DE2852229C2 - Möbelscharnier - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Scharnier zur schwenkbaren Anlenkung eines Türflügels oder einer Klappe am
Korpus eines Möbelstücks mit einem am Türflügel bzw. der Klappe anbringbaren Tür-Anschlagteil und einem
an der Tragwand des Korpus anbringbaren Tragwand-Anschlagteil, wobei die Anschlagteile über zwei am Tür-Anschlagteil
einerseits und am Tragwand-Anschlagteil andererseits schwenkbar gelagerte Scharnierlenker
miteinander verbunden sind, und einer der Scharnierlenker tragwandseitig an einem seinerseits schwenkbar
am Tragwand-Anschlagteil angelenkten Schwenkteil gelagert ist, welcher über eine Getriebe mit dem zweiten,
tragwandseitig unmittelbar am Tragwand-Anschlagteil schwenkbar gelagerten Scharn'erlenker gekoppelt
ist.
Gelenkscharniere haben sich — insbesondere in Form der sogenannten Viergelenkscharniere — im Möbelbau
in den letzten Jahren zunehmend für Schranke eingeführt, bei denen die die Türen am Schrankkorpus
anschlagenden Scharniere in der Schließstellung unsichtbar sein sollen, wobei mit diesen Scharnieren Türöffnungswinkel
bis etwa 110" realisierbar sind, während für größere öffnungswinkel bis zu 180° kompliziertere
und damit teuerere und in ihren Baumaßen auch wesentlich größere Gelenkscharniere in Form der sogenannten
Kreuzgelenkscharniere entwickelt wurden. In solchen Fällen, in denen innerhalb des Schrankkorpus
von den Türen verdeckte Auszüge — beispielsweise Schubladen oder ausziehbare Arbeits- oder Tragplatten
— mit einer dem lichten Innenmaß des Schrankkorpus entsprechenden Breite angeordnet werden sollten,
konnten Viergelenkscharniere bisher aber nicht verwendet werden, weil die Innenkanten der mit ihnen angelenkten
Türflügel in der Öffnungsstellung infolge der kinematischen Bedingungen der Viergelenkscharniere
innerhalb der lichten öffnung des Schrankkorpus stehen, so daß die Auszüge beim Versuch, sie aus dem
Schrankinnem herauszuziehen, an den Türflügel-Innenkanten anstoßen würden. In solchen Fällen mußten
deshalb auch dann, wenn nur Türöffnungswinkel bis zu 110° gefordert wurden, die erwähnten teuereren und
infolge ihrer Abmessungen auch optisch weniger befriedigenden Kreuzgelenkscharniere verwendet werden.
Auch Scharniere der eingangs erwähnten Art (AT-PS 3 41 909), welche gegenüber den normalen Viergelenk-Scharnieren
insofern abgewandelt sind, als einer der Scharnierlenker tragarmseitig nicht direkt am Tragwand-Anschlagteil,
sondern an einem seinerseits schwenkbar am Tragwand-Anschlagteil gelagerten
Schwenkteil gelagert ist, der außerdem über ein Getriebe mit dem zweiten, unmittelbar am Tragwand-Anschlagteil
gelagerten Lenker gekoppelt ist, erlauben nicht den Einbau von Auszügen in einen Schrankkorpus,
weil sie zwar einen im Vergleich zu normalen Viergelenkscharnieren etwas größeren Öffnungswinkel zulassen,
aber der geöffnete Türflügel auch in ganz geöffneter Stellung noch ins lichte Innenraumprofil des
Schrankkorpus vorragt.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die bekannten Gelenkscharniere für öffnungswinkel
von weniger als 175—180° so weiterzubilden, daß sie ohne Vergrößerung ihrer Abmessungen auch für
die Anlenkung von Türen oder Klappen am Schrankkorpus geeignet sind, wenn im Schrank Auszüge mit
einer dessen lichten Innenweite entsprechenden Breite angeordnet werden sollen.
Ausgehend von einem Scharnier der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß der Schwenkteil mit einem vom türflügelseitigen
Ende des Tragwand-Anschiagteils vorkragenden Bereich versehen ist. welcher von einer der Türflügel-Schließstellung
zugeordneten hochgekröpften, von der tragwandseitigen Schwenkachse des zweiten Scharnierlenkers entfernteren Endstellung in eine der
Türflügel-Öffnungsstellung zugeordnete, der tragwandseitigen Schwenkachse des zweiten Scharnierlenkers
angenäherte Endstellung verschwenkbar ist. Das gegenüber normalen Viergelenkscharnieren zusätzlich vorgesehene
Getriebeglied in Form des Schwenkteils erteilt dem Tür-Anschlagteil bei der Öffnungsbewegung also
eine zusätzliche Bewegungskomponente, welche nicht für einen vergrößerten öffnungswinkel, sondern dazu
ausgenutzt wird, um die Türflügel-Innenkante in der ganz geöffneten Stellung seitlich neben den lichten Innenraum
des Schrankkorpus zu stellen. Die getriebliche Koppelung des Schwenkteils mit dem inneren Scharnierlenker
führt die Kinematik des Scharniers wieder auf eine Getriebekette mit einem Freiheitsgrad zurück,
so daß das erfindungsgemäße Scharnier eine zwangsläufige Öffnungsbewegung durchführt, welche die gestellte
Forderung für die Lage der Türflügel-Innenkanten erfüllt.
Wenn der Tragwand-Anschlagteil die bei Viergelenkscharnieren übliche Form eines langgestreckten, im
Querschnitt etwa U-förmigen und mit den freien Enden der von den U-Schenkeln gebildeten Wangen zur Tragwand
weisenden, auf der Korpus-Tragwand befestigbaren Tragarms hat, ist die Ausgestaltung vorzugsweise so
getroffen, daß der Schwenkteil an seinem ins Korpusinnere weisenden Ende zwischen den Tragarm-Wangen
des Tragwand-Anschlagteils gelagert ist. und daß der direkt am Tragarm angelenkte zweite Scharnierlenker
eine über seine tragarmseitige Schwenkachse ins Tragarminnere vorspringende Verlängerung aufweist, deren
freies Ende mit einem ebenfalls im Tragarminneren liegenden, zur Verlängerung gerichteten Ansatz des
Schwenkteils nach Art eines Kulissengetriebes drehbar und gleichzeitig längsverschieblich gekoppelt ist.
Die Verlängerung des zweiten Scharnierlenkers wird in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
von zwei seitlichen, umgekanteten und über die tragarmseitige Schwenkachse hinaus verlängerten Wangen
gebildet, zwischen denen ein parallel zur Schwenkachse verlaufender Stift vorgesehen ist. der in eine langgestreckte
schlitzartige Ausnehmung im Ansatz des Schwenkteils eingreift.
Um in der öffnungssfellung ein möglichst geschlossenes
Aussehen des Scharniers zu erreichen, erfolgt die Anlenkung des Schwenkteils am Tragarm so, daß die die
von den U-Schenkeln gebildeten Tragarm-Wangen des Tragwand-Anschlagteils verbindende Querwand im türflugelseitigen
Endbereich weggeschnitten ist, und daß der Schwenkteil dort zwischen die Tragarm-Wangen
eingreift und durch einen diese Wangen und sein ins Korpusinnere weisendes Ende durchsetzenden Stift
schwenkbar gelagert ist.
ίο Dabei hat der Schwenkteil dann in seinem zwischen
den seitlichen Tragarm-Wangen des Tragwand-Anschlagteils liegenden Bereich etwa die Breite des lichten
lnnenabstands der Tragarm-Wangen voneinander, und sein von den Tragarm-Wangen vorkragender Bereich
ist seitlich jeweils etwa um das Maß der Dicke der Tragarm-Wangen verbreitert.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch die in der Seitenansicht gesehenen Begrenzungen des von den Tragarm-Wangen
vorkragenden Bereichs des Schwenkteils in der Scharnier-Öffnungsstellung fluchtend in die anschließenden
Begrenzungen des Tragwand-Anschlagteils übergehen zu lassen. Durch diese Maßnahme wird
erreicht, daß der Schwenkteil sich in der Öffnungsstellung der Form des Tragarms so anpaßt, daß der Tragarm
und der Schwenkteil ein einziger kompakter Bauteil zu sein scheinen.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung
näher erläutert, und zwar zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines Scharniers in der Öffnungsstellung;
F i g. 2 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 2-2 in F i g. 1;
F i g. 3 eine in der Schnittführung der F i g. 2 entsprechende Schnittansicht durch das in F i g. 1 und 2 gezeigte,
jedoch in der Schließstellung dargestellte Scharnier,
Fig.4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des
Schwenkteils und des inneren Scharnierlenkers des Scharniers gemäß den F i g. 1 bis 3;
F i g. 5 eine perspektivische Ansicht des Schwenkteils; und
Fig.6 eine perspektivische Ansicht des inneren Scharnierlenkers des in den Fig. 1 bis 3 gezeigten
Scharniers.
In den F i g. 1 bis 3 ist das in seiner Gesamtheit mit 10
bezeichnete erfindungsgemäße Scharnier auf der Tragwand 12 eines Möbelstücks dargestellt, wobei der als in
einer Ausnehmung des Türflügels 14 befestigter Einstecktopf 16 ausgebildete Tür-Anschlagteil und der zugehörige
Türflügel nur schematisch in strichpunktierten Linien angedeutet sind. Der als langgestreckter Tragarm
ausgebildete Tragwand-Anschlagteil 18 seinerseits ist in üblicher Weise einstellbar auf einer an der Tragwand
12 befestigten Montageplatte 20 gehaltert. Der
jj Tragarm 18 des Scharniers 10 ist über zwei an ihren
Enden jeweils schwenkbar am zugehörigen Scharnierteil angelenkte Scharnierlenker 22 und 24 mit dem Tür-Anschlagteil
16 gekoppelt, wobei der der Tragwand 12 nähere innere zweite Scharnierlenker 24 direkt an dem
bO über die Stirnkante der Tragwand vorstehenden Ende
des Tragarms 18 und der der Tragwand entferntere äußere erste Scharnierlenker 22 an einem seinerseits
schwenkbar am Tragarm 18 angelenkten Schwenkteil 26 gelagert ist. Die tür- und tragwandseitigen Schwenk-
b5 achsen der Scharnierlenker und die Schwenkachse des
Schwenkteils verlaufen dabei sämtlich parallel zueinander und zur gedachten, im Raum wandernden Schwenkachse
des Scharniers.
Ks ist eine indirekte Anlenkung des tragwandseitigen
Endes des äußeren Scharnierlenkers 22 über den Schwenkteil 26 am Tragarm 18 vorgesehen. Das Scharnier
wird hierdurch praktisch zu einem Fünfgeleiikscharnier.
da der Schwenkteil 26 seinerseits schwenkbar > am Tragarm 18 angelenkt ist. Ein fünfgliedriges Gelenkgelriebe
mit lediglich schwenkbar gekuppelten Gclciikgliedern
hätte jedoch zwei Freiheitsgrade. was bei einem Möbelscharnier. bei dem eine definierte Tüiöl'fluings-
und -schließbewegung gefordert wird, nicht zulässig ist. weil eine solche definierte Bewegung nur bei
Gelenkmechanismen mit einem Freiheilsgrad gegeben ist. Der Schwenkieil 26 ist deshalb zusätzlich in der
nachstehend noch näher erläuterten Weise mit dein inneren Scharnierlenker 24 getrieblieh gekoppelt, wo- π
durch der Gelenkmechanismus des Scharniers IO in der erforderlichen Weise auf einen Freiheiisgrad zurückgeführt
ist. Der Schwenkteil 26 erselzi praktisch den bei üblichen Viergelenkscharnieren hoch- und vorgekröpften
vorderen Teil des Traganns 18. an dem sonst das >
<> tiagwandseitige Ende des äußeren Scharnierlenkers gelagert
ist. In der Seharnicr-Schließsiellung (Fig. J) hat
der .Schwenkteil 26 deshalb auch eine Lage, die diesem
gekröpften Tragannende entspricht. Um nun aber den Türflügel 14 in der Öffnungsstellung (F i g. 1 und 2) voll- >s
ständig aus dem lichten Innenraumprofil des Schrankkorpus seitlich weg und vor die Tragwand zu versetzen,
ist der normale gekröpfte Scharnierieil sozusagen vom Tragarm abgetrennt und dafür bei 28 derart schwenkbar
am Tragarm angclcnkt. daß die tragwandseitige Schwenkachse 30 des äußeren Scharnierlenkers 22 in
der Öffnungsstellung in die gewünschte Richtung zur Tragwand, d. h. näher zur am Tragarm festen Schwenkachse
32 des inneren zweiten Scharnierlenkcrs 24 versetzt ist. Das heißt, der Abstand zwischen den tragwand- jr>
seitigen Schwenkachsen 30 und 32 der Scharnierlenker 22 und 24 wird durch den Schwenkteil 26 so gesteuert,
daß der in der Schließstellung gegebene Abstand ;/i sich
bei der Öffnungsbewegung bis auf den Abstand .·/.< verkürzt,
wobei die rechtwinklig zur Tragwand-Flachseite M)
gerichtete Bewegungskomponente auf den äußeren Scharnierlcriker 22 und von diesem auf den Tür-Anschlagteil
16 übertragen wird. Dadurch wird auch dessen türseitigc Schwenkachse in diese Richtung versetzt,
was zur Folge hat, daß die Innenkante des Türflügels 14 -r>
in der Öffnungsstellung noch um das Maß b (Fig. 2) gegenüber der Innenkante der Tragwand 12 versetzt ist.
Der Türflügel 14 ragt also in der Öffnungsstellung nicht mehr in das lichte Raumprofil des Schrankkörpers und
Auszüge jeder Art können in voller Breite des lichten 5» Innenraums des Schranks eingebaut werden.
Konstruktiv ist die Anlenkung des Schwenkteils 26 am Tragarm so gelöst, daß — wie erwähnt — der gekröpfte
Teil eines üblichen Tragarms entfällt, so daß im vorderen Endbereich praktisch nur die seitlichen Wangen
34 des im rückwärtigen Bereich im Querschnitt U-förmigen
Tragarms 18 stehen bleiben, d. h. auch die die Wangen 34 verbindende, dem U-Steg entsprechende
Querwand 36 des Tragarms entfällt am vorderen Ende. In den Zwischenraum zwischen den verbleibenden seit- t>o
liehen Wangen 34 ist das rückwärtige Ende des Schwenkteils 26 eingesetzt und mittels eines die Wangen 34 und eine Bohrung 38 (F i g. 4 und 5) in seinem
rückwärtigen Ende durchsetzenden Stifts 28 schwenkbar gelagert- Die Anlenkung des tragwandseitigen En-
des des äußeren Scharnierlenkers 22 erfolgt in Bohrungen 40 in das tragwandseitige Ende des äußeren Scharnierlenkers 22 seitlich umgreifenden wangenartigen
Vorsprüngen 42. Die Mittelachse der Bohrungen 40 fällt also mit der Schwenkachse 30 des Scharnierlenkers 22
zusammen.
Die Schwenkbewegung des Schwenkteils 26 während der ÖffiHings- und Schließbewegung wird durch eine
Koppelung mit dem inneren Scharnierlenker 24 bewirkt. Hierfür weist der zweite Scharnierlenker 24 eine
über die iragarmseitige Schwenkachse 32 hinaus ins Tragarminnere weisende Verlängerung 44 auf. die von
zwei vom eigentlichen Lenker seillich unigekanteten Wangen 46 und einem parallel zur Schwenkachse 32
zwischen diesen Wangen verlaufenden Stift 48 gebildet wird. Dieser Slifi 48 greift in eine langgestreckte schlitzartige
Ausnehmung 50 in einem unterhalb der Bohrung 38 einstückig vom Schwenkteil 26 vorspringenden Ansatz
52. In I" ig. 2 und — in vergrößertem Maßstab in
F i g. 4 — ist der Eingriff des Stifts 48 in die schlilzarlige Ausnehmung 50 in der Scharnier-Öffnungsstellung und
in F i g. J dieser Eingriff in der Scharnier-Schließstellung gezeigt. Es ist ersichtlich, daß es sich um eine Koppelung
nach An einer Kulissenverbindung handelt, da der Stift
48 sich in der Ausnehmung 50 sowohl verschiebt als auch dreht.
In den in der Scharnier-Öffnungsstellung (Fig. I und
2) von den Tragarm-Wangen 34 nach vorn und oben vortretenden Bereichen 54 ist der Schwenkteil auf etwa
das über die Außenflächen der Wangen 34 gemessene Maß verbreitert. In der Öffnungsstellung bietet der
Tragarm 18 einschließlich des Schwcnkteils 26 daher ein einheitliches geschlossenes Bild, wozu ferner die Tatsache
beiträgt, daß die obere Begrenzungswand des Schwenkteils 26 dann in Flucht mit der Außenseite der
Querwand 36 des Tragarms liegt und die unieren schrägen Kanten seiner vorderen Vorsprünge 42 mit den
entsprechenden Vorderkanten der Wangen 34 fluchten. Die verbreiterten Bereiche 54 haben über die Verbesserungen
des Aussehens hinaus aber auch die Funktion von Anschlägen, welche die Abwartsverschwenkung
des Schwenkteils 26 auf den für die Öffnungsstellung erforderlichen Wert begrenzen. Entsprechende Anschläge
für die .Schließstellung sind dagegen nicht erforderlich,
weil dann der äußere Scharnierlenker 22 am Boden des als Einstecktopf ausgebildeten Tür-Anschlagtcils
16 anliegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Scharnier zur schwenkbaren Anlenkung eines Türflügels (14) oder einer Klappe am Korpus eines
Möbelstücks mit einem am Türflügel (14) bzw. der Klappe anbringbaren Tür-Anschlagtei! (16) und einem
an der Tragwand (12) des Korpus anbringbaren Tragwand-Anschlagteil (18), wobei die Anschlagteile
über zwei am Tür-Anschlagteil (16) einerseits und am Tragwand-Anschlagteil (18) andererseits
schwenkbar gelagerte Scharnierlenker (22; 24) mi;-einander verbunden sind, und einer der Scharnierlenker
(22) tragwandseitig an einem seinerseits schwenkbar am Tragwand-Anschlagteil (18) angelenkten
Schwenkteil (26) gelagert ist, welcher über ein Getriebe mit dem zweiten, tngwandseitig ■inmittelbar
am Tragwand-Anschlagteil (18) schwenkbar gelagerten Scharnierlenker (24) gekoppelt ist, d a durch
gekennzeichnet, daß der Schwenkteil (26) mit einem vom türflügelseitigen Ende des
Tragwand-Anschlagteils (18) vorkragenden Bereich (54) versehen ist, welcher von einer der Türflügel-Schließstellung
zugeordneten hochgekröpften, von der tragwandseitigen Schwenkachse (32) des zweiten
Scharnierlenkers (24) entfernteren Endstellung in eine der Türflügel-Öffnungsstellung zugeordnete,
der tragwandseitigen Schwenkachse (32) des zweiten Scharnierlenkers (24) angenäherten Endstellung
verschwemkbar ist.
2. Scharnier nach Anspruch 1, bei dem der Tragwand-Anschlagteil die Form eines langgestreckten,
im Querschnitt etwa U-förmigen und mit den freien Enden der von den U-Schenkeln gebildeten Wangen
(34) zur Tragwand (12) weisenden, auf der Korpus-Tragwand (12) befestigbaren Tragarms hat, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkteil (26) an seinem ins Korpusinnere weisenden Ende zwischen den
Tragarm-Wangen (34) des Tragwand-Anschlagteils (18) gelagert ist, und daß der direkt am Tragarm
angelenkte zweite Scharnierlenker (24) eine über seine tragarmseilige Schwenkachse (32) ins Tragarminnere
v< -springende Verlängerung (44) aufweist, deren freies Ende mit einem ebenfalls im Tragarminnern
liegenden, zur Verlängerung (44) gerichteten Ansatz (52) des Schwenkteils (26) nach Art
eines Kulissengetriebes drehbar und gleichzeitig längsverschieblich gekoppelt ist.
3. Scharnier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerung (44) des zweiten
Scharnierlenkers (24) von zwei seitlichen, umgekanteten und über die tragarmseitige Schwenkachse
(32) hinaus verlängerten Wangen (46) gebildet wird, zwischen denen ein parallel zur Schwenkachse (32)
verlaufender Stift (48) vorgesehen ist, der in eine langgestreckte schlitzartige Ausnehmung (50) im
Ansatz (52) des Schwenkteils (26) eingreift.
4. Scharnier nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die von den U-Schenkeln gebildeten
Tragarm-Wangen (34) des Tragwand-Anschlagteils (18) verbindende Querwand (36) im türflügelseitigen
Endbereich weggeschnitten ist, und daß der Schwenkteil (26) dort zwischen die Tragarm-Wangen
(34) eingreift und durch einen diese Wangen (34) und sein ins Korpusinnere weisendes
Ende durchsetzenden Stift (28) schwenkbar gelagert ist.
5. Scharnier nach Anspruch 4, dadurch gekenn-
zeichnet, daß der Schwenkteil (26) in seinem zwischen
den seitlichen Tragarm-Wangen (34) des Tragwand-Anschlagteils (18) liegenden Bereich etwa die
Breite des lichten Innenabstands der Tragarm-Wangen
(34) voneinander hat, und daß sein von den Tragarm-Wangen vorkragender Bereich (54) seitlich jeweils etwa um das Maß der Dicke der Tragarm-Wangen
(34) verbreitert ist.
6. Scharnier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Seitenansicht gesehenen Begrenzungen
des von den Tragarm-Wangen (34) vorkragenden Bereichs des Schwenkteils (26) in der
Seharnier-Öffnungsstellung fluchtend in die anschließenden Begrenzungen des Tragwand-Anschlagteils
(18) übergehen.
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