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Kontaktdetektor für elektrische Schwingungen.
Bei den Empfangsanordnungen der drahtlosen Nachrichtenübermittlung finden insbesondere Kontaktdetektoren Verwendung, deren Elektroden aus festem Material bestehen. Da die Empfindlichkeit derartiger Detektoren durch Veränderung des Auflagedrucks der Elektroden wesentlich beeinflusst werden kann, war bei den bisher bekannten Detektoren eine solche Einrichtung getroffen, dass entweder eine willkürlich Trennung der Kontakte zu irgend einer Zeit durch Befestigung des einen Kontaktes an einem von Hand betätigten Organ erfolgen konnte oder dass diese Trennung durch Bewegung eines mit dem Detektor nicht im Zusammenhang stehenden Schalters des Empfangskreises bewirkt wurde.
Es hat sich nun gezeigt, dass die Empfindlichkeit wesentlich abnehmen und unter Umständen ganz verschwinden kann, ohne dass eine äussere mechanische oder elektrische Beeinussung der Kontakte erfolgt ist. Dieser Übelstand wird jedoch, wie sich gezeigt hat, vermieden, wenn jedesmal, wenn der Detektor aus dem Schwingungskreis herausgenommen wird, eine Trennung der Kontakte stattfindet.
Gegenstand der Erfindung ist demgemäss eine Einrichtung, bei welcher diese Trennung der Kontakte automatisch beim Herausnelunen des Detektors erfolgt nd bei der demnach im Gegensatz zu den früheren Einrichtungen weder eine Zerstörung der Verbindung zwischen der die Kontakte beeinflussenden Schaltvorrichtung und dem Detektor beim Herausnehmen stattfinden muss, noch die Stellung der Kontakte in diesem Fall von der Aufmerksamkeit de Manipulierenden abhängt. Gleichzeitig tritt der vorliegenden Erfindung gemäss eine Wieder- berührung der Kontakte beim Einschalten automatisch ein, so dass sich die vorzunehmenden Operationen gänzlich auf das Herausnehmen bzw. Einsetzen des Detektors in den Schwingung-
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übergehen.
Die Erfindung kann in mehrfacher Weise verwirklicht werden. Ein einfaches Ausführungbeispiel für einen Detektor, welcher in bekannter Weise dadurch eingeschaltet wird, dass zwei an der Grundplatte des Gehäuses angebrachte, um 180"versetzte Messer in die beiden Kontaktfedern des Empfangskreises hineingedreht oder in anderer Weise mit diesen in feste, leitende Verbindung gebracht werden, ist in der Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 (Schnitt A-B) den nicht eingeschalteten Detektor mit getrennten Kontakten, Fig. 2 (Schnitt C-D) den betriebsfähig eingeschalteten Detektor zeigt.
In beiden Figuren gelten die gleichen Bezugszeichen, und zwar bedeuten : a das untere äussere Gehäuse, welches zweckmässig aus Hartgummi besteht b und c sind die beiden Metallkontakte, durch welche der Detektor m den Empfangskre eingeschaltet wird. Die elektrischen Schwingungen teilen sich über die Leitung d ; dem aus leitendem Material (z. B. Messing) bestehenden Bügel e mit und gehen über den Metall- halter durch das Kontaktstück auf die Gegenelektrode h über. Diese Elektrode h ist auf einer Schraube n drehbar angeordnet, ebenso wie die Elektrode 9 auf dem Metallhalter f.
Über die Spindel i gehen die Schwingungen durch die Metallführung m auf die Zuleitung d über, welche ihrerseits mit dem zweiten Kontaktmesser c in Verbindung steht.
Gemäss vorliegender Erfindung wird nun die Anordnung derart getroffen, dass die Elektroden des Detektors im Ruhezustand (Fig. 1) dauernd voneinander getrennt sind und in einer bestimmten
Lage voneinander gehalten werden. Dieses kann, wie in dem Ausführungsbeispiel dargestellt ist. dadurch erreicht werden, dass eine Druckfeder q vorgesehen wird, welche bestrebt ist, den gesamten, die Elektrode h tragenden Teil bis zu einem bestimmten Anschlag heruntrzu. aehen.
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genommen. derart.. dass die Feder q zusammengedrückt wird. Dadurch wird dem Stift,. Spiel- raum gegeben und damit der Spindel i die Möglichkeit, sich nach oben auf die Elektrode 9 hin zu bewegen.
Diese Bewegung erfolgt selbsttätig mit Hilfe der Feder L
Die Anordnung kann ferner so getroffen werden, dass auch in eingeschaltetem Zustand die Elektroden voneinander getrennt werden können, indem man auf die Laufmutter k drückt.
Ein weiterer Vorteil ist dadurch gegeben, dass die eine Elektrode 9 in bekannter Weise
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welche ohne Gewinde auf der Spindel i drehbar angeordnet ist, beliebig geändert werden. Der Druck der beiden Kontaktstellen und h aufeinander, welche aus dem für die Zwecke der Wellentelegraphie üblichen Material bestehen können, wird durch die Laufp1utter k geregelt.
Ein weiterer Vorteil kann dadurch erreicht werden, dass die Spiralfeder I eine verhaitnis- mässig grosse Länge und eine beliebige Spannkraft haben kann, so dass bei entsprechender Wahl dieser beiden Grössen durch Drehung der Schraube k eine sehr feine Druckänderung mit Bezug auf die Berührung der beiden Elektroden herbeigeführt werden kann.
Der Detektor ist in üblicher Weise durch eine Isolatorkappe o nach aussen geschützt, welche vorteilhaft aus durchsichtigem Material, z. B. Zelluloid, besteht, so dass man sich nach Einschalten des Detektors ohne Abnahme der Kappe davon überzeugen kann, dass die Elektroden sich berühren.
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in eingeschaltetem Zustande direkt erfolgen, indem die Kappe o abgenommen wird. Die beiden Schrauben k und n sowie der drehbare Metallhalter f sind dann ohneweiters zugänglich, da der Leiter e als einfacher Bügel ausgebildet ist.
Das hergestellte Ausführungsbeispiel kann wesentliche konstruktive Abänderungen erfahren, ohne dass an dem Wesen der Erfindung etwas geändert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kontaktdetektor für elektrische Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, dass die in be-
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Zustand des Detektors berühren und sich beim Herausnehmen des gesamten Detektors aus dem Stromkreis selbsttätig auf mechanischem Wege trennen. 80 dass der Kontakt im Ruhezustand unterbrochen ist.