DE276702C - - Google Patents

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DE276702C
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air
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DENDAT276702D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62JCYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
    • B62J17/00Weather guards for riders; Fairings or stream-lining parts not otherwise provided for
    • B62J17/08Hoods protecting the rider
    • B62J17/083Frame mounted hoods specially adapted for rider propelled cycles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62JCYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
    • B62J17/00Weather guards for riders; Fairings or stream-lining parts not otherwise provided for
    • B62J17/10Ventilation or air guiding devices forming part of fairings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 276702 KLASSE 63g. GRUPPE
ETIENNE BUNAU VARILLA in PARIS.
des Gleichgewichts.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Oktober 1913 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Windschneidevorrichtung für Fahrzeuge mit dynamischer Aufrechterhaltung des Gleichgewichts, wie Fahrräder und Motorräder. Der Zweck der Erfindung liegt darin, den'Luftwid ei stand durch geeignete Formen zu verringern.
Die allgemeine Idee, die Bewegung eines Fahrzeuges zu erleichtern, indem man die entsprechenden Konstruktionsflächen der Maschine so gestaltet oder diese Flächen und die Widerstandsflächen der auf dem Fahrzeug befindlichen Personen mit solchen Flächen umhüllt, daß das Eindringen in die Luft erleichtert und die Wirbelbildung hinter dem Fahrzeug vermieden wird, ist schon längst bekannt, und man hat versucht, sie auf mannigfache Art bei Fahrzeugen mit statischem Gleichgewicht wie Automobilen u. dgl. zu verwirklichen, insbesondere nachdem man sich seit mehreren Jahren mit dem Studium des Vogelfluges befaßt hat; auch hat man — ohne praktischen Erfolg — bereits vorgeschlagen, Zweiräder mit einem keilförmigen Windschirm am vorderen Ende zu versehen.
Das System, welches den Gegenstand der Erfindung bildet, kennzeichnet sich dadurch, daß der theoretische Eindringungskörper, welcher die Oberfläche der möglichst widerstandslosen Eindringung in die Luft und Bewegung durch die Luft' bestimmt, auf den vorderen und hinteren Teil des Fahrzeuges verteilt werden kann, indem man zwischen diesen beiden Teilen eine Lücke läßt, welche für den Zugang zur Maschine nötig ist und deren Vorhandensein nur bei den Maschinen mit dynamiscbem Gleichgewicht unumgängliches Erfordernis ist, da diese Maschinen in der Ruhe keine Stabilität besitzen und somit beim Anfahren rasch in Schwung gebracht werden müssen, während beim Anhalten der Fahrer rasch die Füße auf den Boden bringen muß. Diese Lücke ist so klein wie möglich gehalten, so daß die Luftleitkörper am vorderen und hinteren Ende des Fahrzeuges trotz dieser Lücke sich in der Luft wie ein einheitlicher Körper verhalten. Die Lücke kann im Bedarf sf alle gegen das Eindringen schräger Windstöße durch zwei Verschlußstücke, beispielsweise in Form von Klappen, abgedeckt werden, die gelenkig angeordnet sind und den vorderen oder Eindringungsteil des Luftleitkörpers mit dem rückwärtigen oder Wiedergewinnungsteil verbinden und so in vollkommener Weise die vorn abgelenkten Luftstrahlen nach dem Wiedergewinnungskegel leiten.
Der rückwärtige Wiedergewinnungskegel besitzt auch einen Hilfseindringungskegel, welcher dazu bestimmt ist, die zufällig auftretenden abirrenden Luftstrahlen auf den Wiedergewinnungskegel abzulenken.
Der vordere und hintere Teil des Luftleitkörpers sind mit dem Rahmen der Maschine in beliebiger Weise verbunden, und dieser gesamte Luftleitkörper verhält sich bei der Bewegung in der Luft wie ein vollständig einheitlicher Körper.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsforrnen der Erfindung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt einer Ausführungsform mit Klapptüren und einem Hilfseindringungskegel. Diese Ausführungsform umhüllt sozusagen vollständig die Maschine und den Fahrer.
Fig. 2 ist ein Grundriß und
Fig. 3 ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. i.
ίο Fig. 4 zeigt in Seitenansicht eine Ausführungsform, bei welcher das Lenkrad der Maschine von dem vorderen Teil des Luftleitkörpers nicht vollständig umhüllt wird. Die Fig. 5 und 6 zeigen einen Längsschnitt und einen Grundriß einer Ausführungsform, bei welcher der hintere Teil des Luftleitkörpers umfangreicher ausgebildet ist als der vordere Teil.
Bei allen Ausführungsformen ist der Fahrzeugrahmen des beispielsweise veranschaulichten Zweirades mit 1 bezeichnet.
Der Luftleitkörper der Ausführungsfoim nach Fig. ι bis 3 umfaßt einen vorderen Eindringungsteil oder eigentlichen Windschneider 2 und einen rückwärtigen Wiedergewinnungsteil 3.
Zwischen diesen beiden Teilen befindet sich eine den Zugang zur Maschine ermöglichende Lücke. An den vorderen Teil 2 sind die beliebig geformten, beispielsweise die Form von Klapptüren besitzenden Verschlußteile 5, 5' angelenkt, welche nach rückwärts umschlagen und sich, wenn die Maschine im Lauf ist, gegen den rückwärtigen Teil 3 legen. Die durch den Eindringungsteil 2 abgelenkten Luftstrahlen werden auf diese Weise vollkommen geführt, und der Fahrer ist gegen seitliche Windstöße geschützt.
Obwohl, wie dargestellt, die Verschlußstücke sich unter dem Einfluß der Fortbewegung von selbst schließen, können diese Verschlußstücke 5, 5' auch so eingerichtet sein, daß sie sich automatisch schließen, sobald der Fahrer auf der Maschine Platz genommen hat, oder sie können auch vom Fahrer nach Belieben geschlossen werden. In jedem Falle ist die Beschaffenheit dieser Verschlußstücke dieselbe wie diejenige der Teile 2 und 3, und ihre Anlenkung an den Teil 2 kann in beliebiger Art bewirkt werden.
Der hintere Teil 3 der Vorrichtung nimmt an seinem vorderen Ende die Form eines Eindringungskegels 6 an, in welchen durch geeignete Öffnungen, das Antriebsrad und der Sitz der Maschine eintreten sowie im Bedarfsfall auch ein Teil des Körpers des Fahrers.
Dieser Hilfseindringungskegel 6 ist dazu bestimmt, die Luftstrahlen, welche in das Innere der Vorrichtung einzudringen streben, abzulenken und sie auf den rückwärtigen Wiedergewinnungskegel zu richten.
Die mit durchsichtiger Verkleidung versehenen Luken 7 im Vorderteil und an den Seiten des Apparates ermöglichen es dem vollständig eingeschlossenen Fahrer, zu sehen und sich zu orientieren.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 schließt der Vorderteil .2 des Wind Schneiders das Lenkrad der Maschine nicht vollständig ein, vielmehr tritt dieses Rad durch eine hierfür vorgesehene öffnung hindurch und ragt nach außen vor. Diese öffnung ist derart eingerichtet, daß das Lenkrad frei ausschwingen kann. Ein an den Schwenkbewegungen des Rades teilnehmender Verschluß schließt die Durchtrittsöffnung ab. Andererseits besitzt der obere Teil der Verschlußstücke 5, 5' dort, wo dieselben sich vereinigen, einen Ausschnitt, welcher es dem Fahrer gestattet, sich nach Wunsch aufzurichten. Damit der Fahrer aber nicht durch die von dem Teil 2 des Apparates abgelenkten Luftstrahlen behindert wird, ist ein- Vorsprung 8, der einen Windabieiter bildet, am hinteren Rande des Teiles 2 angebracht.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 5 und 6 ist der rückwärtige Teil des Apparates umfangreicher ausgebildet als der Vorderteil. In diesem Falle besitzt der verkleinerte Teil 2a eine konkave Oberfläche von parabolischer Form und größerer oder geringerer Ausdehnung und größerer oder geringerer Krümmung. Dieser Teil ist wiederum mit dem Maschinenrahmen in beliebiger Weise verbunden. Die konkave Krümmung des Vorderteils 2a gewährleistet einen tunlichst geringen Widerstand beim Eindringen in die Luft und bei der Bewegung durch die Luft. Der ausgeweitete rückwärtige Rand 8a des Teiles" 2 bildet einen Windschirm und schafft eine windstille Zone für den Fahrer, der sich zwischen dem vorderen und hinteren Teil des Windschneiders in der für ihn vorgesehenen Lücke befindet. Der durch den verjüngten Vorderteil 2a des Windschneiders gebildete Luftschleier schließt den Apparat vollständig ein und trifft hinter dem Fahrer, selbst wenn keine Verschlußstücke 5, 5' angeordnet sind, auf den auf Kraftwiedergewinnung berechneten rückwärtigen Teil 3, der mit dem Hilfseindringungskegel 6 versehen ist.
Alle die beschriebenen Ausführungsformen sind nur schematisch dargestellt, sowohl was die Ausführung der Flächen als auch die Befestigungsmittel usw. betrifft. Die Teile 2 und 3 sowohl wie die Verschlußstücke 5,5', falls solche vorhanden sind, können in beliebigem gießbaren, preßbaren oder stampfbaren Material ausgeführt und mit beliebigen Rippen oder Ver-Stärkungseinlagen versehen, sowie auch mit einer beliebigen Deckschicht oder Dichtungsschicht versehen sein. Im Bedarfsfalle kann die Einrichtung auch so getroffen sein, daß die verschiedenen Teile des Windschneiders sich zusammenfalten, zusammenrollen oder zusammenpacken lassen, so daß sie einen sehr geringen
Raum einnehmen und einen Teil des Fahrergepäcks bilden können. Schließlich sind die Mittel zur Anbringung des Windschneiders am Rahmen des Fahrzeuges, gleichviel welcher Art sie sind, stets so beschaffen, daß sie ein rasches Anbringen und Abnehmen des Windschneiders durch den Fahrer selbst zu beliebiger Zeit gestatten.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Windschneider für Fahrzeuge, wie Fahrräder u. dgl., mit dynamischer Aufrechterhaltung des Gleichgewichts, dadurch gekennzeichnet, daß zwei zwischen sich eine Lücke für den Fahrer freilassende, auf geringen Widerstand beim Eindringen in die Luft unfl. bei der Fortbewegung berechnete Teile (2,3) je vorn und hinten am Fahrzeugrahmen (1) angebracht sind, wobei die Lücke so angeordnet ist, daß sie den geringsten Widerstand zwischen. den beiden sie abgrenzenden Flächen darbietet und die Vorrichtung vermöge des Vorderteils (2) leichter in die Luft eindringt, während durch den rückwärtigen Teil (3) eine Kraftwiedergewinnung aus den vom Vorderteil abgelenkten Luftstrahlen bewirkt wird, zum Zwecke, eine sehr hohe Fortbewegungsgeschwindigkeit zu ermöglichen oder den Kraftbedarf für eine bestimmte Geschwindigkeit zu verringern.
2. Windschneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lücke durch Verschlußstücke (5, 5') vorteilhaft in Form von Klappen verschließbar ist, die' am Vorderteil (2) des Windschneiders angelenkt sind und nach dem rückwärtigen Teil (3) hin umschlagen, so daß ohne Beeinträchtigung des freien Zugangs zur Maschine die vom Vorderteil des Windschneiders abgelenkten Luftstrahlen in vollkommener Weise nach hinten abgeleitet werden, insbesondere im Falle schräger Windstöße, so daß der Fahrer in geeigneter Weise gegen Wind geschützt ist.
3. Windschneider nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet-, daß der rückwärtige Teil oder Kraftwiedergewinnungsteil (3) an seinem vorderen Ende mit einem Hüfseindringungskegel (6) versehen ist, der dazu bestimmt ist, die abirrenden Luftstrahlen, die in das innere der Vorrichtung einzudringen streben, abzulenken und sie auf den Wiedergewinnungskegel· (3) zu leiten.
4. Wind schneider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere der beiden voneinander unabhängigen, am Fahrzeugkörper befestigten Teile (2, 3) umfang, reicher gestaltet ist als der vordere Teil. welch letzterer zu einem parabolischen Eindringungsschnabel (2a) mit konkaver Oberfläche (8a) reduziert ist, die Luft ableitet und sie auf den Wiedergewinnungskegel (3) lenkt, der an seinem vorderen Ende mit, einem im Bedarfsfalle einen Teil des Fahrkörpers miteinhüllenden Hilfseindringungskegel (6) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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