DE2828641C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Förderer nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Förderer dieser Bauart ist in der DD-PS 41 988
beschrieben und dargestellt. Bei der bekannten Ausgestal
tung sind die elastischen Zinken unbeweglich in Löchern
der Stollen am Förderband eingesetzt. Ein Schwenken
der Zinken ist - abgesehen von der vorhandenen Elastizi
tät - nicht möglich. Die radial abstehende Position
der Zinken ist zwar bei der Aufnahme des Erntegutes
vom Boden erwünscht, nicht jedoch auf der Oberseite
des Förderbandes, wo sie hinderlich ist und z.B. eine
Begehung des Förderbandes erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Förderer
der eingangs bezeichneten Art so auszugestalten, daß
die Zinken zwischen einer parallel zum Förderband gerichte
ten Bereitschaftsstellung und einer quer zum Förderband
gerichteten Arbeitsstellung schwenken können.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst.
Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung sind die Sammel
enden der Zinken zwischen der Bereitschaftsstellung
und der Arbeitsstellung frei schwenkbar, wobei die
Bewegung der Sammelenden in die Arbeitsstellung durch
die Anlage der Stützenden an der Innenseite des Förderban
des begrenzt ist. Im Bereich des Obertrums des Förderbandes
können die Sammelenden in die Bereitschaftsstellung
schwenken, in der sie etwa parallel außenseitig am
Förderband anliegen und keine eingangs schon erwähnte
Behinderung darstellen. An der Frontseite des Förderbandes
können die Sammelenden der Zinken automatisch in ihrer
abstehenden Arbeitsposition stabilisiert bzw. arretiert
werden und zwar dadurch, daß die Stützenden zwischen
die vordere Umlenkrolle des Förderbandes und dessen
Innenseite geraten, wodurch die Stellung der Sammelenden
in der Arbeitsstellung vorgegeben ist. Im Bereich des
Obertrums des Förderbandes werden die Stützenden wieder
freigegeben, und die Sammelenden können in ihrer parallel
zum Förderband verlaufende Bereitschaftsstellung schwenken.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung zeichnet sich bei
einfacher Bauweise durch eine gute Funktion und Stabilität
aus. Letzteres gilt sowohl hinsichtlich einer Bruchgefahr
für die Zinken als auch deren Führung, die durch den
gewundenen Mittelteil der Zinken stabilisiert ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen beschrieben.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in einer
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Erntemaschine in perspektivischer Darstel
lung mit einem erfindungsgemäß ausgestalteten
Förderer als Aufnahmevorrichtung für das
Erntegut;
Fig. 2 den Förderer in der Draufsicht;
Fig. 3 den Förderer in der Seitenansicht;
Fig. 4 den Schnitt IV-IV in Fig. 2;
Fig. 5 einen Zinken mit Lageranordnung für den Förderer
als Einzelheit.
Fig. 1 zeigt das vordere Ende der Erntemaschine als
Teil eines Mähdreschers. Bei der Aufnahmevorrichtung
12 handelt es sich um eine sogenannte Steck-Aufnahmevor
richtung zum Einsammeln des Erntegutes, das mittels
der Aufnahmevorrichtung 12 in den Bereich einer üblichen
Schnecke 14 gelangt. Der mit 16 bezeichnete Förderer
ist in die Aufnahmevorrichtung integriert, und er ist
durch eine Vorlegewelle 18 sowie einer allgemein mit
20 bezeichneten Rollenanordnung von der Antriebskraft
der Erntemaschine angetrieben. Der Förderer 16 wird
durch ein um Rollen umlaufendes endloses Förderband
22 gebildet, das an seiner Außenseite mehrere Zinken
24 trägt, die im Betrieb das Erntegut aufnehmen.
Die Fig. 2 bis 5 zeigen den Aufbau des Förderers 16.
Das Förderband 22 ist aus Bandabschnitten 26 zusammenge
setzt, dessen Enden 26 a, 26 b über ein Drahtgeflecht,
Hacken oder Krampen 28 zum endlosen Förderband 20 verbunden
sind. Das Förderband 20 kann auch nach bekannten Verfahren
als endloses Band hergestellt, z.B. vulkanisiert sein.
Ein Bandabschnitt 26 besteht aus einer gegossenen,
verstärkten elastomeren Grundlage oder Basis 30 und
mehreren angegossenen, ebenfalls elastomeren Stollen
32, die längs des Bandabschnitts 26 in periodischen
Reihen angeordnet sind. Das Bandmaterial kann beispiels
weise ein Gewebe aus Polyester oder anderen festen
Fasern sein, die in ein entsprechendes Elastomer einge
bettet sind.
Die Stollen 32 weisen jeweils eine horizontale, rechtwink
lig zur Längsrichtung des Bandabschnitts 26 ausgerichtete
Bohrung 34 auf, deren Achse mit 36 bezeichnet ist.
Gemäß Fig. 2 sind Stollen 32 am seitlichen Rand des
Bandabschnitts 26 angeordnet. Die Anzahl der Stollen
32 ist abhängig von der Breite des vorhandenen Bandab
schnitts 26. Die Stollen 32 weisen geneigte Stirnflächen
38 auf, die mit der Basis einen Winkel von 15 bis 45°
einschließen. Die Stirnflächen 38 der Stollen 32 gehen
über eine Rundung in Rückflächen 40 der Stollen 32
über. Der Mittelpunkt der Rundungen ist gleichzeitig
auch die Achse der Bohrungen 34. Der Rundungs-Radius
ist mit 42 bezeichnet. Die Rückflächen der Stollen
können aber auch mit einem größeren Radius ausgeführt
sein, wie sie in Fig. 4 angedeutet und mit 40′ und
mit 42′ bezeichnet sind. Die von den Rückflächen der
Stollen 32 und der Außenseite der Basis 30 gebildeten
Ecken können ausgerundet sind, was in Fig. 4 ebenfalls
angedeutet und mit 40′′ bezeichnet ist. Zwischen jedem
Paar benachbarter Stollen 32 und zentriert zur Achse
36 der zugehörigen Bohrung 34 befindet sich in der
Basis 30 eine eingestanzte oder eingeformte Öffnung
44, durch die hindurch sich die Zinken 24 erstrecken.
Die Zinken 24 sind aus Federstahl gefertigt, und sie
weisen ein Sammelende 24 a, ein gewundenes Mittelteil
24 b und ein Stützende 24 c auf. Die Montage erfolgt
jeweils durch Einstecken des Stützendes 24 c in die
zugehörige Öffnung 44 und Aufstecken des gewundenen
Mittelteils 24 b auf eine in die zugehörige Bohrung 34
einzuführende Achse 46. Letztere wird zwischen den
Rändern des Bandabschnitts 26 durch ein andeutungsweise
dargestelltes Sicherungsteil 48 zentriert gehalten,
was z.B. durch einen Keilstift oder dgl. erfolgen kann,
der durch die Mitte der Achse 46 im Bereich einer Ausspa
rung 50 eingesetzt werden kann.
Die Sammelenden 24 a der Zinken 24 sind gegenüber dem
gewundenen Mittelteil 24 b seitlich um einen Winkel
abgebogen. Hierdurch werden Funktionsstörung zwischen
Sammelenden 24 a in Längsrichtung aufeinander folgender
Zinken 24 beseitigt. Die Zinken 24 können aber auch
in Längsrichtung des Bandabschnitts 26 versetzt zueinander
angeordnet sein. In einem solchen Fall bedarf es keiner
Abwinkelung ihrer Sammelenden 24 a, sondern diese können
rechtwinkelig zum gewundenen Mittelteil 24 b verlaufen.
Die Sammelenden 24 a und die Stützenden 24 c schließen
- längs der Achse des gewundenen Mittelteils 24 b gesehen -
einen Winkel Kβ von etwa 80 bis 110° zwischen sich ein,
wie es in Fig. 3 gezeigt ist.
Im Betrieb des Förderers 16 läuft das Förderband 22
um die in Fig. 3 mit 54 bezeichnete Rolle des Förderers
16 in die mit 56 bezeichnete Förderrichtung. Im Untertrum
des Förderbandes 22 ist die Bewegung entgegengesetzt
und mit 58 bezeichnet. Das vom Mähdrescher geschnittene
und auf den Boden herabfallende Erntegut wird von den
vom Untertrum des Förderbandes 22 nach unten hängenden
Sammelzinken 24 a aufgenommen, wobei das Untertrum sich
in die Bewegungsrichtung 58 vorwärts bewegt. Die Sammel
enden 24 a hängen so nach unten, daß sie das Erntegut
ergreifen und sich dabei dem Boden oder darauf befindlichen
Hindernissen anpassen können durch Schwenken um die
Achsen 46. Wenn jedoch die Stützenden 24 c der Zinken
24 in den Bereich der drehenden Rolle 54 gelangen werden
die Stützenden 24 c starr zwischen der Rollenfläche
und dem Förderband 22 gehalten, während die Sammelenden
24 a das Erntegut auf das Obertrum des Förderbandes
22 heben. Nachdem die Stützenden 24 c sich im Bereich
des Obertrums von der Rolle 54 entfernt haben, können
die Zinken 24 sich in eine Stellung schwenken, in der
die Sammelenden 24 a auf dem Obertrum des Förderbandes
22 aufliegen, z.B. auf den Stollen 32 der jeweils nachfol
genden Reihe (Fig. 2), wo sich die Sammelenden 24 a
in einer Stellung befinden, in der sie mit den Sammelenden
24 a der nachfolgenden Reihe nicht in Berührung kommen.
Die vorbeschriebene Ausgestaltung erfüllt die in den
meisten Anwendungsfällen vorhandenen Forderungen. Es
gibt jedoch auch Anwendungsfälle, bei denen die Bohrungen
34 der Stollen 32 verstärkt werden müssen. In diesem
Fall können Metallbuchsen in das Elastomer der Stollen
32 einvulkanisiert werden, wie es in Fig. 4 gestrichelt
angedeutet und mit 62 bezeichnet ist. Die zugehörigen
Achsen 46 sind somit in den Metallbuchsen gelagert,
und sie können durch Federscheiben oder dgl. in einer
zentrierten Lage gehalten werden, die an den Achsen
46 im Bereich der beiden äußeren Öffnungen 44 der vorhan
denen Reihe angebracht sind.
Ferner kann es erwünscht sein, eine höhere Bandflexibilität
vorzusehen. In diesem Fall können zusätzliche Öffnungen
44 a in die Basis 30 eingestanzt oder eingeformt sein.
Diese zusätzlichen Öffnungen 44 a erhöhen die Flexibilität
bzw. die Biegsamkeit der Basis 30, wenn das Förderband
22 um die Rollen läuft.
Claims (12)
1. Förderer für eine Erntemaschinenaufnahmevorrichtung
mit einem elastomeren und um zwei voneinander beabstan
dete Umlenkrollen umlaufenden endlosen Förderband,
bestehend aus einem verstärkten Band und mehreren
angeformten, voneinander beabstandeten Stollen,
die von der Außenseite des Bandes aufwärts gerichtet
und in mehreren, sich quer zur Förderrichtung er
streckenden Reihen auf der ganzen Länge des Bandes
verteilt sind und an denen eine Mehrzahl flexibler
Zinken zur Ernteaufnahme gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß einander benachbarte Stollen (32) sich quer
zur Förderrichtung (56) erstreckende Löcher (34)
aufweisen, in denen Achsen (46) eingesteckt sind,
auf denen die Zinken (24) schwenkbar gelagert sind,
daß die Zinken (24) aus Federstahl sowie einem Sammel
ende (24 a), einem um die Achse (46) gewundenen Mittel
teil (24 b) und einem Stützende (24 c) bestehen und
daß das Stützende (24 c) mit dem Sammelende (24 a)
einen Winkel (β) zwischen etwa 80 bis 110° einschließt,
sich durch eine Öffnung (44) im Förderband (22)
hindurch erstreckt und in der quer zum Förderband
(22) gerichteten Arbeitsposition des Sammelendes
(24 a) an der Innenseite des Förderbandes (22) anliegt.
2. Förderer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Löcher (34) Durchgangslöcher sind.
3. Förderer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stollen (32) von Reihe zu Reihe derart zueinan
der versetzt sind, daß in Förderrichtung (56) die
Stollen (32) und Öffnungen (44) einander abwechseln.
4. Förderer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stollen (32) von Reihe zu Reihe derart angeord
net sind, daß in Förderrichtung die Stollen (32)
und die Öffnungen (44) jeweils in Reihe liegen.
5. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der quer zur Bewegungsrichtung (58) das Förder
band im Untertrum stehenden Arbeitsstellung des
Sammelendes (24 a) das freie Ende des Stützendes
(24 c) in die seiner Bewegungsrichtung (56) entgegenge
setzten Richtung weist.
6. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sammelenden (24 a) der Zinken (24) quer zur
Förderrichtung (56) um einen Spitzen Winkel (α)
abgebogen sind.
7. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Stollen (32) jeder Reihe eine sich bis
zu seinem Loch (34) für die Achse (46) erstreckende
Aussparung (50) aufweist zur Aufnahme eines an
der Achse (46) festlegbaren Arretierelementes (48).
8. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Stollen (32) mit den Breitseiten
des Förderbandes (22) abschließen.
9. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in Förderrichtung (56) weisenden Stirnflächen
(38) der Stollen (32) sich entgegen der Förderrichtung
(56) schräg aufwärts erstrecken.
10. Förderer nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnflächen (38) mit dem Förderband (22)
einen Winkel (Φ) von 15 bis 45° einschließen.
11. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen (46) in Buchsen (62), vorzugsweise
aus Metall, gelagert sind, die in die Löcher (34)
eingesetzt sind.
12. Förderer nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungen (44) eingestanzt sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: MITSCHERLICH, H., DIPL.-ING. GUNSCHMANN, K., DIPL. |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition |