DE2748880C3 - Verfahren zum Drucken mit Entwicklungsfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zum Drucken mit Entwicklungsfarbstoffen

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DE2748880C3 DE19772748880 DE2748880A DE2748880C3 DE 2748880 C3 DE2748880 C3 DE 2748880C3 DE 19772748880 DE19772748880 DE 19772748880 DE 2748880 A DE2748880 A DE 2748880A DE 2748880 C3 DE2748880 C3 DE 2748880C3
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    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/58Material containing hydroxyl groups
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    • D06P3/68Preparing azo dyes on the material

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Description

NH2
eingesetzt wird, in der R1 Wasserstoff, Alkyl oder Alkoxy mit jeweils 1 —4 Kohlenstoffatomen und einer der Substituenten R2 Nitro und der andere Alkoxy mit 1 —4 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Die DE-PS 24 49 782 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Drucken mit Entwicklungsfarbstoffen auf cellulosehaltigen! oder ausschließlich aus Cellulose bestehendem Textilmaterial durch Bedrucken des Gewebes mit einer Druckpaste, die
a) die alkalische Lösung einer für den Entwicklungsfarbstoff-Druck verwendbaren Kupplungskomponente.
b) die Dispersion eines zur Herstellung von Entwick lungsfarbstoffen geeigneten Amins.
c) Natnumnitrit und
d) eine Druckverdickung enthält,
und Entwickeln des Drucks mit sauren Mitteln, das dadurch gekennzeichnet ist. daß die Farbstoffbildung durch saures Dämpfen herbeigeführt wird, vorzugsweiie mit überhitztem Dampf von 130 bis 15O0C. wobei vorzugsweise der Dampf als saures Mittel Ameisensäure öder ein Gemisch aus Ameisensäure und Essigsäure enthält.
Aus der DE-OS 25 11 537 ist ein Verfahren zur Herstellung Von Drucken auf cellulosehaltigem oder ausschließlich aus Cellulose bestehendem Textilmaterial bekannt, bei dem mart das Gewebe mit einer Druckpaste bedruckt, die
a) die alkalische Lösung einer für den Entwicldungsfarbstoff-Druck verwendbaren Kupplungskomponente,
b) die Dispersion eines zur Herstellung von Entwicklungsfarbstoffen geeigneten Amins,
c) Natriumnitrit und
d) eine Druckverdickung enthält,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Farbstoffbildung auf der Faser durch Aufbringen von verdünnten wäßrigen Lösungen von organischen Säuren mit einer Mindestwasserlöslichkeit von 30 g pro 100 g Wasser, einem pK-Wert von 4,0 bis 2,5 bei 200C und einem Siedepunkt über 175° C bei Normaldruck, und anschließendes Dämpfen mit Neutraldampf oder rasches Trocknen herbeiführt. Bevorzugt wird hierbei das Gewebe mit Druckpasten bedruckt, die neben den Komponenten für die Entwicklungsfarbsfoife lösliche Leukoküpenschwefelsäureester-Farbstoffe enthalten.
Aus der FR-OS 75 31 816 ist es bekannt, daß als Amine für diese Verfahren vorzugsweise solche eingesetzt werden, die wenig oder überhaupt nicht wasserdampfflüchtig sind. Damit wird nicht nur eine gute Reproduzierbarkeit des Druckausfalls erzielt, sondern auch eine Reihe weiterer Vorteile erreicht, wie die Vermeidung von Vorrichtungen, die ein Austreten der Amindämpfe in die Atmosphäre beim Drucken, Dämpfen und Trocknen verhindern, Vermeidung von Maschinenstillständen durch Entfernung von kondensierten Aminen, sowie die Möglichkeit, Farbstoffklassen mimiverwenden, die durch Dämpfen fixiert werden.
Ähnliche Schwierigkeiten können bei der Verwendung von Aminen auftreten, die unter den Verfahrensbedingungen oder beim Trocknen zum Sublimieren neigen. Bei der Verwendung solcher Amine kann es dazu kommen, daß beim Lagern der getrockneten Drucke vor der Farbstoffentwicklung ein Absublimieren auf den Weißfond und auf Flächen stattfindet, die mit anderen Aminen bedruckt sind. Dadurch können die Farbtiefen vermindert und die Farbtöne verändert werden.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile vermeiden kann, wenn bei den Verfahren gemäß DE-PS 24 49 782 und DE-OS 25 11 537 als Amin eine Verbindung der Formel
eingesetzt wird, in der R; Wasserstoff. Alkyl oder ü Alkoxy mit jeweils 1—4 Kohlenstoffatomen und einer der Substituenten R2 Nitro und der andere Alkoxy mit
1 —4 Kohlenstoffatomen bedeuten
Ertindungsgegenstand ist daher das im Anspruch
genannte Verfahren
ho Als geeignete Amme seien genannt
ö-Nitro^amino-1 -methoxybenzol,
e^Nitro^-ämino'l-methoxy-benzol,
6-Nitfo-4-äminO'l-äthoxy-befizol,
S-Nitro-^-aniino^-methoxy^methyUbenzol,
e-Nitro^amino-U^dimethoxy-benzol,
5-Nitro-2'amino-l,4*dimethöxy-benzoIoder
5-Nitro*2-amino-l,4-diäthoxybenzöl.
Die für das erfindungsgemäße Verfahren benötigten Dispersionen der Amine können auf verschiedene, an sich bekannte Weisen bereitet werden:
So werden geeignete Dispersionen beispielsweise erhalten durch Vermählen des Amins in wäßriger Anschlämmung, zweckmäßigerweise in Gegenwart eines Dispergiermittels, um die Bildung von Agglomerationen zu vermeiden. Diese Operation kann in einer mit Kugeln gefüllten Roll- oder Schwingmühle erfolgen; besonders geeignet sind Rührwerkskugelmühlen, die mit Glasperlen oder mit natürlichem Sand gefüllt sind. Auch die Feinverteilung mittels eines sogenannten Dissolvers führt oft zu brauchbaren Ergebnissen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine feste Präparation in Wasser einzutragen, weiche durch Sprühtrocknen einer ein festes Dispergiermittel enthaltenden Basendispersion bereitet oder die durch Vermählen eines Gemisches aus einem festen Dispergiermittel und dem Amin, z. B. in einer Stiftmühle, hergestellt wurde. Geeignete Dispersionen können auch durch Eintragen einer Lösung eines Amins und eines geeigneten Dispergiermittels in einem wasserlöslichen Lösemittel in Wasser oder in die Druckpaste erhalten werden. Ist das Dispergiermittel flüssig und besitzt es ein genügendes Lösevermögen für das Amin, so kann auf ein gesondertes Lösemittel verzichtet werden.
Die verwendeten Dispergiermittel können anion- oder nichtionogener Natur sein und beispielsweise folgenden Substanzklassen angehören:
Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate, Arylsulfonate. Ligninsulfonate,
sulfonierte Kresol-Formaldehyd-Harze.
Formaldehyd-Naphthalinsulfon^äure- Kondensate. Carbacyl-amino- sulfonsäh/en.
Alkyipolyglykoläther, Alkylarylpt yglykoläther, !l Arylpolyglykoläther, Acylpolyglykolester.
Die Dispersionen bestehen zu etwa 25—60 Gew.-% aus Base und zu etwa 4—25 Gew.-°/o aus dem Dispergiermittel. Daneben können sie ein Mittel wie Glykol oder Glyzerin enthalten, um das Gefrieren oder Eintrocknen zu vermeiden, oder ein Fungizid, wie Pentachlorphenol, um eine etwaige Schimmelbildung während einer längeren Lagerung zu unterdrücken.
Als Druckverdickungen lassen sich alle alkalibeständigen korperarmen Verdickungen verwenden, ζ. Β Kernmehlätherverdickungen.
Die Druckpasten können noch übliche Druckereihilfsmittel wie Glycerin. Diglykol. Dihydroxydiäthylsulfid u. a. enthalten.
Neben den Komponenten für die Entwicklungsfarbstoffe können die Druckpasten zusätzlich auch lösliche Leukoküpenschwefelsäureesterfarbstoffe sowie Reaktivfarbstoffe, die gegen verdünntes Alkali und die anderen in den Druckpasten vorhandenen Stoffe bei Raumtemperatur genügend beständig sind, enthalten, wodurch die Colonerungsmöglichkeiten erweitert werden.
Als Kupplungskomponenten dienen für die Durchführung des neuen Verfahrens vorzugsweise niedrig- oder mittelsubstantive Arylamide der Acetessigsäure, der 2-Hydroxyinaphthalini3-carbönsäure oder heterocyclic scher ö'Hydröxycarborisäuferi. Genannt seien beispielsweise
S'Chlor^-acetoacetylamino^l^dimethoxy^benzol, 4,4''Bis-(acetoacetyl*amino)-3)3''dimethyN
diphenyl und
2*Aceloacetyl-aminoi6-äthoxyibenzthiazol,
weiter 2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure-phenylamid und dessen im Phenylrest durch niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppen oder Chlor substituierte Derivate, wie
2-Hydroxynaphthalin-3-carbonsäure-
(2'-rnethyl-phenyl-1 ')-amid,
2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-
(2'-rnethoxy-phenyl-1 ')-amid,
2-Hydroxy-naphthaIin-3-carbonsäure-
(3'-chlor-6'-methoxy-phenyl-l ')-amid sowie
2-Hyd:roxy-carbazol-1 -carbonsäure-(4'-chlor-phenyl-1 ')-amid.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert:
Nach dem Trocknen in der Mansarde oder in einem Trockenkasten erfolgt die Entwicklung der Drucke in einem Dämpfer, vorzugsweise mit Wasserdampf, der Ameisensäure oder ein Gemisch aus Ameisensäure und Essigsäure enthält Vorzugsweise arbeitet man mit überhitztem Wasserdampf einer Temperatur von etwa 130 bis i50"C, wobei Passagezeiten von 5—20 Sekunden zur Entwicklung ausreichen.
Die Entwicklung der getrockneten Drucke kann auch so erfolgen, daß man eine verdünnte wäßrige Lösung der genannten hochsiedenden organischen Säuren aufbringt und anschließend rasch trocknet oder mit Neutraldampf dämoft.
Als solche hochsiedenden Säuren für die Farbstoffentwicklung auf der Faser eignen sich organische Mono-hydroxy-mono carbonsäuren, Dihydroxy-dicarbonsäuren, Mono-hydroxy-tricarbonsäuren oder Halogencarbonsäuren, wie beispielsweise Milchsäure, GIykolsäure, Weinsäure. Zitronensäure oder Monochloressigsäure.
Diese Säuren werden bevorzugt in Mengen von 50 g/l bis 300 g/l Wasser, insbesondere von 100 g bis 200 g/l Wasser, durch Foulardieren, Pflatschen, Sprühen oder auch Überdrucken mit einer vollständig gravierten, sogenannten Tausendpunktwalie odei e;ner Volldruckschablone auf das zuvor bedruckte und getrocknete Textilmaterial übertragen.
Die Diazotierung und Kupplung zum fertigen Farbstoff setzt spontan und praktisch gleichzeitig ein, so daß im einfachsten Fall ein kontinuierlicher Luftgang von 40—90 Sekunden genügt, bis die Farbstoffentwicklung abgeschlossen ist. Durch Zufuhr von Wärme läßt sich die Farbsto'fentwicklung deutlich beschleunigen, beispielsweise durch Behandeln mit Heißluft von 130-160°C während 20- 60 Sekunden in der Mansarde oder durch neutrales Dämpfen mit Sattdampf oder überhitztem Dampf während 10 — 20 Sekunden bei 100 -150rC
In den folgenden Beispielen beziehen sich Teile und Prozente auf das Gewicht, wenn nichts anderes angegeben ist.
Beispie! !
17 Teile 2-Hvdroxy-naphthal.n-3-carbonsaure (2' methyl-phenyl-1')-amid (Cl Nr. V 520) werden mit einem Gemisch aus 5 Teiler. Monoäthylenglykol, 6,5 Teilen Diäthylenglykol, 1,6 Teilen Wasser und 8 Teilen 33%iger Natronlauge gelöst. Sodann werden 50 Teile einer 26,8%igen wäßrigen Dispersion von S-Nitro-2-amino-l,4-dimethoxy-benzol, die 15% eines Ligninsulfonats als Dispergiermittel enthält, bereitgestellt.
In 400 Teilen einer 5%igen wäßrigen Verdickung eines Kemrrtehläthers, die mit 250 Teilen Wasser, die
13,5 Teile 33%ige Natronlauge enthalten, verdünnt werden, wird erst die Naphthollösung, dann die Amindispersion und schließlich eine Lösung von 20 Teilen Natriumnitrit in 40 Teilen Wasser eingerührt und sodann mit Wasser auf 1000 Teile verdünnt.
Auf einer Rouleaux- Rouleaux-Druckmaschine wird ein gebleichtes und mercerisiertes Baumwollgewebe mit dieser Druckpaste bedruckt. Nach dem Trocknen in der Mansarde läuft es durch einen Dämpfer, in dem es 20 Sekunden lang einem ameisen- und essigsäurehaltigen to überhitzten Wasserdampf von 130° C ausgesetzt ist Danach wird wie üblich kalt und heiß gespült, heiß gewaschen, heiß und kalt klargespült und schließlich getrocknet Man erhält einen Bordodruck mit guten Echtheiten.
Beispiel 2
12 Teile 4,4'-Bis-acetoacetylamino-3,3'-dimethyl-diphen>l (CI. Nr. 37 610) werden mit einem Gemisch aus 12 Teilen Monoäthylenglykol, 12 Teilen Diäthylenglykol, 9,4 Teilen 33%iger Natronlauge und 5,6 Teilen Wasser von 30°C gelöst Sodann werden 50 Teile einer 26,8%igen wäßrigen Dispersion von 5-N;tro-2-amino-1,4-dimethoxybenzol, die 20% eines sulfogruppenhaltigen Kresol-Formaldehyd-Harzes als Dispergiermittel enthält, mit 50 Teilen Wasser verdünnt
In 400 Teile einer 5°/oigen wäßrigen Verdickung eines Kernmehläthers, die mit 250 Teilen Wasser verdünnt werden, werden erst 7,5 Teile 33%ige Natronlauge, dann die Lösung der Kupplungskomponente, die jo verdünnte Amindispersion und schließlich eine Lösung von 20 Teilen Natriumnitrit in 40 Teilen Wasser eingerührt. Sodann wird mit Wasser auf 1000 Teue aufgefüllt.
Auf einer Rouleaux-Druckmaschine wird gebleichtes und mercerisiertes Baumwollgewebe mit dieser Druckpaste bedruckt und getrocknet. Danach wird diese Ware unmittelbar vor dem Dämpfen auf einem Zweiwalzenfoulard mit einer wäßrigen kalten 10%igen Lösung von Monochloressigsäure bei einer Flottenaufnahme von 75% imprägniert und im Dämpfer 2 Minuten mit neutralem Sattdampf von 102° C behandelt
Danach wird wie üblich kalt und heiß gespült, heiß gewaschen, heiß und kalt klargespült und schließlich getrocknet. Man erhält einen Druck in sattem Goldgelb mit guten Echtheiten.
Beispiel 3
15 Teile 2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-(5'-chIor-2',4'-dimethoxy-phenyl-r)-amid (CJ. Nr. 37 550) werden mit einem Gemisch aus 40 Teilen Äthanol, 3ü Teilen /?,j3'-Dihydroxy-diäthylsuIfid und 13 Teilen 33%iger Natronlauge verrührt und durch Zugabe von 50 Teilen 70°C warmem Wasser gelöst Sodann werden 20 Teile einer 40%igen wäßrigen Dispersion von 6-Nitro-3-amino-l-methoxy-benzol, die 12,5% Glykol und als Dispergiermittel 20% Ligm'nsulfonat enthält mit 80 Teilen Wasser verdünnt
In 400 Teile einer 60%igen wäßrigen Verdickung eines Kernmehläthers, die mit 300 Teilen Wasser verdünnt werden, wird erst die Naphthollösung, dann die verdünnte Amindispersion und schließlich eine Lösung von 20 Teilen Natriumnitrit in 40 Teilen Wasser eingerührt.
Druck und Farbstoffentwicklurg erfolgen wie in Beispiel 1. Man erhält ein rotes Druckmuster mit guten Echtheiten.
Beispiel 4
Arbeitet man wie in Beispiel 3, verwendet aber anstelle der dort angegebenen Dispersion 25 Teile einer sonst gleichartig zusammengesetzten, die 5-Nitro-2-amino-l,4-diäthoxy-benzol enthält so erhält man ein Druckmuster in einem Bordoton mit guten Echtheiten.
Beispiel 5
Eine Lösung von 20 Teilen S-Chlor^-acetoacetylamino-l,4-dimethoxy-benzoi (CI. Nr.37 613) in 32 Teilen Äthanol, 40 Teilen Wasser und 20 Teilen 33%iger Natronlauge wird in 400 Teile einer 5%igen wäßrigen Verdickung eines Kernmehläthers und 300 TeHe Wasser eingerührt. Sodann werden 41 Teile einer 40%igen Dispersion von 6-Nitro-4-amino-l,3-dimethoxy-benzoI in Wasser/Äthylenglykol mit 10% des folgenden Polyglykoläthers als Dispersionsmittel
CH,-
-CH2
-0(CH2-CH2-O)18-CH2-CH2-O —CH,
verdünnt mit 100 Teilen Wasser, zugegeben und 20 Teile Natriumnitrit, gelöst in 30 Teilen Wasser, nachgesetzt.
Mit dieser Druckpv>r.te wird auf einer Filrndruckmaschine gebleichtes und mercerisiertes Baumwollgewebe bedruck*. Nach dem Trocknen in dem der Druckmaschine nachgeschalteten Trockenkasten wird das Gewebe auf einer dem Dämpfer vorgeschalteten elektrostatischen Sprühvorrichtung mit einer kalten· wäßrigen 30%igen Lösung von Monochloressigsäure bis zu einem Flottenauftrag von 20% besprüht und sofort im Dämpfer 20 Sekunden lang mit überhitztem bampf von 1500C behandelt. Nach dem üblichen Spülen und Seifen erhält man ein Druckmuster in einem Gelbtoh mit guten Echtheiten. *
Beispiel 6
Eine Lösung von 16,5 Teilen S-Chlor^acetoacetyl· amino-1,4^dimethoxy-benzol (CL Nr. 37 613) in 33 Teilen Dimethylformamid wird in 400 Teile einer 8%igen wäßrigen Vn.rdickung eines nichtionogenen Kernmehläthers und 300 Teile Wasser, dem 23 Teile
33%ige Natronlauge zugegeben waren, eingerührt Sodann werden 25 Teile einer 50%igen Dispersion von 5-Nitro-2-amino-4-methoxy-l-methylbenzol in Wasser/ Äthylenglykol mit 12% eines Ligninsulfonats als Dispergiermittel, verdünnt mit 100 Teilen Wasser,
■55 zugegeben und 20 Teile Natriumnitrit, gelöst in 30 Teilen Wasser, nachgesetzt.
Mit dieser Druckpaste wird auf einer Rotationsfilmdruckmaschine ein gebleichtes und laugiertes Zellwollgewebe mit einer beliebig gravierten Rundschablone
bedruckt und n°ch dem Trocknen erneut mittels einer Volldruckschablone mit einer leicht angedickten wäßrigen 25%igen Lösung von Weinsäure überdruck! und direkt in dem der Druckmaschine nachgeschalteten Trockner 60 Sekunden mit Heißluft von 13O4C
getrocknet
Danach wird wie üblich gespült, geseift, wieder gespült und getrocknet. Man erhält ein gelbes Druckmuster mit guten Echtheiten.
Beispiel 7
In 400 Teile Druckverdickung, die mit 400 Teilen Wasser verdünnt sind, werden nacheinander eingerührt: 13 Teile 33%ige Natronlauge, 30 Teile Bulyldiglykol, 100 Teile einer Lösung von 10,7 Teilen 2-Hydroxy ca rbazoI-l-carbonsäure-(4'-chlorphenyl)-amid in 33,5 Teilen Monoäthytenglykol, 4,2 Teilen 33%iger Natronlauge und 1,6 Teilen Wasser, 50 Teile einer 30,5%igen Dispersion von 5-NUro-2-amino-l,4-diälhoxy-benzol mit 15% eines sulfonierten Kresol-Formaldehyd-Harzes als Dispergiermittel, sowie 20 Teile Natriumnitrit, gelöst in 40 Teilen Wasser.
Mit dieser Druckpaste wird auf einer Filmdruckmaschine gebleichtes und mercerisiertes Baumvvollgewebe is bedruckt. Nach dem Trocknen in dem der Druckmaschl· ne nachgeschalteten Trockenkasten wird das Gewebe durch einen Dämpfer geführt, in dem es 10 Sekunden lang einem ameisen- und essigsäurehaltigen überhitzten Wasserdampf von i30"C ausgcseizi ist. Danach wird zs wie üblich gespült, geseift, wieder gespült und getrockneL Man erhält ein braunes Druckmuster mit guten Echtheiten.
Beispiel 8
20 Teile Nickelphthalocyanin-tetra-[sulfonsäure-(3'- <3"-methylpyrazoionyl-l">-phenyt-l')-amid] wurden mit 25 Teilen Äthanol, 30 Teilen 0J?'-Dihydroxyäthylsulfid und 20 Teilen 33%iger Natronlauge verrührt und durch Zugabe von 100 Teilen 40° C warmem Wasser gelöst. Sodann wurden 30 Teile einer 42%igen Dispersion von 5-Nitro-2-amino-l,4-dimethoxy^benzol in Wasser/Äthylenglykol (mit 17% eines Ligninsulfonats als Dispergiermittel) mit 100 Teilen Wasser verdünnt.
In 400 Teile einer 5%igen Verdickung eines Kernmehläthers wird erst die Lösung der Kupplungskomponente, dann die verdünnte Amindispersion und schließlich eine Lösung von 20 Teilen Natriumnitrit in 40 Teilen Wasser eingetragen. Mit Wasser wird auf 1000 Teile aufgefüllt.
Auf einer praxisüblichen Druckeinrichtung wird diese Druckfarbe mustergemäß auf einen gebleichten und mercerisierten Baumwolltwill aufgedruckt und getrocknet. Nach dem Besprühen auf einer dem Dämpfer vorgeschalteten elektrostatischen Sprühvorrichtung mit einer kalten, wäßrigen Lösung von 300 g/I Monochloressigsäure bis zu einem Flottenauftrag von 20% wird sofort im Dämpfer 20 -Sekunden mit überhitztem Dampf von 150° C gedämpft.
Nach dem üblichen Spülen und Seifen erhält man ein gedecktes grünes Druckmuster mit guten Gebrauchsechtheiten.
In der nachstehenden Tabelle sind die Farbtöne der Drucke angegeben, die mit den aufgeführten Komponenten nach den vorstehend beschriebenen Verfahren erhaften werden:
Kupplungskomponente
Amin
Farbton
2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäurephenyl-amid (= A)
2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-(2'-methoxyphenyl-10-amid (= B)
2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-(2'-äthoxyphenyl-1 Ö-amid (= C)
2-Hydroxy-carbazol-l-carbonsäure-(4'-chlor-phenyI-l')-amid (= D)
S-Chlor^-acetoacetyl-amino-l/l-dimethoxy-benzol (= E) 2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure-(2'-rnethyl-phenyI-l')-amid (= F)
Nickelphthalocyanin-tetra-fsulfonsäure-S- 3"-methylpyrazolonyl-1" -phenyl-1 Ö-amid] (= G)
4,4'-Bis"-acetoacet\'l-amino-3J'-dimethyL-diphenyl (= H)
C
E
H
G
C
5-Nitro-2-amino- Bordo I
1,4-dimethoxy-benzol I
desgl. Bordo 1
,*
desgl. Blaustichiges
Rot
i
SS
desgl. Granat 1-
i
desgl. Goldgelb
desgl. Bordo I
desgl. Oliv S
5-Nitro-2-amino- Bordo
1,4-diäthoxy-benzol I
lh
desgl. Bordo A.
desgl. Bordo
desgl. Gelb
desgl. Goldgelb
6-Nitro-3-amino- Rot
1-methoxy-benzol
desgl. Rot
desgl. Gelb
desgl. Gelb
desgl. Grün
6-N itro-4-amino- Rot
I-methoxy-benzol
desgl. Gelb
dessi. Grün
10
Fortsetzung
Kupplungskomponente Amin Farbton
B 6-Nitro4-amino- Rot
1-methoxy-benzol
A desgl. Rot
D desgl. Braun
C 6^iSlitro-4-amino- Gedecktes
lf3-dimethoxy-benzol Rot
F desgl. Granat
G 5-Nitro-2-amino-4-meth> Rot
oxy-1 -methyl-benzol
F desgl. Bordo
H desgl. Gelb
D 6-Nitro-4-amino- Braun
l-äthoxy'benzol
l-Hydroxy-naphthaiin-J-carbonsäure^'-methoxy-i'-rriethyl- desgl. Rot
pheriyl-1 ')-amid
E
desel. Gelb

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Drucken mit Entwicklungsfarbstoffen auf cellulosehaltigen! oder ausschließlich aus Cellulose bestehendem Textilmaterial durch Bedrucken des Gewebes mit einer Druckpaste, die
    a) die alkalische Lösung einer für den Entwicklungsfarbstoff-Druck verwendbaren Kupplungskomponente,
    b) die Dispersion eines zur Herstellung von Entwicklungsfarbstoffen geeigneten Amins,
    c) Natriumnitrit und
    d) eine Druckverdickung enthält,
    und Entwickeln des Drucks mit sauren Mitteln, wobei die Farbstoffbildung durch saures Dämpfen oder durch Aufbringen von verdünnten wäßrigen Lösungen von organischen Säuren mit einer Mindestwasserlöslichkeit von 30 g/100 g Wasser, einem pK-Wert von 4,0 bis 2,5 bei 200C und einem Siedepunkt über 175° C bei Normaldruck und anschließendes Dämpfen mit Neutraldampf oder rasches Trocknen herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Amin eine Verbindung der Formel
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