DE2855110C2 - Kupplungsausrücker - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Kupplungsausrücker, mit einer zu seinem Aufsetzen auf ein Führungsorgan dienenden Hülse, deren Bohrung mit vorstehenden starren, einstückig mit der Hülse verbundenen Abstützelementen versehen ist, mittels welchen sich der Ausrücker radial auf dem Führungsorgan abstützen kann und darauf gleitbar ist, und die über den Umfang hinweg zwischen sich Durchgänge aussparen.
- Aus der DE-OS 26 35 118 ist ein Kugellagerausrücker bekannt, bei dem in der Muffe zusätzlich ein weiterer, von der Muffe getrennter Ring in einer entsprechenden Ausnehmung der Muffe mit radialem Spiel eingesetzt ist. Dieser Ring ist innen mit axial verlaufenden Rippen ausgestattet.
- Aus der US-PS 31 86 312 ist ein Hubzylinderaufbau bekannt, der im Zylinderbereich mit einem Lagerring ausgestattet ist, dessen der Kolbenwand zugewandte Innenumfangsfläche mit Rippen versehen ist. Diese Rippen sind an einer Seite V-förmig angespitzt.
- Der Lagerring dieses Stands der Technik ist deswegen mit Durchgangsrippen versehen und diese angespitzt, weil das für die hin und hergehende Bewegung des Hubzylinders erforderliche Fluid durch den Lagerring hindurchtreten muß.
- Aus der US-PS 41 17 916 ist ein Kupplungsausrücker bekannt, in dessen Bohrung längsverlaufende Rippen vorgesehen sind. Diese längsverlaufenden Rippen sind nur an einem Eingriffsrand abgerundet.
- Üblicherweise werden Kupplungsausrücker mit einer Hülse geliefert, die Schmiermittel enthält. Bei solchen Ausrückern, die, wie aus der DE-OS 26 35 118 bekannt, keine Anschäftungen aufweisen, wird das Schmiermittel verdrängt und bleibt an den Endbewegungsorten oder an den Stirnflächen des Rings oder der Rippen liegen. Wenn das Schmiermittel nach vorne in Richtung auf die Kupplung geschoben wird, besteht zusätzlich die Gefahr, daß es in den Bereich der Reibbeläge der Reibscheibe der Kupplung gelangt, was zu einer Herabsetzung oder gar zu einem vollkommenen Ausfall der Betriebsfunktion der Kupplung selber führt.
- Die vorliegende Erfindung hat ein Ausrücklager mit Stützelementen zur Aufgabe, die geeignet sind, die Auswirkungen der gelegentlichen Anwesenheit von Verschmutzungen auf dem Führungsorgan wirksam auf ein Minimum zu reduzieren und sogar völlig aufzuheben.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abstützelemente als fluchtende, an beiden axialen Enden der Bohrung spiegelbildlich angeordnete, jeweils Schmiermittel und Verschmutzung zur Seite ablenkende Führungsabschnitte ausgebildet sind.
- Die starren Führungsabschnitte mit denen sich gemäß der Erfindung das Ausrücklager auf seinem Führungsorgan abstützt, lenken Verschmutzungen seitlich von ihrer Bewegungsbahn während des Gleitens des Ausrücklagers derart ab, daß diese Verschmutzungen nicht zwischen die Gleitflächen gelangen, sondern insgesamt hiervon zu einem Hohlraum hin abgeführt werden, der geeignet ist, sie aufzunehmen. Gleichzeitig bilden diese Hohlräume ein Schmiermittelreservoir.
- In den Unteransprüchen 2 bis 6 sind vorteilhafte Ausbildungen des Gegenstands nach dem Hauptanspruch angegeben.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1 eine Ansicht eines Axialschnitts durch ein erfindungsgemäßes Ausrücklager und durch das Führungsorgan ist, auf dem es in Eingriff steht,
- Fig. 2 eine Ansicht des einzigen Stückes oder des Schaltelementes ist, das dieses Ausrücklager bildet, und wodurch es in der Lage ist, in Eingriff mit diesem Führungsorgan zu treten,
- Fig. 3 die Ansicht eines Axialschnitts durch das in Fig. 2 dargestellte Stück längs Linie III-III dieser Fig. 2 ist,
- Fig. 4 und 5 Halbansichten einer Ausführungsvariante sind, die jeweils den Ansichten der Fig. 2 und 3 entsprechen,
- Fig. 6 schematisch einen Teil der Fig. 5 für eine andere Ausführungsvariante wiederholt, und
- Fig. 7 in gleicher Weise eine schematische Ansicht einer anderen Ausführungsvariante ist, wobei die Ansicht der der Fig. 6 entspricht.
- In Fig. 1 erkennt man mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 ein Ausrücklager und mit dem allgemeinen Bezugszeichen 11 das Führungsorgan, auf dem ein derartiges Ausrücklager bestimmungsgemäß in axialem Gleiteingriff steht.
- Ein derartiges Ausrücklager 10 ist seinerseits durchaus bekannt, und es wird hier nur teilweise beschrieben: Es genügt hier, darauf hinzuweisen, daß das Lager allgemein aus einen Schaltelement 12 gebildet ist, durch das das Lager dazu eingerichtet ist, auf dem Führungsorgan 11 in Gleiteingriff zu treten, wie dies nachfolgend beschrieben wird, und wodurch das Lager in der Lage ist, an ein Steuerorgan angekoppelt zu werden, in der Praxis an eine Ausrückschaltgabel, um zum Gleiten auf dem Führungsorgan 11 veranlaßt zu werden; ferner ist das Lager mit einem Eingriffselement 13 versehen, durch das das Lager in der Lage ist, die Ausrückeinrichtung einer Kupplung (nicht dargestellt) in Abhängigkeit von einer Tätigkeit des genannten Steuerorgans einzuwirken.
- Das Schaltelement 12, das in den Fig. 2 und 3 für sich alleine dargestellt ist und das beispielsweise aus synthetischem Material, sogenanntem Kunststoff hergestellt ist, ist seinerseits allgemein mit einer Muffe 15 ausgebildet, die in Achsrichtung eine Bohrung 16 zum Eingriff auf dem Führungsorgan 11 aufweist, sowie mit einem Flansch 17, der dazu eingerichtet ist, dem Eingriffselement 13 zur Abstützung zu dienen und der an diametral gegenüberliegenden Stellen mit jeweils einem Sitz 18 ausgestattet ist, der dazu geeignet ist, das Ankuppeln an das Steuerorgan zu gestatten, dem das Ausrücklager zugeordnet ist.
- Auf an sich bekannte Weise ist die Bohrung 16 des Schaltelements 12 mit vorspringenden Stützelementen versehen, mittels deren das Schaltelement 12 und somit das hiermit versehene Ausrücklager 10 sich in Radialrichtung auf dem Führungsorgan 11 abstützen kann, wobei die Stützelemente in in Umfangsrichtung verteilten Zwischenräumen Kanäle aussparen.
- Gemäß der Erfindung werden die fraglichen Abstützelemente durch starre Führungsabschnitte 20 gebildet, deren Angriffsfläche 21 d. h. die axial zur Außenseite hin gerichtete Fläche, mindestens teilweise allgemein gegenüber der Achse der Baugruppe abgeschrägt ist.
- In dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel sind einander die starren Führungsabschnitte 20 paarweise zugeordnet, wobei die beiden starren Führungsabschnitte 20 desselben Paares jeweils die Enden ein und derselben axialen Abstützrippe 22 bilden, die durchgehend und einstückig die genannten Führungsabschnitte verbindet.
- Die axialen Abstützrippen 22 begrenzen zu jeweils zweien in Umfangsrichtung Auskehlungen bzw. Nuten 23, die insgesamt einen Hohlraum bilden, der zur Außenseite hin mittels Kanälen 24 verbunden ist, die zwischeneinander in Umfangsrichtung die starren Führungsabschnitte 20 an den axialen Enden der genannten Nuten 23 einschließen.
- In dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen diese Nuten 23 im Querschnitt ein Rechteckprofil auf, wobei deren Boden in ihrer Gesamtheit durch den eigentlichen Boden der Bohrung 16 gebildet ist.
- Schließlich weist bei dem in Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel die Angriffsfläche eines jeden Führungsabschnitts 20, wie sie oben definiert ist, allgemein eine V-Form mit nach außen gerichteter Spitze auf.
- Die Abstützrippen 22 und die Führungsabschnitte 20, die sie mit ihren axialen Enden bilden, sind mit der Bohrung 16, an der sie angeordnet sind, einstückig ausgebildet.
- Wie oben hervorgehoben, handelt es sich um starre Abstützelemente.
- Während der axialen Gleitbewegung des Ausrücklagers 10 auf dem Führungsorgan 11 verdrängen die starren Führungselemente 20 seitlich mittels ihrer Angriffsfläche 21 Verschmutzungen, die gelegentlich auf diesem Führungsorgan vorliegen, und leiten sie systematisch zu den Kanälen 24 und somit zu den Nuten 23 hin ab, wo sie aufgenommen werden, ohne daß sie in irgendeiner Weise diese Gleitbewegung beeinträchtigen können.
- Gemäß einer Ausführungsvariante, die durch die Fig. 4 und 5 dargestellt ist, weisen die Auskehlungen 23 im Querschnitt ein halbkreisförmges Profil auf.
- Im voranstehenden ist man davon ausgegangen, daß die starren Führungsabschnitte 20, die an einem axialen Ende der Bohrung 16 vorliegen, jeweils durchgehend mittels Rippen 22 mit den starren Führungsabschnitten 20 verbunden sind, die am anderen axialen Ende dieser Bohrung vorliegen.
- Wie dies durch Fig. 6 und 7 dargestellt ist, ist dies in dieser Form nicht erforderlich, sondern derartige Klötze können im Gegensatz hierzu individuell jeweils an den axialen Enden der Bohrung 16 getrennte Elemente bilden.
- Das Volumen des Hohlraums, den sie in Achsrichtung zwischen einander einschließen und der in den Fig. 6 und 7 durch das allgemeine Bezugszeichen 25 bezeichnet ist, ist hierbei vergrößert.
- Vorzugsweise und wie dargestellt verbleiben die starren Führungsabschnitte 20 einander paarweise zugeordnet, wobei diejenigen jeweils des gleichen Paares einander gegenüberliegend an den axialen Enden derselben Erzeugenden der Bohrung 16 angeordnet sind, an der sie angebracht sind.
- In Fig. 6 handelt es sich um starre Führungsabschnitte in Klotzform mit rautenförmigem Umriß.
- In einer Ausführungsvariante (Fig. 7) weisen die starren Führungsabschnitte 20 einen kreisförmigen Umriß auf, wobei ihre Angriffsfläche somit allgemein gegenüber dem Ausrücklager schräg verbleibt.
- Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sich die vorliegende Erfindung nicht nur auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern jede Ausführungsvariante und die Kombination ihrer verschiedenen Elemente umfaßt.
- Insbesondere ist die Ablenkfläche der erfindungsgemäßen starren klotzartigen Führungsabschnitte nicht notwendigerweise V-förmig oder halbkreisförmig; es ist ausreichend, daß mindestens ein Teil dieser Fläche gegenüber der Achse des Ausrücklagers abgeschrägt ist.
- Im übrigen ist es nicht unerläßlich, daß es sich um eine Zylinderfläche handelt, mit der sie in der Lage sind, sich auf dem Führungsorgan des Ausrücklagers abzustützen; wie dies gestrichelt in Fig. 4 schematisch dargestellt ist , können sie mindestens im Querschnitt bezüglich der Achse des Ausrücklagers ein konvexes Profil aufweisen und sich somit nur längs Linien auf dem Ausrücklager- Führungsorgan längs einer seiner Erzeugenden abstützen und sogar nur punktförmig, wenn ihr Querschnitt mit einem konvexen Profil in mehreren, unterschiedlichen Ebenen vorliegt; im linken Teil der Fig. 4 ist dieses Profil dreieckig, im rechten Teil dieser Figur ist es abgerundet, beispielsweise halbkreisförmig.
- Schließlich können im Fall der getrennten, starren Führungsabschnitte einer oder mehrere Zwischenklötze der gleichen Art zwischen den beiden klotzartigen Führungsabschnitten am Ende einer selben Erzeugenden der betroffenen Bohrung vorgesehen sein, wie dies schematisch gestrichelt in Fig. 6 und 7 dargestellt ist.
- Es handelt sich zusammengefaßt um ein Ausrücklager, dessen Schaltelement 12 für seinen Eingriff mit einem Führungsorgan eine Axialbohrung 16 aufweist, die mit vorspringenden Abstützelementen versehen ist, mittels deren dieses Lager sich radial auf diesem Führungsorgan abstützen kann.
- Gemäß der Erfindung sind diese Abstützelemente durch starre Führungselemente 20 gebildet, deren Angriffsfläche 21 beispielsweise V-förmig ist, um systematisch Verschmutzungen, die gelegentlich auf dem Führungsorgan vorliegen können, zu den Auskehlungen 23 hin abzuleiten.
- Die Erfindung findet ihre Anwendung bei Ausrücklagern, die für die Steuerung einer Kupplung geeignet sind.
Claims (6)
1. Kupplungsausrücker mit einer zu seinem Aufsetzen auf ein Führungsorgan dienenden Hülse (15), deren Bohrung mit vorstehenden starren, einstückig mit der Hülse verbundenen Abstützelementen versehen ist, mittels welchen sich der Ausrücker radial auf dem Führungsorgang abstützen kann und darauf gleitbar ist, und die über den Umfang hinweg zwischen sich Durchgänge aussparen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützelemente als fluchtende, an beiden axialen Enden der Bohrung (16) spielgelbildgleich angeordnete, jeweils Schmiermittel und Verschmutzung zur Seite ablenkende Führungsabschnitte ausgebildet sind.
2. Ausrücker nach Anspruch 1, wobei die Führungsabschnitte insbesondere als Abstüzrippen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffsrand (21) eines Führungsabschnittes (20) im allgemeinen V-förmig mit nach außen gerichteter Spitze ausgebildet ist.
3. Ausrücker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsabschnitt (20) einen rautenförmigen Umriß aufweist.
4. Ausrücker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffsrand (21) eines Führungsabschnitts (20) allgemein halbkreisförmig ausgebildet ist.
5. Ausrücker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsrungsabschnitt (20) einen kreisförmigen Umriß hat.
6. Ausrücker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (23), der zwischen zwei bezüglich des Umfangs der Bohrung benachbarten Führungsabschnitte (20) ausgebildet ist, im Querschnitt annähernd ein Rechteckprofil aufweist, wobei der Boden des Kanals durch die Wandung der Bohrung (16) ausgebildet wird.
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