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Beschreibung
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verpackungsmaschine, insbesondere
eine Schlauchbeutelmaschine, mit einer Steuereinrichtung zur zeitlichen Koordinierung
von verschiedenen Maschinenfunktionen in Abhängigkeit von der Winkelstellung einer
Steuerwelle.
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In Verpackungsmaschinen müssen verschiedene Funktionen in einer bestimmten
richtigen Reihenfolge und jeweils innerhalb einer bestimmten Zeitdauer ablaufen.
Um eine Verpackungsmaschine an die Verarbeitung verschiedener Produkte und an die
erstellung verschiedener Packungsgrößen anpassen zu können, muß es auch möglich
sein, die Steuerung der einzelnen Funktionen so verändern zu können, daß der Beginn
und die Zeitdauer einer Funktion variiert werden können.
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Auch die Arbeitsgeschwindigkeit (Taktzeit) einer Verpackungsmaschine
muß zur Anpassung an verschiedene Betriebsbedingungen veränderbar sein.
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Diese Voraussetzungen gelten für verschiedene Arten von Verpackungsmaschinen,
insbesondere auch für Schlauchbeutelmaschinen. Bei Schlauchbeutelmaschinen müssen
z.B. genau aufeinander abgestimmt werden der Vorschub der Folie, die Betätigung
und die Schweiß zeit der Längssiegelbacken, die Betätigung und Schweiß zeit der
Quersiegelbacken und das Einfüllen des zu verpackenden Produktes. Weitere Funktionen
sind bei Zusatzeinrichtungen genau zu steuern, z.B. bei Rüt-
teleinrichtungen,
Druckvorrichtungen, Transportvorrichtungen und Begasungseinrichtungen.
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Bei bekannten Maschinen dient zur Steuerung der Funktionen eine Steuerwelle,
die in der Regel pro Maschinentakt eine Umdrehung ausführt. Auf dieser Steuerwelle
sitzen viele verstellbare Nocken, die mit Tasthebeln von Schaltern zusammenwirken.
Je nach Einstellung der Nocken werden die Schalter bei verschiedenen Drehwinkeln
betätigt und lösen Funktionen aus, z.B. das Einschalten eines Stromes, mit dem an
den Schweißbacken Schweißwärme zugeführt wird. Wenn ein stärkerer Strom zu steuern
ist, z.B. Drehstrom für den Betrieb eines Elektromotors, muß dem Schalter ein Relais
zugeordnet werden.
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Einstellarbeiten an solchen Maschinen sind verhältnismäßig schwierig,
da die Nocken an der Steuerwelle verdreht und in der gewünschten Lage festgeklemmt
werden müssen. Da im allgemeinen das Auffinden einer optimalen Einstellung mehrere
Verstellungen eines Nockens erfordert, ist die Einstellarbeit außerordentlich zeitraubend
und erfordert auch eine gewisse Geschicklichkeit und Erfahrung des Einstellers.
Nachteilig ist ferner die Störempfindlichkeit von Schaltern mit Kontakten und von
Relais mit Kontakten.
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Die Kontaktgabe kann leicht durch Verschmutzung und Verschmoren der
Kontakte gestört werden. Aus Platzgründen ist es bei manchen Maschinenkonstruktionen
auch erforderlich, mehr als eine Steuerwelle vorzusehen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Veipackungsmaschine
so auszubilden, daß -eine- Einstellung -der vcrschiedenen Maschinenfllnktionen Manipulationen
an der Steuerwelle selber nicht eifordernund daß durch Kontaktschalter bedingte
Störungen nicht mehr auftreten können.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß auf der
Steuerwelle die Scheibe eines opto-elektroz1ischer
Winkelmessers
drehfest angeordnet ist, daß der Winkelmesser an einen Datenselektor angeschlossen
ist, in dem sich mehrere auswechselbare Steckteile, z.B. Steckkarten, befinden,
wobei jedes Steckteil zur Steuerung einer Maschinenfunktion dient und Einstellelemente
für die Einstellung eines Anfangswinkels und eines Endwinkels für die betreffende
Maschinenfunktion aufweist und daß das Steckelement unmittelbar oder mittelbar über
einen kontaktlosen elektronischen Leistungsteil ein für die betreffende Maschine
funktion zu erregendes Organ, wie z.B. einen Elektromotor, eine Magnetkupplung oder
ein Magnetventil oder ein Heizelement mit elektrischer Energie versorgt g èi der
Einstellung einer solchen Verpackungsmaschine sind Manipulationen an der Steuerwelle
nicht erforderlich. Die Steuerwelle dient nur noch als Anzeigeelement, die der elektronischen
Steuereinrichtung anzeigt, in welchem Bereich eines gesamten Arbeitsablaufes sich
die Maschine jeweils befindet. Die Einstellung von Beginn und Ende der verschiedenen
Funktionen erfolgt an den Steckteilen, die bequem zugänglich angeordnet werden können.
Dadurch sind Einstellarbeiten bequem und schnell möglich und können auch von ungeübtem
Personal ausgeführt werden. Es ist z.B.
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möglich, dem Benutzer der Maschine eine Tabelle an die Hand zu geben,
in der für verschiedene Betriebsbedingungen die jeweils optimalen Einstelldaten
angegeben sind. Die Bedienungsperson braucht dann lediglich die Einstellelemente
für jede Funktion einzustellen, also den Anfangwinkel und den Endwinkel der betreffenden
Funktion. Die Verwendung von Steckteilen für die einzelnen Funktionen hat den Vorteil,
daß bei Störungen eine schnelle Reparatur möglich ist, indem ein komplettes Steckteil
ausgewechselt wird. Auch können zusätzliche Funktionen leicht an der Maschinensteuerung
berücksichtigt werden, indem weitere Steckteile hinzugefügt werden. Die Maschine
ist außerordentlich funktionssicher, da bewegliche Kontakte nicht vorhanden sind.
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Die Ausbildung der Einstellelemente gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil,
daß ein bestimmter Winkel fehlerfrei auf
ein Grad genau eingestellt
werden kann,da einem Stellelement nur zehn Ziffern zugeordnet sind, so daß bei der
Einstellbewegung zwischen zwei Ziffern ein großer Abstand verbleibt.
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Eine digitale Anzeige der jeweiligen Stellung der Steuerwelle gemäß
Anspruch 3 erleichtert die Einstellung der Maschine und ist insbesondere dann von
Nutzen, wenn Einregulierungen der Maschine unabhängig von den Steckteilen erfolgen
sollen.
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Vorteilhafterweise ist gemäß Anspruch 4 ein spezieller Impulsgeber
für die digitale Anzeige der Drehgeschwindigkeit der Maschine vorgesehen. Eine elektronische
Messung der Maschinendrehzahl eröffnet die Möglichkeit einer Ausführung gemäß Anspruch
5, d.h. die Anordnung des Anzeigeorganes für die Drehzahl derart, daß bei Betätigung
einer Drehzahlverstellvorrichtung die Bedienungsperson die Änderung der Drehzahl
bequem beobachten kann. Bei bekannten Konstruktionen mußten für die Einstellung
der Drehzahl häufig zwei Personen tätig sein, nämlich eine Person für die Betätigung
der Verstellung und eine weitere Person für die Beobachtung der erreichten Drehzahl.
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Die Elektronisierung einer Verpackungsmaschine eröffnet auch die Möglichkeit
für eine besonders bequeme Funktion kontrolle durch Anordnung von Leuchtdioden zur
Funktion kontrolle. Wenn eine solche Leuchtdiode erlischt, ist dies eine Anzeige
dafür, daß das Element der Steuereinrichtung, das der betreffenden Leuchtdiode zugeordnet
ist, nicht funktioniert. Dadurch wird die Suche von Störquellen außerordentlich
erleichtert.
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Die Elektronisierung ermöglicht die weitere Ausgestaltung gemäß den
Ansprüchen 7 bis 9, nämlich die Verwendung eines induktiven Schalters für die Überprüfung
der Anwesenheit oder Nichtanwesenheit von Verpackungsfolie. Ein solches Anzeigeelement
ist wesentlich betriebssicherer als die bisher hierfür verwendeten Endschalter,
die eine gewisse
Störanfälligkeit haben. Ferner ermöglicht die
Elektronisierung die Weiterbildung gemäß den Ansprüchen 10 und 11, nämlich eine
Sicherheitseinrichtung, durch die die Maschine stillgesetzt wird, wenn zwischen
Schweiß- oder Siegelbacken Hindernisse gelangt sind. Diese Störung kann leicht dadurch
vorkommen, daß zu verpackendes Produkt zwischen die Schweißbacken gelangt. Die Verwendung
eines induktiven Näherungsschalters als Sicherheitselement ergibt wiederum eine
sehr große Betriebssicherheit für diese Einrichtung.
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Auch können gemäß den Ansprüchen 12 bis 15 ausgebildete induktive
Schaltnocken verwendet werden. Solche Schaltnocken lassen sich im Zusammenhang mit
einer elektronischen Steuereinrichtung ebenso genau einstellen wie mechanische Schaltnocken
und sind wesentlich funktionssicherer und auch billiger herstellbar als mechanische
Schaltnocken mit Kontaktschaltern. Die Ausführungsform gemäß Anspruch 14 hat den
Vorteil, daß auch Winkelbereiche eingestellt werden können, denen ein kleinerer
Bogen auf dem Umfang des Schaltnockens entspricht als der Bogen, der sich aus der
Summe der Längen von zwei Metallstücken ergibt.
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Die Ausführungsform nach Anspruch 16 ermöglicht es, beliebige Maschinenfunktionen
einzuschalten oder auszuschalten.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Schlauchbeutelmaschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Schlauchbeutelmaschine entsprechend dem Pfeil II in
Fig. 1, Fig. 3 eine Seitenansicht der Schlauchbeutelmaschine entsprechend dem Pfeil
III in Fig. 1, Fig. 4 eine schematische perspektivische Darstellung der Steuerwelle
der Schlauchbeutelmaschine sowie des Datenselektors und des digitalen Anzeigegerätes
für die Drehgeschwindigkeit, Fig.-5 eine gegenüber Fig. 4 vergrößerte Vorderansicht
des Datenselektors, Fig. 6 die Vorderansicht einer elektronischen Steckkarte für
den Datenselektor, Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines Steuerungsteiles
mit Steckkarten und eines zugeordneten Leistungsteiles, Fig. 8 eine perspektivische
Darstellung eines Überwachungsorganes für die Anwesenheit von Folie, Fig. 9 in Draufsicht
eine Ouersiegelstation mit elektronischer Uberwachungseinrichtung und Fig.10 eine
perspektivische Darstellung eines elektronischen Schaltnockens mit induktiver Abtastung.
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I)ie Erfindung wird nachfolgend am Beispiel einer Schlauchbeutelmaschine
erläutert. Man könnte jedoch die Erfindung sinngemäß auch bei anderen Arten von
Verpackungsmaschinen anwenden.
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Die Sclalauchbeu-telmaschine nach Fig. 1 hat ein insgesamt mit 1 bezeichnetes
Gehäuse, in dem sich der maschinelle Teil der Verpackungsmaschine befindet und einen
insgesamt mit 2 bezeichneten Schaltkastenr in dem sich eine elektronische Steuereinrichtung
befindet. Am Gehäuse 1 ist in bekannter Weise ein Fül-lrohr 3 montiert, das von
einer Formschulter 4 umgeben ist. Über die P-ormschulter 4 wird eine Folie gezogen
und dadurch zu einem Schlauch-verformt.
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Der Schlauch erhält eine Längsnaht, die mit einer Längssiegelbacke-5
hergestellt wird. Die Schlauchfolie wird schrittweise mittels Abzugsbändern 6 und
7 nach unten abgezogen. In einer Quersiegelstation 8 werden Quernähte hergestellt
und fertige Schlauchbeutel abgeschnitten.
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In der Seitenanschicht nach Fig. 2 ist ein Coil 9 zu erkennen, auf
dem sich der Folienvorrat befindet, der über eine nicht gezeigte Abzugseinrichtung
der Formschulter 4 zugeführt wird.
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Im Inneren des Gehäuses ist eine verhältnismäßig komplizierte Mechanik
für die Hin- und Herbewegung der Längssiegelbacke 5, die Bewegung mindestens einer
Quersiegelbacke der Ouersiegelstation 8, den Antrieb der Abzugsbänder 6 und die
Einrichtung zum Abzug der folie vom Vorratscoil -9 sowie eventuelIe weitere Funktionen
angeordnet. Die Antriebe werden von einer Hauptwelle 10 (siehe Fig. 2) aus bewegt,
auf der auch ein Rad 11 sitzt. Vondiesem Rad 11 aus wird über einen Zahnriemen oder
eine Kette 12 eine Steuerwelle 13 angetrieben, die in Pig 4 separat dargestellt
ist. Fig. 4 zeigt, daß der Steuerwelle ein opto-elektronischer Winkelmesser 14 zugeordnet
ist. Solche Winkelmesser sind an sich bekannt. Der Winkelmesser
enthält
eine drehfest mit der Steuerwelle i3 vrbundene Scheibe, auf der sich Markierungen
befinden. Diese Markierungen, die einer Gradeinteilung über 360° entsprechen, werden
berührungslos mit einem lichtempfindlichen elektronischen Organ abgetastet, das
ortsfest angeordnet ist. Dadurch werden Impulse erzeugt, die über eine Leitung 15
an einen insgesamt mit 16 bezeichneten Datenselektor weitergegeben werden.
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Auf der Steuerwelle 13 ist eine weitere Scheibe 17 drehfest angeordnet,
auf der sich Markierungen 17a befinden.
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-Mit de-r Scheibe 17 wirkt ber-ührungslos ein Impulserzeuger 18 zusammen,
der die erzeugten Impulse über eine Leitung 1-9 an ein Anzeigegerät 20 weitergibt,
in dessen Anzeige fenster 21 die jeweilige Umdrehungszahl 22 der Maschine (gemessen-
in Umdrehungen pro Minute) angegeben wird.
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In den Seitenansichten nach den Fig. 2 und 3 ist ein Stellrad 98
für die Drehzahlverstellung der Schlauchbeutelmaschine dargestellt. Mit diesem Stellrad
werden z.B. Keilriemenscheiihren verbreitert oder enger gemac-ht, um so -das -Üb-ersetzungsverhältnis
eines stufenlos regelbaren Keilriemengetriebes zu verstellen. Der anhand der Fig.
4 bereits beschriebene Drehzahl messer 20, ist, wie man aus Fig. 2- ersehe-n kann-,
in unmitteibarer Nähe des Verstellrades 98 angeordnet, so daß eine einzige Bedienungsperson
die Maschinendrehzahl exakt einstellen kann, weil gleichzeitig mit der Betätigung
des Verstellrades 93 der Drehzahlanzeiger 20 beobachtet werden kann.
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Die vom opto-elektronischen Winkelmesser 14 abgegebenen Impulse werden
im Datenselektor 16 verwertet.- Der Aufbau des Datenselektors wird nachfolgend-
anhand -der Fig. 5 bis 7 betr-acht-et.
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In dem Datenselektor befinden sich untereinander mehrere Steckelemente
23, die im folgenden als Steckkarten bezeichnet werden sollen. An jeder Steckkarte
befinden sich elektronische Elemente, die zur Steuerung einer Maschinenfunktion
dienen, d.h. jeder Maschinenfunktion ist eine Steckkart zugeordnet. Jede Steckkarte
hat zwei insgesamt mit 24 und 25 bezeichnete sogenannte Dekadenschalter. Diese sollen
anhand der Fig. 6 betrachtet werden,
in der eine einzelne Steckkarte
in Vorderansicht (Ansicht auf die Bedienungsseite--dargestellt ist Der Dekadenschalter
24 besteht aus drei Stellrädchen 26, .27 und 28. Jedes Stellrädchen ist mit den
Ziffern 0 bis 9 beschriftet. Der Dekadenschalter 25 ist entsprechend ausgebildet.
Mit jedem Dekadenschalter kann ein bestimmter Drehwinkel eingestellt werden, bei
dem die zugeordnete Maschinenfunktion beginnen soll. Bei dem Beispiel gemäß Fig.
6 soll die Funktion 1- {angegeben auf dem Täfelchen 29) bei der Winkelstellung von
153° beginnen und bei der Winkelstellung 259° enden. Die beiden Zahlen sind wi=llkürlich
angegeben. Bei einer Schlauchbeutelmaschine betrifft im allgemeinen Funktion 1 den
Hüllstofftransport. Diese Zuordnung ist jedoch nicht zwingend.
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Oberhalb des Platzes für insgesamt sechzehn Steckkarten befi-ndet
sich ein Feld 30- mit einem Fenster 31 für die digitale -Anzeige in Winkelgraden
der jeweiligen Drehlage der-Steuerwelle. Bei der Situation nach Fig. 5 ist die Drehung
der Steuer--welle weitgehend vollendet (321° von 3.600 sind bereits zurück--gelegt).
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Im Schaltkasten 2 sind (siehe Fg. 3) elektronische Steuerorgane 32
und 3-3 angeordnet. Diese sind in seitlich In den Schaltkasten 2 einsetzbaren Kästen
34 und 35 untergebracht, die in-Fig. 7 schematisch dargestellt sind -Im Kasten 34
befinden sich Steckkarten 36, wobei jeder Steckkarte eine Leuchtdiode 37 zugeordnet
ist. Im Kasten 35 befinden sich Steckkarten 38, wobei wiederum jeder S-teckkarte
eine Leuchtdiode 39 zugeordnet ist.
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Die Steckkarten 36 sind mit den S-teckkarten 23 elektronisch verbunden
und steuern Ströme für den Betrieb von Elementen der Schlauchbeutelmaschine. Wenn
diese Elemente mit Nied-rigspannung von z.B. 24 -Volt betrieben werden, ist eine
direkte Steuerung von den Steckkarten 36-aus möglich. Wenn jedoch Ströme mit höherer
Spannung zu steuern sind, wie z.B. Drehstrom, wird der Leistungsteil 33 beeinflußt,
der ebenso kontaktios wie die Steckkarten 36 höher gespannte Ströme steuert.
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An dem Schaltkasten 2 befindem sich ferner Schalter 99, mit -denen
die verschiedenen Maschinenf-unktnen eingeschaltet und ausgescha.ltet -werden können
Dies ermöglicht die Anpassung der Maschine an verschiedene Betriebsarten.
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-Wie man aus den Fig. 2 und 3 ersehen kann, ist der Folienabzugseinrichtung
ein mit 40 bezeichnetes Überwachungsorgan für die Anwesenheit von Folie zugeordnet.
Dieses Überwachungsorgan wird nachfolgend anhand der Fig. 8 betrachtet.
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Die vom Coil 9 abgezogene Folie 41 wird über zwei Umlenkwalzen 42
und 43 gezogen. Im Folienabschnitt zwischen den Walzen 42 und 43 liegt auf der Folie
ein Stift 44 auf. -Auf dem Stift 44, der z.B. aus Aluminium bestehen kann oder-auch
aus einem nichtmetallischen Werkstoff, ist ein Eisenklotz 45 befestigt. Er kann
längs des Stiftes 44 verschoben werden und ion jeder Einstellage mittels einer Schraube
festgeklemmt werden, die in ein Gewindeloch 46 an dem Klotz 45 eingeschraubt ist.
Der Stift ist in einem Gehäuse 47 aus magnetisch indifferenten Material, z.B. aus
Aluminium, gelagert. Das Gehäuse 47 ist normalerweise geschlossen.
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In der Seitenwand 47a des Gehäuses 47 ist eine Induktivität 48 befestigt.
Diese Induktivität ist in einem Gehäuse untergebracht, an dessen Außenseite sich
ein Gewinde 49 befindet. Dies erlaubt ein, feinfühliges Verstellen des Gehäuses
quer zur Wand 97a. Eine gefundene Einstellage kann mit einer Kontermutter 50 fixiert
werden. Vor der Indüktivität befindet' sich, wiederum eine Leuchtdiode 5-1.
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Bei normalem Betrieb wird der Stift 44 durch die Spannung in der Folie
41 angehoben, wobei sich der Eisenklotz 45 außerhalb des unmittel-baren Wirkungsbereiches
der Induktivität 48 befindet. Wenn die Folie reißt oder aus anderen Gründen ihre
Spannung verliert, sinkt der Stift 44 nach unten und; der Eisenklotz 45 gelangt
in den Bereich der Induktivität, die dadurch.-bedämpft- wird, wodurch in der elektronischen
Steuerung, der Maschine ein Ausschalten der selben bewirkt wird. Der beschriebene
induktive Schalter
ist außerordentlich betriebssicher, da keine
Kontakte vorhanden sind, die durch Verschmutzung oder dergleichen versagen könnten.
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Der Quersiegelstation ist die in Fig. 2 insgesamt mit 52 bezeichnete
Überwachungseinrichtung zugeordnet. Diese soll im folgenden anhand der rig. 9 betrachtet
werden.
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Die Quersiegelstation 8 hat eine vordere Siegelbacke 53 und eine hintere
Siegelbacke 54. Die Siegelbacke 54 wird über einen Stößel 55 bewegt, der mit einer
Tastrolle 56 auf einem Nocken 57 aufsitzt. Die vordere Siegelbacke 53 sitzt an einer
Traverse 58, die mit Zugstangen 59, 60 verbunden ist. Die Zugstangen 59, 60 sind
über eine weitere Traverse 61 miteinander verbunden, an der sich eine Rolle 66 befindet,
die mit einem Nocken 67 zusammenwirkt. Die Nocken 57 und 67 sitzen drehfest auf
einer Nockenwelle 68.
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Wenn nun zwischen die Siegelbacken 53 und 54 ein Hindernis gelangt,
z.B. abzufüllendes Produkt, würden die Kräfte in der Antriebseinrichtung für die
Siegelbacken zu groß, wenn nicht die folgende Sicherheitseinrichtung vorhanden wäre.
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Die Rolle 66, auf die der Nocken 67 einwirkt, ist nicht unmittelbar
an der Traverse gelagert, sondern an einem Hebel 69, der um einen Bolzen 77 gegenüber
der Traverse- 61 schwenkbar ist. Der Hebel 69 liegt an einem Anschlag 73 an, der
durch eine kräftige Druckfeder 71 in einer bestimmten Stellung gehalten wird. Die
Druckfeder 71 stützt sich an einem Federteller 74 ab, der auf einem Anker 72 sitzt,
der fest mit der Traverse 61 verbunden ist. Bei normalem Betrieb wird die Druckfeder
71 nicht weiter zusammengedrückt. Gelangt jedoch ein Hindernis zwischendie Siegelbacken
53 und 54, so können die Zugstangen 59, 60 nicht mehr vollständig zurückgezogen
werden. In diesem
Fall drückt der Zwischenhebel 69 so stark auf
den Anschlag 73 daß die Feder 71 zusammengedrückt wird. In diesem Fall spricht die
mit einem strichpunktierten Kreis 52 umgebene Sicherheitsvorrichtung an.
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Die Sicherheitsvorrichtung besteht aus einem induktiven Schalter mit
einer Induktivität 75, die mit einem Klemmstück 76 auf einer Konsole 77 befestigt
ist, die fest mit dem Zwischenhebel 69 verbunden ist. Mit der Induktivität 75 wirkt
eine Eisenschraube 78 zusammen. Die Induktivität wird mehr oder weniger gedämpft,
je nachdem, wie groß der Abstand a zwischen der Fläche 7-8a und der Fläche 75a ist.
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Dieser Abstand a vergrößert sich, wenn die Feder 71 zusammengedrückt
wird. Bei einem gewissen Maximum dieses Abstandes wird die Induktivität so stark
beeinflußt, daß eine Abschaltung der Maschine auf elektronischem Wege ausgelöst
wird. An der Induktivität befindet sich wieder eine Leuchtdiode 79 zur Funktionskontrolle.
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In Fig. 10 ist ein elektronischer Nocken dargestellt, der auf einer
Welle 80 sitzt. Es kann sich hierbei z.B. um die Welle einer Schwinge in der Abzugsvorrichtung
für die Folie handeln. Diese Schwinge darf einen gewissen Winkel nich-t überschreiten,
weil in diesem Falle die Folienzuführung nicht mehr richtig funktioniert. In diesem
Falle ist es zweckmäßig, zur Vermeidung von Schäden die Maschine abzuschalten. Hierzu
kann der elektronische Nocken nach Fig. 10 dienen.
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Der auf induktiver Basis arbeitende elektronische Nocken hat einen
kreisrunden Körper 81, der drehfest mit der Welle 80 verbunden ist. Auf dem Körper
81 ist eine Skala 82 angeordnet, auf der Winkelgrade aufgetragen sind. Zusätzlic-h
zu dieser Skala oder alternativ zu dieser Skala kann ein zusätzlicher kreisförmiger
Körper 83 vorgesehen
sein, der eine Gradeinteilung 84 trägt, mit
der ein Zeiger 85 zusammenwirkt.
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In dem Körper 81 befindet sich eine breite Nut 86, die an ihren Rändern
Unterschneidungen 87 und 88 aufweist.
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In der Nut sind zwei Bleche 89 und 90 angeordnet, die entsprechend
der Krümmung des Umfanges des Körpers 81 krümmt sind. Da sich die elastischen Bleche
geradezubiegen versuchen, entsteht eine gewisse Klemmkraft.
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An den Blechen 89 und 90 befinden sich Löcher 91, die für den Angriff
eines Einstellwerkzeuges dienen. Wie man aus der Zeichnung ersehen kann (-Bereich
92), können die Bleche übereinandergeschoben werden. Die radiale Erstreckung der
Unterschneidungen 87 und 88 ist groß genach, um dieses übereinanderschieben zu ermöglichen.
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An einem Teil 93 des Maschinengestelis ist eine Induktivität 94 befestigt,
die in einem Gehäuse 95 untergebracht ist, das an seiner Außenseite ein Gewinde
trägt, das in einem Gewindeloch des Maschinengestellteiles 93 verschraubbar ist.
Eine bestimmte Einstellung kann mittels einer Kontermutter 96 fixiert werden. An
der Induktivität befindet sich eine Leuchtdiode 97.
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Die Induktivität wird gedämpft, wenn die Bleche 89 und 90 in ihren
Bereich gelangen. Wenn der Sollbereich, innerhalb dem sich die Schwinge bewegen
soll, z.B. 900 beträgt, werden die Bleche so eingestellt, daß die Induktivität außerhalb
dieses Winkelbereiches eine Sicherheitsschaltung auslöst. Der Nocken kann sehr bequem
durch Verschiebung der Bleche in der Nut 86 verändert werden. Der kleinste einstellbare
Winkel ist etwa gleich dem Winkel, der der Bogenlänge eines-Bleches entspricht,
im gezeichneten Fall also etwa 50". Selbstverständlich können die Bleche auch kürzer
ausgebildet werden als gezeichnet.
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L e e r s e i t e