DE2807940C2 - Drehkondensator - Google Patents
DrehkondensatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drehkondensator mit einer Ober- und einer Unterplatte aus ultraschallschweißbarem
Kunststoff, mit zwischen der Ober- und to der Unterplatte angeordnetem Stator und Rotor und
mit die Ober- und die Unterplatte im Abstand voneinander haltenden Distanzsäulen, wobei zumindest zwei
der Distanzsäulen mit der Oberplatte einstückig ausgebildet und zu zwei Distanzsäulen koaxial angeordnet 6ΐ
sind, die mit der Unterplatte einstückig ausgebildet sind, und wobei zur Befestigung der Ober- und der Unterplatte
aneinander je eine der zueinander koaxialen Distanzsäulen wenigstens teilweise rohrförmig gestaltet
ist und die zu ihr koaxiale Distanzsäule in den rohrförmigen Teil eingesteckt ist, dergestalt, daß der Stator
zwischen Vorsprüngen der ineinandergesteckten Distanzsäulen festgeklemmt ist.
Bei einem aus der GB-PS 11 32 552 bekannten Kondensator
dieser Art sind alle Distanzsäulen zwischen Ober- und Unterplatte rohrförmige Säulen, durch die
Ziehbolzen gesteckt sind, die in einer gesonderten Metallträgerplatte
festgeschraubt sind, die sich unter der Unterplatte befindet. Die zum Befestigen der Bolzen
erforderlichen Gewindelöcher in der Trägerplatte müssen einander genau gegenüberliegen; auch die Befestigungsbolzen
selbst müssen äußerst genau hergestellt werden. Sowohl die Ziehbolzen (üblicherweise vier)
als auch die zusätzliche Trägerplatte führen zu einem verhältnismäßig aufwendigen Aufbau, der nur durch
hochspezialisierte Fachleute in der Massenherstellung angefertigt werden kann.
Es sei bemerkt, daß aus der DE-AS 14 89 179 ein Drehkondensator bekannt ist, dessen mit der Oberplaite
einstückig ausgebildete Distanzsäulen aus einem warm verformbaren Kunststoff durch Warmstauchen
mit einer Unterplatte verbunden werden. Durch das Warmstauchen der Säulen bildet sich aber ein sich um
die Säulen erstreckender Kragen, der durch das unter Druckbelastung stehende Statorpakei. des Kondensators
leicht elastisch oder plastisch verformbar ist. Der erwähnte Kragen biegt hierdurch um, wodurch die
Druckkraft zwischen den Statorplatten nicht mehr ausreicht, um einen guten elektrischen Kontakt zu gewährleisten.
Schließlich sei erwähnt, daß aus der GB-PS 12 25 628 eine Verbindung zwischen einem Kunststoff-Hohlstab
und einer senkrecht darauf stehenden Kunststoffplatte bekannt ist. Die Verbindung wird dadurch angebracht,
daß ein durch ein Loch in der Platte ragendes Ende des Stabes mit Sonotroden verschiedener Form ultraschallverformt
wird. Der Kunststoff- Hohlstab wird bei dieser Art des Ultraschallverbinder,s Druckkräften ausgesetzt,
die ein Ausbeulen bei der Verwendung in Drehkondensatoren bewirken können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen in Massenherstellung preisgünstig herzustellenden Kondensator
zu schaffen, bei dem eine ausreichende Druckkraft zwischen den Statorplatten gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Drehkondensator eingangs erwähnter Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß die Innenfläche des rohrförmigen Teils der Distanzsäulen mit Ausnahme eines Bereiches, in dem
sie durch eine Ultraschallschweißverbindung mit der Außenfläche der eingesteckten Distanzsäulen verbunden
ist, einen Spielraum zu der Außenfläche der eingesteckten Distanzsäulen aufweist und daß die Ultraschallschweißverbindung
im Abstand von der Stirnfläche des rohrförmigen Teils liegt, so daß der rohrförmige
Teil der Distanzsäulen zwischen der Ultraschallschweißverbindung und besagter Stirnfläche unter
Druckspannung, die eingesteckten Distanzsäulen hingegen ab der Ultraschallschweißverbindung unter
Zugspannung stehen.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Drehkondensators nach der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des beanspruchten Kondensators,
Fig.2 eine Unteransicht des Kondensators nach
Fig.!,
F i g, 3 einen Längsschnitt durch ein erstes Paar von Distanzsäulen des Kondensators längs der Ebene IH-III
der F i g, 2,
Fig,4 einen Längsschnitt durch ein zweites Paar
von Distanzsäulen des Kondensators längs der Ebene IV-IV der Fig.2,
F i g. 5 im Detail die Stelle, an der die Ultraschallverbindung zwischen der Oberplatte und einer Distanzsäule
gebildet wird.
Der in F i g. 1 veranschaulichte Drehkondensator ist
ein Kondensator vom sogenannten Mehrfachtyp mit einer Anzahl von Statorpaketen 1, 3 und 5 und einer
Anzahl von Rotorpaketen 7,9 und 11. Die Pakete 1 und
7, 3 und 9, 5 und 11 bilden je einen Drehkondensator.
Die Rotorpakete 7,9 und 11 sind auf einer Rotorachse
13 befestigt, die nahe ihrem einen Ende in einer Oberplatte 15 und nahe ihrem anderen Ende in einer Unterplatte
17 lagert.
Die Rotorpakete 7, 9 und 11 sind zwischen zwei Tragringen 8 und 10 eingeschlossen, die seihst wieder
zwischen einer Mutter 12 und einem Achsvorsprung 14 eingeschlossen sind. Bei Verdrehung der Rotorachse 13
werden die Rotorpakete 7, 9 und 11 in bezug auf die zugeordneten Statorpakete 1, 3 bzw. 5 simuhan verdreht.
Die Rotorachse 13 kann mit Hilfe eines nahe seinem in der Unterplatte 17 liegenden Ende angeordneten
gezahnten Bedienungsknopfes 19 verdreht werden. Die Stator- und Rotorpakete können auf übliche
Weise aus durch Metalldistanzringe im Abstand voneinander gehaltenen Metaliplatten aufgebaut sein, wobei
sich zwischen zwei direkt gegenübereinander liegenden Rotor- und Statorplatten in einem Paket jeweils
eine ortsfeste Dielektrikumfolie befindet Die Stator und/oder Rotorplatten können jedoch auch mit einer
dielektrischen Schicht, wie Paraxylylen, versehen sein.
Die losen Dielektrikumfolien können dann entfallen. Die Statorplatten werden durch Metalldistanzringe im
Abstand voneinander gehalten. So werden beispielsweise die vier Statorplatten des Statorpakets 1 durch
Distanzringe 21, 23 und 25 im Abstand voneinander gehalten.
Sowohl die Oberplatte 15 als auch die damit parallel verlaufende Unterplatte 17 besitzen je vier senkrecht
zur Ebene der Platten stehende Distanzsäulen, von denen in F i g. 1 nur zwei sichtbar sind. Von den der
Oberplatte 15 zugeordneten Distanzsäulen sind nur die Säulen 27 und 29 sichtbar, während von den der Unterplatte
17 zugeordneten vier Distanzsäulen nur die Säulen 31 und 33 sichtbar sind. Die Säulen 27 und 29 besitzen
durchgehende, abgestufte kreiszylindrische Hohlräume 35 und 37 und sind daher rohrförmig ausgeführt.
Die Säulen 31 und 33 der Unterplatte 17 sind massiv und ragen mit einem Ende 39 bzw. 41 durch die rohrförmigen
Säulen 27 und 29. Deutlichkeitshalber sind in den F i g. 3, 4 und 5 die Säulen 27 und 31 bzw. die Säulen
29 und 33 in detaillierterem Längsschnitt dargestellt. Die Statorpakete 3 und 5 sind über Distanzringe zwischen
einer Stirnfläche 43 der rohrförmigen Säule 27 und einem Vorsprung 45 der massiven Säule 31 eingeklemmt.
Das Statorpaket 1 ist auf ähnliche Weise zwischen einer Stirnfläche 47 der rohrförmigen Säule
29 und einem Vorsprung 49 der massiven Säule 33 eingeklemmt. Wie aus Fig.2 ersichtlich ist, ist jedes Statorpaket
stets zwischen zwei Distanzsäulenpaaren eingeklemmt. Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, ist jedes Stasymmetrisch
liegen.
Jede der vier rohrförmigen Säulen besitzt einen verhältnismäßig engen kreiszylindrischen Teil mit einem
Durchmesser, der nahezu gleich dem Durchmesser der massiven Säulen an der Stelle der zu bildenden Ultra-Schallschweißverbindung
ist So besitzen die in den Fig,3, 4 und 5 dargestellten rohrförmigen Säulen die
verhältnismäßig engen Teile 51 und 53. Die massiven Säulen werden vorzugsweise konisch mit einer Neigung
von 1 zu 100 ausgeführt Der Durchmesser der zylindrischen massiven Säulen 31 und 33 wird so gewählt,
daß an der Stelle der Bezugsziffern 55 und 57 eine Schubpassung oder eine ringförmige öffnung mit einer
Breite von nicht mehr als etwa 0,05 mm entsteht Die Unterplatte 17 und die damit als Einheit hergestellten
(vier) massiven Säulen bestehen vorzugsweise aus dem gleichen Kunststoff wie die Oberplatte 15. Die Platten
15 und 17 werden vorzugsweise gespritzt. Als Werkstoff für die Platten 15 und 17 können beispielsweise
folgende Kunststoffe benutzt werden:
" — Polystyren
— Styrenacrylonitri!
— Polycarbonat
— Acrylonytril-Butadienstyren
— Polyazetat
~Ί — Polymethyl-Metacrylat
— Polyamide
— Polypropylen
— Polyvinylchlorid
— Polyphenylenoxyd
— Polysulfon.
Die erwähnten Kunststoffe werden vorzugsweise mit Glasfasern gefüllt, um ein Kriechen zu vermeiden.
Zum Zusammensetzen des in F i g. 1 dargestellten
Zum Zusammensetzen des in F i g. 1 dargestellten
r> Kondensators wird dieser mit seiner Oberplatte 15 auf einem Widerlager 59 aufgestellt. Anschließend wird für
einige Zeit an das Kondensatorchassis mit Hilfe einer an die Unterplatte 17 gedrückten Ultraschallschweißelektrode
61 (Sonotrode) Ultraschallenergie zugeführt.
w Die Sonotrode 61 ist mit einer an sich bekannten Ultraschallschweißapparatur
gekoppelt. Der Anliegedruck der Sonotrode 61 liegt vorzugsweise zwischen 0,276· 106 und 0,31 · 106 N/m2. Die Schweißzeit beträgt
etwa 0,07 Sekunde und die Nachdiückzei! etwa 0,2
4") Sekunde für den Kondensator nach Fig. 1. Während
der Schweißzeit von 0,07 Sekunde tritt in den massiven Säulen 31 und 33 eine seitwärts gerichtete Schwingung
mit einer Amplitude auf, die etwas größer oder gleich den erwähnten 0,05 mm an den Stellen 55 und 57 ist.
ίο Nur an den Stellen 55 und 57 tritt dadurch eine so große
mechanische Reibung zwischen den massiven und den rohrförmigen Säulen auf, daß sich eine (ringförmige)
Ultraschallschweißverbindung bildet. Etwa 0,2 Sekunden r-jc'i dem Schweißen ist die Ultraschallschweißung
V) so weit abgekühlt, daß eine ausreichende mechanische
Stärke in der Sch*t.ißung erreicht worden ist, um den
Kondensator aus der Schweißapparatur herauszunehmen. Im fertiggestellten Kondensator steht der Teil der
massiven Säulen, der über den Vorsprüngen 45 und 47
M> liegt, unter Zugspannung, während die rohrförmigen
Säulen unter Druckspannung stehen. Die Druckspannung in den rohrförmigen Säulen sorgt für eine ausreichende,
dauerhafte Andruckkraft der Statorpakete 1, 3 und 5. Da beim Schweißen nur an den Stellen 55 und
fts 57 ein inniger mechanischer Kontakt zwischen den
rohrförmigen und massiven Säulen vorhanden ist, ist gewährleistet, daß nur an diesen Seilen eine Ultraschall-Schweißverbindung
gebildet wird. Es ist wichtig, daß
die Stelle der Ultraschallsehweißverbindung scharf definiert
ist, wenn man die Andruckkraft aller Stirnflächen der rohrförmigen Säulen an den Statorpaketen groß
genug und gleich haben möchte. Das Widerlager 59 kann mit vier Bohrungen 64, aber auch mit zwei diagonal
einander gegenüberliegenden Bohrung 64 versehen sein. Im ersten Fall werden alle vier Ultrasch-illschweißverbindungen
in einem einzigen Schweißzyklus gebildet und empfiehlt es sich, das Widerlager kippbar
anzuordnen. Im letzten Fall wird in zwei Schweißzyklen jeweils ein Paar diagonal einander gegenüberliegender
Ultraschallschweißverbindungen gebildet.
Gleichzeitig mit den Statorpaketen werden auch externe Anschlüsse 63 und 65 eingeklemmt, die in an die
Unterplntte 17 angespritzten Zylindern 67 und 69 geführt
sind. An die Unterplatte 17 sind ebenfalls Träger 71 und 73 angespritzt, die sich mit ihren Vorsprüngen
75 und 77 auf einer Leiterplatte abstützen können. Die Träirer 7! und 73 sind mit zylindrischen Nocken 79 und
8t versehen, die in Löcher einer Leiterplatte passen.
Die Nocken 79 und 81 verhindern, daß beim Loten eine Bewegung des Kondensators auftritt und daß nach dem
Löten beim Anstoßen an den Kondensator die Lötver-
■> bindungen zwischen den Anschlüssen 63 und 67 und den Leitern einer Leiterplatte belastet werden. Der
Bedienknopf 19 ist durch ein Loch in der Leiterplatte zugänglich und so lang, daß während des Wellenlötens
keine Störung im Strömungsmuster im Wellenlötbad
ι» auftritt.
Schließlich sei erwähnt, daß es zum Erhalten einer definierten Stelle der IJItraschallschweißverbindungen
auch möglich ist. die massiven Distanzsäulen kreiszylindrisch und die Obcrplattc mit Säulen auszuführen.
. die eine teilweise konisch verlaufende Bohrung aufweisen. Auch verhältnismäßig sprunghafte Verkleinerungen
im offenen Raum zwischen den rohrförmigen Säulen und den massiven Säulen können benutzt
werden.
11 ic r/u .ι I)IiU
Claims (4)
1. Drehkondensator mit einer Ober- und einer
Unterplatte aus ultrasehallschweißbarem Kunststoff,
mit zwischen der Ober- und der Unterplatte angeordnetem Stator und Rotor und mit die Ober-
und die Unterplatte im Abstand voneinander haltenden Distanzsäulen, wobei zumindest zwei der Distanzsäulen
mit der Oberplatte einstückig ausgebildet und zu zwei Distanzsäulen koaxial angeordnet
sind, die mit der Unterplatte einstückig ausgebildet sind, und wobei zur Befestigung der Ober- und der
Unterplatte aneinander Je eine der zueinander koaxialen Distanzsäulen wenigstens teilweise rohr- π
förmig gestaltet ist und die zu ihr koaxiale Distanzsäule
in den rohrförmigen Teil eingesteckt ist, dergestalt,
daß der Stator 2:wischen Vorsprüngen der ineinandergesteckten Distanzsäulen festgeklemmt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des rohrförmigen Teils der Distanzsäulen
(27,29) mit Ausnahme eines Bereichs, in dem sie durch eine Ultraschallschweißverbindung mit der
Außenfläche der eingesteckten Distanzsäulen (31, 33) verbunden ist, einen Spielraum zu der Außenfläche
der eingesteckten Distanzsäulen (31, 33) aufweist und daß die UltraschalLschweißverbindung im
Abstand von der Stirnfläche des rohrförmigen Teils liegt, so daß der rohrförmige Teil der Distanzsäulen
(27,29) zwischen der Ultraschallschweißverbindung jo und besagter Stirnfläche unter Druckspannung, die
eingesteckten Distanzsäulen (31, 33) hingegen ab der UltraschallschweiBverbirdung unter Zugspannung
stehen.
2. Drehkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der
Innenfläche des rohrförmigen Teils der Distanzsäulen (27, 29) und der Außenfläche der darin eingesteckten
Distanzsäulen (31,33) im Bereich der zu bildenden Ultraschallschweißverbindung am klein- w
sten ist.
3. Drehkondensator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eingesteckten Distanzsäulen
(31, 33) massiv sind und daß der Innendurchmesser des rohrförmigen Teils der Distanz- 4i
säulen (27, 29) im Bereich der Ultraschallschweißverbindung auf einen Wert abfällt, der dem Außendurchmesser
der eingesteckten Distanzsäulen (31, 33) in diesem Bereich nahezu gleich ist.
4. Drehkondensator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- und
Unterplatte (15; 17) und die mit ihnen einstückig ausgebildeten Distanzsäulen (27, 29; 31, 33) aus
Polycarbonat mit Glasfaserfüllung bestehen.
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Legal Events
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| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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