DE277114C - - Google Patents

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DE277114C
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electrodes
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microphone
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R21/00Variable-resistance transducers
    • H04R21/02Microphones

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 277114 -KLASSE 21 a. GRUPPE
ANDREW PLECHER in LAS ANIMAS, V. St.-A.
Mikrophon. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Mai 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Mikrophon, bei welchem die beiden Elektroden, solange sie sich in Ruhe befinden, außer mechanischer Berührung stehen. Die1 eine der Elektrodenflächen wendet der anderen eine große Anzahl feiner Spitzen zu, durch welche der Stromübergang bei Erregung der Sprechschwingungen ermöglicht wird, um die Mikrophonwirkung zu erreichen. Die Elektroden
ίο stehen einander nahe genug, um einen dauernden Stromfluß dadurch aufrecht zu erhalten, daß das Dielektrikum leitend \vird. Die schwingende Elektrode besteht zweckmäßig aus einer Gummimembran mit einem Belag aus Goldfolie o. dgl.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist
■20 auf dem Sockel 1 ein Fuß 2 mit einer Säule 3 angebracht. Diese trägt einen Klemmring 4, der eine kreisförmige Rippe am Ende eines Schalltrichters 6 umschließt. Zwischen dem Klemmring 4 und derRippe 5 ist eine biegsame Membran 7 festgeklemmt, die zweckmäßig aus Gummi besteht. Über diese Membran ist eine Folie oder ein Film 8 aus Blattgold, Blattsilber, Platin, Aluminium, Graphit oder einem anderen geeigneten leitenden Material gelegt.
Goldfolien sind im allgemeinen am zweckmäßigsten. Die Folie 8 ist genügend groß, um in elektrischem Kontakt mit dem Klemmring zu stehen, der vermittels einer Klemmschraube 9 mit dem einen Pol 10 des Stromkreises verbunden ist. Auf dem Sockel 1 befinden sich noch Führungen 11, in denen ein Fuß 12 verschiebbar ist. Letzterer trägt eine Säule 13, die in einer Scheibe oder Platte 14 endigt, deren eine Fläche parallel mit der Folie 8 liegt. Eine Schraube 15 ist in die Säule 13 eingesetzt und drehbar, aber unverschieblich am Sockel 1 gelagert, so daß die Entfernung zwischen der Platte 14 und der Folie 8 durch Drehen der Schraube verändert werden kann. Eine Klemmschraube 16 an der Säule 13 dient zum Anschluß des anderen Poles 17 des Stromkreises. Die Scheibe 14 ist auf der der Folie oder dem Film 8 zugewendeten Seite gerieft oder kreuzweise geriffelt oder sonstwie gerauht, so daß sie eine große Anzahl von Spitzen besitzt und nicht am Film anklebt (Fig. 2). In der Zeichnung ist die Entfernung zwischen den Elektroden 14 und 8 übertrieben. Der Abstand wird so geregelt, daß die beiden Elektroden eben außer Berührung stehen, wenn die Membran in ihrer Ruhelage ist. Der Stromkreis wird mit einem Strom von hoher Stärke, aber niedriger Spannung gespeist. Wenn die Membran durch Schallwellen in Schwingung versetzt wird, so trifft die Folie 8 gegen die Platte 14 und schließt den Stromkreis. Bei der Rückschwingung hebt sich der Film 8 von der Platte 14 ab, aber der Stromdurchgang wird nicht mehr vollständig unterbrochen, da die zwischen den beiden Elektroden befindliche dielektrische Luftschicht leitend wird. Je nach der Änderung des Abstandes beider Elektroden ist der Übergangswiderstand verschieden. Da die Veränderungen des Widerstandes sehr be-
trächtlich sind und den Schwingungen der Membran genau entsprechen, erhält man eine sehr -wirksame Übertragung des Schalles.
Fig. 3 erläutert eine vollständigere und mehr ausgearbeitete Bauart als Fig. i. Auf einer Säule 19 ist um einen Zapfen 20 drehbar ein Kopf 21 angebracht. Der Kopf 21 kann aus Metall bestehen. Er ist gewöhnlich im Umriß kreisförmig und besitzt eine Aussparung 22, die durch eine mittlere Bohrung 23 mit einer Aussparung 24 von kleinerem Durchmesser in Verbindung steht. Eine ringförmige Rippe 25 mit abgerundeter Außenkante 26 umgibt die Aussparung 22, und rings um diese Rippe befindet sich ein Kanal 27. Der Kopf 21 besitzt ein Außengewinde 28, auf welches das Innengewinde eines Flansches 29 einer Kappe 30 aufgeschraubt wird. Die Kappe umschließt die Aussparung 22, die Rippe 25 und den Kanal 27 und trägt einen Schalltrichter 31. Die Kappe 30 besteht gewöhnlich aus Hartgummi oder ähnlichem Material. Die Rippe 25 trägt eine Membran 32 aus elastischem Gummi oder anderem geeigneten Material, welche die Aussparung 22 überdeckt und auf der dieser Aussparung zugewendeten Seite mit einem Film 33 aus Blattgold oder ähnlichem leitenden'Material versehen ist. Blattgold ist vorzuziehen, weil es gegen alle Einflüsse der Luft nicht empfindlich ist und einen guten elektrischen Leiter darstellt. Der Belag 33, den der Film darstellt, ist groß genug, um mit der Rippe 25 guten elektrischen Kontakt zu geben. Diese Rippe besteht in jedem Fall aus leitendem Material, auch wenn der Kopf 21 nicht leitend sein sollte. Die Membran 32 wird zwischen zwei Ringe 34 und 35 geklemmt, welche z. B. aus Metall bestehen und doppelwandig sein können, so daß sie die Membran mit einer gewissen Elastizität erfassen. Einer dieser Ringe ist mit einer Rinne 36, zur Aufnahme von Kugeln 37, versehen, welche mit der inneren Fläche der Kappe 30 in Berührung treten, so daß diese leicht auf den Kopf geschraubt werden kann. Damit werden aber auch die Ringe in den Kanal 27 hineingedrückt und die Membran gespannt, ohne daß eine Verdrehung der Ringe eintritt.
Durch den Kanal 23 geht eine Stange 38, die durch eine Muffe 39 aus Isoliermaterial hindurchgeführt wird, wenn der Kopf 21 leitend ist. An einem Ende trägt die Stange 38 eine.Scheibe 140' ähnlich der Scheibe 14 der Fig. i, und eine Seite dieser Scheibe ist quer gerieft oder genutet oder kreuzweise geriffelt, so daß eine große Anzahl dicht nebeneinander liegender Vorsprünge 40 entstehen, welche in der Praxis so klein sind, daß die freie Fläche der Scheibe I4a mehr oder weniger gerauht erscheint. Die Spitzen der Vorsprünge liegen so genau als möglich in einer Ebene und parallel zur Ebene des Films 33. Die Vorsprünge sind dem Film 33 so nah als möglich, ohne ihn aber zu berühren, solange die Teile sich in Ruhe befinden. In der Zeichnung ist die Größe und Entfernung, um größere Klarheit zu gewinnen, etwas übertrieben. In der Praxis hat der Kopf 21 ungefähr die bei den Sendern der gewöhnlichen Telephone gebräuchliche Größe.
Das Ende 41 der Stange 38 ist mit Gewinde versehen, tritt in die Aussparung 24 ein und trägt dort eine Mutter 42, die an einer federnden Unterlagscheibe 43 angebracht ist. Letztere drückt ihrerseits gegen eine andere Scheibe 44 aus isolierendem Stoff, z. B. Glimmer, welche auf der Innenwand der Aussparung 24 aufliegt. Über die Muffe 39, zwischen der hinteren Fläche der Scheibe 14" und dem Boden der Aussparung 22, ist eine Feder 45 geschoben, die gegen eine Scheibe 46 aus Glimmer 0. dgl. drückt. Das mit Gewinde versehene Ende 41 der Stange 38 trägt ferner eine Klemmschraube 47, um eine Leitung 48 aufzunehmen. Eine Schutzkappe 49 verdeckt die Aussparung 24 und die darin enthaltenen Teile. Sie ist mit dem Kopf 21 durch Schrauben 50 verbunden. Die Leitung 48 ist durch ein Loch 51 in der Kappe 49 hindurchgeführt. Die andere Leitung 52 des .Stromkreises ist unmittelbar an dem metallenen Kopf 21 befestigt. Der Film 33 und die Platte 140 bilden daher verbreiterte Pole oder Elektroden des lokalen Senderstromkreises.
Bei den beiden gezeichneten Ausführungsformen kann man einen viel stärkeren Strom anwenden, als es bei Körnermikrophonen der Fall ist, bei denen die Kohlenkörner leicht zusammenbacken. Die Spannung der Gummimembran kann bei der Ausführungsform nach Fig. 3 durch Drehung der Kappe 30 verändert werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mikrophon, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingbare Elektrode (8) und die feste Elektrode (14) ausgedehnte leitende Flächen einander zukehren und die eine der Elektrodenflächen (14) so gerauht oder gerieft ist, daß eine Vielzahl feiner Spitzen (40) entsteht, welche in der Ruhelage der schwingbaren Elektrode (8) außer Berührung mit dieser stehen, aber beim Schwingen mit der Elektrode in Berührung kommen.
2. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Elektroden durch eine elastische Gummimembran (7) gebildet wird, deren eine Fläche mit einem leitenden Filmüberzug (8) aus
Gold ο. dgl. versehen ist, welcher so dünn ist, daß die Schwingungen der Membran dadurch nicht gestört werden.
3. Mikrophon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden einander so nahe gegenübergestellt sind, daß der unter der Wirkung der Schallwellen durch Herstellen des Kontaktes beim Schwingen der einen Elektrode gegen die andere eingeschaltete Stromkreis auch während des Zurückschwingens dadurch geschlossen erhalten wird, daß das Dielektrikum den Zwischenraum zwischen den Elektroden leitend überbrücken kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT277114D 1913-05-02 Active DE277114C (de)

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