteilungskammer 26, von wo es
unter hoher Geschwindigkeit in die einzelnen Zellen austritt, die aufrecht auf der Luftverteilungskammer 26
angeordnet sind, wie die F i g. 1 und 2 erkennen lassen. Damit bildet die Luftverteilungskammer 26 gleichsam
ein Fundament oder ein Gestell für den Separator, wozu sie in der Nähe ihrer beiden Enden mehrere Füße 28
aufweist, die auf einem Boden 29 oder sonstigem Unterbau aufruhen.
Wie aus den Figuren zu erkennen, ist die Luftverteilungskammer 26 an ihrem einen Ende bei der letzten
Zelle 18 geschlossen, während sie am anderen Ende 26Zj über einen Flansch mit dem (nur schematisch dargestellten)
Gebläse 24 verbinden ist. Im übrigen weist die Kammer 26 eine rechteckige Decke 26c und einen
ebensolchen Boden 26d auf, worin übereinanderliegende kreisförmige Öffnungen 30 bzw. 32 vorgesehen sind.
Jede dieser öffnungen befindet sich in koaxialer Anordnung mit der vertikalen Mittelachse einer der
Zellen 12—18.
Jede Zelle besitzt eine sich zum Austritt hin verjüngende Lufteintrittsdüse 34, die mit einem Flansch
34a an ihrem unteren Ende in einer der öffnungen 30 in
der Decke 26c der Kammer 26 angebracht ist (F i g. 4). Durch die Düse wird die unter Druck stehende Luft aus
der Kammer 26 als Strom hoher Geschwindigkeit nach oben in die betreffende Zelle geleitet, wie durch die
Pfeile A in F i g. 4 angedeutet
Um den Sand in den Zellen daran zu hindern, bei Nichtbetrieb des Separators durch die Düsen 34 in die
Kammer 26 einzutreten, enthält jede Düse ein Verschlußstück 36 am oberen Ende einer vertikalen
Stange 38, womit das Verschlußstück in eine obere Abschlußstellung gegenüber der Düse gebracht werden
kann, während die Düse bei in seiner unteren Endstellung befindlichem VerschleStetück voll geöffnet
ist um Luft aus der Kammer 26 hindurchtreten zu lassen, wie durch die Pfeile B angedeutet Indessen kann
das Verschlußstück 36 durch vertikale Verschiebung entlang dem Pfeil C auch in Zwischenstellungen
gebracht werden, womit sich der Durchfluß durch die Düse genau dosieren läßt
Die Bewegung der Stangen 38 erfolgt zu diesem Zweck durch Handräder 40, die unterhalb des Bodens
26c/der Kammer 26 angeordnet sind und über Getriebe
42 auf die Stangen einwirken. Vor Abstellen des Separators werden die Düsen durch Nachobenbewegen
der Verschlußstücke 36 geschlossen, während sie nach Einschalten des Gebläses 24 geöffnet werden, um
sodann die Düsen freizugeben. Wie ersichtlich, kann der Lufteintritt in eine jede der Zellen 12—18 vermittels der
Handräder 40 individuell eingestellt werden.
Der Sandzutritt zu dem so in eine jede Zelle eingeblasenen Luftstrom ist durch ein zylindrisches
Sandeintrittsventil 44 dosierbar, welches im einzelnen in den F i g. 3,4 und 5 gezeigt ist. Wie daraus zu ersehen,
gelangt der Sand hierdurch abwärts und einwärts zu dem Luftstrom, der durch die Pfeile A angedeutet ist
Mit diesem Luftstrom wird der Sand mit hoher Geschwindigkeit und Turbulenz nach oben gerissen,
durch eine auswechselbare, konvergierende Eintrittsdüse 46 am unteren Ende eines zentralen, vertikalen
Steigrohres 48 innerhalb einer jeden Zelle.
Beim Austritt aus diesem Steigrohr trifft der Strom aus Sand und Luft mit hoher Geschwindigkeit von unten
her auf einen Prallkörper 50 auf, der sich am oberen Ende einer jeden Zelle befindet. Bereits beim Hindurchtritt
durch das Steigrohr jedoch treffen die Sandpartikel unter dem Einfluß der turbulenten Strömung wiederholt
heftig aufeinander, wodurch die Ablösung der Überzugsmaterialien eingeleitet wird. Der Prallkörper 50 ist
glockenförmig gestaltet, wodurch er während des Betriebes unterseitig ein Sandpolster aufnimmt, das eine
rasche Abnutzung des Prallkörpers vermeidet. Beim Auf treffen auf dieses Sandpolster setzt sich die
Ablösung der Überzugsmaterialien fort.
Die Prallkörper 50 sind mittels zweier mit gegenseitigem Abstand oberseitig angeformter Ohren 50a mit
miteinander fluchtenden zylindrischen öffnungen über einen horizontalen Tragbolzen 52 an zwei Wangen 54
aufgehängt, die sich selbst auf einem kreisrunden Boden inmitten eines im wesentlichen zylindrischen
Abzugsventils 60 einer jeden Zelle befinden (F i g. 6, 7
und 8). Die Ohren 50a erstrecken sich nach oben durch rechteckige Schlitze 56a des Bodens 56 hindurch. Hat
sich der Prallkörper 50 so stark abgenützt, daß er ersetzt werden muß, so braucht lediglich der Bolzen 52
herausgezogen werden, um den Tragkörper nach unten aus dem Ventil 60 entnehmen und an seiner Stelle einen
neuen oder aufgearbeiteten Tragkörper einsetzen zu können.
Jeder Prallkörper enthält in seiner Mitte einen flachen kreisförmigen Boden 506(F i g. 7) koaxial mit der Achse
des betreffenden Steigrohres 48 und in einer gewissen Entfernung oberhalb des oberen Endes dieses Steigrohres.
Nach außen und unten schließt sich an den Boden 50b ein kegelstumpfförmiger Mantel 50c an, der unten in
einem im wesentlichen zylindrischen Kragen 5Od endet. Dieser Kragen bewirkt, daß der den Prallkörper entlang
den Pfeilen D nach unten verlassende Strom, der zunächst noch d3S grob? C»>'· wie auch die abgelösten
feinen Bestandteile enthält, das Steigrohr schleierförmig umgibt.
Dieser Strom wird nun von einem entsprechend den Pfeilen E (F i g. 7) von dem Steigrohr weg radial nach
außen tretenden sekundären Luftstrom getroffen, womit die feinen Bestandteile von dem wesentlich
schwereren Sand getrennt werden, während der Sand seine abwärtsgerichtete Bewegung im wesentlichen
beibehält. Der sekundäre Luftstrom entstammt einem Gebläse 62 (Fig.2), das über nicht gezeigte Leitungsmittel mit einer seitlich an dem Separator entlanglaufenden,
langgestreckten Luftverteilungskammer 64 verbunden ist. Die Kammer 64 speist die einzelnen Zellen
12—18 über je zwei Luftzuführungsrohre 66 mit vertikalen Abschnitten, die auf diametral gegenüberliegenden
Seiten zu dem Steigrohr 48 parallel verlaufen (F i g. 6,7 und 9). Des weiteren besitzen die Rohre 66 bis
zu einem Knie 66a (Fig. 1) führende horizontale Abschnitte, mit denen sie an die Kammer 64
anschließen.
Jedes Paar der vertikalen Abschnitte der Rohre 66 mündet oben in eine flache, kegelstumpfförmige ίο
Sekundärluftdüse 70, die koaxial das obere Ende des betreffenden Steigrohres 48 umgibt und etwas unterhalb
des Kragens 5Od des Prallkörpers 50 angeordnet ist Diese Düse ist in ihrer Form etwa einem
Weihnachtsbaum vergleichbar und besteht im wesentlichen aus einem kreisringförmigen Boden 72 sowie einer
Folge von mit gegenseitigem Abstand darüber angeordneten, kegelstumpfförmigen Kragen 74 abnehmenden
Durchmessers, durch die ebensoviele kreisringförmige Luftaustrittsschlitze gebildet werden, aus denen die so
Sekundärluft radial nach außen tritt. Diese Sekundärluft steht vor ihrem Austritt unter einem wesentlich
geringeren Druck aJs die durch die Düsen 34 austretende Primärluft.
Durch den Sekundärluftaustritt vermittels der Düse 70 wird eine ringförmige Separationszone geschaffen, in
welcher die abgelösten leichteren Bestandteile von dem verbliebenen schwereren Gut getrennt werden. Dieses
setzt unterdessen seinen Weg nach unten fort, wobei es nacheinander über die einzelnen Kragen 74 der Düse 70
hinwegfließt, bis es von dem letzten Kragen entlang den Pfeilen F (Fig.T) nach unten fällt Der sekundäre
Luftstrom trägt die feinen Bestandteile nach auswärts und schließlich entlang den Pfeilen G nach aufwärts
gegen das Abzugsventil 60. Der Druck und damit die Geschwindigkeit der Sekundärluft ist über die Leistungsaufnahme
des Gebläses 62 passend einstellbar, um aus der Separationszone den gewünschten Anteil an
feinen Bestandteilen abzuführen. Durch Verwendung einer eigenen Luftquelle für den die Separation
herbeiführenden Sekundärluftstrom, kann die Menge der unter hohem Druck stehenden Primärluft beträchtlich
reduziert werden. Überdies kann der Sekundärluftstrom optimal eingestellt werden, womit sich insgesamt
eine beträchtliche Luft- und damit Energieersparnis ergibt.
Hinzu kommt, daß das Gebläse 62 für den Sekundärluftstrom, welches für einen verhältnismäßig
hohen Durchsatz berechnet sein wird, nur einen verhältnismäßig geringen Förderdruck zu erzeugen
braucht, während das Gebläse 24 für den das Trägermedium bildenden Primärluftstrom ein solches
für geringen Durchsatz und verhältnismäßig hohen Förderdruck sein wird. Die Energieersparnis auf Grund
der Verwendung von zwei getrennten Luftquellen bildet eine sich wirtschaftlich außerordentlich günstig bemerkbar
machende Maßnahme, womit sich der erfindungsgemäße Separator von herkömmlichen Aufprall-Separatoren
unterscheidet.
Eine jede der Zellen 12, 14, 16 und 18 ist nun des weiteren mit einem Schirm 80 versehen, um den den
Prallkörper 50 schleierartig verlassenden Strom des Gutes unterhalb der Sskundärluftdüse 70 in zwei
Teilströme aufzuteilen, von denen der erste in die nachstfolfJT.de Zelle und der zweite zurück zum
Sandeintrittsventil 44 der gleichen Zelle gelangt. Jeder der Schirme 80 enthält eine in schräger Lage fest
angeordnete untere Platte 82, deren unterer Rand sich auf der Austrittsseite der betreffenden Zelle befindet
und die von dort weg zu einem vertikalen Abschnitt 82a hin ansteigt, der etwa auf der Höhe des Abzugsventils 60
liegt (Fig. 1). Wie die Fig.6 und 9 erkennen lassen,
besitzen die Platten 82 drei auf einer Linie liegende Öffnungen, um die Rohre 48 und 66 hindurchtreten zu
lassen. Des weiteren enthält jede dieser Platten eine Anzahl Schlitze 826, welche Durchtrittsöffnungen für
das Gut bilden und mit ähnlichen Schlitzen 846 einer schieberartigen Deckplatte 84 zur Deckung gelangen
können, die entsprechend auf der Platte 82 gleitfähig geführt ist
Wie ebenfalls die F i g. 6 und 9 zeigen, gelangt das Gut unterhalb der Sekundärluftdüse 70 — wie durch die
Pfeile F angedeutet — auf den Schirm 80, wonach ein Teil dieses Gutes sich entlang den Pfeilen H an dem
Schirm entlangbewegen wird, wohingegen ein anderer Teil durch die übereinanderliegenden Schlitze 846 und
82 hindurchtritt, wie durch die Pfeile /angedeutet
Der Durchtrittsquerschnitt der Schlitze kann natu· gemäß
durch Verstellung der Platte 84 gegenüber der Platte 82 entsprechend den Pfeilen K (F i g. 9) verändert
werden, womit der Anteil des Gutes einstellbar ist, der zunächst in der gleichen Zelle verbleibt
Die Bewegung der Platte 84 zu diesem Zweck erfolgt über zwei Arme 86 in Verbindung mit davon seitwärts
nach außen ragenden Zapfen 88 (Fig.9), die durch entsprechende Schlitze 92a in beiden Seitenwänden 92
einer Kopfkammer 90 hindurchtreten, welche die Abzugsventile 60 sämtlicher Zellen 12—18 in sich
aufnimmt Wie am besten aus den F i g. 1 und 2 ersichtlich, besitzt diese Kopfkammer einen rechteckigen
Querschnitt Ist vermittels der Zapfen 88 die Platte 84 gegenüber der Platte 82 in die gewünschte Stellung
gebracht worden, so wird sie dort von auf die Zapfen 88 aufgebrachten Kiemmuttern 88a gehaltep, die gegen die
Seitenwände 92 der Kopfkammer hin angezogen werden.
Außer den Seitenwänden 92 besitzt die Kopfkammer 90 vorder- und rückseitige Stirnwände 94 bzw. 96, einen
Boden 98 sowie eine Decke 100, die eine Reihe großer kreisförmiger Abzugsöffnungen 100a (Fig. 7) für den
Auslaß der Sekundärluft mit den abgelösten leinen s Überzugsbestandteilen enthält. Von unten vor den
Offnungen 100a sind die Abzugsventile 60 koaxial mit d?; Öffnungen angebracht, die von der Decke 100
getragen werden (F i g. 6 und 7). In koaxialer Anordnung mit den öffnungen 100a und den Ventilen 60 enthält der
Boden 98 der Kopfkammer eine entsprechende Anzahl großer kreisrunder Sanddurchtrittsöffnungen 98a, die
mit dem weiteren oberen Ende konischer Sandtrichter 102 einer jeden der Zeilen in koaxialer Anordnung mit
deren Steigrohr 48 in Verbindung steht. Diese Sandtrichter sitzen auf der Decke 26c der Luftverteilungskammer
26 auf, wobei ihre engeren unteren Enden koaxial mit den Lufteintrittsdüsen 34 und den diese
umgebenden Sandein'.rittsventüsn 44 der betreffenden
Zellen angeordnet sind (Fig.2—4). Jeder der Trichter
102 besitzt an seinem oberen Ende einen horizontalen Flansch 102a, womit er um die betreffende öffnung 98a
herum am Boden 98 der Kopfkammer befestigt ist, sowie ebenso einen horizontalen Flansch 1026 an
seinem unteren Ende zur Anbringung an der Decke der Kammer 26. Das durch die Schlitze 846 und 826 des
Schirmes 80 hindurchgelangende Gut gelangt vermittels des jeweiligen Trichters 102 zurück zu dem Sandeintrittsventil
40 der betreffenden Zelle, worauf es wiederum von dem Primärluftstrom aus der Düse 34
erfjßt und durch das Steigrohr 48 emporgerissen wird,
um erneut auf den betreffenden Prallkörper 50 aufzutreffen.
Derjenige Anteil des auf die Schirme 80 auftreffenden Sandes bzw. Gutes, der nicht durch die Schlitze 846 und
826 hindurchgelangt, fließt entlang dem jeweiligen Schirm abwärts, wodurch er in den Trichter 102 der
nachfolgenden Zelle gelangt, wie in F i g. 1 durch die Pfeile L angedeutet, während die feinen Bestandteile
von dem Sekundärluftstrom durch die Abzugsventile 60 und die öffnungen 100a in einen darüber angeordneten,
gemeinsamen Abzugskanal 110 gelangen. Dieser Abzugskanal besitzt einen trapezförmigen Querschnitt
(Fig.2) und erweitert sich von der letzten Zelle 18 zu der ersten Zelle 12 hin. Auf seiner Unterseite hat er
einen horizontalen Flansch 110a womit er auf der Decke
100 der Kopfkamnu- 90 befestigt ist. Ferner besitzt er
zwei nach innen zu geneigte Seitenwände 112 und eine
geneigte Decke 114, die am weiteren Ende des Kanals an einer Stirnwand 116 mit einer kreisrunden Durch- so
trittsöffnung 116a enden. An diese Durchtrittsöffnung schließt sich ein Rohr 118 an, das über einen Flansch
118a mit einem Abzugsgebläse 120 verbunden ist Durch
dieses wird zusammen mit den feinen Bestandteilen die gesamte durch die Gebläse 24 und 62 in den Separator
geförderte Luft abgeführt. Um ein Austreten der feinen Bestandteile aus Undichtigkeiten des Separators in die
Umgebung zu verhindern, wird das Gebläse 120 zweckmäßigerweise so eingestellt oder betrieben, daß
es in dem Separator einen leichten Unterdruck aufrechterhält
Wie aus den F i g. 1,3,4 und 5 ersichtlich, besitzen die
Sandeintrittsventile 44 jeweils ein aufrechtstehendes zylindrisches Gehäuse 122, welches auf der Decke 26c
der Luftverteilungskammer 26 koaxial mit der betreffenden Düse 34 und dem darüber befindlichen Steigrohr
48 angebracht ist Dieses Gehäuse 122 bildet eine seitliche Abstützung für das untere Ende des Steigrohres,
wozu es einen ringförmigen Deckel 124 mit einer das Steigrohr passend aufnehmenden Mittelöffnüng
aufweist (Fig.4). Des weiteren ist das Gehäuse 122 in
seinem oberen Abschnitt mit einer Anzahl rechteckiger Schlitze 122a ausgestaltet, durch die der Sand
entsprechend den Pfeilen Λ/in das Gehäuse einzutreten
vermag. Hierzu können die Schlitze 122a mit entsprechenden Schlitzen 126a in einem zylindrischen Schieber
126 zur Deckung kommen, der drehbar auf dem oberen Abschnitt des Gehäuses 122 angeordnet ist und von
einem Ring 128 auf dem Gehäuse getragen wird. Durch Verdrehen des Schiebers 126 gegenüber dem Gehäuse
kann der Sanddurchtritt durch die Schlitze 122a und 126a in gewünschter Weise eingestellt werden. Zu
diesem Zweck steht nach außen von dem Schieber 126 ein Arm 1266 ab, an dem eine aus dem umgebenden
Sandtrichter 102 nach außen führende Stange 129 angreift Diese Stange ist vermittels eines darauf
befindlichen Handrades 130 iängsversteübar, urn den
Schieber 125 zu drehen, wie in Fig.5 durch den Doppelpfeil M angedeutet. Wie ersichtlich, können über
die betreffenden Handräder 130 die Sandeintrittsventile 44 sämtlicher Zellen 12—18 individuell eingestellt
werden, um damit die Arbeitsweise der einzelnen Zellen aufeinander abzustimmen und den Sanddurchfluß durch
den Separator im Sinne einer optimalen Arbeitsweise festzulegen.
In ähnlicher Weise besitzen die Abzugsventile 60 jeweils ein feststehendes zylindrisches Gehäuse 132,
welches die betreffende öffnung 100a umgebend an der Decke 100 der Kopfkammer 90 aufgehängt ist (F i g. 6
und 7). Wie bereits erwähnt, hat dieses Gehäuse zum Tragen des betreffenden Prallkörpers 50 einen ringförmigen
Boden 56, der etwas oberhalb des unteren Gehäuseendes angeordnet ist. Des weiteren weist jedes
der Gehäuse 132 oberhalb des Bodens 56 einen Kranz von Schlitzen 132a auf, durch welche die abzuführende
Luft mit den feinen Bestandteilen in das Gehäuse einzutreten vermag. Auf einem Ring 134 an dem
Gehäuse ruht drehbar ein zylindrischer Schieber 176
auf, der eine entsprechende Anzahl mit den Schlitzen 132a zur Deckung zu bringender Schlitze 136a enthält
(Fig.6—8). Um den Schieber 136 in Richtung des
Doppelpfeiles P in Fig.8 drehen und damit den
Durchtrittsquerschnitt der Schlitze 132a und 136a einstellen zu können, stehen von dem Schieber 136 nach
außen zu zwei gegenüberliegende Arme 1366 ab, zwischen denen das innere Ende einer sich durch die
benachbarte Seitenwand 92 der Kopfkammer 90 nach außen erstreckenden Stange 138 gelagert ist. An ihrem
Außenende sind die Stangen 138 mit Handrädern 140 (F i g. 2) versehen, mit denen sie in Richtung der Pfeile R
(Fig. 8) vor und zurück verstellbar sind, um die Schlitze 136a mehr oder weniger weit mit den Schlitzen 132a zur
Deckung zu bringen und damit den Abfluß der Luft mit den Feinbestandteilen individuell für jede Zelle optimal
einzustellen.
Der Eintritt des zu behandelnden Sandes oder Gutes in den Separator 10 geschieht in dosierter Menge über
den Eingabeschacht 20, der hierzu ein Flügelrad J42 enthält Dieses Flügelrad wird über eine Welle 144
seitens eines Motors 146 angetrieben, dessen Geschwindigkeit einstellbar ist Das Flügelrad 142 befindet sich in
einem Kanal 148, der mit einer Eingabeöffnung 96a in der Stirnwand 96 der Kopfkammer 90 ia Verbindung
steht Das zu behandelnde Gut gelangt in den Schacht 148 aus einem Bunker oder dergL und wird durch das
Flügelrad 142 auf volumetrischer Basis zugeteilt
Darüber hinaus bildet das Flügelrad eine Schleuse, durch welche ein Luftdurchtritt durch den Kanal 148 im
wesentlichen unterbunden wird, was sich wiederum in den Betriebskosten auswirkt.
Der am anderen Ende der Kopfkammer 90 vorgesehene Aus^abeschacht 22 enthält ebenso ein
Flügelrad 150, das über eine Welle 152 seitens eines Motors 154 mit einstellbarer Geschwindigkeit angetrieben
wird, um damit den Abfluß des Gutes aus dem Separator zu dosieren. Das Flügelrad 150 ist in einem
von dem Separator weg nach unten geneigten Kanal 156 angeordnet, der sich an eine entsprechende öffnung
94a in der Stirnwand 94 der Kopfkammer 90 anschließt. Mit der Drehzahl des Motors 154 läßt sich die
Abflußgeschwindigkeit des Gutes in der Weise einstellen, daß das Gut in dem Separator eine gewünschte Zeit
10
lang verbleibt. Darüber hinaus bildet auch das Flügelrad 150 eine Luftschleuse, um einen unerwünschten
Durchtritt von Luft durch den Kanal 156 zu unterbinden. Der so weit beschriebene Separator nach der
Erfindung erlaubt eine genauere Steuerung der einzelnen Flüsse in und durch den Separator, womit sich
eine optimale Wirkungsweise erreichen läßt. Des weiteren läßt sich damit wie vor allem auch durch die
Verwendung von zweierlei Quellen für das hochgespannte Trägermedium bzw. das den sekundären Strom
bildende, niedrigergespannte Sichtmedium gegenüber vergleichbaren herkömmlichen Separatoren eine beträchtliche
Energieersparnis erzielen. Dennoch ist der erfindungsgemäße Separator verhältnismäßig einfach
und preisgünstig herzustellen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Ein- oder mehrzelliger Aufprall-Separator zum Entfernen von Oberzugsmaterialien von der Oberfläche
körnigen Gutes, insbesondere gebrauchten Formsands, mit mindestens einem in einem Gehäuse
vertikal angeordneten, bis in den Bodenbereich des Gehäuses reichenden oben und unten offenen
Steigrohr, mit einem am unteren Ende des Steigrohrs angeordneten und in das Rohr nach oben
gerichteten Injektor für ein Trägermedium, mit einem über dem oberen Ende des Steigrohrs
angeordneten, nach unten offenen haubenförmigen Prallkörper, mit einer Vorrichtung zur Erzeugung
eines sekundären Gasstroms aus dem Träger- oder einem sonstigen Strömungsmedium und mit getrennten
Austragseinrichtungen für das abwärtsströmende, das Steigrohr schleierförmig umgebende
Feststoff-Gas-Gemisch bzw. für die von dem sekundären , Gasstrom mitgerissenen Oberzugsmaterialien,
dadurch gekenn7eichnet, daß die Einrichtung (62, 64, 70) zur Erzeugung des
sekundären Gasstroms um das obere Ende des Steigrohrs (48) herum eine oder mehrere seitliche
Austrittsöffnungen aufweist
2. Aufprall-Separator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (62, 64,70) zur
Erzeugung des sekundären Gasstroms eine das Steigrohr (48) umgebende ringförmige Kammer (70)
mit mindestens einer kegelstumpfförmigen Abdekkung (74) aufweist, unter der sich mindestens eine
ringförmige Austrittsöffnung für den sekundären Gasstrom befindet
3. Aufprall-Separator nach Anspruch 2, wobei die ringförmige Kammer (70) mehren, kegelstumpfförmige
Abdeckungen (74) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckungen von oben nach unten
fortschreitend einen wachsenden Durchmesser besitzen und daß sich ringförmige Austrittsöffnungen
zwischen je zwei aufeinanderfolgenden dieser Abdeckungen befinden.
4. Aufprall-Separator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
den Strom des von dem Prallkörper (50) abwärtsströmenden Gutes teilende Leitmittel (80) unterhalb
der Einrichtung (62, 64, 70) zur Erzeugung des sekundären Gasstromes angeordnet sind.
5. Aufprall-Separator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Austragseinrichtung (60, 90, 110, 120) für die von dem sekundären Gasstrom mitgerissenen Überzugsmaterialien ein einstellbares Abzugsventil (60) im
Bereich des Prallkörpers (50) aufweist.
6. Aufprall-Separator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Abzugsventil (60) ein im
wesentlichen oberhalb des Prallkörpers (50) angeordnetes Gehäuse (132) mit mindestens einer
Durchtrittsöffnung (132a^ sowie einen auf dem Gehäuse gelagerten, ggf. eine entsprechende Anzahl
Durchtrittsöffnungen (136a,} enthaltenden Schieber eo
(136) aufweist, mit dem die Durchtrittsöffnungen des Gehäuses mehr oder weniger weit abdeckbar sind.
7. Mehrzelliger Aufprall-Separator nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß er am
oberen Zellenende eine die Abzugsventile (60), die &5
Prallkörper (50) und ggf. auch die Einrichtungen (62, 64, 70) zur Erzeugung des sekundären Gasstroms
sämtlicher Zellen (12—18) in sich aufnehmende gemeinsame Kopfkammer (90) aufweist
8. Mehrzelliger Aufprall-Separator nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zelle
(12—18) einen von der Kopfkammer (90) um das Steigrohr (48) herum nach unten reichenden Trichter
(102) aufweist, durch den die vor dem Prallkörper (50) aus nach unten gelangenden Feststoffe zumindest
teilweise zum unteren Ende des Steigrohrs (48) zurückgeleitet werden.
9. Aufprall-Separator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
sich am unteren Ende des Steigrohrs (48) im Bereich des Injektors (34) ein Eintrittsventil (44) zur
Dosierung des Eintritts des Gutes in das Steigrohr befindet
10. Aufprall-Separator nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Eintrittsventil (44) ein den
Injektor (34) und das Steigrohrende umgebendes Drehschieberventil ist
11. Mehrzelliger Aufprall-Separator nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Injektoren (34) auf einer unterhalb
der Steigrohre (48) angeordneten gemeinsamen Verteilungskammer (26) für das Trägermedium
angeordnet sind
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