DE2745604C2 - Verfahren zum Imprägnieren eines Kohlenstoff- oder Graphitkörpers - Google Patents
Verfahren zum Imprägnieren eines Kohlenstoff- oder GraphitkörpersInfo
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Description
einer Temperatur von 2000C unter einem Druck von 5
bar imprägniert Die Verweilzeit betrug 2 h.
| Filtriertes Pech |
Vergleich | 5 | |
| Impragniermittel- aufnahme |
14-15% | 7-10% | 10 |
| Hierzu 1 | Blatt Zeichnungen |
15
20
35
40
45
50
55
60
Claims (2)
1. Verfahren zum Imprägnieren eines Kohlen- funden, daß die den Imprägniervorgang störenden Instoff-
oder Graphitkörpers, bei welchem der Körper 5 haltsstoffe im wesentlichen mit den in Chinolin unlösliin
die Schmelze eines Steinkohlenteerpechs ge- chen Bestandteilen identisch sind und durch Entfernung
taucht wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Bestandteile Imprägniermittel erhalten werden,
ein Steinkohlenteerpech mit einem Gehalt an in Chi- die den nachteiligen Effekt nicht aufweisen.
nolin unlöslichen Stoffen von weniger als 0,5% ver- Zur Abtrennung der in Chinolin unlöslichen Bestandwendet
wird 10 teile ist es bekannt, Steinkohlenteerpeche, gegebenen-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- falls nach Zusatz eines Lösungs- oder Verdünnungsmitzeichnet,
daß das Filtrat eines Steinkohlenteerpechs tels zu zentrifugieren, zu filtrieren oder in einem Sepaverwendetwird.
rator zu behandeln. Besonders vorteilhaft ist nach der
Erfindung die Verwendung von filtrierten Steinkohlen-
15 teerpechen, da mit Filtrationsverfahren für die Imprägnierung
besonders günstige Trenngrenzen und Trennschärfen erzielt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprägnie- Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Fließren
eines Kohlenstoff- oder Graphitkörpers, bei wel- bilds und eines Beispiels erläutert
chem der Körper in die Schmelze eines Steinkohlen- 20 In der Figur ist 1 ein Vorwärmebehälter, in dem die zu
teerpechs getaucht wird. imprägnierenden Kohlenstoff- oder Graphitkörper auf
Zur Verminderung des Porenvolumens und zur Ver- eine Temperatur oberhalb des Erweichungspunktes des
besserung der mechanischen und elektrischen Eigen- Imprägniermittels erwärmt werden, beispielsweise auf
schäften von Kohlenstoff- und Graphitkörpern ist es etwa 2000C Die erwärmten Körper werden in den bebekannt,
die Körper mit einem carbonisierbare Stoffe, 25 heizten Imprägnierkessel 2 eingesetzt, der durch die
wie flüssige Kunstharze oder vor allem Steinkohlen- Leitung 3 mit einer Vakuumpumpe 4 und durch die
teerpeche enthaltenden Imprägniermittel zu imprägnie- Leitung 5 mit einem Druckerzeuger 6 verbunden ist.
ren. Die Körper werden zu diesem Zweck, gegebenen- Der Impiägnierkessel wird zunächst evakuiert, mit eifalls
nach einer geeigneten Entgasung und Erwärmung nem gereinigten Imprägnierpech gefüllt, das durch die
in eine Schmelze oder Lösung dieser Stoffe getaucht, 30 Leitung 7 aus dem beheizten Behälter 8 gesaugt wurde,
wobei die Imprägniermittelaufnahme eine Funktion der und anschließend mit dem Druckerzeuger 6 verbunden,
jeweiligen Porenstruktur, vor allem der Porengrößen- Bevorzugt werden Drücke von etwa 1 bis 5 bar, für sehr
verteilung, der Zähigkeit des Imprägniermittels und der feinporige Körper sind höhere Drücke erforderlich.
Imprägnierungsbedingungen, wie der relativen, auf die Nach beendeter Imprägnierung wird das Imprägnier-
Körpergröße bezogenen Verweilzeit und des Drucks im 35 pech durch die Leitung 7 in den Behälter 9 gepumpt und
Imprägnierkessel ist Die imprägnierten Körper werden der Verlust durch Zusatz von frischem, ungereinigtem
dann zur Carbonisierung des Imprägniermittels auf eine Stemkohlenteerpech ausgeglichen. Gegebenenfalls
Temperatur von etwa 10000C erhitzt Die Menge des werden dem Pech Filterhilfen, wie beispielsweise Kiedabei
in den Poren gebildeten Kokses, die im allgemei- selgur, zugesetzt. Zur Abtrennung der in Chinolin unlösnen
möglichst groß sein soll, wird durch die Menge des 40 liehen Bestandteile ist der Filter 10 vorgesehen, der bei
aufgenommenen Imprägniermittels und den Koksrück- einer Temperatur von etwa 100 bis 2000C oberhalb des
stand oder die Koksausbeute bestimmt Erweichungspunktes des Pechs und Drücken von 2 bis
Verwendet man Steinkohlenteerpeche als Imprä- 10 bar betrieben wird. Das Filtrat gelangt in den Behälgniermittel,
so wird häufig auch nach sehr langen Imprä- ter 8 und wird wie oben beschrieben in den Imprägniergnierzeiten
nur eine unzureichende Imprägniermittel- 45 kessel 2 gesaugt.
aufnahme erreicht, d. h., nur ein Bruchteil des zugängli- Durch aus einer Graphitelektrode geschnittenen
chen Porenvolumens wird durch das Pech gefüllt und Scheiben mit einer Dicke von 5 mm und einem Durchdie
Pechkonzentration nimmt zudem von der Oberflä- messer von 5 cm wurde bei einer Temperatur von
ehe des Körpers in Richtung zum Körperzentrum ab. 2000C und einem Differenzdruck von einem Bar nach
Entsprechend ungenügend sind die Änderungen der 50 dem oben beschriebenen Verfahren gewonnenes, gefil-Körpereigenschaften,
so daß zur Erzielung der ge- tertes Steinkohlenteerpech und zum Vergleich das unwünschten
Verbesserung eine zweite Imprägnierungs- gereinigte Pech gedruckt,
behandlung notwendig wird. Der Erfindung liegt daher
die Aufgabe zugrunde, die Imprägniermittelaufnahme —
bei einem Verfahren der eingangs genannten Art zu 55 Filtriertes Vergleich
erhöhen und die Imprägnierzeit zu verkürzen. Pech
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Verwendung eines Steinkohlenteerpechs als Imprägnier- Erweichungspunkt 58°C 6O0C
mittel gelöst, dessen Gehalt an chinolinunlöslichen Stof- (KS) DIN 1995 fen weniger als 0,5% beträgt. 6o Chinolinunlösliches 0,4% 2,5%
Der Erfindung liegt Hie F.rWpnntnis züTüüde, dsß be- Fütrationsrats 01 ™/cn2 h 00Ί "/er"2 u
stimmte Inhaltsstoffe des Steinkohlenteerpechs zu größeren, dem Durchmesser von Porenkanälen von Koh- Der Vergleichsversuch zeigt, daß Imprägnierpeche
lenstoff- bzw. Graphitkörpern entsprechenden Teilchen mit einem Gehalt an in Chinolin unlöslichen Stoffen von
aggregieren. Die Körper wirken entsprechend wie ein 65 weniger als 0,5% Graphitkörper wesentlich schneller
Filter und halten die Aggregate zurück, die an den Po- durchdringen als ungereinigte Ausgangspeche,
renmündungen Schichten bilden, deren Dichte mit der In einem anderen Vergleichsversuch wurden Gra-Imprägnierzeit
zunimmt. Die Durchlässigkeit der phitelektroden mit einem Durchmesser von 600 mm bei
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772745604 DE2745604C2 (de) | 1977-10-11 | 1977-10-11 | Verfahren zum Imprägnieren eines Kohlenstoff- oder Graphitkörpers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772745604 DE2745604C2 (de) | 1977-10-11 | 1977-10-11 | Verfahren zum Imprägnieren eines Kohlenstoff- oder Graphitkörpers |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2745604A1 DE2745604A1 (de) | 1979-04-12 |
| DE2745604C2 true DE2745604C2 (de) | 1986-11-27 |
Family
ID=6021134
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772745604 Expired DE2745604C2 (de) | 1977-10-11 | 1977-10-11 | Verfahren zum Imprägnieren eines Kohlenstoff- oder Graphitkörpers |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2745604C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3821596A1 (de) * | 1988-06-27 | 1990-02-01 | Horst J Ing Grad Feist | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von graphitelektroden |
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| DE3171183D1 (en) * | 1980-03-28 | 1985-08-08 | Commissariat Energie Atomique | Process and apparatus for the accelerated densification of a porous carbonaceous substrate by decomposition of a hydrocarbonaceous substance at high temperature and high pressure, and method for the preparation of the said substance |
| DE3046171C2 (de) * | 1980-12-06 | 1983-09-29 | Christian O. 7590 Achern Schön | Verfahren und Vorrichtung zum Imprägnieren von porösen Stoffen, insbesondere von Kohleerzeugnissen bei der Herstellung von Kohleelektroden |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS51570B1 (de) * | 1970-05-01 | 1976-01-09 | ||
| DE2434295A1 (de) * | 1974-07-17 | 1976-01-29 | Bergwerksverband Gmbh | Verfahren zur herstellung von premiumkoksen (nadelkoksen) |
-
1977
- 1977-10-11 DE DE19772745604 patent/DE2745604C2/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3821596A1 (de) * | 1988-06-27 | 1990-02-01 | Horst J Ing Grad Feist | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von graphitelektroden |
Also Published As
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|---|---|
| DE2745604A1 (de) | 1979-04-12 |
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