DE2836088C2 - Verfahren zur Beseitigung von Aluminium aus zerkleinertem Recycling-Glas sowie Verwendung des nach diesem Verfahren anfallenden Aluminats zur Herstellung einer Glasschmelze - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung von Aluminium aus zerkleinertem Recycling-Glas sowie Verwendung des nach diesem Verfahren anfallenden Aluminats zur Herstellung einer Glasschmelze

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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C1/00Ingredients generally applicable to manufacture of glasses, glazes, or vitreous enamels
    • C03C1/002Use of waste materials, e.g. slags
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B9/00General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
    • B03B9/06General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse
    • B03B9/061General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse the refuse being industrial
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Description

Es ist bekannt, Altglas in besonderen Behältern zu sammeln und die anfallenden Scherben entweder als Scbmelzhilfe im gebrochenen Zustand dem Gemenge zur Herstellung der Glasschmelze zuzumischen oder diese gesondert in den Schmelzofen einzugeben. Als nachteilig hat es sich hierbei erwiesen, daß das Recycling-Glas stets metallisches Aluminium enthält, vorwiegend in Form von Verschlußkappen, Absprengringen. Flaschenverzierungen usw. Selbst kleinste Aluminiumteilchen bewirken im Schmelzprozeß eine aluminothermische Reduktion von Kieselsäure zu metallischem Silizium nach der Gleichung
4 Al + 3 SiO? - 2
+ 3 Si.
Es bilden sich somit Silizium-Einschlüsse im Glas, die die Festigkeit, insbesondere die Temperaturwechselbeständigkeit. der Glasgegenstände stark vermindern. Bei den in der Wanne im Glasbad herrschenden Temperaturen entstehen tröpfchenförmige Einschlüsse, die später im fertigen Glas als dunkle Kügelchen erscheinen, die von einem Cristobalitsaum umgeben sind.
Da das metallische Silizium einen geringeren Ausdehnungskoeffizienten als Flachglas bei Umgebungstemperatur hat. ziehi sich das Glas beim Abkühlen stärker zusammen und schrumpft damit auf den Einschluß auf. Dadurch entstehen starke Zugspannungen im Randbereich des umgebenden Glases, was zu strahlenförmigen Rissen und entsprechender Verminderung der Gebrauchsfestigkeit führt.
Durch die DEQS !9 20 203 ist. ein Alumifiiumoxydlieferndes Material Und Verfahren zur Herstellung von Glas bekannt Bei der Durchführung des Verfahrens werden bekannte Glasgewinnungsmaterialien geschmolzen und geläutert Um die Läuterungszeit herabzusetzen wird vorgeschlagen, daß das Aluminium-5 oxyd-liefernde Material in Kontakt mit einem flüssigen Alkalihydroxyd gebracht wird, um eine chemische Reaktion zu fördern und Wasser zu verdampfen, woraufhin das Reaktionsprodukt einem nassen oder trockenen Glasgemenge vor dem Schmelzen des
ίο Gemenges zugesetzt wird. Diese Literaturstelle stellt auf das Aluminiumoxyd als zu gewinnendes Material für die Herstellung von Glas ab. Es handelt sich somit um ein Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd möglichst reiner Form als Zugabe zum Glasgemenge.
Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Beseitigung von Aluminium aus zerkleinertem Recycling-Glas zu schaffen, welches in einfacher Weise durchführbar ist und mit Sicherheit eine Beseitigung des unerwünschten Aluminiums ermöglicht.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß dem zerkleinerten Recycling-Glas Natronlauge zugesetzt wird, wobei das metallische Aluminium eine Umwandlung /u Natriumaluminat erfährt. Auf diese Weise ist es möglich, das im zerkleinerten Recycling-Glas enthaltene Aluminium zu beseitigen und nach Ablassen der Natronlauge mit dem Aluminat das zerkleinerte Recycling-Glas zum Einschmelzen zu verwenden.
Das Verfahren kann in der Weise durchgeführt werden, daß der bei den Glasverarbeitern vorhandene Scherbenbunker mit Natronlauge geflutet wird, woraufhin die Lauge abgepumpt wird, beispielsweise um einen weiteren Scherbenbunker zu fluten. Die mit Natronlau· ge befeuchteten Scherben gelangen dann direkt in den Mischer und aus diesem in den Schmelzofen. Da sich im Scherbenbunker Wasserstoffgas bildet, wird dieser vorteilhaft belüftet und das Wasserstoffgas nach oben hin abgeführt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung findet die nach dem vorstehenden Verfahren erhaltene aluminathaltige Natronlauge als Gemengekomponente zur Herstellung einer Glasschmelze zur weiteren Verarbeitung und Formgebung des Glases Verwendung. Diese aluminathaltige Lauge erweist sich als eine wertvolle Komponente, da in jedem Pail Aluminat zugegeben werden müßte, was somit auf diese Weise ber its /ur Verfugung steht. Auch ist es nicht erforderlich, überschüssiges Alkali zu entfernen, da in der Glasschmelze ohnehin Alkali benötigt wird.
Vor der Zugabe von Natronlauge kann aus dem zerkleinerten Recycling-Glas eine Abtrennung der Fraktion von beispielsweise größer als 25 mm erfolgen. Auf diese Weise können etwa 90% der Aluminiumteile entsprechend einem Restgehalt von z. B. 50 —60 g Al/t Reytling Glas entfernt werden. Die mechanische Beseitigung der sog Feinteile aus Aluminium ist auf diese Weise nicht durchzuführen, jedoch schafft hier das erfindungsgemäße chemische Verfahren in einfacher Weise Abhilfe, wobei insbesondere der Aufwand für die Aufbereitungsterhnik
kann.
erheblich verringert werden

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Beseitigung von Aluminium aus zerkleinertem Recycling-Glas, dadurch gekennzeichnet, daß dem zerkleinerten Recycling-Glas Natronlauge zugesetzt wird, wobei das metallische Aluminium eine Umwandlung zu Natriumaluminat erfährt.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Scherbenbunker mit Natronlauge geflutet und diese nach einer bestimmten Zeit abgepumpt und mit dieser ggf. ein weiterer Scherbenbunker geflutet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Scherbenbunker belüftet ist
4. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß vor Zugabe der Natronlauge aus dem zerkleinerten Recycling-Glas die Kornfraktion von größer als 25 mm abgetrennt wird.
5. Verwendung von nach de
Verfahren "ernäß
Anspruch 1 und/oder einem oder mehreren der folgenden erhaltener aluminathaltiger Natronlauge als Gemengekomponente zur Herstellung einer Glasschmelze zur weiteren Verarbeitung und Formgebung des Glases.
DE2836088A 1978-08-17 1978-08-17 Verfahren zur Beseitigung von Aluminium aus zerkleinertem Recycling-Glas sowie Verwendung des nach diesem Verfahren anfallenden Aluminats zur Herstellung einer Glasschmelze Expired DE2836088C2 (de)

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