-
Sauenkäfig in einer Abferkelbucht
-
Zusatzpatentanmeldung zur P 25 Ol 909 Die Erfindung betrifft einen
Sauenkäfig in einer Abferkelbucht, mit gitterartigen, parallel zueinander verlaufenden
Längsseitenwänden, an deren vorderen Endstücken sich eine Butterkrippe anschließt
und an deren hinteren Endstücken eine Begrenzung angebracht ist.
-
Aus der DAS 25 01 909 ist es bekannt, bei einem Sauenkäfig die hintere
Sauenkäfigbegrenzung aus u-förmigen Abweisbügeln zu bilden, die sich je an den Innenseiten
der Längsseitenwände annähernd rechtwinklig zu diesen vertikal erstrecken und längsverschiebbar
sowie feststellbar angeordnet sind, wobei zwischen den gegeneinander gerichteten
Abweisbügeln ein vertikal verlaufender Längsspalt verbleibt.
-
Durch diese Ausgestaltung wird verhindert, daß beim Abferkeln das
Muttertier keine Ferkel erdrückt, sich möglichst mit seinem Gesäuge nicht in den
abgesetzten Kot und Harn legen und ferner eine erleichterte Entmistung des Zwischenraumes
zwischen den gitterartigen Seitenwänden möglich ist.
-
Es hat sich jedoch gezeigt, daß besonders unruhige Tiere durch die
Längsbegrenzung ihres Stand- und Liegeplatzes dazu neigen, an der vorderen Stirnseite
des Sauenkäfigs hochzusteigen bzw. sich aufzustellen.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde dieses eine Verletzungsgefahr
in sich bergende Hochsteigen des Muttertieres zu verhindern.
-
Diese Aufgabe wird bei einem Sauenkäfig nach dem Hauptpatent dadurch
gelöst, daß im vorderen Bereich des Sauenkäfigs oberhalb des Standraumes des Muttertieres
eine sich wenigstens annähernd parallel zur Standfläche erstreckende Abdeckung angeordnet
ist.
-
Zweckmäßig wird die Abdeckung von wenigstens einem u-förmigen Bügel
gebildet.
-
Vorteilhafterweise ist der u-förmige Bügel mit seinen freien Schenkelenden
an den Stützrahmen befestigt.
-
Bei Befestigung der Abdeckung an den Stützrahmen ist es in der weiteren
erfindungsgemäßen Ausgestaltung ohne Schwierigkeit möglich die Längsseitenwände
an den Stützen des Stützrahmens auch höhenverschwenkber zu befestigen, ohne daß
das Hochschwenken von der Abdeckung beeinträchtigt wird.
-
Eine am u-förmigen Bügel der Abdeckung, bevorzugt an dessen Unterseite,
befestigte Querverbindung, die im Abstand zu den vertikalverlaufenden Stützen des
Stützrahmens verläuft und sich über beide Schenkel des u-förmigen Bügels erstreckt,dient
sowohl als zusätzliches Sperrelement d.h.
-
zur Verhinderung eines Hochsteigens des Muttertieres, als auch zur
Einhängung der hochschwenkbaren Längsseitenwände.
-
Eine derartig angeordnete Querverbindung hat eine Doppelfunktion
und
ermöglicht eine wesentliche Verminderung der Bauteile bei Gitterkäfigen, insbesondere
bei solchen mit hochschwenkbaren Längsseitenwänden.
-
Um ein seitliches ungewolltes Abgleiten der Längsseitenwände von der
Querverbindung zu verhindern, ist an beiden Stirnseiten der Querverbindung ein Sperrglied
angebracht.
-
Hierzu kann z.B. eine Anschlagscheibe verwendet werden, deren Außendurchmesser
größer ist als die Stärke der Querverbindung.
-
Zweckmäßig wird die Querverbindung als Rohr strebe ausgeführt, wodurch
die Möglichkeit gegeben ist, beiderseitig längsverschiebliche Verlängerung steile
teleskop artig in die Querverbindung einzuführen, die Gesamtbreite der Querverbindung
zu verstellen, wobei mittels in die Querverbindung eingesetzte Stellschrauben die
eingestellte Länge der eingeschobenen Verlängerung steile arretiert werden kann.
-
Bei einer solchen Ausführung der Querverbindung werden die als Abgleitsicherung
dienenden Sperrglieder an den äußeren Stirnseiten der in die Querverbindung eingeschobenen
Verlängerungsteile befestigt.
-
Um die Abdeckung als zusätzliches Einspannglied von hochschwenkbaren
Längsseitenwänden zu benützen , sind die beiden vorderen Verbindungsholme der Längsseitenwände
etwa mittig ihrer Länge nach rückwärts winklig abgebogen, so daß in der hochgeschwenkten
Stellung der Längsseitenwände die beiderseitigen abgewinkelten Verbindungsholmstücke
zwischen der Querverbindung der Abdeckung und dem vertikalverlaufenden Stützrahmen
eingespannt werden. Die abgewinkelten Teilstücke der Verbindungsholme verlaufen
dabei
parallel zu den Stützen des Stützrahmens , wodurch der Gitterkäfig
in seiner Länge verkürzt wird, bei genügend hoher Schwenkmöglichkeit der Längsseitenwände.
Ferner erfährt der Futtergang im Schweinestall keine Behinderung durch überstehende
Teilstücke der Längsseitenwände.
-
Eine besonders zweckmäßige Zuordnung der Abdeckung und der Längsseitenwände
wird erreicht, wenn etwa mittig der vorderen Verbindungsholme anbeiden Seiten ein
Kreuzgelenk befestigt wird, welches sowohl ein seitliches Schwenken als auch ein
Hochschwenken der Längsseitenwände ermöglicht.
-
Zur Erhöhung der Seitenstabilität des Gitterkäfigs sind am unteren
Teilstück jedes vorderen Verbindungsholmes Stecklager befestigt, welche beim Zurückschwenken
der Längsseitenwände in Gegenlager, die sich am unteren Teilstück der Stützen des
Stützrahmens befinden, eingeführt werden und mittels eines Steckstiftes wird jeweils
das obere Kreuzgelenk mit dem unteren Gegenlager verbunden.
-
Der Erfindungsgegenstand wird an einem Ausführungsbeispiel anhand
der Zeichnung näher erläutert.
-
Es zeigt: Fig.1 eine perspektivische Ansicht des Sauenkäfigs, Fig.2
einen Teilausschnitt des Sauenkäfigs entsprechend der Fig.1 in vergrößertem Maßstab
und Fig.3 einen Teilausschnitt des Sauenkäfigs in hochgeschwenkter Stellung der
Längsseitenwände
An der Stirnseite des Sauenkäfig ist ein Freßtrog
1 vorgesehen über welchem ein Abdeckgitter 2 angeordnet ist, das an einem im Stallboden
eingelassenen Stützrahmen 3 befestigt ist. An den vertikalverlaufenden Stützen 4
und 5 des Stützrahmens 3 sind gitterartige Längsseitenwände 6 und 7 verstellbar,
schwenkbar nach oben und unten angelenkt. Zur Erhöhung der Seitenstabilität der
Längsseitenwände 6 und 7 dient eine längsverstellbare Spsnnstrebe 8, die mit seitlichen
itlirungaschienen ausgerüstet ist.
-
An jeweils mindestens zwei der horizontal verlaufenden Gitterstreben
9 der Längsseitenwände 6 und 7 sind an deren Innenseiten u-förmige Abweisbügel 10
verschiebbar befestigt, die zur Einstellung der erforderlichen Käfiglänge dienen.
-
Die gegeneinander angeordneten Abweisbügel 10 stehen im Abstand zueinander,
so daß zwischen beiden Abweisbügeln ein vertikalverlaufender Längsspalt 13 gebildet
wird. Beim Abferkeln stößt das Muttertier rückwärts an den Abweisbügeln seitlich
an, so daß die Ferkel durch den Spalt 13 ohne Gefahr des Erdrücktwerdens entschlüpfen
können.
-
Gleichzeitig wird durch den Spalt 13 ein freier Zugang zum Standplatz
des Muttertieres geschaffen, wodurch das Entmisten des Sauenkäfigs von der rückwärtigen
Seite her leichtgemacht wird.
-
Im vorderen Bereich des Sauenkäfigs oberhalb des Standplatzes des
Muttertieres ist eine Abdeckung 22 angeordnet, die am Stützrahmen 3 befestigt ist.
An der Unterseite des als u- förmiger Bügel ausgebildeten Abdeckung 22 ist eine
Querverbindung 23 angebracht, die an ihren beiden Stirnseiten ein Sperrglied 24
z.B. eine Anschlagscheibe besitzt. in die als Rohrstück ausgebildete Querverbindung
23 sind beiderseitig Verlängerungsteile 25 eingeschoben, die teleskopartig verstellt
und mittels Schrauben 26 in der Querverbindung 23 arretierbar sind. Die vorderen
Verbindungsholme 27,27' der Längsseitenwände 6 und 7 sind etwa mittig ihrer Länge
nach rückwärts winklich abgebogen. An der sich
dadurch entstehenden
I(nickstelle der Verbindungsholme 27, 27 ist beiderseitig ein Kreuzgelenk 28 angeordnet,
welches in ein Gabellager 29, 29' eingreift das an den Stützen 4 und 5 des Stützrahmens
3 befestigt ist. Um die Längsseitenwände 6 und 7 in die Querverbindung 23 der Abdeckung
22 einführen zu können werden dieselben zunächst nach außen geschwenkt und nach
hochschwenken der Längsseitenwände 6,7 werden diese auf die Querverbindung 23 seitlich
eingeschwenkt. Bei einer unterteilten Ausführung der Querverbindung 23 können zunächst
die beiderseitigen Verlängerung steile 25 in der Querverbindung eingeschoben bleiben
und nach hochschwenken bzw. ankippen der Längsseitenwände bis zum oberen Anschlag
an dem Stützrahmen 3 können diese über deren Breite seitlich herausgezogen und in
der eingestellten Lage in der Querverbindung arretiert werden. In dieser Stellung
stehen die abgewinkelten Schenkel der Verbindungsholme 27, 27' der Längsseitenwände
6,7 parallel zu den Stütsrahmen 3. Zur Einsatzstellung des Gitterkäfigs werden nach
Einschieben der Verlängerung steile 25 in die Querverbindung 23 die Längsseitenwände
6,7 über die Kreuzgelenke 28 in ihre untere Stellung abgeschwenkt, wobei eine am
unteren Endstück der Verbindungsholme 27,27' sitzende Verbindungslasche 30 in ein
am unteren Teilstück der Stützen 4 und 5 des Stützrahmens befindliches Gegenlager
31 eingreift, wobei jeweils die obere Lagerstelle, Gabellager 29,29' und die Verbindungslasche
30 und Gegenlager 31 mit einem Steckstift 32 verbunden wird.
-
folie beschriebenen und beanspruchten Merkmale der Abdeckung eines
Sauenkäfigs sind nicht nur auf die beispielhaft genannte Kombination eingeschränkt,
sondern auch für sich als erfinderisch zu betrachten, da sie jeweils in Kombination
mit bekannten Merkmalen vorteilhaft anwendbar sind.