DE2844280C2 - Magnetnadelkompaß mit Deklinationsausgleich - Google Patents

Magnetnadelkompaß mit Deklinationsausgleich

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DE2844280C2 DE19782844280 DE2844280A DE2844280C2 DE 2844280 C2 DE2844280 C2 DE 2844280C2 DE 19782844280 DE19782844280 DE 19782844280 DE 2844280 A DE2844280 A DE 2844280A DE 2844280 C2 DE2844280 C2 DE 2844280C2
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Wilkie Kienzler & Co 8500 Nuernberg GmbH
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Description

a) die Handhabe (7) und die Durchgriffsöffnung (2) sind zentrisch zur Drehachse der Nadeldose (18) und der Deklinationsausgleichsscheibe (6) angeordnet;
b) der zur Nadeldose (18) hin gerichtete Rand (10) der Deklinationsausgleichsscheibe (6) liegt gegec die von der Nadeldose (18) fort geridhiete Stirnfläche (25) eines die Nadeldose (18) umfassenden Klemmringes (14) an;
c) der Rand (10) und/oder die Stirnfläche (25) weisen eine Oberfläche mit hohem Reibwert auf.
2. Magnetnadelkompaß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (10) sowie die Stirnfläche (25) eine Feinriffelung mit radial verlaufenden Riffeln (11; 22) aufweisen, die formschlüssig miteinander im Eingriff stehen.
3. Magnetnadelkompaß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da./· der Klemmring (14) lediglich mit den Stirnflächen von federnden Fortsätzen (16) auf dem Rand (: J) der Deklinationsausgleichsscheibe (6) aufliegt.
Die Erfindung betrifft einen Magnetnadelkompaß mit Deklinationsausgleich, bei dem auf einer Grundplatte eine mit Kompaßskala und Magnetnadel ausgerüstete Nadeldose drehbar gelagert ist und bei dem zwischen Grundplatte und Nadeldose eine Deklinationsausgleichsscheibe angeordnet ist, die an ihrer Unterseite eine Handhabe aufweist, welche durch eine Durchgriffsöffnung in der Grundplatte faßbar ist.
Ein Magnetnadelkompaß mit diesen Merkmalen ist beispielsweise in der DE-OS 21 56 404 beschrieben. Die Mitnahme der Deklinationsausgleichsscheibe durch die Nadeldose kommt bei dieser Ausführungsform durch Reibung zwischen der Unterseite der Nadeldose und der Oberseite der Deklinationsausgleichsscheibe zustande. Anordnungen dieser Art haben den Nachteil, daß skalenartige Aufdrucke, Markierungszeichen o. dgl. auf der Deklinationsausgleichsscheibe leicht abgerieben werden, wenn diese, beispielsweise zu Demonstrationszwecken, häufiger auf einen anderen Deklinationswert eingestellt wird. Sie haben außerdem den Nachteil, daß sich die Scheibe mitunter von selbst gegenüber der Nadeldose verstellt, z. B. wenn der Kompaß stärkeren Erschütterungen ausgesetzt ist.
Um die Deklinationsausgleischsscheibe absichtlich zu verstellen, sind bei der vorbekannten Vorrichtung besondere Maßnahmen getroffen. Diese bestehen darin, daß sowohl in der Deklinationsausgleichsscheibe wie auch in der Grundplatte jeweils ein kleines Loch exzentrisch angeordnet ist. Anstelle des Loches in der Deklinationsausgleichsscheibe kann auch eine Vertiefung oder Erhöhung treten. Die beiden Löcher o. dgL können durch Verdrehen der Nadeldose, wobei die Deklinationsausgleichsscheibe mitgenommen wird, zur Deckung gebracht werden. Ist Deckung erreicht, so wird von unten ein passender Stift, beispielsweise ein Bolzen oder eine Bleistiftmine in die Löcher eingeführt und die Grundplatte «tut der Deklinationsaasgleichsscheibe dadurch kraftschlüssig verbunden. In diesem Zustand kann die Nadeldose unter Aufhebung des Reibkontaktes verdreht und somit ein neuer Deklinationswert eingestellt werden. Ist die neue Einstellung erreicht, wird der Stift oder Bolzen aus den Löchern wieder herausgezogen, wodurch die Mitnahmehemmung aufgehoben wird.
Die vorbekannte Art der Verstellung hat zwar den Vorzug baulicher Einfachheit, sie ist jedoch mit dem Nachteil behaftet, daß zur Einstellung eines neuen Deklinationswertes der erwähnte Stift zur Hand sein muß. Da die Verstellung der Deklinatiop.sausgleichsscheibe verhältnismäßig selten vorkommt, besteht die Gefahr, daß der sonst nicht benötigte Stift abhanden kommt und — wenn er benötigt wird — nicht zur Stelle ist
Ein Magnetnadelkompaß mit verstellbarem Deklinationsausgleich, der Lnmittelbar von Hand ohne Verwendung eines zusätzlichen Werkzeuges verstellt werden kann, ist auch in der schweizer Patentschrift 2 82 766 beschrieben. Um die Verstellung durchzuführen, besitzt die Tragplatte des dort beschriebenen Kompasses einen Ausschnitt, durch den die Scheibe erreichbar ist. Aus der Druckschrift »Reparaturanleitung BMW 518/520«. Seite 64-11/3. Bild 3 und Seite 64-11/4. Bild 2 von oben ist es ferner bekannt, zu Verstellzwecken Handhaben in Form von Griffleisten einzusetzen. Die zuletzt genannte Druckschrift bezieht sich allerdings nicht auf Magnetnadelkompasse, sondern auf Heizgeräte in Automobilen; sie gibt aber grundsätzlich Hie At /eodung derartiger Handhaben bekannt.
Der Erfindung liegt die AufgaDe zugrunde, einen Magnetnadelkompaß mit Deklinationsausgleich so weiterzubilden, daß auch bei häufiger Verstellung des Deklinationsausgleiches kein die Ablesbarkeit beeinträchtigender Abrieb eintritt.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1. Die Patentansprüche 2 und 3 beschreiben spezielle Ausführungsformen der Merkmale gemäß Anspruch 1, welche
M) bevorzugt angewendet werden sollen.
Die vorgeschlagene Ausgestaltung des Kompasses ermöglicht es, insbesondere den Mitnahmekontakt weitgehend rutschsicher auszugestalten, was von praktischer Bedeutung ist. damit sich der eingestellte Deklinationswert nicht selbständig verstellen kann. Zur Verbesserung dieser Eigenschaft wird des weiteren vorgeschlagen, daß der Rand und/oder die Stirnfläche der beiden aufeinanderliegenden Teile, also der Deklinationsausgleichsscheibc und des Klemmring·;.
eine Oberfläche mit hohem Reibwert aufweisen. Eine derartige Oberfläche kann in an sich bekannter Weise durch Aufrauhen oder auch durch Beschichten mit geeigneten Auflagen, insbesondere Kunststoffauflagen erzielt werden. In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird vorgeschlagen, daß der Rand der Deklinationsausgleichssciieibe sowie die Stirnfläche des Klemmringes jeweils eine Feinriffelung mit radial verlaufenden Riffeln aufweisen, die formschlüssie
miteinander in Eingriff stehen. Bei dieser Ausgestaltung kommt eine selbständige Verstellung praktisch überhaupt nicht mehr in Betracht. Die Riffelung kann dennoch so fein gewählt werden, daß eine Verstellung von beispielsweise einer oder auch einer halben s Bogenminute möglich isL
Des weiteren wird vorgeschlagen, daß der Klemmring lediglich mit den Stirnflächen von federnden Fortsätzen auf dem Rand der Deklinationsausgleichsscheibe aufliegt Auf diese Weise werden die bereits ι ο erwähnten Vorzöge mit dem einer besonders leichten Verstellbarkeit verbunden. Dies gilt insbesondere dann, wenn der grundsätzlich auch hier in Betracht kommende Reibschluß durch den im vorliegenden Fall vorzuziehenden Formschluß der erwähnten Feinriffe- is lung ersetzt ist
Der Erfindungsgegenstand wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert In der Zeichnung ist die perspektivische Ansicht eines Explosionsmodells wiedergegeben.
Die übereinander gezeichneten Einzelteile des Kompasses v/erden auf der Grundplatte 1 montiert Diese Grundplatte kann beispielsweise aus durchsichtigem Kunststoff, etwa Polystyrol bestehen und in an sich bekannter Weise mit weiteren nützlichen Einrichtungen, wie Zentimeter- und Zoll-Skala, einer Leselupe o. dgl. ausgerüstet sein. Die Grundplatte wird in aller Regel auch einen Gehäusedeckel aufweisen, der über ein selbsthemmendes Klappgelenk mit der Grundplatte verbunden ist
Zur Aufnahme der den Kompaß bildenden Teile weist die Grundplatte eine verhältnismäßig große Durchgriffsöffnung 2 sowie einen diese Öffnung konzentrisch umgebenden Aufnahmering 3 auf. Sowohl die Durchgriffsöffnung 2 wie auch der Aufnahmering 3 sind konzentrisch um die Drehachse der Kompaßnadel angeordnet. Die Zeichnung läßt erkennen, daß in der Grundplatte 1 des weiteren noch Schraubenöffnungen 4 vorhanden sind, in die Festhalteschrauben (in der Zeichnung rxht dargestellt) von unten eingeführt +0 werden.
In den Aufnahmering 3 wird bei der Montage zunächst eine Ringfeder 5 eingelegt und auf diese die Deklinationsausgleichsscheibe 6. Diese Deklinationsausgleichsscheibe ist vorzugsweise ebenfalls aus durch- 4> sichtigem, ibrieb- und schlagfesteß Kunststoff, etwa Polystyrol hergestellt Die Scheibe weist auf der Unterseite (das ist die vom Nadelgehäuse fortgewandte Seite) im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Griffleiste 7 auf. Diese Griffeiste kann aber auch durch >" andere geeignete Anordnungen, wie beispielsweise eine Nut, die zw Aufnahme ein2r Münze geeignet ist. eine Nockenreihe o. dgl. ersetzt sein. Die Deklinationsausgleichsscheibe ist des weiteren mit einigen Einstellmarken 8 sowie einer i/larkierung 9 der Nord-Südrichtung versehen. Schließlich weist die Deklinationsausgleichsscheibe noch einen Rand 10 auf, der zur Herstellung des für die Verstellung der Scheibe erforderüchen Mitnahmekontaktes dient Dieser Rand weist in dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel eine Riffelung auf, deren Riffel 11 in radialer Richtung verlaufen. Wie bereits gesagt, kann der Rand aber auch mit einer Beschichtung oder Aufrauhung versehen sein, die ihm einen hohen Reibwert verleiht oder, wo dies ausreicht, kann er auch ohne weitere besondere Ausgestaltung als Reiboberfläche dienen.
Die Scheibe 6 wird von einem Haltering 12 umfaßt und gegen die Spannkraft der Feder 5 gegen den Aufnahmering 3 gedruckt Der Haltering 12 weist an seinem Außenumfang Fortsätze 13 auf, die an ihrer Unterseite mit Gewindebohrungen ausgerüstet sind und in die Schrauben eingeschraubt werden, welche durch die Schraubenöffnungen 4 der Grundplatte 1 reichen.
In den Haltering 12 ist ein Klemmring 14 eingeklemmt der an seinem Außenumfang mit einer griffgünstigen Riffelung oder Aufrai'hung versehen ist Der Klemmring 14 weist des weiteren mehrere über den Umfang verteilte fahnenartige Fortsätze 15; 16 auf, von denen einige, im dargestellten Beispiel die Fortsätze 16, mit Auflageschuhen 17 ausgerüstet sind. Auf diese Auflageschuhe wird bei der weiteren Montage die Nadel&ose 18, der Skalenring 19 und das Deckglas 20 gelegt Ein kleiner kragenartiger Vorsprung des Klemmringes 14 übergreift das Deckglas 20 und hält die genannten Teile fest
Der Klemmring 14 wird bei der Montage in den Haltering 12 eingesetzt und krallt sich dort mit Hilfe der Schnappfortsätze 21 fest, weiche Schnappfortsätze unter die untere Stirnseite des Halteringes 12 greifen.
Die Zeichnung läßt erkennen, daß die Auflageschuhe 17 an der unteren Stirnfläche 25 mit einer Riffelung 22 ausgerüstet sind, die im zusammengesetzten Zustand auf die Riffel 11 der Deklinationsausgleichsscheibe 6 greifen und mit dieser eine formschlüssige Verbindung bilden. Wird der Kompaß beim Gebrauch mit Hilfe des Klemmringes 14 verdreht, so wird durch diesen For-^schluB auch die Deklinationsausgleichsscheibe 11 mitgenommen. Es ist dies der Normfall des Kompaßgebrauches.
Soll zwecks Einstellung eines anderen Dekfinationswertes die Deklinationsausgleichsscheije gegenüber der Nadeldose 18 verdreht werden, so wird die Scheibe 6 von unten an der Griffleiste 7 festgehalten. Es ist dies leicht möglich, weil die Grundplatte 1 mit einer großen zentralen Durchgriffsöffnung 2 ausgestattet ist Der Klemmring 14 wird alsdann verdreht und nimmt die Nadeldose 18 mit sich. Hierbei rasten die Riffelungen 11; 22 auseinander, stellen aber sogleich wieder eine formschlüssige Verbindung her, sobald die Verdrehbewcgung beendet wird. Die Riffelung 11; 22 kann so fein hergestellt werden, daß sie in Winkeln von unter einem Grad zum formschlüssigen Eingriff kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

1 Patentansprüche:
1. Magnetnadelkompaß mit Deklinationsausgteich, bei dem auf einer Grundplatte (1) eine mit Kompaßskala und Magnetnadel ausgerüstete Nadeldose (18) drehbar gelagert ist und bei dem zwischen Grundplatte (1) und Nadeldose (18) eine Deklinationsausgleichsscheibe (6) angeordnet ist, die an ihrer Unterseite eine Handhabe (7) aufweist, welche durch eine Durchgriffsöfrhung (2) in der Grundplatte faßbar ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
DE19782844280 1978-10-11 1978-10-11 Magnetnadelkompaß mit Deklinationsausgleich Expired DE2844280C2 (de)

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