DE2833990A1 - Walzverfahren - Google Patents

Walzverfahren

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DE2833990A1 DE19782833990 DE2833990A DE2833990A1 DE 2833990 A1 DE2833990 A1 DE 2833990A1 DE 19782833990 DE19782833990 DE 19782833990 DE 2833990 A DE2833990 A DE 2833990A DE 2833990 A1 DE2833990 A1 DE 2833990A1
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    • B21B1/22—Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling plates, strips, bands or sheets of indefinite length
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Description

~ 3 " 2133990
WALZVEKlAHEEN
Die Erfindung betrifft die Herstellung von metallischen Erzeugnissen, vorwiegend von Drähten, Rohren, Blechen und Bändern, durch falzen.
Es ist ein WaIz-Ziehverfahren zur Herstellung von metallischen Erzeugnissen bekannt, das in den USA (PS Nr. 3·811. 507) und England (PS IMr, 1343525) patentiert worden ist. Dieses Verfahren bietet die Möglichkeit, die Walzwirksam— keit auf Grund einer beachtlichen Verminderung des Metalldruckes auf die Walzen und einer Abnahme der Breitung des Erzeugnisses zu verbessern, die Walzgenauigkeit zu erhöhen, den Energieverbrauch sinken zu lassen u. ä»
Das "«esen des WaIz-Ziehverfahrens besteht darin, daß man sich die walzen in entgegengesetzten Eichtungen unter verschiedenen Umfangsgeschwindigkeiten drehen läßt,
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d.h. gewalzt wird bei niciitübereinsfcimmenden Geschwindigkeiten der Walzen, indem man am Erzeugnis in dessen Austrittsguerschnitt eine Zugkraft T s die im folgenden der Bequemlichkeit halber 7orderkraft genannt wird, angreifen läßt. Hierbei wird dem Erzeugnis in dessen Aus— tritts^uerschnitt eine Geschwindigkeit T verliehen, die gleich der Geschwindigkeit 7 der antreibenden Walze ist, die mit einer höheren Umfangsgeschwindigkeit umläuft, während man am iiä?seugnis in dessen iiiintrifetsquerschnitt nötigenfalls eine Zugkraft 1J? , die nachstehend Hinterkraft
genannt wird, angreifen läßt. Im Walz-Ziehvorgang ist das Verhältnis zwischen den Walzengeschwindigkeiten üblicherweise gleich der Streckung (Dehnung) JL des Erzeugnisses, d. h.
7 /V s Jl . Hier gilt A = h /h„, wobei h die Er-"51 b2 -^ ο I °
zeugnisdicke in der Ebene des Eintritts des Erzeugnisses in die iOrmänderungszone und h. die Brzeugnisdicke in der Ebene des Austrittes des Erzeugnisses aus der IOrmänderungszone ist·
Im WaIz-Ziehvorgang liegt der kritische Punkt K (der Punkt für die gleichen Geschwindigkeiten der antreibenden Walze und des Erzeugnisses) in der Ebene des Austrittes des Erzeugnisses aus der iOrmänderungszone und der kritische Punkt E für die gleichen Geschwindigkeiten der angetriebenen Walze und des Erzeugnisses befindet sich in der -tibene des Eintrittes des Erzeugnisses in die Formänderungszone.
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Unter dieser Voraussetzung ist an der !fläche der Be= rührung des JSrzeugnisses mit der antreibenden Walze lediglich, eine Hacheilzone und an der !Fläche der Berührung des Erzeugnisses mit der angetriebenen Walze bloß eine Vorellzone feststellbar, während die Reibkräfte beim Berühren,, welche auf das Erzeugnis seitens jjeäer von den beiden .i wirken, nach ihrer Sichtung entgegengesetzt sinde Diesem stand ist gerade zu verdanken s daß der Metalldruck auf die »Valzen beträchtlich abnimmt«
Das Walz-Ziehverfahren ist überdies auch dann durchführbar, wenn das Verhältnis der Walzengeschwindigkeiten die Streckung des Gutes übersteigt, denn hierbei wird ein einaonales Gleiten an den gegenüberliegenden Berührungsflächen der lOrmänderungszone beibehalten und der Einfluß der ReibungsKräfte auf den Druck praktisch ausgeschaltet» Ss ist dann licht erforderlich, auf ein genaues Verhältnis zwischen den Walzengeschwindigkeiten zu achten, so daß die Regelung des Walz-Ziehvorganges vereinfacht wird·
Zur Durchführung des Walz-Ziehverfahrens ist am Erzeugnis eine vordere Zugkraft angreifen zu lassen, deren Wert sich nach dem Formänderungsgrad richtet und mit der Zunahm© der Streckung zunimmt·
Bei einer bestimmten Streckung des Erzeugnisses beläuft
T sich die spezifische Zugspannung G - 1 » wo S^. die
S1
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Fläche des Erzeugnisses in dessen Austrittsqucrschnitt ist, auf einen Wert,der der Bruchfestigkeit des Metalls nahe kommt, wodurch sich ein Reißen oder eine plastische Dehnung des die Walzen verlassenden Endes des Erzeugnisses ergehen kann, wobei diese Zugspannung im nachfolgenden als vordere bezeichnet wird· Ein Reißen kann auch hei einem geringeren Wert der vorderen Zugkraft geschehen, sobald sich beim Walzen eines Erzeugnisses infolge einer ungleichmäßigen Streckung über dessen Breite die Kräfte ungleichmäßig über die Breite des Erzeugnisses verteilen und als Folge hiervon di. se Kräfte an den Stellen des Erzeugnisses mit einer geringeren Streckung zunehmen. Demzufolge gilt als Nachteil des Walz-Ziehverfahrens eine beachtliche Größe der erforderlichen vorderen Zugkraft (.bei hohen Streckungen). Der besagte Umstand wirkt in der Praxis einschränkend auf die Größe der größtmöglichen Strekkung im Walz-Ziebvorgang und verhindert damit, daß dessen Vorteil in vollem Maße zur Geltung kommt. Das Walz-Ziehverfahren, dessen Vorzüge und Mangel vorstehend angegeben wurden, kommt der angemeldeten Erfindung am nächsten und gilt folglich als deren Ausgangspunkt.
Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrunde gelegt, ein Walzverfahren zur Herstellung von metallischen Erzeugnissen zu entwickeln, bei welchem das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen derart gewählt wird, daß dadurch die größte Abnahme des Metalldruckes auf die WaI-
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zen und der Breitung des Erzeugnisses "bei einem minimalen Wert der am !Erzeugnis in dessen Austrittsquerschnitt angreifenden Zugkraft sichergestellt wird.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst worden, daß bei einem Walzverfahren zur Herstellung von metallischen Erzeugnissen, bei welchem man die antreibende und die angetriebene Arbeitswalze in entgegengesetzten Richtungen mit einer jeweils größeren und kleineren Umfangsgeschwindigkeit umlaufen und am Erzeugnis in dessen Eintritts- und Austrittsquerschnitt Zugkräfte angreifen läßt, wobei dem Erzeugnis in dessen Austrittsquerschnitt eine Geschwindigkeit verliehen wird, die gleich der Umfangsgeschwindigkeit der ürbeitswalze mit Rücksicht auf eine eventuelle Geschwindigkeitsänderung der letzteren ist, gemäß der Erfindung der Walzvorgang bei einem Terhält» nis zwischen den Umfangsgeschwindigiceiten der Arbeitswalzen
kleiner als die
abläuft, das / Streckung des Erzeugnisses ist , um dadurch die vorbestimmte Größe der am Erzeugnis in dessen Austrittsquerschnitt angreifenden spezifischen ZuglSeaft relativ zu der Bruchfestigkeit des aus den Walzen austretenden Metalls einzuhalten.
Diese Lösung ermöglicht, die Nachteile des bekannten Walz-Ziehverfahrens zu beheben und hiermit den Wert der größtmöglichen Streckung des Walzgutes zu erhöhen , obwohl die grundsätzlichen Torteile des
Walz-Ziehverfahrens, nämlich ein beachtlich verminderter
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Metalldruck auf die Walzen und eine wesentliche Abnahme der Breitung (beim Walzen von Drähten und Bohren) erhalten bleiben·
Der sich ergebende Effekt hängt damit zusammen, daß bei dem vorliegenden Walzverfahren sich der kritische Punkt für die gleichen Geschwindigkeiten des Erzeugnisses und der
Ausgangspunkt
Walzen, welcher beim in der Ebene des Eintritts in die Formänderungszone liegt, an der angetriebenen Walze die eine kleinere Umfangsgeschwindigkeit hat, (in Walzrichtung) versetzt und eine Stellung innerhalb der Formänderungszone einnimmt·
Hierbei bildet sich an der angetriebenen Walze eine Nacheilzone aus, in welcher die auf das Erzeugnis seitens der Walze wirkenden Reibungskräfte in Laufrichtung des Erzeugnisses gerichtet sind und demgemäß eine aktive Rolle spielen, indem sie die Bewegung des Erzeugnisses begünstigen. Dank dem Entstehen dieser Reibungskräfte ist die gleich gerichtete Zugspannung zu vermindern, die am aus den Walzen austretenden Ende des Erzeugnisses angreift und die zur Durchführung des Walzvorganges erforderlich ist . Auf diese Weise wird das gesetzte Ziel, nämlich die Verringerung der vorderen Zugkraft unoer Beibehaltung der vorbestimmten Streckung des Erzeugnisses, erreicht.
Auf der anderen Seite bietet sich die Möglichkeit, unter Beibehaltung des Wertes der vorderen Zugkraft die Streckung
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des Erzeugnisses ,/I zu vergrößern.
Das für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendige Verhältnis der Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen kann anhand der Anzeige von · Geräten gewählt werden, durch welche die Größe der vorderen Zugkraft T-1, die Geschwindigkeit V^ des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt und die Umfangsgeschwindigkeit V^ der antreibenden Walze gemessen werden.
Beim Walzen von Blechen kann das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der antreibenden und der angetriebenen Walze auf Grund einer vorläufigen Berechnung gemäß der folgenden, sich aus dem Gesetz der Energieerhaltung ergebenden Beziehung ermittelt und am Walzwerk eingestellt werden»
~'b2
1 +
Dabei ist O^ 0 die spezifische Zugkraft, die am Ec-
2 zeugnis in dessen Austrittsquerschnitt angreift, kp/mm spezifische Zugkraft, welche am Erzeugnis in dessen
2 Eintrittsquerschnitt angreift, kp/mm \
cödurchschnittlicher Formänderungswiderstand des Metalls, kp/mm V
JL Streckung des Erzeugnisses;
j Koeffizient für die ungleichmäßige Verformung und die Schiebung j
durchschnittliche spezifische Reibungskraft in der Nach-
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2 eilzone der angetriebenen Walze, kp/mm ; R Halbmesser der angetriebenen Arbeitswalze mit Rücksicht auf deren elastische Abplattung, mmj h Dicke des Erzeugnisses in der iibene des Austrittes aus der Formänderungszone, mm?
cHr Λ Zentralwinkel, der dem ursprünglichen Punkt der Berüho2
rung des Walzgutes mit der angetriebenen Walze entspricht,
V Umfangsgeschwindigkeit der antreibenden iirbeitswalze,
γ Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Arbeitswalze,
Zentralwinkel, der dem Punkt für die gleichen Geschwindigkeiten des Erzeugnisses und der angetriebenen Walze entspricht, rad.
In der Beziehung (1) haben die wichtigsten Einflußgrößen des Walzvorganges ihren Niederschlag gefunden· Dank einer Verberechnung des Verhältnisses zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen ausgehend von der Beziehung (1) können im Projektierungsstadium eines Walzwerkes Energie- und Kraftwerte richtig errechnet und günstige Umformbedingungen für ein beliebiges Sortiment von Walzgütern festgelegt werden,,
Fernerhin erfolgt erfindungsgemäß das Walzen bei einem
von ETuIl Drehmoment der angetriebenen Walze, wozu das
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Verhältnis zwischen der Streckung des Erzeugnisses und spezifischen Zugkräften unter Vorgabe anderer Werte (Walzenhalbmesser, JReibverhältnisse, Dicke des vorderen Endes des Walzguts usw) in Anlehnung an die folgende, sich aus dem Gesetz der Energieerhaltung ergebenden Beziehung Λ2. JiQSL e0 (2)
* h1
gewählt wird.
Bei solch einem Walzverfahren wird eine Spindel-Verbindung der angetriebenen Walze entbehrlich und der Aufbau des Walzwerkes einfacher. Dank dem Einzelantrieb der Walzen des Walzwerkes kann man auf einen Motor (für die angetriebene Walze) und dessen Steuersystem verzichten, wobei die installierte Gesamtleistung der Elektromotoren abnimmt. Dies wird dadurch erreicht, daß in dem vorliegenden Fall
der kritische Punkt K an der angetriebenen Walze derart
2 /y
angeordnet ist, daß das Moment £, der Heibungskrafte in
ds
der Voreilzone gleich dem Moment -^Y der Reibungskräfte in
2p <r „ /v- "
der Nacheilzone ist. Da die Reibungskräfte U ~ und L ^ entgegengesetzt gerichtet sind, ist das pauschale Moment deren Wirkung an der angetriebenen Walze gleich Null, und diese Walze wird durch das laufende Walzgut gedreht.
Desgleichen wird erfindungsgemäß das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen beim An-s· stieg der Reibungskraft durch Berührung höher und bei der Verringerung kleiner angesetzt»
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Hierbei bleiben die vorbestimmte Größe der Streckung fies Erzeugnisses und der Wert der vorderen Zugkraft konstant, indem die Heibverhältnisse an der Berührungsfläche zwischen dem Erzeugnis und den Arbeitswalzen einer Schwankung ausgesetzt sind.
Das hängt damit zusammen, daß der kritische Punkt K der angetriebenen Walze auf die Kbene des Austrittes aus der Formänderungszone zukommt und sich in einem Extremfall praktisch in dieser Ebene einstellt.
Das erfindungsgemäße Walzverfahren läßt sich unter verschiedenen Reibungskräften (d.h. bei verschiedenen Reibbeiwerten f) an der Berührungsfläche zwischen dem Erzeugnis und der antreibenden C ^-\t f) sowie der angetriebenen tfalze ( ίΓρ, f2) durchführen.
Zur Sicherung eines geringeren Druckes auf die Walzen und einer kleineren vorderen Zugkraft ist hierbei für solche EeibVerhältnisse (Schmierung, Rauhigkeit der Walzen od. dgl.) zu sorgen, bei denen die Reibungskräfte L an der antreibenden Walze die Reibungskräfte C o an der angetriebenen Yf al ze übertreffen.
Erfindungsgemäß ist es weiterhin sinnvolls im kontinuierlichen Walzvorgang in einer der lOrmänderungszonen der in Berührung mit der einen Seite des Erzeugnisses befindlichen Arbeitswalze eine höhere Umfangsgeschwindigkeit und der in Berührung mit der anderen Seite des Erzeugnisses be~
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findlichen Ärbeitswalze eine geringere Umfangsgeschwindigkeit zu verleihen und in der nächstfolgenden Formänderungsaone umgekehrt zu handeln usw., wobei das Verh ältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswälzen in jeder Formänderungszone kleiner als die otreckung des Erzeugnisses in dieser Formänderungszone anzusetzen ist»
Bei solcher Durchführung des Walzvorganges erfolgt eine gleichmäßigere Verteilung d:.r Formänderung, und man erhält gleichmäßigere mechanische Eigenschaften über die Dicke' des Erzeugnisses· Dieser üSffekt erklärt sich durch folgende Umstände» Beim Walzen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in jedem Stich den an der antreibenden Walze anliegenden Teilchen des Erzeugnisses in der Formänderungszone eine etwas größere Geschwindigkeit als die der an der angetriebenen Walze angrenzenden Teilchen des Erzeugnisses verliehen, wodurch eine gewisse Yerformungsungleichmäßigkeit über die Dicke des Erzeugnisses feststellbar ist, bei welcher die oberen Schichten des Erzeugnisses in der Formänderungszone relativ zu den unteren Schichten des Erzeugnisses in Walzrichtung verschoben werden. Wenn hierbei der Wunsch besteht, die besagte ungleichmäßige Verformung zu vermindern oder zu verhindern, ist in der folgenden Formänderungszone für die umgekehrte Art der Verformungsungleichmäßigkeit zu sorgen, was eben durch das oben beschriebene Verfahren. erreichbar ist.
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Beim Umkehrwalzen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem der Stiche eine höhere Umfangsgeschwindigkeit der Arbeitswaise ein und desselben Arbeitswalzenpaares9 die in Berührung mit der einen Seite (zo B0 der oberen Seite) des Erzeugnisses steht9 und eine geringere Umfangsgeschwindigkeit der ürbeitüwalze9 die die andere (untere) Seite des Erzeugnisses berührt s verliehen9 und man verfährt in ähnlicher Weise auch bei nachfolgenden Sticheno
Dieses Umkehrwalzverfahren ergibt den gleichen Effekt wie der des vorstehend beschriebenen kontinuierlichen Walzverfahrens 0 Vom physikalischen Standpunkt aus hängt dieser Effekt sowohl beim Umkehrwalzen^ als auch beim kontinuierlichen Walzen mit den gleichen oben angegebenen Umständen zusammenο
Desgleichen wird gemäß der Erfindung zur Stabilisierung des Walzdruckes und der Dicke des Erzeugnisses im Austrittsquerschnitt "bei einer Druckerhöhung ausgehend vom Sollwert die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Ar« toeitswal&e verringert und die am Erseugnis in dessen Aus«= tritfcsquerscanitt angreifende Zugkraft vergrößert 5 bei einer Yerminderung des Walzdruckes ausgehend vom Sollert handelt man umgekehrt, wobei in den beiden Fällen sichergestellt wird, daß die Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Aus= trittsquersehnitt und die Umfangsgeschwindigkeit der antrei™ foenden Arbeitswalze gleich bleibeno
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Dies gestattet nun die Dicke h des Erzeugnisses im
Austrittsciuerschnitt zu stabilisieren, weil der Metalldruck
er
auf die walzen nach dem Kegeln unverändlich bleibt,
Ss ist weiter gemäß dar Erfindung zweckmäßig, bei einem Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen, das kleiner als die Streckung des Erzeugnisses ist, dem letzteren im Eintrittsquerschnitt zwangsläufig eine Geschwindigkeit zu verleihen, welche der Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt um die Größe der Streckung nachsteht.
Dank dieser Lösung werden die Genauigkeit und der Planheitsgrad des Walzgutes bei schwankendem Walzdruck verbessert·
Sämtliche vorstehend angegebene Walzverfahren lassen sich auf einem beliebigen bekannten Walzwerk verwirklichen, wenn es nur eine unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeit der Arbeitswalzen ermöglicht und über eine Einrichtung zur Sicherung der erforderlichen Zugkraft ÜL im Austrittsquerschnitt des Erzeugnisses verfügt.
der
Das Verfahren wird anhand Zeichnungen erläutert*
B s zeigt:
Fig. 1 das Prinzip. des Walzens gemäß der Erfindung j
i'ig. 2 eine Durchführungsform des erfindungsgemäßen Walzverfahrens bei einem geringen Wert der Heibung durch Berühren j
Fig. 5 eine Durchführungsform des erfindungsgemäßen Ver-
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fahrens mit nur einer angetriebenen Walze 5
Fig. 4 das Prinzip eines Walzwerkes zur Durchführung des erfindunüsgemäßen Verfahrens unter stabilisierung der Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt mit Hilfe von Spannrollen;
Ifig· 5 desgl. wie Pig. 4j die Antriebswelle wird durch einen Streifen umgeben|
Fig. 6 schematisch ein Walzwerk zur Verwirklichung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Stabilisierung der Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Eintritts- und Austrittsquerschnitt innerhalb eines äe(äen Gerüstes mit Hilfe von Spannrollen;
Fig. 7 schematisch ein Walzwerk mit zwei Arbeitswalzen unterschiedlichen Durchmessers und einer angetriebenen Stützwaise für die angetriebene Arbeitswalze geringeren Durchmessers;
Fige 8 schematisch ein Walzwerk mit zwei Arbeitswalzen unterschiedlichen Dux-chmessers und zwei Stützwalzen (zu?r mindest eine davon ist angetrieben) für die angetriebene Arbeitswalze kleineren Durchmessers«,
Das Schema in Hg8 1 erläutert schaubildlich die Gesamtheit von allen wesentlichen Erfindungsmerkmalen einschließlich der Merkmale, die sich auf die Neuheit der technischen Lösung beziehen. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahrens eben-
■x-
so wie nach dem Prototyp, ist die vjreschwindigkeit V des
Der als Ausgangspunkt angenommene Stand der Technik wird vorliegend als "Prototyp" bezeichnet.
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aus den Walzen austretenden Endes des Erzeugnisses gleich der Umfangsgeschwindigkeit V der imtriebswalze 12 wodurch der kritische Punkt Κ* für die gleichen Geschwindigkeiten des Erzeugnisses und der antreibenden Walze in die Ebene des Austrittes des Erzeugnisses aus den Walzen zu liegen kommt, so daß ein einzonales Gleiten des Erzeugnisses an der Berührun^ssteile mit der antreibenden ilalze stattfindet? am austretenden Üade des Erzeugnisses läßt man eine Zugkraft T angreifen.
Ebenso wie beim Prototyp vollzieht sich das einsoaale Gleiten an der Berührungsstelle zwischen dem 3ä?zeugnis imd der antreibenden Vialze auch dann, wenn die Geschwindigkeit V-1 des austretenden -Endes des Erzeugnisses kleiner als die Umfangsgeschwindigkeit γ der antreibenden Walze ista
In Fig. 1 sind fernerhin Merkmale wiedergegeben, die die Neuheit des Verfahrens im Vergleich zum Prototyp kennzeichnen; man gibt die Umfangsgeschwindigkeit Vj32 der angetriebenen Walze 2 kleiner als der Wert V. ^/ Jl TTor, anders gesagt, im Unterschied zum Prototyp wird das Verhältnis swischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen kleiner als die Größe Jx (VM /fvp < ^ ) angesetzt.
Unter diesen Walzbedingungen und der angegebenen Voraussetzung V. ^ γ bewegt sich der kritische Punkt K an der Berührungsstelle zwischen dem Erzeugnis und der angetrie-
9 808/0
benen Walze aus der Ebene des Eintrittes (laut Prototyp) in Laufrichtung des Erzeugnisses und nimmt eine neue Stellung K2 ein.
Im Unterschied zum Prototyp findet als Folge hiervon an der Berührungsstelle der angetriebenen Walze ein zweizonales Gleiten des Metalls relativ zu der walze mit den entgegengerichteten Reibkräften L und u in diesen
2a £?p
Zonen (Nacheil- und Voreilzone) statto
An der antreibenden Walze verbleibt der kritische Punkt K s genauso wie beim Prototyp^ in der Austrittsebene, und an dieser Walze bleibt ein einzonales Gleiten unter Vorhandensein der Reibkräfte ' ρ gleichen Vorzeichens erhalten«,
Jie Reibkräfte ^ in der Macheilzone der angetriebenen Walze greifen bei dem erfindun£Sgemäßen Verfahren am Erzeugnis in dessen Laufrichtung an, daher spielen sie eine aktive Solle und gestattet, es, den gewünschten Wert öer vorderen Zugkraft T- zu vermindern,, d.h„ sie tragen zur Erreichung des erforderlichen Nutzeffektes bei«,
Der summarische Wert F der Kräfte 'J' ist desto
2a *- 2a
höher 9 $@ langer der Bogen aK» ist, d„h„ je kleiner das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Walzen V. y,/Y, Λ im Vergleich zur Streckung -Ά- des Erzeugnisses ist.
D I t>2
Das Verhältnis zwischen dem summarischen Wert F2 der
Kräfte '"^p in der Nacheilzone der angetriebenen Walze und der für den Ablauf des Walzvorganges erforderlichen Große der
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den
vorderen Zugkraft T ridhtet sich nach konkreten Verformungsbedingungen für ein Erzeugnis.
In ]?ig, 2 ist eine Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens "bildlich dargestellt, bei welcher im Hinblick auf eine Senkung des Energieverbrauches beim Reiben des Erzeugnisses an den Walzen» eine Verringerung des dux'ch dieses Reiben verursachten «alzenverschleisses unter Beibehaltung der vorbestimmten Streckung JL des Erzeugnisses und der vorgegebenen Größe der vorderen Zugkraft T die Keibungskräfte *f an den Berührungsflächen des Erzeugnisses und der Arbeitswalzen niedriger gehalten werden. Dies erreicht man beispielsweise durch eine geringere Rauhigkeit der walzen infolge einer guten Behandlung deren Oberfläche und des Einsatzes von die xieibungskräfte ^ vermindernden Schmierstoffen.
Parallel zur Verminderung der Reibungskräfte £ muß die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Walze gegenüber der Geschwindigkeit der antreibenden Walze erhöht werden, sobald die Notwendigkeit besteht, die Streckung .JL f die Zugkraft T und die Geschwindigkeit V^ des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt konstant zu halten.
ge Die Umfangsgeschwindigkeit der antriebenen Walze kann
im Extremfall gleich der Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Als trittsquerschnitt (V = V,) sein, w±e in Fig*
b2 ί
2 ersichtlich ist.
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3 zeigt eine Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei welcher eine derartige Kombination aus der Streckung Jl des Erzeugnisses und der vorderen Zugkraft T unter den vorgegebenen anderen Prozeßkennwerten (Walzenhalbmesser, Heibverhältnisse, hintere Zugkraft u, ä») gewählt wird, daß der kritische Punkt K eine Stellung an der angetriebenen Walze einnimmt, wo das Moment Il an der angetriebenen Walze gleich Null ist und diese Walze durch das Walzgut gedreht wird, ohne daß sie ihren eigenen Antrieb hat.
Zwecks Stabilisierung des erfind-jngsgemäßen Walzverfahrens ist es sinnvoll, dem Erzeugnis in dessen Austrittsquerschnitt zwangsläufig eine Geschwindigkeit zu verleihen9 welche gleich der Umfangsgeschwindigkeit der antreibenden Walze ist. Erreichbar ist das durch verschiedene Verfahren,beispielsweise durch die Anordnung einer Spannstation mit Rollen 3 (Fige 4) auf der Austrittsseite des Walzwerkgerüstes, indem das Walzgut diese Rollen umläuft . . und denen durch einen Antrieb die Umfangsgeschwindigkeit verliehen wird9 die gleich der erforderlichen Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt iste ISine derartige Ausführungsform des Walzwerkes ist in Fig» 4- wiedergegeben» Zwangsläufig kann dem Erzeugnis in dessen Austrittsquerschnitt die Geschwindigkeit, die gleich der Umfangsgeschwindigkeit der antreibenden Walze ist, dadurch verliehen werden, daß die antreibende Walze vom Walzgut umschlungen wird (wie in Fig. 5 gezeigt 1st) oder
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SU
andere bekannte Verfahren und Vorrichtung verwendet wex*den*
Zur Erhöhung der Genauigkeit und des Planheitsgrades des Walzgutes unter schwankenden Walzdrücken (bei einem nicht absolut steifen Gerüst) ist es günstig, dem Erzeugnis in dessen Eintritts- und .austrittsquerschnitt zwangsläufig Geschwindigkeiten zu verleihen, deren Verhältnis gleich der Streckung des Erzeugnisses ist, was beispielsweise durch die Aufstellung von Spannstationen auf der .Eintritts- und der Austrittsseite des rfalzgerüstes erreichbar ist, deren
umschlungen .Rollen J durch das Walzgut werden und denen mittels des Antriebes die erforderliche Umfangsgeschwindigkeit verliehen wird«
Der Auffeau des Walzwerkes (für den kontinuierlichen Walzvorgang) zur Durchführung eines solchen Walzverfahrens ist in Hg. 6 abgebildet.
Das in dieser Weise ausgeführte und nach dem erfindiangsgemäßen Verfahren arbeitende Walzwerk gestattet es, die Walzgenauigkeit zu verbessern und anfängliche Dickenunterschie;d.e des Walzgutes in Längsrichtung zu vermeiden. Zur Erreichung dieses Zieles ändert man das Verhältnis zwischen den Geschwindigkeiten des Erzeugnisses in dessen Eintritts- und Austrittsquerschnitt unter ^ufhilfenahme der Spannrollen, 5 und· in voller Übereinstimmung mit der Änderung der Große JL ~ h /h , wobei h die veränderliche Dicke des
ο γ ο
Walzgutes im Eintrittsquerschnitt und h die vorgegebene
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Dicke des Walzgutes im Austrittsquerschniet ist.
Wenn es erforderlich isc, die Streckung des walzgutes zu stabilisieren (konstant zu halten), dann sorgt man für ein konstantes Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Eintrittsquerschnitt und dessen Geschwindigkeit im Austrittsquerschnitt.
Das in Fig. 6 schematisch dargestellte (oder ein ähnliches) Walzwerk, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitet, ermöglicht darüber hinaus Erzeugnisse veränderlicher Dicke h. (im Austrittsquerschnitt) ausgehend von einem Erzeugnis mit einer konstanten Dicke h (im Eintrittsquer-
schnitt) zu walzen. Zu diesem Zweck ändert man das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Eintrittsquerschnitt und der Geschwindigkeit dieses Erzeugnisses im Austrittsquerschnitt entsprechend dem vorbestimmten Gesetz der Dickenänderung h des Erzeugnisses über seine Länge.
Eine konstante Dicke h des Erzeugnisses an dessen Austritt aus der Formänderungszone beim Walzen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch durch eine Änderung des Verhältnisses der Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen gehalten.Die Dicke des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerechnitt bleibt auch dann unveränderlich, wenn der Metalldruck auf die Walzen konstant ist.
Bei jeglicher Änderung der Walzbedingungen (z. B. der Eintrittsdicke des Erzeugnisses oder dessen Steife) ändert
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sich auch der Walzdruck· Zu stabilisieren ist der Walzdruck "bekanntlich durch aine Änderung des Verhältnisses zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen. Dafür wird es erforderlich, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Umfangsgeschwindigkeit Y _ der angetriebenen Walze gegen-
b2
über der Umfangsgeschwindigkeit V, . der antreibenden Walze zu ändern, und zwar ist zur Senkung des Walzdruckes die Dimension der Nacheilzone der angetriebenen Walze zu reduzieren, was durch eine Verminderung ihrer Umfangsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Erhöhung der vorderen Zugkraft erreichbar ist. Im Falle einer Erhöhung des Walzdruckes ist die Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen walze zu vergrößern und zur gleichen Zeit die vordere Zugkraft zu vermindern. Nach den genannten Vorkehrungen müssen die Geschwindigkeit des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt und die Umfangsgeschwindigkeit der antreibenden Arbeitswalze gleich sein.
Zur Einstellung der Gestalt des Erzeugnisses (der Planheit) und der Dickenunterschiedlichkeit in Querrichtung beim Walzen gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren kann man sich einer zwangsläufigen Biegung der einen oder der beiden Arbeitswalzen sowohl in der Ebene, in welcher die .achsen dieser Walzen liegen, als auch in der dazu senkrechten Ebene bedienen. Eine derartige Biegung kann durch bekannte Verxdhren und Vorrichtungen vorgenommen werden.
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283399Ü
Die Fig. 7 und 8 zeigen schematisch Walzwerke zur 7erwirklichung des erfindungsgemäßen Walzverfahrens. Diese Walzwerke umfassen mindestens je ein Arbeitsgerüst mit Arbeitswalzen 1,2 ungleichen Durchmessers, wodurch der Metalldruck auf die Walzen auf Grund einer geringeren Länge und Fläche der Berührungsstelle abnimmt.
Zur besseren Festigkeit und Steifigkeit ist die Ar_ beitswalze 2 kleineren Durchmessers zumindest mit einer Stützwalze 4- versehen. Nötigenfalls kann mit Stützwalzen auch die Arbeitswalze 1 größeren Durchmessers versehen werden.
Die Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Arbeitswalzen 1 und 2 höhere Drehmomente (als beim üblichen Walzen) zu übertragen haben. Hierbei überträgt die antreibende Walze 1, an welcher sich erfindungsgemäß lediglich eine Nacheilzone ausbildet und sämtliche Reibkräfte einseitig wirken, das bei der vorgegebenen Streckung größtmögliche (Grenz)Drehmoment.
Dieses Moment ist gleich
%Λ = V (3)
wo f Reibungszahl für das Walzgut und die antreibende Walze ist«
Falls die Arbeitswalze eine Drehung durch den Ballen der sie berührenden Stützwalze erfähi-t, kann diese Arbeitswalze von der angetriebenen Walze über deren Berührungsfläche ein Moment tibertragen, das gleich
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ist, wobei f^ Reibungszahl für die angetriebene Stützwalze und die sie über den Ballen berührende nicht angetriebene Arbeitswalze ist.
Wenn fk < f ist, dann ist Mfc < K9 d.h. das an der Arbeitswalze seitens der angetriebenen Stützwalze angreifende Moment M, kann das Moment M, nicht erreichen, welches
HL Di
an der Ärbeitswalze auf der Seite des Streifens angreift, und hiermit ist die Energieubergabe von der angetriebenen Stützwalze her zu dieser Arbeitswalze und von dieser zum Walzgut nicht möglich, Falls f = f. ist, bietet sich die Möglichkeit für die Drehzahlübertragung von der Stützwalze zur Arbeitswalze, die aber nicht stabil ist. Daher ist es zweckmäßig, die antreibende Arbeitswalze 1 direkt durch einen Antrieb umlaufen zu lassen. Nach der Torsionsfestigkeit eignet sich für die antreibende 'Walze die Ärbeitswalze 1 größeren Durchmessers,
Hierbei tritt die Arbeitswalze 2 kleineren Durchmessers als angetriebene Walze auf. Da sich an der angetriebenen Walze zwei Zonen für ein Gegengleiten ausbilden, ist das Moment M^2 an dieser Walze kleiner· als das Grenzmoment (gleich foE) und hat folgenden Ausdruck
\2< y (5)
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-28~ 283333D
Das bedeutet nun, daß die Gefahr eines Rutschens zwischen der angetriebenen Arbeitswalze 2 und der diese drehenden angetriebenen Stützwalze 4 fehlt. In Übereinstimmung mit dem Gesagten ist es vorteilhaft, wie eingangs erwähnt, die Arbeitswalze 1 größeren Durchmessers als antreibende Walze vorzusehen und an diese das Drehmoment direkt vom Antrieb her über eine Spindel zu übertragen.
Die Drehung der Arbeitswalze 2 kleineren Durchmessers über eine Spindel ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht günstig, denn der Zapfen dieser Walze kann dem zu übertragenden beachtlichen Drehmoment nicht standhalten. Dieser Umstand kann eine beschränkte Größe der möglichen Streckung des Erzeugnisses zur Folge haben, die desto beachtlicher ist, je "kleiner der Durchmesser der angetriebenen Walze ist.
Zur Behebung des besagten Nachteiles ist es sinnvoll, den Antrieb der Arbeitswalze 2 kleineren Durchmessers über deren Ballen mittels zumindest einer diese Walze berührenden angetriebenen Stützwalze 4 zu bewerkstelligen, In diesem Fall geschieht die Übergabe des Drehmomentes direkt an die Stützwalze 4, und von dieser wird das Drehmoment über die Berührungsfläche (dank den Reibungskräften) an die Arbeitswalze 2 kleineren Durchmessers übertragen. Wie nachgewiesen wurde, ist für die angetriebene vialze ein derartiger Antrieb mögliche
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-2^- 25339 9 Q
Der nach seinem tfesen unterschiedliche Antrieb der Arbeitswalzen ungleichen Durchmessers sichert eine wirksame Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens·
Das infrage kommende "/erfahren läßt sich auch auf anderen Walzwerken beispielsweise auf i^uarto-Walzwerken, Mehrwalzenwalzwerken (z, B, Zwanzigwalzen-Walzwerken) Verwirklichen, wenn sie die erforderliche ^icht-Übereinstimmung der Geschwindigkeiten der Arbeitswalzen ermöglichen. Wenn jedoch bei solchen Walzwerken als angetriebene Walzen die Stützwal— zen fungieren, dann sind Vorkehrungen notwendig, welche ein .Rutschen der antreibenden Arbeitswalze an der diese berührenden angetriebenen Stützwalze beispielsweise durch einen zusätzlichen Andruck dieser beiden Walzen aneinander ausschließen.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Walzverfahrens können, ungleiche Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen dadurch sichergestellt werden, daß das Arbeitsgerüst mit einem Kammwalzengerüst versehen wird, bei welchem das Verhältnis zwischen den Durchmessern der Kammwalzen der Beziehung (1) entspricht. Bei einem solchen gruppenweisen Antrieb der Arbeitswalzen geht die Antriebsleistung des Gerüstes (im Vergleich zum separaten Antrieb der Arbeitswalzen) zurück.
Wenn dagegen das Arbeitsgerüst ein übliches Kammwalzengerüst mit Kammwalzen gleichen Durchmessers (die Winkelge-
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" 3° - 293399Q
schwindigkeit der Arbeitswalzen ist ebenfalls gleich) besitzt, dann kann das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten, das sich aus der Beziehung (1) ableiten läßt, durch den Einsatz von Arbeitswalzen (bzw. Stützwalzen) ungleichen Durchmessers erhalten werden.
i)as dargelegte </alzverfahren trägt zur Lösung eines wichtigen Problems über die größtmögliche Abnahme des Metalldruckes auf die Walzen unter der geringsten Größe der Zugkraft im Austrittsquerschnitt des Erzeugnisses bei.
Aus dieser Besonderheit des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich folgende Torzüge gegenüber bekannten Lösungen»
1. Leistungsanstieg infolge eines höheren Verformungsgrades in einem Stich unter einer vorgegebenen Größe der Zugkraft im Austrittsquerschnitt des ./alzgutes.
2. Senkung des Metallverlustes dank der Abnahme der Walzgut^.brüche im Walzvorgang infolge einer Verminderung der Zugkraft.
3· Abnahme von Zwischenglühungen dank einer hohen summarischen Streckung vor dem Glühen and der Verringerung der Gefahr von Walzgut brüchen,
4. Verminderung der minimal möglichen Dicke und Zunahme der Breite des Walzguts.
Beispiel 1
Es handelt sich um das Walzen eines Bandes aus niedriggekohltem Stahl mit Abmessungen h = 2 mm, b = 600 mm, einer
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Streckung λ = 2 in den Arbeitswalzen mit einem Halbmesser von Rp = 100 mm bei folgenden Grossen der spezifischen Zugkräfte: C^-, = 0,5<Dscp ^= 0»2^sep und- einer Reibungszahl von f = 0,1, ^= 1.
Es wird nun das erforderliche Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der Arbeitswalzen ermittelt. Die Dicke im Walzenaustritt bettägt
1I1 = hQ/ 2 = 1 mm
Der Zentralwinkel an der angetriebenen Walzen macht
—! j
■4 h /hn - h
^02 Y R2 N .I2.
aus.
Das erforderliche Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten laut Beziehung (1) ist gleich
bl =
I + 100 fo,l - )2
2. 0,1 . 100
•1 = 1,495
Bei dem vorgegebenen Wert —j— = 0,5 ermöglicht das
(5s cp
(rs C*
Walz- Ziehverfahren eine Streckung Λ = 6 —-%——-— = 1,495,
die wesentlich unter der Streckung /1=2 liegt, welche nach dem erfindungsgemässen Verfahren bei demselben Wert
1 =0,5 zu erhalten ist.
Damit im Walz-Ziehvorgang die Streckung y) = 2 gesichert
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werden konnte ι muß an dem vorderen Ende des Streifens
eine Zugkraft 6Λ = ßft JL + Q Q =0,89 angreifen,
ÖS φ &$<f ^
was "beachtlich über der vorgegebenen Größe Ό Λ =0,5 liegt.
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Leerseite

Claims (1)

  1. 2§33990
    PATENTANSPRÜCHE
    1.) V,alzverfahren zur Herstellung von metallischen ".irZeugnissen, bei welchem man die antreibende und die angetriebene Arbeitswalze in entgegengesetzten Richtungen mit einar jeweils grösseren und kleineren Umfangsgeschwindigkeit umlaufen und am Erzeugnis in dessen Eintritts- und Austrittsquerschnitt Zugkräfte angreifen lässt, wobei dem Erzeugnis in dessen AusLrittsquerschnitt eine Geschwindigkeit verliehen wird, die gleich der Umfangsgeschwindigkeit der Antriebswalze mit Rücksicht auf eine eventuelle Geschwindigkeitsänderung der letzteren ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ualzvorgang unter einem Verhältnis der Umfangsge-
    scuwindigkeiüen (V,-, , V^p) ^er Arbeitswalzen (1, 2) ablauft, das kleigir^s^ie^ ^ ) des Erzeugnisses ist um
    dadurch die vorgegebene Grosse der am Erzeugnis in dessen AuatrittsquerschniΛ angreifenden spezifischen Zugkraft (T-,) relativ zu der Bruchfestigkeit des aus den V/alzen (1, 2) austretenden Metalls einzuhalten.
    2. Walzverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichr: net, dass bei-a Walzen von Blechen das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der antreibenden und der angetriebenen Walze ausgehend von der Beziehung
    gev/ahlt wird, wobei
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    C? ^ O spezifische Zugkraft, die am Erzeugnis in dessen
    ρ Austrittsquerschnitt angreift, kp/mm ,
    c ^O spezifische Zugkraft, -.',eiche air, irzeu^nis in dessen
    ßintrittsquerschnitt angreift, kp/min , Gscp durchschnittlicher Formänderungswiderstand des Me-
    tails, kp/mm
    ,Λ Streckung des Erzeugnisses,
    T~ Koeffizient fur die ungleichmässige Verformung und die Schiebung,
    *?a durcnschnittliche spezifische Reibungskraft in der
    ρ Nacheilzone der angetriebenen Walze, kp/mm ,
    Rp Halbmesser der angetriebenen Arbeiuswalze mit Rücksicht auf deren elastische /ib^lsttung, mm,
    h. Dicke des Erzeugnisses in der i'bene des Austrittes
    aus der iOrmänderungszone, mm,
    0C02, Zentralwinkel, der dem ursprünglichen Punkü der Berührung des Walzgutes mit der angetriebenen Walze entspricht, rad,
    Umfangsgeschwindigkeit der antreibenden Arbeitswalze,
    mm/s,
    V-, P Umfangsgeschwindigkeit der angetriebenen Arbeitswalze mm/s,
    Zentralwinkel, der dem Punkt fur die gleichen Geschwindigkeiten des Erzeugnisses unu uör aaoetriebenen walze entspricht, rad, ist.
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    J. Walzverfahren nach Anspruch 2S dadurch gekennzeichnet, daß das vialzen büi einem Drehmoment von Null der angetriebenen walze erfolgt, wozu das Verhältnis zwischen der Streckung des Erzeugnisses und den spezifischen Zugkräften in Anlehnung"an folgende Beziehung
    + tu- *z 6
    gewählt wird,
    4.Wälzverfahren nach Anspruch 1S dadurch Kekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten
    (V_.» V") der ilrbextswalzen (1, 2) beim Anstieg der Rei-D i d2
    bungskraft durch Berührung höher und bei der Verringerung kleiner angesetzt wird, um die vorgegebene Größe der Strek-&ung (Jk ) des Erzeugnisses und der Zugkräfte ( T , T ) einzuhalten»
    % dalzverfahrea nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im kontinuierlichen Walzvorgang in einer der Formänderungszonen der in Berührung mit der einen Seite des Erzeugnisses befindlichen Arbeitswalze eine höhere Umfangsgeschwindigkeit und der in Berührung mit der anderen Seite des EcZeugnisses befindlichen Arbeitswalze eine geringere Umfangsgeschwindigkeit verliehen und in der nächstfolgenden iOrmänderungszone umgekehrt gehandelt wird, usw.
    6. vialzverfahren nach Ansprüchen 1, 2, 4, 5» 6f dadurch gekennzeichnet, daß zur Stabilisierung des Walzdruckes und der Dicke des Walzgutes im Austrittsquerschnitt bei einer Druckerhöhung ausgehend vom Sollwert die Umfangsgeschwindig-
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    keife (V ) der angetriebenen Arbeitswalze (2) verringert und die am i&zeugnis in dessen Austrittsquerschnit angreifende Zugkraft (OL) vergrößert wird9 indem bei einer Verminderung des Walzdruckes ausgehend vom Sollwert man umgekehrt handelt9 und in den beiden Fällen dafür sorgtB daß die Geschwindigkeit (IL) des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt und die Umfangsgeschwindigkeit (V ) der antreibenden Arbeitswalze (1) gleich bleibcno
    7ο walzverfahren nach Ansprüchen 1 bis 78 dadurch, gekennzeichnet„ daß bei einem Verhältnis zwischen den Umfangs= geschwindigkeiten (V ,V ) der Arbeitswalzen (19 2)sdas
    b1 b2
    \7eniger als die Streckung ( Jl ) des Erzeugnisses ist9 dem letzteren im Eintrittsquerschnitt zwangsläufig eine Geschwindigkeit (V0) verliehen wirds welche der Geschwindigkeit (V ) des Erzeugnisses in dessen Austrittsquerschnitt um die Größe der Streckung ( /L ) nachstehtβ
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