DE280541C - - Google Patents

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DE280541C
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brake
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transmission
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/18Safety devices; Monitoring

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement And Mounting Of Devices That Control Transmission Of Motive Force (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Sicherheitsvorrichtung zur Ausschaltung gefährlicher, beim heftigen Anziehen der Differentialgetriebebremse eintretender Nebenwirkungen.
Wird bei rascher Fahrt die meist mit dem Fuße zu betätigende Getriebebremse zu fest angezogen, so muß sich, da die Belastungen, Durchmesser und besonders die Reibung der
ίο Triebräder fast immer verschieden sind, der Eigenart des Differentialgetriebes entsprechend dasjenige Rad rückwärts drehen, welches den geringeren Widerstand findet. Diese Erscheinung verursacht (besonders bei kürzeren und schwereren Fahrzeugen) ein Schleudern oder Querstellen des Wagens zur Fahrtrichtung und bei großer lebendiger Kraft sogar ein Umschlagen desselben. Das sich rückwärts drehende Rad findet meist noch genügende Reibung, um eine solche Wirkung hervorzurufen. Da es psychologisch ganz natürlich erscheint, daß der Wagenführer im Augenblick der Gefahr die Fußbremse wesentlich fester anzieht als gewöhnlich, so wird er vielleicht das eine Unglück, das er durch Anziehen der Bremse zu vermeiden suchte, nicht einmal verhindern, dagegen sehr oft durch die oben geschilderte Wirkung der Bremsung ein größeres herbeiführen. Derartige Unfälle ereignen sich bekanntlich sehr häufig.
Um dieser für die Wageninsassen sowie den Straßenverkehr gleich großen Gefahr vorzubeugen, ist gemäß vorliegender Erfindung mit der Getriebebremse eine mittelbar oder unmittelbar auf die Bremstrommeln oder die Triebwellen der Wagenräder zwangsweise wirkende Sperrvorrichtung vereinigt. Dieses Sperrwerk wird abhängig von der Anstellvorrichtung der Getriebebremse, und zwar zugleich bei deren Benutzung selbsttätig sperrbereit und macht dann das Rückwärtsdrehen des einen oder anderen Triebrades unmöglich, was doch beim festen Anziehen der Getriebebremse ,meist eintreten muß. Sonst verursacht es aber keinerlei Behinderung oder Kraftverbrauch.
Nur für den seltenen Fall, daß bei absichtlichem Rückwärtsfahren des Fahrzeuges die Getriebebremse etwa benutzt werden soll, kann, wenn das Sperrwerk auf die Bremstrommeln der Triebräder wirkt, die Ausschaltung der Sperrwirkung durch eine besondere Vorrichtung vorgesehen werden, die bei beabsichtigtem Rückwärtsfahren eine Verriegelung der Gesperre in Ausschaltestellung bewirkt. Ob die Verriegelung der Gesperre durch einen beson-' deren Hebel oder durch Verbindung des betreffenden Gestänges mit dem Umschaltehebel selbsttätig bei Stellung des letzteren auf Rückwärtsfahrt erfolgt, ist in bezug auf die Wirkung gleichgültig; nur ist die letztere Art für den Wagenführer bequemer.
Naturgemäß richtet sich die Gestaltung der Gesperre sowie ihre Schaltvorrichtung mittels des Getriebebremshebels und ihre gegebenenfalls nötige Verriegelungsvorrichtung ganz nach der Bauart des betreffenden Wagens und seinem Verwendungszweck.
Ein besonders einfaches und unbedingt betriebssicheres Ausführungsbeispiel ist in Fig. ι und 2 erläutert. Die mit der Differentialgetriebebremse kombinierte Sperrvorrichtung ist hier von der Bewegung des Anstellhebels der Getriebebremse abhängig gemacht. Außerdem zeigen die Figuren wie gegebenenfalls die Sperrvorrichtung bei Benutzung der Getriebebremse bei Rückwärtsfahrt verriegelt
ίο werden kann.
Fig. ι zeigt die Getriebebremse gelöst,
Fig. ζ aber angezogen; doch ist hier die Sperrklinke durch eine geeignete Vorrichtung verriegelt, so daß sie nicht in die Zähne eingreifen kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ist jede Bremstrommel auf der Radachse oder eine andere für diesen Zweck geeignete Scheibe mit Sperrzähnen versehen, in die eine hier als Winkelhebel gestaltete, am Wagen auf einer gegen Drehung 'gesicherten Koppel 3 drehbar gelagerte Klinke 2 greift, um die Triebräder gegen Rückwärtsdrehen zu sperren. Die Klinke ist durch eine Verbindungsleitung von der Bewegung des Anstellhebels der Getriebebremse abhängig gemacht. Diese Leitung (Gestänge, Stahlband, Drahtseil o. dgl.) schließt mit ihren Enden 4 und 5 gleich weit vom Drehpunkt 6 des Anstellhebeis 7 der Getriebebremse entfernt an diese an und ist hinter der Klinke über eine Rolle 8 geführt bzw. an einen Doppelhebel 8 angeschlossen. Die Leitung 9 läuft lose durch öffnung 10 der Klinke. Es sind an ihr zwei genau einstellbare Mitnehmeranschläge 11 und 12 rechts und links von der Klinke vorgesehen. Zwischen dem Mitnehmer 12 und der Klinke· ist noch eine Druckfeder 13 eingeschaltet. Eine zweite Steuerleitung 14, die durch eine öffnung 15 der Klinke geführt und über die Führungsrollen 16 und 17 geleitet ist, verbindet die Klinke 2 mit einem Hebel i8, der vielleicht zweckmäßig der Umsteuerhebel des Wechselgetriebes selbst sein kann. An der Steuerleitung 14 ist ebenfalls zwischen Hebel 18 und der Klinke liegend ein Mitnehmer oder Anschlag 19 vorgesehen, der genau eingestellt werden kann.
Bei Vorwärtsfahrt nimmt der Hebel 18 die in Fig. ι gezeichnete Stellung ein. Wird der Hebel 7 zwecks Anziehens der Getriebebremse niedergedrückt, so schiebt der Anschlag 12 die Feder 13 gegen die Klinke 2. Diese dreht sich entsprechend und greift in die Zahnung der Bremstrommel 1 ein. Die Druckfeder 13 gestattet ein Springen der Klinke von Zahn zu Zahn. Gleichzeitig mit der Bremsung des Wagens — durch die Getriebebremse — werden demnach auch die Triebräder gegen eine durch Nebenwirkung möglicherweise entstehende Rückdrehung gesichert. Um beim Anziehen der Getriebebremse einem Unangenehmen Klappern der springenden Sperrklinke vorzubeugen, kann eine geeignete Schalldämpfung eingebaut werden. Wird der Bremshebel 7 losgelassen, so wird die Klinke durch den Anschlag 11 an der Steuerleitung wieder gehoben und damit selbsttätig ausgeklinkt. Die Sperrung kommt bei jeder Gelegenheit auch dann zur Wirkung, wenn die Differentialbremsung selbst versagt. Bei Rückwärtsfahrt des Wagens wird der Hebel 18 nach hinten umgelegt, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Dadurch verstellt sich die Leitung 14 so, daß der Anschlag 19 in Eingriff mit der angehobenen Sperrklinke 2 kommt. Wird jetzt der Fußhebel 7 der Differentialgetriebebremse niedergedrückt (Fig. 2), so hat die entsprechende Verstellung der Steuerleitung nur ein Zusammendrücken der Feder 13 zur Folge. Die Klinke 2 selbst ist verriegelt und fällt nicht in die Zahnung der Bremstrommel. Es wird dadurch ein plötzliches, ruckartiges Anhalten des Wagens bei Bremsung in der Rückwärtsfahrt verhindert.
Will man dagegen stets die Hinterradbremse allein zum Bremsen in der Rückwärtsfahrt benutzen, so kann die zweite Steuerleitung 14 ganz fortbleiben.
In ähnlicher Weise wie für Zahngesperre lassen sich auch die Sperrelemente von stummen Gesperren in Abhängigkeit von dem Getriebebremshebel bringen und gegebenfalls verriegeln.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Selbsttätige Sicherheitsvorrichtung zur Ausschaltung gefährlicher Nebenwirkungen von Getriebebremsen an Motorfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Getriebebremse ein mittelbar oder unmittelbar auf die Triebwellen der Wagenräder wirkendes Gesperre vereinigt ist, das abhängig von der Anstellvorrichtung der Getriebebremse, sofern es nicht im Bedarfsfalle durch einen Hebel ausgeschaltet ist, selbsttätig wirksam wird, derart, daß das Rückwärtsdrehen eines der Triebräder bei festem Anziehen der Getriebebremse verhindert wird. no
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT280541D Active DE280541C (de)

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DE (1) DE280541C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004025590B4 (de) * 2004-05-25 2010-02-25 Lre Technology Partner Gmbh Mechanischer Drehbereichsbegrenzer zum Begrenzen des Drehwinkels einer Welle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102004025590B4 (de) * 2004-05-25 2010-02-25 Lre Technology Partner Gmbh Mechanischer Drehbereichsbegrenzer zum Begrenzen des Drehwinkels einer Welle

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