DE2818633C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Steuerventil nach
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei bekannten Steuerventilen stellt die Ausgestaltung
der Membranwand ein Problem dar. Aus verschiedenen
Gründen muß diese Membranwand oft einen wesentlich
größeren Durchmesser besitzen als der Teil des verschieb
lichen Ventilkörpers, der an der Membranwand befestigt
ist. Dies macht es schwierig, eine hohe Regelgenauigkeit
zu erzielen. Genauer gesagt besteht ein Problem darin,
daß die Membranwand gleichzeitig zwei verschiedene
Eigenschaften, nämlich einerseits eine mechanische
Festigkeit und andererseits eine Flexibilität im Hinblick
auf kleine Druckschwankungen zwischen den auf den gegen
überliegenden Seiten der Membranwand vorherrschenden
Drücken, aufweisen muß.
Ein weiteres Problem besteht, wenn die Membranwand mit
einem Prozeßfluid in Kontakt stehen soll. Es bestehen
dann nämlich Anforderungen im Hinblick auf einen hygie
nischen Aufbau der Membranwand und des gesamten Steuer
ventils, was bedeutet, daß die dem Prozeßfluid zugewand
te Seite des Steuerventiles keine Räume aufweisen darf,
die für ein Reinigungsfluid schwer zugänglich sind.
Außerdem darf praktisch keine Gefahr in bezug auf ein
Ausströmen bzw. Ausfließen des Prozeß- oder Steuerfluids
durch die Bereiche der Membranwand bestehen, in denen
diese an dem Ventilgehäuse und an dem Ventilkörper
befestigt ist. Dies gilt insbesondere bei dem Einsatz
der Steuerventile in der Lebensmittelindustrie.
Aus der US-PS 31 82 678 geht ein Steuerventil der
eingangs genannten Art hervor, bei dem die aus zwei
Membranteilen bestehende Membranwand eine zwischen den
Membranteilen angeordnete Stützeinrichtung aufweist.
Diese Stützeinrichtung weist die Form einer Scheibe auf,
die sich, ausgehend vom zentralen Teil der Membranteile,
eine vorgegebene Strecke in radialer Richtung nach außen
erstreckt. Bei der Vorsehung einer derartigen Stützein
richtung ist die Beanspruchung der Membranteile bei der
Bewegung des Ventilkörpers so groß, daß das gesamte
Ventil eine vergleichsweise geringe Lebensdauer aufweist.
Aus der DE-PS 4 58 931 geht ein Steuerventil hervor, bei
dem die Membranwand aus einem einzigen Membranteil
besteht, an dessen einer Seite eine Stützeinrichtung in
der Form einer mit radial verlaufenden Schlitzen verse
henen Scheibe angeordnet ist, die praktisch die gesamte
freiliegende Fläche der einen Seite des Membranteiles
überdeckt. Beim Betrieb dieses Steuerventiles wird das
scheibenförmige Stützelement durch die Relativbewegungen
zwischen dem Ventilkörper und dem Ventilgehäuse konisch
verformt. Dies führt dazu, daß die äußeren Enden des
Membranteiles, die über den äußeren Umfang des scheiben
förmigen Stützelementes hinausragen und in dem Ventilge
häuse eingeklemmt sind, in axialer Richtung relativ
stark belastet werden. Dies führt dazu, daß bei der
Verwendung eines dünnen Membranteiles die Lebensdauer
relativ klein ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher
darin, ein Steuerventil der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, daß es auch bei der Verwendung
von dünnen Membranteilen eine hohe Lebensdauer aufweist,
ohne daß die Gefahr des Bruches der Membranteile be
steht, und bei dem der verschiebliche Ventilkörper
leicht bewegbar ist, um schnell und genau auf die in den
beiden Kammern des Ventilgehäuses vorherrschenden Drücke
anzusprechen.
Diese Aufgabe wird durch ein Steuerventil der eingangs
genannten Art gelöst, das durch die in dem kennzeichnen
den Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale
gekennzeichnet ist.
Vorteilhafterweise stützen sich bei dem erfindungsgemäs
sen Steuerventil die beiden Membranteile der Membranwand
in jeder der von der Membranwand eingenommenen Stellung
auf der entsprechenden Stützfläche ab, die von den
voneinander getrennten steifen Stützelementen gebildet
wird. Dadurch werden die beiden Membranteile in einer
effektiven Weise entlastet, was dazu führt, daß das
erfindungsgemäße Steuerventil über lange Zeiträume
selbst dann, wenn dünne und billige Membranteile verwen
det werden, betrieben werden kann, ohne daß die Gefahr
eines Membranbruches besteht. Die bei dem erfindungsge
mäßen Steuerventil vorgesehene Membranwand kann praktisch
nicht durch Deformationen beschädigt werden. Trotzdem
ist aber der zentrale Bereich der Membranwand, in dem
der verschiebliche Ventilkörper aufgehängt bzw. befestigt
ist, in der Bewegungsrichtung des Ventilkörpers leicht
verbiegbar, so daß dieser entsprechend den auf den
beiden Seiten der Membranwand vorherrschenden Drücken
schnell und genau die geforderten Positionen einnehmen
kann.
Ein wesentlicher Vorteil besteht auch darin, daß sich
das erfindungsgemäße Steuerventil durch eine einfache
Konstruktion und eine große Zuverlässigkeit auszeichnet.
Insbesondere ist es dabei von Bedeutung, daß das erfin
dungsgemäße Steuerventil von der Seite des Prozeßfluids
her durch ein Reinigungsfluid leicht reinigbar ist, da
die Bereiche, in denen die Enden der Stützelemente
verschwenkbar mit dem Ventilkörper bzw. mit dem Ventil
gehäuse verbunden sind, für das Reinigungsfluid leicht
zugänglich sind.
Vorteilhafterweise ist, weil die verformenden Belastun
gen an den Membranteilen durch die Stützelemente stark
verringert werden, bei dem erfindungsgemäßen Steuerven
til nur ein kleiner Umfangsteil jedes Membranteiles
zwischen beispielsweise zwei Teilen des Ventilgehäuses
eingeklemmt. Es ist daher bei dem erfindungsgemäßen
Steuerventil nicht mehr notwendig, Teile der Ventilge
häusewand dazu zu verwenden, ausgebeulte Teile der
Membranwand abzustützen. Somit kann zwischen der Mem
bran- und der Gehäusewand am Umfang der Membranwand ein
beliebiger Winkel zugelassen werden und es können die
oben erwähnten, für ein Reinigungsfluid schwer zugängli
chen Bereiche vermieden werden. Der Umstand, daß die
Membranwand des erfindungsgemäßen Steuerventiles zwei
Membranteile umfaßt, bietet im Hinblick auf die Sicher
heit und die Hygiene den weiteren Vorteil, daß bei einem
Bruch der Membranwand ein Ausfließen bzw. Ausströmen nur
in den Zwischenraum zwischen den Membranteilen erfolgt,
sofern ein Membranteil früher als das andere bricht.
Das erfindungsgemäße Steuerventil wird vorteilhaft als
direkt wirkendes Drucksteuerventil, hauptsächlich als
Konstantdruckventil, angewendet. Im Zusammenhang mit
dieser Anwendung als Konstantdruckventil sind bereits
ausgezeichnete Resultate erzielt worden. Der Zweck
derartiger Konstantdruckventile besteht darin, den Druck
eines Prozeßfluids bei veränderlicher Strömung durch das
Ventil konstant zu halten. Dabei ist eine Seite der
Membranwand dem Druck des in Rede stehenden Prozeßfluids
ausgesetzt, während die andere Seite der Membranwand dem
Druck des Steuerfluids ausgesetzt ist. Das Steuerfluid
kann sowohl aus einem Gas als auch aus einer Flüssigkeit
bestehen. Das vorliegende Steuerventil kann auch anders,
beispielsweise zur Erzeugung einer konstanten Strömung
eingesetzt werden.
Besonders vorteilhaft und einfach ist eine Ausgestaltung
der Erfindung, bei der die Enden der Stützelemente frei
in Nuten eingesetzt sind, die am Umfang der Membranwand
bzw. im Zentrum der Membranwand vorgesehen sind. Dadurch
wird ohne irgendwelche Befestigungseinrichtungen eine
vollständige Festlegung der Stützelemente und der sie
umgebenden Membranteile erreicht, weil die äußeren und
inneren Enden der Stützelemente die genannten Nuten
nicht verlassen können.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird
ein Kanal vorgesehen, der den Raum zwischen den Membran
teilen der Membranwand mit dem Äußeren des Ventilgehäu
ses verbindet. Dabei kann dieser Kanal gegebenenfalls mit
einem Leckanzeiger verbunden werden.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Steuerventiles besitzt jedes Stützele
ment die Form eines Kreissektors mit einer abgeschnitte
nen Spitze, wobei die Stützelemente dann, wenn sie sich
in ein und derselben Ebene befinden, eine kreisförmige
oder ringförmige Scheibe bilden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen
aus Unteransprüchen hervor.
Im folgenden werden die Erfindung und deren Ausgestal
tungen im Zusammenhang mit den Figuren näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine bevorzugte Ausführungs
form des vorliegenden Steuerventiles;
Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform der Stützelemente
und der durch diese gebildete Stützfläche,
wenn sich die Stützelemente in einer Ebene befinden,
Fig. 3 die entsprechende Stützfläche in einer ausgebeulten
Stellung der Stützelemente;
Fig. 4 eine bevorzugte Ausgestaltung eines Membranteiles; und
Fig. 5 eine Schnittansicht durch das Membranteil der Fig. 4.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 ist die Membranwand
zwischen dem Ventilgehäuseteil 1, das einen Einlaß 18 und einen
Auslaß 19 für ein Prozeßfluid aufweist, und dem Gehäusedeckel
2 eingeklemmt, der eine Verbindungsöffnung 17 für ein Steuer
fluid besitzt. Die Membranwand ist in der ebenen Stellung
gezeigt, die einer mittleren Position für den verschieblichen
Ventilkörper 11, 20 entspricht, der daran aufgehängt ist. Die
Membranwand umfaßt ein oberes Membranteil 6, das in Kontakt mit
dem Steuerfluid steht, ein unteres Membranteil 5, das in Kontakt mit
dem Prozeßfluid steht, eine Anzahl von Stützelementen 3, deren
Stützfläche 4 am besten in Fig. 2 gezeigt ist, sowie zwei
ringförmige elastische Abstandselemente 9, die die Zwischen
räume zwischen den Stützelementen 3 und den Membranteilen 5 bzw. 6
ausfüllen. Diese Zwischenräume entstehen dadurch, daß die
Membranteile 5, 6 zwischen den beiden Seiten eines äußeren Ringes
7 und dem Ventilgehäuseteil 1 bzw. dem Gehäusedeckel 2 sowie zwischen den
beiden Seiten eines inneren Ringes 8 und einem Ansatz 10 der
Achse 11 des Ventilkörpers bzw. einem Ring 12 festgeklemmt werden.
Zum Ausführen und eventuellen Anzeigen eines Lecks in dem Raum
zwischen den Membranteilen 5 und 6 ist ein Kanal 16 in dem äußeren
Ring 7 vorgesehen, wobei der Kanal 16 sich entlang derselben Linie
wie ein entsprechender Kanal 22 erstreckt, der an der
Verbindungsstelle zwischen dem Ventilgehäuseteil 1 und dem Gehäusedeckel 2
vorgesehen ist. Der verschiebliche Ventilkörper umfaßt ein
Teil 20, das mit einem Ventilsitz 21
zusammenwirken kann, um die Verbindung zwischen dem Einlaß 18 und
dem Auslaß 19 zu öffnen und zu schließen. Gleichzeitig dienen
das Teil 20 und der Ventilsitz 21 als Führung für den verschieblichen
Ventilkörper. Auf der anderen Seite der Membranwand ist
ebenfalls eine Führung für den Ventilkörper vorgesehen, wobei diese
Führung aus einem Kolben 13 besteht, der auf die
Achse 11 aufgeschraubt ist und mit einem Zylinder 15
zusammenwirkt, der in dem Gehäusedeckel 2 ausgebildet ist. Ein
Dichtungsring 14 dient als Dichtung zwischen dem Kolben 13 und dem
Zylinder 15, wobei oben in dem Zylinder 15 ein Luftkanal 23 vorge
sehen ist. Durch geeignete Dimensionierung dieses Luftkanales
23 kann eine gewisse Dämpfung der Bewegung der Membranenwand
erzielt werden. Der Kolben 13 und der Ring 12 werden auch dazu
verwendet, die Membranteile 5 und 6 und den inneren Ring 8 gegen
den Ansatz 10 der Achse 11 zu drücken.
Die Gestaltung der Stützelemente 3 und der durch diese gebil
deten Stützfläche 4 in der Ausführungsform der Fig. 1 ist am
besten aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich. Nach diesen Figuren bildet
jedes Stützelement 3 eine Stützfläche 4, die die Form
eines Kreissektors mit abgeschnittener Spitze besitzt. Aus
Herstellungs- und Betriebsgründen weist jedes Stütz
element 3 eine gleichmäßige Dicke auf.
Fig. 3 zeigt die Stellungen der Stütz
elemente 3 der Fig. 2, wenn die Membranwand eine ausge
beulte Stellung eingenommen hat, d. h. wenn der Ventilkörper
in bezug auf die in Fig. 1 ge
zeigte Stellung aufwärts oder abwärts bewegt worden ist. Hierbei ist festzuhalten,
daß die oberste Position des Ventilkörpers bestimmt wird durch
den Kontakt zwischen dem Kolben 13 und der Oberseite des Zylinders 15,
während die unterste Position bestimmt wird durch den Auflage
kontakt zwischen dem Teil 20 und dem Ventilsitz 21, wenn der Auslaß
19 völlig geschlossen ist. Ohne daß sie die beiden
Nuten in den Ringen 7 und 8 verlassen können, bilden die Stütz
elemente 3 daher in jeder Stellung des Ventilkörpers
eine steife kreisförmige oder etwas konische Stützfläche 4 für
die Membranteile 5, 6 in einem Stützsystem, das praktisch
unabhängig von den Membranteilen 5 und 6 arbeitet. Damit die
sektorförmigen Stützelemente 3 frei in den Nuten der Ringe 8, 9
verschwenkt werden können, sind die Ränder an den beiden Enden der
Stützelemente 3 in geeigneter Weise abgerundet.
Die oben beschriebene bevorzugte Ausführungsform des vorliegenden Steuerventiles
ermöglicht eine sehr sichere Betriebsweise, da
alle Belastungen, die die Membranteile 5, 6 verformen oder beschädigen
könnten, durch die Stützelemente 3 zu dem Ventilgehäuse 1, 2 und dem
Ventilkörper 11, 20 übertragen werden. Die Vorteile im Hinblick auf
die Hygiene und die Sicherheit gegen Lecken sind bereits
herausgestellt worden. Schließlich wird noch darauf hingewiesen,
daß das Steuerventil der Fig. 1 über eine lange Zeit
getestet worden ist, wobei es sehr zufriedenstellend als ein
Konstantdruckventil in einem Strömungssystem gearbeitet hat, bei dem
die hindurchtretenden
Fluidmengen in großem Maße variiert wurden. Diese Vorteile gewinnen im Hinblick
auf die sehr einfache Konstruktion des vorliegenden Steuerventiles noch mehr an Bedeutung.
Die Abstandselemente 9, die zwischen den Membranteilen 5 und 6
und den Stützelementen 3 angeordnet sind, bestehen vorzugsweise aus
einem elastischen Material, damit die mit den anderen
Teilen der Membranwand zusammenwirken, um ein kombiniertes
Dämpfungssystem auszubilden. Andererseits
können diese Membranteile vorzugsweise Vorsprünge 32 an einer ihrer Seiten besitzen, wobei
dies Vorsprünge 32 in einem direkten Kontakt mit den Stützelementen 3
stehen.
Eine derartige bevorzugte Konstruktion ist in den
Fig. 4 und 5 gezeigt. Das Membranteil 30 besitzt eine äußere ringförmige
ebene Oberfläche 31 und eine innere ringförmige ebene Oberflä
che 33, die jeweils gegen die oben erwähnten äußeren und
inneren Ringe 7 bzw. 8 geklemmt werden. Zwischen den Oberflä
chen 31 und 33 besitzt das Membranteil 30 auf einer Seite eine
Anzahl von Vorsprüngen 32 in der Form von dünnen Rippen 32, die konzentrisch
zueinander angeordnet sind. Diese Konstruktion erbringt
verschiedene Vorteile. Da eine gewisse elastische
Ausdehnung des Membranteils 30 notwendig ist, da die Stützfläche 4
zunimmt, wenn sich die Stützelemente 3 von einer ebenen Stellung in eine
ausgebeulte Stellung bewegen besteht die Gefahr, daß die
elastische Deformation des Membranteiles 30 ohne die Rippen lokalisiert wird auf das
Zentrum und den Umfang des Membranteiles, wo dieses eingeklemmt ist. Die
Rippen sorgen jedoch infolge eines Gleitens oder möglicherweise
eines Verbiegens in bezug auf die Stützelemente 3 für eine gleichförmige
Verteilung der elastischen Deformation über dem Membranteil 30.
Außerdem wird das Membranteil 30 durch die Rippen verstärkt, ohne daß
seine Flexibilität verloren geht. Schließlich trägt die
auf das gegenseitige Zusammenwirken der Rippen und
der Stützfläche 4 zurückzuführende Reibung dazu bei, gute Dämpfungseigenschaften für das
bewegliche System des Steuerventiles zu erreichen.
Die steifen Stützelemente 3 können aus jedem ausreichend steifen
Material hergestellt werden. So können metallisches Material, wie
Messing, Bronze oder rostfreier Stahl wie
auch ein steifes Kunststoffmaterial Verwendung finden, das insbesondere aus Kunststoffen mit
verstärkenden Fasern, wie z. B. Glasfasern, gebildet wird. Falls kreissektorförmige
Stützelemente 3 ausgewählt werden, ist zu beachten, daß ein klei
ner Zwischenraum zwischen den einzelnen Stützelementen 3 notwendig
ist, selbst wenn die Stützelemente 3 in ein und derselben Ebene
angeordnet sind.
Die Membranteile 5, 6 können aus jedem flexiblen Material hergestellt
sein. Eine interessante Membranart, die zusätzlich zu der
Dichtungsfunktion auch zu der Dämpfung der Membranwand
beiträgt, ist ein Membranteil in der Form einer gefalteten Platte, etwa
einer rostfreien Platte. Das Membranteil ist dann so ausgeführt,
daß es einen ebenen Umfangsteil und einen gefalteten zentralen
Teil besitzt, wobei die Faltung an die gewünschte Verformung im
Betrieb angepaßt ist. Falls das durch das Steuerventil hindurch
zuführende Prozeßfluid von besonders korrodierender Art ist,
kann das mit dem Prozeßfluid in Kontakt befindliche Membranteil mit
einem schützenden Überzug versehen werden. Als Beispiel sei
Polytetrafluorethylen erwähnt.
Obwohl das vorliegende Steuerventil eine sehr lange kon
tinuierliche Betriebsdauer ermöglicht, sollte zur Hervorhebung
der Einfachheit der Ventilkonstruktion erwähnt werden, daß das
Steuerventil beispielsweise zu Inspektionszwecken oder zum Austausch der
Membranteile sehr leicht auseinandergenommen werden kann. Zunächst
wird der Gehäusedeckel 2 von dem Ventilgehäuseteil 1 abgenommen, beispiels
weise indem eine ringförmige Klemmeinrichtung gelöst wird, wel
che die Flansche des Gehäusedeckels 2 und des Ventilgehäuseteiles 1 an
einanderklemmt und gleichzeitig die Membranteile 5, 6 gegen die ent
sprechenden Seiten des äußeren Ringes 7 klemmt. Dann ist nur noch der Kolben
13 abzuschrauben, wonach sämtliche im Steuerventil befindlichen
Einzelteile voneinander gelöst sind. Die Stützelemente 3 können
einfach entfernt werden, da die Relativbewegung zwischen den
zwei Ringen 7 und 8 in der axialen Richtung nicht mehr be
schränkt ist.
Claims (9)
1. Steuerventil mit einer Membranwand, die
dichtend in einem Ventilgehäuse eingeklemmt ist, in dem
sie zwei Kammern voneinander trennt, die mit unter
schiedlichen Drücken beaufschlagbar sind, und mit einem
Ventilkörper, der an einem zentralen Bereich der Mem
branwand befestigt und unter Einwirkung auf einen Ven
tilsitz in axialer Richtung durch die Membranwand beweg
bar ist, wobei die Membranwand zwei separate Membran
teile aufweist, von denen jeweils eines auf einer Seite
der Membranwand angeordnet und einer entsprechenden
Kammer zugewandt ist, und wobei zwischen den Membrantei
len eine Stützeinrichtung vorgesehen ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Stützeinrichtung aus einer Anzahl
von voneinander getrennten steifen Stützelementen (3)
besteht, deren eine Enden jeweils verschwenkbar mit dem
Ventilgehäuse (1, 2) und deren andere Enden jeweils
verschwenkbar mit dem Ventilkörper (11, 20) verbunden
sind.
2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Stützelement (3) die Form eines Kreissektors
mit einer abgeschnittenen Spitze aufweist und daß die
Stützelemente (3) dann, wenn sie sich in derselben Ebene
befinden, zusammen eine kreisförmige oder ringförmige
Scheibe (4) bilden.
3. Steuerventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die einen Enden der Stützelemente (3) frei
in Nuten eingesetzt sind, die am Umfang der Membranwan
dung vorgesehen sind und daß die anderen Enden der
Stützelemente (3) frei in weitere Nuten eingesetzt sind,
die im Zentrum der Membranwandung vorgesehen sind.
4. Steuerventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die einen Enden der Stützelemente (3) in eine kreis
förmige Nut eingesetzt sind, die in einem äußeren Ring
(7) vorgesehen ist, der an jeder seiner Seiten von einem
Membranteil (5, 6) umgeben und zusammen mit den Membran
teilen (5, 6) im Ventilgehäuse (1, 2) eingeklemmt ist,
und daß die anderen Enden der Stützelemente (3) in eine
weitere kreisförmige Nut eingesetzt ist, die in einem
inneren Ring (8) vorgesehen ist, der an jeder seiner
Seiten von einem Membranteil (5, 6) umgeben und zusammen
mit den Membranteilen (5, 6) am Ventilkörper (11, 20)
festgeklemmt ist.
5. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß Abstandselemente (9) aus
einem elastischen Material zwischen den Stützelementen
(3) und jedem Membranteil (5, 6) eingesetzt sind.
6. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Membranteil (5, 6)
Vorsprünge (32) an seiner Innenfläche besitzt und daß
die Vorsprünge (32) in direktem Kontakt mit den Stütz
elementen (3) stehen.
7. Steuerventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorsprünge (32) aus dünnen, vorzugsweise kreis
förmigen Rippen bestehen.
8. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Kanal (22, 16) vorgese
hen ist, der den Raum zwischen den Membranteilen (5, 6)
mit dem Äußeren des Ventilgehäuses (1, 2) verbindet.
9. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Membranteile (5, 6) und
eine zwischen den Membranen angeordnete Trageinrichtung
(8) für die Stützelemente (3) gegen einen Ansatz (10)
des verschieblichen Ventilkörpers (11, 20) mit Hilfe
eines Kolbens (13) geklemmt sind, der an dem Ventilkör
per (11, 20) befestigt ist, und daß der Kolben (13) zur
Führung des Ventilkörpers (11, 20) in einen in dem
Ventilgehäuse (11, 20) ausgebildeten Zylinder (15)
eingreift.
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