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Schaltungsanordnung für einen Geldspielautomaten
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für einen Geldspielautomaten
mit einem Guthabenzähler, der schrittweise in beiden lwchtungen mittels Auf- und
Abbuchmagneten drehbare Ziffernkörper enthält, die zur Erzielung diskreter Ziffernstellungen
jeweils mit einem Einrastprofil versehen sind, dessen Vertiefungen eine Rastnase
aufnehmen, wobei ein auf dem Guthabenzähler angezeigtes Guthaben auszahlbar ist
nach Betätigen eines Auszahlknopfes, der einen Impulsgeber anläßt, dessen Impulse
einen Abbuchungsmagneten im Guthabenzähler erregen, wobei über ein vom Guthabenzähler
beeinflußbare sSchalt- ein Auszahimagnet erregt wird, mit einer Manipulationssperre,
die über ein Foulsrelais die Spielbereitschaft aufheben kann, wobei der Auszahlmagnet
gesperrt wird.
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Eine Schaltungsanordnung der genannten Art ist aus der DT-OS 26 44
679 bekannt. Zur Auszahlung des auf dem Guthabenzähler angezeigten Guthabens wird
ein Impulsgeber mittels Tastendruck angelassen, dessen Impulse einen Abbuchmagneten
erregen, wobei der Anker Hin- und Herbewegungen ausführt, die über eine Mechanik
auf den Ziffernkörper in eine gleichgerichtete Drehbewegung umgesetzt werden. Nach
jedem Impuls verringert sich der Stand des Guthabenzählers um eine Einheit. Der
Ziffernkörper ist mit einem Einrastprofil versehen, in dessen Aussparungen eine
Feder, Klinke oder Rolle eindringt, um die Ziffern, die durch ein Fenster ablesbar
sind, in richtiger Stellung zu zeigen.
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Der Anker des Abbuchmagneten trägt eine Schaltnase, die bei angezogenem
Anker Kontakte eines Schalters schließt, wodurch ein Auszahlmagnet erregt wird,
der die Auszahlung einer Münze bewirkt.
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Gelegentlich versagt die Mechanik, die die Ankerbewegung auf den Ziffernkörper
übertragen soll. Bei jedem eintreffenden Impuls zieht der Anker an, schließt dabei
den Schalter zum Auszahimagneten, ohne daß der Zählerstand verringert wird, so daß
letztlich der Geldspielautomat leergespielt wird.
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Gelegentlich wird in betrügerischer Absicht der Ziffernkörper arretiert
durch Druck auf die Scheibe oder durch Einschieben von Drähten in heimlich gebohrte
Löcher. Durch diese Manipulation können Geldvorratsbehälter vollständig geleert
werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
zur Steuerung der Auszahlung anzugeben.
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Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß den einzelnen Ziffernstellungen
am Ziffernkörper zugeordnet einander gleiche Markiermittel angebracht sind und daß
das Schaltmittel (w s) von den Markiermitteln beeinflußbar ist.
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Als Markiermittel, die das Schaltmittel beeinflussen, sind allgemein
bekannte Prinzipien anwendbar, wie beispielsweise: mechanisch- elektrische, optisch
elektronische oder magnetisch -induktive Schalter. W ährend der Abbuchphase wechselt
das Schaltmittel seine Schaltstellung und erregt dadurch den Auszahlmagneten. Dadurch
ist sichergestellt, daß die Auszahlung nicht ohne Abbuchung erfolgt.
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Eine Weiterbildung des Erfindungsgedanken besteht darin, daß das Einrastprofil
als Markiermittel dient, daß das Schaltmittel (w s) ein Mikroschalter mit einem
federnden Fühlhebel ist und daß der Fühlhebel eine Rastnase aufweist, die das Einrastprofil
abtastet. Der Fühlhebel über nimmt die Rastfunktion und auf ein zusätzliches Nockenprofil
kann mit Vorteil verzichtet werden; diese einfache Lösung ist kostensparend trägt
zur Verschleißminderung bei.
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Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß ein Haftrelais
vorgesehen ist, dessen Setzwicklung mit dem Impulsgeber und dessen Rücksetzdie Erregung
wicklung mit dem Schaltmittel verbunden ist, daßes Fouirelais von vom Haftrelais
geschalteten Kontaktepaar aufhebbar ist. Daraus ergibt sich eine sehr zuverlässige
Arbeitsweise: wenn der Guthabenzähler aufgrund eines mechanischen Defekts oder eines
betrügerischen Eingriffs am Abbuchen gehindert ist, dann sperrt das Foulrelais nicht
nur die Auszahlung, sondern auch spielbereitschaftsbestimmende Einrichtungen ( z.
B. Münzannahme
). Nach Beseitigung der Störursache nimmt der Ziffernkörper
seine nächst niedrige Ziffernstellung ein, wobei der Schalter schließt, der das
Haftrelais zurücksetzt, so daß das Foulrelais wieder die Spielbereit-Schaltlage
einnimmt und die Auszahlung erfolgen kann.
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Eine nächste Weiterbildung sieht vor, daß die Rücksetzwicklung mit
dem Schaltmittel über einen Kondensator verbunden ist und daß ein invers zur Schaltstellung
des Schaltmittels schaltbarer Entladestromkreis für den Kondensator vorgesehen ist.
Mit Hilfe des Kondensators bleibt auch eine besonders geschickt angelegte Manipulation,
die darin besteht, die Walze erst kurz vor Einrasten in die nächstniedrigere Ziffernstellung
zu arretieren, ohne Erfolg.
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Eine andere Weiterbildung sieht vor, daß der Entladestromkreis aus
einer Diode und einem Widerstand gebildet ist und daß der Entladestromkreis eine
Reihenschaltung mit dem Kondensator bildet, wobei die Diode der Rücksetzwicklung
- bezogen auf die Stromrichtung des Rücksetzimpulsesantiparallel geschaltet ist.
Die Diode leitet auch Induktionsströme ab, die beim Öffnen des von der Walze des
Guthabenzählers gesteuerten Schalters aufkommen, so daß an dieser Stelle übliche
Funkenlöschmittel entfallen.
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Eine Weiterbildung des Erfindungsgedanken sieht vor, daß eine mit
dem Schaltmittel verbundene Schaltlogik vorgesehen ist, die nach Münzeinwurf aktiviert
wird und die den Auszahlmagneten erregt, wenn das Schaltmittel nach der Einzahlung
nicht betätigt wurde. Damit wird eingezahltes, jedoch nicht gutgeschriebenes GeldJsofort
wieder ausgezahlt.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Schaltungsanordnung
zur Steuerung des Auszahlmagneten, Fig. 2 eine Weiterbildung der in Fig. 1 dargestellten
Schaltungsanordnung und Fig. 3 ein Diagramm zu Fig. 2, das die zeitliche Zuordnung
elektrischer,
mechanischer und elektro-mechanischer Vorgänge zueinander
veranschaulicht.
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Angemerkt sei, daß die Fig. 1 und 2 nur elektrische Bauelemente zeigen.
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Konstruktive Merkmale sind der Beschreibung zu entnehmen.
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Die Diagramm (Fig. 3) stellt normierte Verläufe 1 bis 8 dar. Im einzelnen
zeigen die Verläufe mit den zugehörigen Bezugszeichen 1 die Spannung der Impulse,
2 die zeitbezogene Winkeldrehung d Y /dt der Ziffernwalze, 3 die Schaltstellung
des walzengesteuerten Schalters ws (unten offen -oben geschlossen), 4 die Erregung
der Setzwicklung Sdes Haftrelais HR, 5 die Erregung der Rücksetzwicklung R des Haftrelais
HR, 6 die Schaltstellung des Kontaktepaares hr des Haftrelais HR (unten offen -
oben zu) bzw. die Erregung der Wicklung des Foulrelais FR, 7 die Schaltstellung
des Kontaktepaares fr des Foulrelais FR bzw. die Spielbereitschaft (unten nein -
oben ja) und 8 die Erregung des Auszahlmagneten AZ.
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Im folgenden wird davon ausgegangen, daß das auf dem Guthabenzähler
angezeigte Guthaben ausgezahlt werden soll. Hierzu wird ein Rückzahlknopf gedrückt,
wodurch ein Impulsgeber I (Fig. 1) angelassen wird. Jeder Impuls erregt den Abbuchmagneten
AB, wobei dessen Anker anzieht, dabei eine Feder spannt und eine Schubklinke zurückzieht.
In der Impulspause wird der Abbuchmagnet entregt, die Feder zieht den Anker und
die Schubklinke zurück, wobei letztere in eine Zahnlücke eines Schaltzahnrades faßt
und die fest mit dem Zahnrad gekuppelte Ziffernwalze durch Schieben um eine Ziffer
zurückdreht (Kknkenschaltwerk). Es erfolgt schrittweises bzw. impulsweises Abbuchen
vom Guthabenzähler, und zwar immer in der Impulspause nach dem jeweiligen Impuls;
solange, bis die Ziffernwalze eine Null im Fenster zeigt. In der Nullstellung öffnet
ein nicht dargestellter Kontakt, der den Impulsgeber stillsetzt.
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Zur Erzielung diskreter Ziffernstellungen im Sichtfenster des Guthabenzählers
sind in die Mantelwandungen der Ziffernwalzen Rastkerben eingebracht, in die rastnasenartig
jeweils ein Federhebel drückt (überwindbare Rastsperre). Der Federhebel schaltet
ein Kontaktpaar eines Schalters ws, das im Rastfall offen und in der Abbuchphase,
in der die Walze dreht, geschlossen ist. Der Schalter ws schließt und öffnet direkt
oder indirekt den Stromkreis für einen Auszahlmagneten AZ.
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Beim Versagen der Mechanik im Guthabenzähler, welches das Unterbleiben
der Abbuchung zur Folge hat, hat sich früher der Automat leergezahlt.
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Dieser Fall ist mit der Schaltungsanordnung nach der Erfindung ausgeschlossen.
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Es ist bekannt, in Geldspielautomaten Foulschaltungen zu verwenden,
deren Kernstück das sog. Foulrelais bildet. Diese Schaltungen sondieren Manipulationen
verschiedenster Art (Schläge gegen den Automaten, Einbringen von Bohrungen), und
können mittels der Kontakte des Foulrelais die Spielbereitschaft des Gerätes aufheben.
Aus Sicherheitsgründen arbeitet das Foulrelais im Ruhestrombetrieb.
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Im folgenden wird anhand Fig. 2 und Fig. 3 eine Weiterbildung der
zurvor beschriebenen, in Fig. 1 dargestellten Schaltungsanordnung näher beschrieben.
In diese Schaltungsanordnung ist das Foulrelais mit einbezogen.
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Identische Schaltelemente sind mit identischen Bezugszeichen versehen.
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Wie im zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel wird auch hier von
einer Auszahlsituation ausgegangen. Vom Impulsgeber I (siehe Verlauf 1, Diagramm
Fig. 3) treffen Impulse (Impulszug 4) auf die Setzwicklung S eines Haftrelais HR,
wonach dessen Kontaktpaar hr im Erregerkreis des Foulrelais FR zur Zeit to öffnet
und letzteres entregt (Verlauf 6). Das Foulrelais FR fällt jedoch aufgrund seiner
ausgeprägten Abfallverzögerung nicht ab, sondern es hält sein Kontaktepaar fr geschlossen
(Verlauf 7).
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Das Kontakte paar fr ist mit dem Auszahimagneten AZ in Reihe geschaltet
und der Auszahimagnet AZ wird ebenfalls vom Impulsgeber I erregt. Der
erste
zur Zeit to eintreffende Impuls setzt in der schon beschriebenen Weise den Abbuchvorgang
mit dem Abbuchmagneten AB in Gang. In der sich an den Zeitpunkt tl anschließenden
Impulspause dreht die Ziffernwalze zurück und schließt dabei den Schalter ws. Verlauf
2 stellt die zeitbezogene Winkeldrehung d S / dt der Ziffernwalze dar und Verlauf
3 die zugehörige Stellung des Schalters ws. Zum Zeitpunkt t2 schließt Schalter ws,
wodurch über einen ungeladenen Kondensator C ein Stromstoß (Verlauf 5) auf die Rücksetzwicklung
R des Haftmagneten HR gelangt, und dessen Kontaktepaar hr zum Zeitpunkt t3 schließt.
Aufgrund der Abfallverzögerung hat sich das Foulrelais FR vom Zeitpunkt to bis t3,
in der es stromlos war, gehalten, so daß der Automat spiel bereit bleibt Die Spielbereitschaft
ist dem Verlauf 7 zu entnehmen. Zwischen den Zeitpunkten t2 und t4 (Schalter ws
geschlossen) hat sich der Kondensator C zum Teil aufgeladen. Die folgende Impulsgabe
auf die Rücksetzwicklung R des Haftrelais HR kann aber nur dann sicher erfolgen,
wenn die Ladung in der Zwischenzeit abgeführt wurde. Hierzu ist ein Entladekreis
aus einem Widerstand R und einer Diode D vorgesehen, der beim Öffnen des Schalters
ws aktiviert wird. Die Diode D verhindert, daß der gegenüber dem Rücksetzimpuls
mit unkehrter Polarität fließende Entladestrom das Haftrelais HR erneut setzt und
sie gewährleistet, daß die Entladung im wesentlichen durch den Wert des Widerstands
R bestimmt wird. Während der Impulsgabe ist die Diode D unwirksam, da sie dabei
gesperrt wird und bei Impulsende leitet sie nicht nur die Ladung, sondern auch die
Induktionsspannung ab, so daß an dieser Stelle übliche Funkenlöschmaßnahmen enffallen
können.
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Im folgenden wird davon ausgegangen, daß die Ziffernwalze in der Lage,
diesie zum Zeitpunkt t5 eingenommen hat, aus einem der genannten Gründe verharrt.
Zur Zeit t6 trifft der nächste Impuls einerseits auf Setzwicklung S des Haftrelais
HR, so daß Kontakt hr gemäß Verlauf 6 öffnet, wodurch das Foulrelais FR stromlos
wird und andererseits auf den Auszahlmagneten AZ, so daß noch eine Auszahlung erfolgt.
Da die Ziffernwalze weiterhin in ihrer Lage verharrt, wird Schalter wz nicht geschlossen,
das Haftrelais HR verbleibt in Setzlage, so daß das FoulrelaisFR
nach
Ablauf seiner Abfallverzögerungszeit zum Zeitpunkt t8 abfällt. Dabei öffnet das
Kontakte paar fr, so daß der z. Z. t9 eintreffende - und auch jeder weitere Impuls
- den Auszahlmagneten AZ nicht mehr erregen kann.
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Die Spielbereitschaft des Automaten ist aufgehoben.
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Im folgenden wird davon ausgegangen, daß die Ziffernwalze zum Zeitpunkt
t3 (Verlauf 2, gestrichelt) in betrügerischer Absicht arretiert wurde.
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Nachdem zunächst der reguläre Rücksetzimpuls über den Kondensator
C des Haftrelais HR zurückgesetzt hatte und das Foulrelais FR aufgrund des geschlossenen
Kontaktepaares hr erregt bleibt, lädt sich der Kondensator C über das geschlossene
Kontakte paar ws vollständig auf, und die Rücksetzwicklung R wird stromlos. Sie
bleibt auch weiterhin stromlos, da der Kondensator C sich nur dann an dem Widerstand
R entladen kann, wenn dieser vom Pluspol (+) abgetrennt wird (durch Öffnen von ws).
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Der zum Zeitpunkt t6 eintreffende Impuls setzt das Haftrelais HR,
das Foulrelais FR wird stromlos und wird zum Zeitpunkt t8 abfallen, wodurch die
Spielbereitschaft aufgehoben und der Auszahimagnet AZ von der Impulsleitung abgetrennt
(fr öffnet) wird.
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Fig. 2 zeigt auch ein Foulrelais FR, das zur Erzielung der Abfallverzögerung
eine Reihenschaltung aus einem Widerstand W und einem Kondensator K enthält. Dies
ist eine Alternativlösung zu dem Foulrelais FR, das mit einer Kurzschlußwicklung
oder einem Kupferring auf dem Kern, möglichst weit vom Anker enffernt, ausgerüstet
ist.
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Mit der Erfindung kann nicht nur die ordnungsgemäße Auszahlung gesichert
werden; auch auf den Einzahl - und den zugehörigen Aufbuchvorgang ist sie vorteilhaft
anzuwenden.
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Eine Schaltlogik SL (Fig. 2) wird von einem nicht dargestellten Münzannahmekontakt
MüKo aktiviert, wobei ein Flipflop FF gesetzt wird. Im Regelfall erhält das Flipflop
FF beim Aufbuchvorgang über den Schalter ws einen Rücksetzimpuls. Bleibt dieser
aufgrund einer Störung aus, so aktiviert
ein Zeitglied ZG nach
Ablauf der charakteristischen Zeit über einen Schalter den Auszahlmagneten, so daß
der eingezahlte Betrag sofort ausgezahlt wird.