DE2839840C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Handwerkzeug gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs.
Ein derartiges Handwerkzeug ist aus der US-PS 36 26 768
bekannt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Handwerkzeug der
eingangs genannten Art zu schaffen, das bei weitgehender
Schwingungsfreiheit und zum Ermöglichen des Arbeitens mit
großen Hublängen auf besonders einfache Weise ein
automatisches Einstellen des Gewichtsausgleichs in
Abhängigkeit von der eingestellten Hublänge bzw.
Exzentrizität gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs gelöst.
Die Gegengewichte schaffen einen Schwingungsausgleich
entsprechend der Veränderung der Hublänge der Bewegungen
des hin- und hergehenden Teils und wirken je nach der
Einstellung des Kurbelmechanismus miteinander oder
gegeneinander, wozu die Gegengewichte relativ zueinander
um einen Betrag verschiebbar sind, der den
Relativbewegungen des Drehschiebers und des
Drehschieberhalters entspricht.
Die Erfindung
wird in der nachfolgenden Beschreibung anhand des in den Zeich
nungen rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Handwerkzeug gemäß
der Erfindung mit zwei beweglichen Teilen, nämlich
einem sich drehenden und einem hin- und hergehenden
Teil, und zwar in Stellungen, die sie bei maximaler
Bewegung des letzteren Teils in einer Richtung ein
nehmen,
Fig. 2 einen Teilquerschnitt entlang der Linie II-II in
Fig. 1 bei Einstellung der Gegengewichte für die Be
wegungsbalance der hin- und hergehenden Teile auf
maximalen Hub,
Fig. 3 einen Teillängsschnitt durch das sich drehende Teil
des Handwerkzeuges bei Einstellung auf die Hälfte
des maximalen Hubes,
Fig. 4 einen Teilquerschnitt entlang der Linie IV-IV in
Fig. 3 mit einer Relativstellung der beiden Gegen
gewichte für einen Hub, welcher der Hälfte des Ma
ximums entspricht,
Fig. 5 einen Teillängsschnitt durch das drehende Teil des
Handwerkzeuges in einer Stellung, die dieses mit
einem Null-Hub des hin- und hergehenden Teiles ein
nimmt, und
Fig. 6 einen Querschnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5
mit den Relativstellungen der Gegengewichte bei
einem Null-Hub des hin- und hergehenden Teils.
Aus der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform der Er
findung ergibt sich, daß das Handwerkzeug eine Pistolenform hat
und ein, die beiden beweglichen Teile des Werkzeuges, nämlich
das sich drehende Teil 2 und das hin- und hergehende Teil 3, auf
nehmendes Gehäuse 1 aufweist. Mittels einer Axialwelle 4, wel
che aus dem Gehäuse 1 vorsteht und möglicherweise von einem Schutz
gehäuse umgeben ist, kann das Werkzeug mit einem geeigneten An
trieb, beispielsweise einer durch einen Elektromotor angetrie
benen flexiblen Welle gekuppelt werden. Die Axialwelle 4 besteht
aus einem Stück mit einem Drehschieberhalter 7, welcher sich für
eine Drehbewegung auf im Gehäuse 1 befindlichen Wälzlagern ab
stützt. In einem im Drehschieberhalter 7 befindlichen Zwischenraum
ist exzentrisch ein Drehschieber 9 gelagert, welcher mittels einer
Klemmschraube 10, die im Drehschieberhalter 7 eingeschraubt ist, in
beliebigen Relativwinkelstellungen zum Drehschieberhalter 7 festleg
bar ist. Im Drehschieber 9 befindet sich weiterhin eine exzentrische
Axialbohrung, die einen Kurbelzapfen 11 hält. Diese Teile
sind Gegenstand eines Kurbelmechanismus, welcher als Ergebnis
der exzentrischen Stellung des Kurbelzapfens 11 im Schieber 9
und der exzentrischen Stellung des Schiebers und der Möglich
keit der Einstellung des Schiebers in beliebigen Winkelstel
lungen zum Schieberhalter 7 eine veränderliche Exzentrizität
hat. Neben dem Kurbelzapfen 11 umfaßt der Kurbelmechanismus
eine Verbindungsstange 12, welche drehbar auf dem Zapfen gela
gert ist. Diese Verbindungsstange 12 ist mittels eines Wälz
lagers 13 an einem Ende des hin- und hergehenden Teils 3 des
Handwerkzeuges angeschlossen. Dieses Teil stellt einen Halter
für das Maschinenwerkzeug dar, welches es am gegenüberlie
genden Ende in einer Fassung 14 aufnimmt.
Das hin- und herge
hende Teil oder der Maschinenwerkzeughalter 3 ragt radial
über den oberen Teil des Gehäuses 1 hinaus, in dem eine zylindri
sche Büchse 15 eingeschraubt ist und dort auf geeignete Weise
verriegelt ist und als Führung für das hin- und hergehende Teil
3 wirkt, welches axial innerhalb dieser Büchse 15 verschiebbar
ist. Der im Gehäuse 1 den Kurbelmechanismus aufnehmende Zwi
schenraum 8 ist durch einen Deckel 16 abgedeckt, dessen Kante
in das Gehäuse 1 ragt und mit einer Öffnung 17 versehen ist,
durch die die Verbindungsstange 12 ragt. Die Verbindung der
Stange 12 mit dem hin- und hergehenden Teil 3 oder Werkzeughalter
hat die Form einer in Längsrichtung dieses Teiles 3 flexiblen
Universalverbindung. Diese Verbindung zwischen dem hin- und
hergehenden Teil und der Verbindungsstange erfolgt mittels einer
sphärischen Fläche, wobei das korrespondierende Teil mit der
sphärischen Fläche sich in einer zentralen Bohrung des hin-
und hergehenden Teiles befindet.
In der Bohrung ist ebenfalls eine
Spiralfeder 18 angeordnet, die das Teil mit der sphärischen
Oberfläche gegen eine korrespondierende sphärische Fläche am
Boden des Werkzeughalters 3 drückt. Die Verbindung zwischen dem
hin- und hergehenden Teil oder dem Werkzeughalter 3 und der
Verbindungsstange 12 erfolgt mittels eines Endflansches am
Ende der Verbindungsstange 12 derart, daß dieser Flansch zwi
schen dem Zwischenteil mit der sphärischen Oberfläche und einem
Kolben 19 angeordnet ist, welcher durch die Feder 18 belastet
ist. Um eine Drehung des hin- und hergehenden Teils 3 in der
zylindrischen Büchse 15 zu erleichtern, ist der Endflansch
mit einer zentralen Spitze versehen, die gegen die Endfläche
des federbelasteten Kolbens 19 anliegt.
Außerhalb der zylindrischen Büchse befindet sich eine dreh
bare Hülse 20, die an ihrem vorderen Ende breiter ist und
nach vorne das hin- und hergehende Teil 3 oder den Werkzeughal
ter umgibt, von dem ein radial abstehendes Teil (nicht dar
gestellt) in einen nicht dargestellten Längsschlitz im weite
ren Bereich der Hülse 20 ragt. Die Hülse wird dadurch an einer
Axialbewegung gehindert, daß ihr Stützteil zwischen einer
Sperrmutter (nicht dargestellt) und einem Flansch (nicht dar
gestellt) am Vorderende der Büchse 15 angeordnet ist.
Um das Bearbeitungswerkzeug von Hand drehen zu können, wenn mit
dem Handwerkzeug gearbeitet wird, befindet sich auf der Hülse
20 eine Handhabe 21, welche relativ zum Gehäuse 1 drehbar ist.
Die Handhabe hat eine zylindrische Bohrung in die die Hülse
20 eingesetzt ist. Von der Bohrung geht ein nicht dargestell
ter Schlitz aus, so daß die Handhabe mittels einer Klemmschrau
be 22 fest mit der Hülse 20 verbunden werden kann. Die vor
stehenden Teile dieser Klemmschraube dienen als Griffteil. An
der gegenüberliegenden Seite der Handhabe befindet sich ein ähn
liches Griffteil 23, welches koaxial mit der Klemmschraube 22
angeordnet ist. So kann die Handhabe fest in verschiedenen Win
kelstellungen relativ zur drehbaren Hülse festgelegt werden. Wenn
die Handhabe nicht festgeklemmt ist, kann sie axial entlang
der Hülse bewegt werden. Wenn sich die Handhabe in der Nähe des
Gehäuses 1 befindet, kann sie durch einen Stift 24, welcher
im Gehäuse verankert ist, in einer bestimmten Winkelstellung
verriegelt werden, indem der Stift in einen nicht dargestell
ten Schlitz im Betätigungsglied eindringt.
Während der Hubbewegungen ist das hin- und hergehende Teil 3
in der nicht dargestellten Nut im verbreiterten Ende der Hülse
20 geführt, so daß seine Winkelstellung unverändert verbleibt,
wenn die Stellung der drehbaren Hülse unverändert verbleibt.
Wenn ein flaches Bearbeitungswerkzeug verwendet wird, kann die Be
arbeitung in einer bestimmten Ebene erfolgen, die durch die
Einstellung des Werkzeuges bestimmt ist. Wenn andererseits die
drehbare Hülse durch Lösen der Klemmschraube 22 gelöst wird,
kann das hin- und hergehende Teil 3 eine beliebige Winkelstel
lung annehmen, welche durch die zu bearbeitende Fläche bestimmt
wird, wenn das flache Werkzeug vorgeschoben und durch die Flä
che geführt wird, wobei die Winkelstellung von der Stellung
des Handwerkzeuges als Ganzes unabhängig ist. Die ebene Fläche
des Bearbeitungswerkzeuges wird so automatisch in die Bearbei
tungsebene eingestellt.
Wenn andererseits die Handhabe 21 auf der drehbaren Hülse der
art verriegelt ist, daß der Stift 24 sich nicht im entspre
chenden Schlitz der Handhabe 21 befindet, kann die drehbare Hülse
und damit die Winkeleinstellung des hin- und hergehenden Teils
des Werkzeughalters 3 während des Betriebes von Hand verändert
werden, indem die Handhabe 21 über die Griffteile (Klemmschraube 22) und 23 betä
tigt wird. Das Handwerkzeug kann derart in der Hand gehalten
werden, daß der Zeigefinger am Griffteil (Klemmschraube 22) und der Mittelfinger
am Griffteil 23 liegt. Die Handhabe 21 kann axial auf der dreh
baren Hülse 20 verschoben und in der Stellung verriegelt werden,
die der Fingerlänge der Bedienungsperson entspricht.
Wenn das Bearbeitungswerkzeug während des Betriebes einen ab
normal hohen Widerstand erfahren sollte, wird die Feder 18 zu
sammengedrückt, um eine Beschädigung des Bearbeitungswerk
zeuges und des Mechanismus des Handwerkzeuges zu vermeiden.
Es ergibt sich eindeutig aus der Konstruktion, daß das dreh
bare Teil 2 des Handwerkzeuges den Drehschieberhalter 7 und den
darin exzentrisch befestigten Drehschieber 9 umfaßt, und daß
der Werkzeughalter 3 das hin- und hergehende Teil des Handwerk
zeuges bildet. Ebenso ergibt sich klar aus der Konstruktion,
daß dem hin- und hergehenden Teil vom sich drehenden Teil 2
über den aus dem Kurbelzapfen 11 und der Verbindungsstange 12
bestehenden Kurbelmechanismus die Bewegung erteilt wird. Die
ser Mechanismus ist hinsichtlich der Exzentrizität variabel ein
stellbar, um die gewünschte Hublänge des hin- und hergehenden
Teils 3 zu erhalten. Für diesen Zweck befindet sich der Kurbel
zapfen 11 des Kurbelmechanismus exzentrisch im Drehschieber 9,
welcher in verschiedenen Stellungen verriegelt werden kann und
welcher andererseits exzentrisch im Drehschieberhalter 7
gelagert ist. Der Drehschieberhalter 7 wird durch den Handwerk
zeugantrieb betätigt.
Im Drehschieberhalter 7
bzw. im Drehschieber 9 befinden sich Gegengewichte in Form von halbkreisför
migen Scheiben 25, 26, um zusammen einen Gegenausgleich entspre
chend der Veränderung der Hublänge zu erzielen. Das Gegenge
wicht (Scheibe 26) im Drehschieber 9 ist entsprechend der Erfindung
einstückig mit dem Drehschieber 9 ausgebildet und be
findet sich am inneren Ende des Drehschiebers 9 im Drehschieberhalter
7. Das andere Gegengewicht (Scheibe 25) im Drehschieberhalter 7 ist als getrenntes
Teil ausgebildet und befindet sich am Boden des Zwischenraums
8 des Drehschieberhalters 7 und ist dort festgelegt. Diese Anord
nung der Gegengewichte verbindet diese fest mit dem Drehschieber
9 bzw. dem Drehschieberhalter 7. Zugleich können sie relativ
zueinander gedreht werden, indem der Drehschieber 9 im Drehschieberhal
ter 7 gedreht wird. Weiterhin sind die Gegengewichte (Scheiben 25, 26)
dabei relativ zueinander in zwei benachbarten Ebenen bewegbar,
in denen die Gegengewichte entweder nebeneinander oder teil
weise oder vollständig übereinander liegen können, wie dies
durch die Einstellung des Drehschiebers 9 im Drehschieberhalter 7
eingestellt wird, um die gewünschte Exzentrizität des Kurbel
mechanismus für die gewünschte Hublänge zu erhalten.
Fig. 1 und 2, 3 und 4, und 5 und 6 zeigen die Stellungen der
Gegengewichte (Scheiben 25, 26) in der Endstellung des hin- und hergehen
den Teils in einer Hubrichtung, Fig. 1 und 2 zeigen die Stel
lung bei maximaler Hublänge, Fig. 3 und 4 bei halber, Fig. 5
und 6 bei Null-Hublänge. In Fig. 2, 4 und 6 sind die nicht
einander überlappenden Bereiche der beiden Scheiben 25,
26 durch ein aus parallelen Linien bestehendes Muster gekenn
zeichnet, während die überlappenden Teile mit einem Kreuzmuster
gekennzeichnet sind. Dadurch wird das Ausmaß der Überlappung
ersichtlich. Wie sich aus den Relativstellungen der Scheiben
25, 26 in den Zeichnungen ergibt, sind die Gegengewichte
entsprechend der Einstellung des Kurbel
mechanismus für die gewünschte Hublänge angeordnet, um hinsicht
lich eines Gewichtsausgleiches entweder zusammen oder entge
gengesetzt zu wirken, und zwar entsprechend der verschiedenen
Hublängen der Bewegungen des hin- und hergehenden Teiles 3.
Für diesen Zweck sind die Gegengewichte relativ zueinander um
einen Betrag verdrehbar, der der Relativbewegung des Drehschiebers
9 und des Drehschieberhalters 7 entspricht.
Claims (1)
- Handwerkzeug mit zwei beweglichen Teilen, und zwar einem sich drehenden Teil und einem hin- und hergehenden Teil, wobei das letztere Teil ein Bearbeitungswerkzeug trägt und die Hin- und Herbewegung über einen Kurbelmechanismus mit veränderlicher Exzentrizität zur Einstellung der Hublänge des hin- und hergehenden Teils von dem sich drehenden Teil erhält, wobei für diesen Zweck im Kurbelmechanismus ein Kurbelzapfen verwendet wird, welcher exzentrisch auf einem Drehschieber angeordnet ist, welcher in verschiedenen Stellungen verriegelbar ist, und exzentrisch in einem Drehschieberhalter gelagert ist, welcher von einer An triebseinrichtung für das Handwerkzeug eine Drehbewegung erhält, wobei im Drehschieberhalter und im Drehschieber zur Erzielung eines Gewichtsausgleiches in Abhängigkeit von der Veränderung der Hublänge der Bewegung des hin- und her gehenden Teils Gegengewichte angeordnet sind, die in Ab hängigkeit von der Einstellung des Kurbelmechanismus zur Erzielung der gewünschten Hublänge entweder miteinander oder gegeneinander wirken und daher um einen Betrag gegen einander verdrehbar sind, der den Relativbewegungen des Drehschiebers und des Drehschieberhalters entspricht, wobei die Gegengewichte fest mit dem Drehschieber bzw. dem Drehschieberhalter verbunden und relativ zueinander mit tels des im Drehschieberhalter verdrehbaren Drehschiebers drehbar sind, und wobei die Gegengewichte in benachbarten, parallelen Ebenen relativ zueinander drehbar sind, die einander überlappen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegengewichte die Form von halbkreisförmigen Scheiben (25, 26) haben, daß eine Scheibe (26) einstückig mit dem Drehschieber (9) ausgebildet und am inneren Ende desselben im Drehschieber halter (7) angeordnet ist, und daß die andere Scheibe (25) am Boden eines im Drehschieberhalter (7) für den Dreh schieber (9) befindlichen Zwischenraums (8) angeordnet und festgelegt ist.
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Ipc: F16F 15/26 |
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