DE281137C - - Google Patents

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DE281137C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J8/00Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes
    • B01J8/08Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with moving particles
    • B01J8/12Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with moving particles moved by gravity in a downward flow

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 281137 KLASSE 12g·. GRUPPE
. F. A. BÜHLER in BERLIN-LICHTERFELDE.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für physikalische oder chemische Reaktionen. Sie gehört zu der Art, bei der in einem Schacht das Reaktionsmittel erneuert wird und das zu bearbeitende Gut durch das Reaktionsmittel hindurchgetrieben wird.
Nach der Erfindung besteht die Einrichtung aus einem Vorschacht, einem Füllschacht für das ständig niedergehende bewegte Reaktionsmittel und einem Sammelschacht, wobei die Verbindung der einzelnen Schächte durch besondere Kanäle hergestellt wird.
Die Einrichtung nach der Erfindung weist gegenüber den bekannten Anlagen den Vorteil auf, daß. neben dem größeren Nutzeffekt wegen der besseren Raumausnutzung vor allen Dingen die Geschwindigkeit in allen Teilen der Reaktion gewährleistet wird, da das Reaktionsmaterial, gleichmäßig verteilt, an alle Stellen des Reaktionsschachtes gelangt und auch gleichmäßig wieder abgeführt wird. Bei den bekannten Einrichtungen ist dies nicht der Fall, weil das zugeführte Gut nicht gleichmäßig wegen der toten Ecken verteilt werden kann, und auch das Abführen und Entfernen erfolgt nur von einer Seite, so daß eine Erneuerung nur strichweise möglich ist, und damit auch nur ein ungleichmäßiges Reaktionsorgan.
Auf der Zeichnung ist die Einrichtung im Schnitt dargestellt.
Der Mantel c eines Schachtes a, dem das zu verarbeitende Gut durch einen Kanal b zugeführt wird, ist von einem Ringraum d, einem zweiten Mantel e, einem zweiten Ringraum f und einem dritten Mantel g umgeben. In dem Mantel c sind von oben nach unten gerichtete Kanäle h und in dem Mantel e von unten nach oben gerichtete Kanäle i vorgesehen. Durch einen Füllschacht k, der zweckmäßig von einer Eintragwalze abgeschlossen sein kann, wird das Reaktionsmittel eingebracht. Es bewegt sich dann infolge seines Gewichtes nach unten, gelangt auf eine schiefe Ebene I und wird dann durch einen Kanal m abgeführt. Um einen guten Abschluß nach unten zu erzielen, ist der Schacht d unten konisch erweitert, so daß kein zu verarbeitendes Gut wegen des vergrößerten Widerstandes unten mit entweichen kann. Ein- und Austritt des zu verarbeitenden Gutes kann an beliebiger Stelle erfolgen. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt der Eintritt unten durch b und der Austritt oben durch den Auslaß η. Die Verbindungskanäle h, i sind aus dem Grunde geneigt zum Ringraum d verlegt, um zu verhindern, daß Teilchen des Reaktionsmittels in den Schacht α oder den äußeren Ringraum f gelangen.
Soll nun mit der Einrichtung gearbeitet werden, so wird durch den Füllschacht k das Reaktionsmittel eingeführt, und durch den Kanal b das Reaktionsgut.
Wasser kann beispielsweise dadurch gereinigt werden, daß Kies bei k eingeführt wird, durch den Schacht d herabfällt und bei m abgeführt wird. Wasser tritt bei b ein; durch den Schacht a und die Kanäle c gelangt es mit dem Kies zusammen und wird durch die Kanäle i und den Ringraum f durch η abgeleitet. Je nach der
gewünschten Reinigung sind größere oder kleinere oder mehr oder weniger Apparte neben- oder hintereinander zu schalten.
Durch die Verwendung eines kegelförmig in den Fallschacht d mündenden Füllschachtes wird die gleichmäßige Verteilung, und durch die nach unten konische oder sonstige Erweiterung die gleichmäßige Entfernung des Reaktionsgutes oder -mittels gewährleistet.
ίο Statt der Reinigung von Wasser kann auch ein Gas gereinigt werden, indem das Gas wie das Wasser geleitet wird und statt des Kieses irgendeines der erforderlichen Reinigungsmittel durch den Schacht d hindurchgeleitet wird.
Auch für chemische Reaktionen ist die Einrichtung zu gebrauchen, indem beispielsweise irgendein Gas durch b eingleitet und durch ein Reagens hindurchgeführt wird. Hierbei kann es entweder auf die chemische Veränderung des durch den Ringraum d gehenden Mittels hinauslaufen oder auf die Änderungen des Gases.
Weiter eignet sich die Einrichtung auch zum Trocknen im allgemeinen und zum Trocknen von Gasen im besonderen.
Aus diesen kurzen Betrachtungen geht hervor, daß die Einrichtung auf den verschiedensten Gebieten benutzt werden kann, und daß sie für fortlaufenden Betrieb geeignet ist, da neues Laden oder sonstwie eine Erneuerung im Innern nicht erforderlich ist.
Statt der dargestellten Ausführungsform können auch mehrere Fallschächte oder Röhren neben-, oder hintereinander gelegt werden. Auch die Form und Art des Fallgutes kann den verschiedensten Zwecken angepaßt werden.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Einrichtung zur Ausführung chemischer oder physikalischer Reaktionen, gekennzeichnet durch einen Füllschacht, einen das Reaktionsmittel auf etwas schiefer Bahn gleichmäßig verteilenden Verbindungsschacht, einen Fall- und Sammelschacht mit Erweiterung zum gleichmäßigen Abführen des Reaktionsmittels.
2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schacht (a) von drei oder mehr» Mänteln (c, e, g) und einer entsprechenden Anzahl von Ringräumen (d, f) umgeben ist, wobei die inneren Mäntel mit Durchtrittöffnungen (h, i) ausgerüstet sind.
3. Aüsführungsform der Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsschacht von Füll- und Fallschacht kegelförmig gestaltet ist,.. so daß die innere Kegelfläche die gleichmäßige Verteilung vornimmt.
4. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Fall- bzw. Sammelschacht konisch erweitert sind, um ein gleichmäßiges Fallen und Abführen des Reaktionsmittels zu bewirken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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