DE2812966C2 - Verfahren zur thermischen Behandlung einer Warenbahn - Google Patents
Verfahren zur thermischen Behandlung einer WarenbahnInfo
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- F26—DRYING
- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B13/00—Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
- F26B13/10—Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C3/00—Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
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- F26B21/00—Arrangements for supplying or controlling air or other gases for drying solid materials or objects
- F26B21/30—Controlling, e.g. regulating, parameters of gas supply
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- F26B21/333—Humidity by condensing the moisture in the drying medium, which may be recycled, e.g. using a heat pump cycle
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einem bekannten Verfahren zur thermischen Behandlung einer kontinuierlich bewegten Warenbahn
(DE-OS 20 63 444) wird die aus der Behandlungseinrichtung laufend abgezogene Abgasmenge zunächst von
darin enthaltenen kondensierbaren Bestandteilen befreit. Alsdann wird ein Teil dieser Abgasmenge nach
Wiedererwärmung in die Behandlungseinrichtung zurückgeführt und der Rest der Abgasmenge in die Atmosphäre
entlassen. Ungünstig ist bei diesem Verfahren nicht nur der wärmetechnische Wirkungsgrad, sondern
vor allem der Gehalt des in die Atmosphäre entlassenen Abgasanteiles an nicht kondensierbaren bzw. nicht kondensierten
Schadstoff-Bestandteilen.
Es ist weiterhin ein Verfahren zur thermischen Abluftreinigung bekannt (»Textilpraxis International«,
1976, S. 281), bei dem die schadstoffhaltige Abluft einer Textilbehandlungseinrichtung einer Brennkammer zugeführt
und durch Mischung mit den Abgasen eines öl- oder Gasbrenners auf eine Reaktionstemperatur von
etwa 7500C gebracht wird, wobei die Kohlenwasserstoffe zu Wasserdampf und Kohlendioxyd verbrennen.
Eine genauere Untersuchung der Wärmebilanz und der erforderlichen Investitionskosten zeigt allerdings, daß
der für dieses bekannte thermische Reinigungsverfahren erforderliche technische Aufwand noch unwirtschaftlich
groß ist
Gegenstand des Hauptpatents Nr. 27 27 971 ist ein Verfahren zur thermischen Behandlung, insbesondere
zum Trocknen und/oder Fixieren, einer kontinuierlich
bewegten Warenbahn in einer Behandlungseinrichtung mit wenigstens zwei von der Warenbahn nacheinander
durchlaufenen Behandlungszonen unter Verwendung eines in der Behandlungseinrichtung umgewälzten
ίο Heißgasstromes. Durch dieses Verfahren wird die in die
Atmosphäre entlassene Abgasmenge auf besonders wirtschaftliche Weise wesentlich verringert Bei diesem
Verfahren gemäß dem Hauptpatent wird die gesamte Abgasmenge in Form von zwei Abgas-Teilströmen aus
gesonderten Behandlungszonen abgezogen, wobei der aus einer von der Warenbahn zunächst durchlaufenen
Behandlungszone abgezogene erste Abgas-Teilstrom nach Entfernung von darin enthaltenen kondensierbaren
Bestandteilen in die Behandlungseinrichtung zurückgeführt wird, während der aus einer von der Warenbahn
später durchlaufenen Behandlungszone abgezogene zweite Abgas-Teilstrom durch Verbrennung
von den darin enthaltenen Schadstoff-Bestandteilen befreit und vor Entlassung in die Atmosphäre zur Wiedererwärmung
des ersten Abgas-Teilstromes verwendet wird.
Bei diesem Verfahren enthält der erste ^gas-Teilstrom
in hohem Maße kondensierbare Bestandteile, während üie nicht kondensierbaren bzw. zweckmäßig
nicht zu kondensierenden Schadstoff-Bestandteile vorwiegend im zweiten Abgas-Teilstrom enthalten sind.
Beide Abgas-Teilströme werden dann jeweils einer für sie optimalen Aufbereitung (durch Kondensation bzw.
Verbrennung) zugeführt.
Der Wärmeinhalt des durch Nachverbrennung gereinigten zweiten Abgas-Teilstromes wird bei dem Verfahren
gemäß Hauptpatent weitgehend zurückgewonnen, indem der von den kondensierbaren Bestandteilen befreite
erste Abgas-Teilstrom vor seiner Rückführung in die Behandlungseinrichtung mit dem nachverbrannten
zweiten Abgas-Teilstrom wieder erwärmt wird.
Bei einem im Hauptpatent beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der zweite Abgas-Teilstrom nach
Verbrennung der darin enthaltenen Schadstoffe zunächst zur Erwärmung eines für die indirekte Beheizung
der Behandlungseinrichtung der benutzten, gasförmigen oder flüssigen Wärmeträgers und anschließend zur
Wiedererwärmung des ersten Abgas-Teilstromes verwendet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren gemäß dem Hauptpatent unter Beibehaltung seiner
grundsätzlichen Vorzüge dahin weiterzuentwickeln, daß sich ein besonders geringer Energiebedarf für die
Verbrennung sowie ein einfacher Aufbau der Anlage ergibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der durch die Verbrennung erhitzte zweite Abgas-Teilstrom
zunächst durch Vorwärmung des der Verbrennungseinrichtung zugeführten zweiten Abgas-Teilstromes
und dann zur Wiedererwärmung des ersten Abgas-Teilstromes verwendet wird.
Der der Verbrennungseinrichtung zugeführte zweite Abgas-Teilstrom kann beispielsweise auf eine Temperatur
von mindestens etwa 400°C, vorzugsweise von etwa 4500C, vorgewärmt werden. Dadurch wird erreicht, daß
die Verbrennungseinrichtung mit ganz geringen Energiemengen auskommt, um die für die Verbrennung der
Schadstoffe erforderliche Reaktionstemperatur von ca.
700 bis 750° C zu erreichen.
Wird der durch die Verbrennung erhitzte zweite Abgas-Teilstrom nach der Vorwärmung des der Verbrennungseinrichtung
zugeführten zweiten Abgas-Teilstromes noch zur Wiedererwärmung des ersten Abgas-Teilstromes
benutzt, so erzielt man einen besonders hohen Wärmerückgewinn.
Ein Ausführungsbeispiel einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in der
Zeichnung schematisch veranschaulicht
Zur thermischen Behandlung, insbesondere zum Trocknen und Fixieren, einer kontinuierlich bewegten
Warenbahn 60 ist ein Spannrahmen 1 vorgesehen, der drei Behandlungskammern 2,3 und 4 zum Trocknen und
zwei Behandlungskammern 5 und 6 zum Fixieren der Warenbahn 60 enthält
Zur Anlage gehört weiterhin ein Sprühkühler 69, der mi' einem zur Rückkühlung des Kühlwassers dienenden
K ühlturm 70 verbunden ist.
Weiterhin sind zwei Wärmetauscher 71,72 sowie eine Verbrennungseinrichtung 75 vorgesehen.
Aus den Kammern 2 bis 4 des Spannrahmens 1 wird ein erster Abgasteilstrom 76 abgezogen. Die darin enthaltenen
kondensierbaren Bestandteile, hauptsächlich Wasserdampf, werden im Kühler 69 kondensiert. Anschließend
wird dieser erste Abgasteilstrom 76 im Wärmetauscher 72 wieder aufgeheizt und gelangt dann zurück
in den Spannrahmen (beim dargestellten Ausführungsbeispiel in die Trocknungskammer 3 und in die
Fixierkammer 5).
Aus der Fixierkammer 6 wird ein zweiter Abgasteilstrom 77 abgezogen. Er durchsetzt zunächst den Wärmetauscher
71, dann die Verbrennungseinrichtung 75, erneut den Wärmetauscher 71, dann den Wärmetauscher
72 und wird schließlich in die Atmosphäre entlassen. In der Verbrennungseinrichtung 75 wird dieser
zweite Abgasteilstrom 77 von den darin enthaltenen Schadstoffen (insbesondere von organischen Substanzen,
die in der Fixierzone aus der Warenbahn 60 ausdampfen) befreit.
Der durch die Verbrennung erhitzte zweite Abgasteilstrom wird zunächst (im Wärmetauscher 71) zur
Vorwärmung des der Verbrennungseinrichtung zugeführten zweiten Abgasteilstromes verwendet und anschließend
(im Wärmetauscher 72) zur Wiedererwärmung des ersten Abgasteilstromes verwendet.
Im Betrieb einer derartigen Anlage können sich beispielsweise
etwa folgende Temperaturen einstellen:
Der erste Abgasteilstrom 76 wird mit einer Temperatur von etwa 12O0C aus den Trockenkammern abgezogen.
Im Sprühkühler 69 verringert sich die Temperatur dieses ersten Abgasteilstromes auf ca. 30°C. Im Wärmetauscher
72 erfolgt dann eine Wiederaufheizung dieses ersten Abgasteilstromes 76 auf ca. 185° C.
Der zweite Abgasteilstrom 77 tritt beispielsweise mit einer Temperatur von ca. 150°C aus der Fixierkammer 6
aus. Im Wärmetauscher 71 wird dieser Abgasteilstrom auf eine Temperatur von etwa 450°C aufgeheizt. In der
Verbrennungseinrichtung 75 stellt sich (durch entsprechend dosierte Brennstoffzufuhr) eine Temperatur von
700 bis 750°C ein. Die Abgase dieser Verbrennungseinrichtung werden dann in den Wärmetauschern 71 und
72 auf eine Temperatur von etwa 200°C abgekühlt, mit der sie in die Atmosphäre entlassen werden.
65
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur thermischen Behandlung, insbesondere zum Trocknen und/oder Fixieren, einer
kontinuierlich bewegten Warenbahn in einer Behandlungseinrichtung mit wenigstens zwei von der
Warenbahn nacheinander durchlaufenen Behandlungszonen unter Verwendung eines in der Behandlungseinrichtung
umgewälzten Heißgasstromes, wobei aus der Behandlungseinrichtung laufend eine Abgasmenge abgezogen und von darin enthaltenen
Schadstoff-Bestandteilen befreit wird, wobei ein erster Abgas-Teilstrom der Abgasmenge nach Wiedererwärmung
in die Behandlungseinrichtung zurückgeführt und ein zweiter Abgas-Teilstrom der Abgasmenge in die Atmosphäre entlassen wird, wobei
die beiden Abgas-Teilströme aus gesonderten Bchandlungszonen abgezogen werden, wobei der
aus der von der Warenbahn später durchlaufenen Behandlungszone abgezogene zweite Abgas-Teilstrom
durch Verbrennung von den in ihm enthaltenen Schadstoff-Bestandteilen befreit und wobei vor
Entlassung in die Atmosphäre zur Wiedererwärmung des von kondensierbaren Schadstoff-Bestandteilen
befreiten ersten Abgas-Teilstromes verwendet wird, gemäß Patent 27 27971, dadurch gekennzeichnet,
daß der durch die Verbrennung erhitzte zweite Abgas-Teilstrom zunächst zur Vorwärmung
des der Verbrennungseinrichtung zugeführten zweiten Abgas-Teilstromes und dann zur
Wiedererwärmung des ersten Abgas-Teilstromes verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der der Nachverbrennungseinrichtung
zugeführte zweite Abgas-Teilstrom auf mindestens etwa 4000C, vorzugsweise auf etwa 45O0C, vorgewärmt
wird.
Priority Applications (5)
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| JP7593078A JPS5418979A (en) | 1977-06-22 | 1978-06-22 | Heat treatment of fabric web |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2812966A DE2812966C2 (de) | 1978-03-23 | 1978-03-23 | Verfahren zur thermischen Behandlung einer Warenbahn |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2812966A1 DE2812966A1 (de) | 1979-10-04 |
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Family
ID=6035380
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2812966A Expired DE2812966C2 (de) | 1977-06-22 | 1978-03-23 | Verfahren zur thermischen Behandlung einer Warenbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2812966C2 (de) |
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Also Published As
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