DE2804697C2 - Mechanische Schaltvorrichtung für ein Stufenschaltgetriebe - Google Patents
Mechanische Schaltvorrichtung für ein StufenschaltgetriebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine mechanische Schaltvorrichtung für ein Stufenschaltgetriebe mit einem
ichwenkbar gelagerien Schalthebel, der durch die
Einwirkung von Federn mit unterschiedlicher Federkraft auf entsprechende Gleitkörper in seine Leerlaufitellung
vorgespannt ist, wobei die beim Schalten in einen höheren Gang zu überwindenden Kräfte unterschiedlich
von denen sind, die beim Schalten in einen niederen Gang oder Rückwärtsgang zu überwinden
lind.
Bei einer derartigen Schaltvorrichtung (DE-PS 854) sind eine öder mehrere schwächere Federn
vorgesehen, die gemeinsam auf den Schalthebel einwirken. Die Federn Hegen horizontal und haben
lediglich die Aufgabe, bei der Einlegung des Rückwärts* gangs einen größeren Widerstand zu erzeugen-Gegenüber
den schwächeren Federn ist eine stärkere Feder angeordnet. Die Einwirkung der beiden Feder*
Gruppen auf den Schalthebel erfolgt jeweils in entgegengesetzten Richtungen über ein Gleitstück oder
einen Kolben. Der Drehpunkt des Schalthebels ist weit oberhalb der Wirkungslinien der Federn angeordnet.
Die Schaltvorrichtung erfordert deshalb verhältnismäßig viel Kraft bei ihrer Betätigung.
Eine andere Schaltvorrichtung (DE-PS 7 04 906) ist für ein Klinkenschaltgetriebe für Kraftfahrzeug-Wechselgetriebe,
insbesondere für eine Fußscbaltung bei
ίο Motorrädern vorgesehen. Die dort verwendeten Federn
sind einander völlig gleich, sie haben Wirkungslinien, die etwas außerhalb der Mittellinien der Achsen der
Sperrklinken liegen, wodurch ein Drehmoment nach innen erzeugt wird. Dadurch drücken die Sperrklinken
gegen eine Mittelfeder, die den beiden gleichen Federn das Gleichgewicht hält Bei dieser Anordnung sorgen
die beiden gleichen Federn lediglich dafür, daß die Schaltvorrichtung nach einem Schaltvorgang in ihre
Leerlaufstellung gelangt. Ein unterschiedlicher Widerstand beim Schalten in höhere bzw. niedrigere Gänge
wird dabei nicht erzielt
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine mechanische Schaltvorrichtung für ein
Stufenschaltgetriebe zu schaffen, bei der mit dem Schalthebel eine präzise und direkte Steuerung der
verschiebbaren Schaltelemente ermöglicht wird, welche die Schaltgabeln zur Verschiebung der einzelnen
Zahnräder etc. trage·. Außerdem sollen die erfindungsgemäßen
Maßnahmen die wirtschaftliche Fertigung einer betriebssicheren Schaltvorrichtung mit ausreichender
Festigkeit ermöglichen.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die Schwenkachse des Schalthebels durch einen das
Gehäuse abschließenden Deckel festgelegt ist und auf die Schwenkachse senkrecht zu ihr angeordnete Federn
über Gleitkörper einwirken, wobei die Wirkungslinien der Federn axial gegenüber der Leerlaufstellung des
Schalthebels versetzt sind.
Durch solche Maßnahmen werden gegenüber den bekannten Schaltvorrichtungen erheblich Vorteile erzielt:
Durch die Anordnung von senkrecht stehenden unterschiedlichen Federn, die über Gleitkörper auf die
Schwenkachse des Schalthebels einwirken, wird eine sehr exakte und leichtgängige Schaltung ermöglicht. Die
Wirkungslinien der Federn liegen nicht, wie bei bekannten Sch.iltvorrichtungen, unterhalb des
Schwenkpunktes des Schalthebels, sondern infolge der auf der Schwenkachse angreifenden Federn in dessen
unmittelbarer Nähe, wobei die Versetzung der Wirkungslinien gegenüber der Leerlaufstellung des Schalthebels
diesen präzise in die Leerlaufstellung drückt. Die erfindungsgemäße Schaltvorrichtung ist speziell für die
direkte Steuerung der verschiebbaren Schaltstangen bestimmt, welche die Schaltgabeln zur Verschiebung
der verschiedenen Zahnräder etc. tragen. Die Halterung
des Hebels ist deshalb starr mit dem Gehäuse des Stufenschaltgetriebes verbunden.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Schaltvorrichtung dargestellt. Es
zeigt
Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch einen Teil der
Schältvorrichtung;
Fig,2 eine Aufsicht auf die Schaltvorrichtung nach
Fig. 1;
F i g, 3 einen Schnitt längs der Linie Ht-IlI der F i g. I j
Flg,4 eine Ausführungsväriante der Schaltvorrichtung;
Fig.5 einen Schnitt durch die Schaltvorrichtung der
Fig.5 einen Schnitt durch die Schaltvorrichtung der
F i g. 4 längs der Linie V-V;
Fig.6 eine perspektivische Darstellung des Gitters
mit den Schlitzen für die Betätigung der Schaltstangen.
In der Schaltvorrichtung, wie sie in den F i g. 1,2 und 3
dargestellt ist, besteht der Schalthebel 1 aus einem oberen Teil la, einem unteren Teil Ii und einem Gelenk
Ic; das zwischen den Teilen la und \b liegt Der obere
Teil la ist ein Rohr, das mit einem nicht dargestellten Handgriff versehen ist. Der untere Teil \b und das
Gelenk Ic sind in einen Teil 2 des Gehäuses der Schaltvorrichtung eingebaut Das Gehäuse 2 ist mit
seiner Basis 3 an dem Hauptgehäuse 4 des Stufenschaltgetriebos
mittels nicht dargestellter Schrauben befestigt. Der untere Teil \b des Schalthebels 1 geht durch
ein Gitter 5 hindurch, das in dem Gehäuse 4 festgeschraubt ist und das genauer in der Fig. 6
dargestellt ist. Der untere Teil des Schalthebels 1 endet
in einem abgerundeten Finger 6, der unmittelbar mit den Schalen bzw. genuteten Köpfen Ta der Schaltstangen 7,
T zusammenwirkt, welche die Schaltgabeln 8, 8' für die Betätigung der Verschiebung der verschiebbaren
Synchronisiermuffen und den Hebel oder die Gabel 10 des Schiebe-Zahnrades ρ für den Übergang in den
Rückwärtsgang steuern. Zu diesem Zweck hat der Steuerhebel 10 einen Betätigungsfinger 9 und er ist mit
Hilfe des Betätigungsstößels 11 für den Lichtschalter der Rückwärtsleuchten in dem Gehäuseelement 2
gelenkig gelagert.
Das Gelenk Ic des Schalthebels 1 setzt sich aus einer
Schwenkachse 12 zusammen, die drehfest mit dem Schalthebel 1 verbunden ist und die zwei bewegliche
Gleitkörper 13,14, die an dem Ende dieser Schwenkachse 12 sitzen, trägt. Jeder Gleitkörper 13, 14 besteht aus
einem verschiebbaren Würfel, dessen eine Fläche /"der
Wirkung eines elastischen Rückführorgans unterworfen J5
ist, das die Form einer Wickelfeder hat Die Federn 15,
16, die zum Rückführen des Schalthebels 1 in seine Leerlaufstellung bestimmt sind, sind in Ausnehmungen
17, 18 des Gehäuses 2 angeordnet Nach einem Aspekt der Erfindung haben die Federn 15,16 unterschiedliche
mechanische Charakteristiken und ihre Wirkungslinien, die hier durch die Achsen X, X' der Federn gegeben
sind, sind relativ zu der Leerlaufstellung des Betätigungshebelsversetzt.
Diese Art des Vorgehens macht es möglich, den zu überwindenden Widerstand bei dem Ausgehen von de··
Leerlaufstel'ung in einen höheren Gar g gegenüber dem Widerstand unterschiedlich zu machen, den man bei
dem Ausgehen von dem Leerlauf in den Rückwärtsgang überwinden muß. Indem man den Schalthebel 1 in so
Fig. 1 nach rechts beweft, drückt man die Feder 15
zusammen, die in der Ausnehmung 17 sitzt, und der abgerundete Finger 6, d«r am unteren Ende des
Schalthebels 1 sitzt, kann in die Schale oder den Nutenkopf Ta der Schaltstange T eingreifen, der einen
Gang wählt, der eir.er der Vorwärtsgeschwindigkeiten entspricht.
Indem man den Schalthebel 1 nach links in Fig. 1
bewegt, drückt man die Feder 16 zusammen, deren Steifigkeit größer ist als die der Feder 15, und der
abgerundete Finger 6 kann in den Nutenkopf des Hebeis 10 eingreifen, der die Verschiebung des
Verschiebbaren Zahnrades ρ steuert
Während der Verschiebung des Schalthebels 1 nach
rechts oder nach links, ausgehend von seiner Mittelste!*
jung, befinden sich die Gleitkörper 13,14 abwechselnd
in Anlage an einem Abschlußdeckel 30, durch den der Schalthebel 1 hindurchführt, und die Schwenkachse 12
verschiebt sich leicht in ihren Gleitkörpern. Zum Zweck des Erleichterns der Schwenkung des Schalthebels 1 bei
den Bewegungen der Gangwahl, die um eine Achse ZZ' senkrecht zur Ebene der Fig. 1 (zu erkennen in Fig. 3;
erfolgen, trägt die innere Fläche des Abschlußdeckels 30 der Vorrichtung Gelenkkanten 31,32, die senkrecht zur
Schwenkachse 12 verlaufen. Die Gelenkkanten sind vorzugsweise in den Deckel 30 eingedrückt.
In der Fig.4 ist eine Variante dargestellt Gewisse
Elemente und Organe, die in dieser Variante benutzt werden und die identisch mit den Elementen und
Organen der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung sind, wurden nicht beschrieben und sind ausgehend von dem
Bezugszeichen 40 oder 400 mit Bezugszeichen versehen. Im Gegensatz hierzu ist das Gelenk 41c des
Schalthebels 41 aus einer Schwenkachse 412 gebildet die an ihren Enden in festen Gleitkörpern 413,414 sitzt,
die auf einer Schulter 415 des Gehäuses 42 ruhen. Der Schalthebel 41 dreht sich auf der Höhe des Gelenkes 41 c
um die Schwenkachse 412 und kann sich relativ zu ihr in der Ebene oer Figur gegen den elastischen Widerstand
neigen, der von einer Federgruppe au^eübt wird. Diese
Federgruppe umfaßt eine Hauptfeder 41ό, die in einer Ausnehmung 420 des oberen Teils 41a des Schalthebels
41 liegt und sich über einen Stößel 421 auf die Schwenkachse 412 stützt Die Wirkungslinie X der
Feder ΪΙ6 ist axial gegenüber der Achse Y des
Schalthebels 41 um ein Maß d versetzt. Das Gelenk 41c hat weiterhin eine längliche Bohrung 422, durch die die
Schwenkachse 412 hindurchgeht und deren Form in der F i g. 5 veranschaulicht ist. Diese Bohrung hat eine
vertikale Symmetrieebene, die in der Ebene der Fig.4
liegt und durch ihre Spur Δ in der F i g. 5 dargestellt ist. Der Durchmesser der Schwenkachse 412 ist kleiner als
die Abmessungen der länglichen Bohrung 422 in Richtung der Syrimetrieebene, so daß der Schalthebel
41 Bewegungen in der Ebene der F i g. 4 um eine weitere Achse O machen kann, die senkrecht zur Ebene der
F i g. 4 ist, die durch den Berührungspunkt des Stößels 421 und der Schwenkachse 412 geht. Die versetzte Lage
der Wirkungslinie der Hauptfeder 416 erlaubt also, wie in dem vorangegangenen Beispiel, den elastischen zu
überwindenden Widerstand beim Schalten aus der Leerlaufstellung in den Rückwärtsgang gegenüber dem
elastischen Widerstand zu unterscheiden, rier beim Wählen eines Vorwärtsganges aus der L^erlaufstellung
zu überwinden ist.
Andererseits gestattet das Eintauchen des Schalthebels das Betätigen der Schaltstangen, die auf unterschiedlichen
Höhenlagen angeordnet sind. Die Schaltvorrichtung gemäß Fig. 4 wird vervollständigt durch
einen Abschlußdeck··-;! 430, der die Gleitkörper 413, 414
festhält, und durch bekannte elastische Ringe 423, die zwischen dem Schalthebel 41 und jedem der Gleitkörper
4'.J, 414 angeordnet sind, um den Hebel in seiner Leerlaufstellung zu zentrieren.
Es ist ersichtlich, daß die Schwenkachse 13 und die Gelenkrippen 31, 32 einerseits und die Schwenkachse
412 und die Achse O andererseits es möglich machen, leicht den Bedingungen der Gangwahl und des
Einschaltens der unterschiedlichen Stufen des Getriebes zu genügen.
Mit der beschriebenen Schaltvorrichtung wird es
ermöglicht, den beim Schalten aus der Leerlaufstellung in eine höhere Geschwindigkeitsstufe zu überwindenden
Widerstand vor dem zu unterscheiden, der beim Schalten aus der Leerläufstellung in den Rückwärtsgang
erforderlich ist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Mechanische Schaltvorrichtung für ein Stufenschaltgetriebe mit einem schwenkbar gelagerten
Schalthebel, der durch die Einwirkung von Federn mit unterschiedlicher Federkraft auf entsprechende
Gleitkörper in seine Leerlaufstellung vorgespannt ist, wobei die beim Schalten in einen höheren Gang
zu überwindenden Kräfte unterschiedlich von denen sind, die beim Schalten in einen niederen Gang oder
Rückwärtsgang zu überwinden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (12; 412) des Schalthebels (1) durch einen das Gehäuse
(2; 42) abschließenden Deckel (30; 430) festgelegt ist und auf die Schwenkachse senkrecht zu ihr
angeordnete Federn (15, 16; 416) über Gleitkörper (13,14; 421) einwirken, wobei die Wirkungslinien (X,
X') der Federn axial gegenüber der Leerlaufstellung des Schalthebels versetzt sind.
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die zwei ungleichen Federn (15, 16) in Ausnehmungen (17. 18) des Gehäuses (2)
angeordnet sind, und daß jede Feder (15, 16) sich über einen beweglich auf jedem Ende der Achse (12)
des Schalthebels (1) sitzenden Gleitkörper (13,14) an dessen Unterseite abstützt, während dessen Oberseite
mittels der Gleitkörper (13, 14) an Gelenkkanten (31, 32) gedrückt wird, die senkrecht zur Achse (12)
verlaufen und in den Abschlußdeckel (30) des Gehäuses (2) eingepreßt sind, der von dem
Schalthebel (1) durchquert wird (F i g. 1).
3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückführung des Schalthebels (41) in seine ^eerlaustellung über eine
Federgruppe mit einer Kauptfedei (416) erfolgt, die in einer Ausnehmung (420) de:. Schalthebels (4Ia^
sitzt und die sich auf die Achse (412) des Schalthebels (41) über den Gleitkörper (421) abstützt, wobei
dessen Berührung mit der Achse (412) eine zweite Gelenkachse (O) des Schalthebels (41) bestimmt, die
orthogonal zu der ersten Achse (412) verläuft und daß diese Achse (412) ein im Schalthebel (41)
angeordnetes Langloch (422) mit Spiel durchquert und an jedem Ende fest in prismatischen Würfeln
(413,414) gelagert ist, die auf einer Schulter (415) des Gehäuses (42) ruhen (Fig. 4).
Applications Claiming Priority (1)
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- 1978-02-10 SE SE7801591A patent/SE7801591L/xx not_active Application Discontinuation
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