DE2736652C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft die in den Patentansprüchen
gekennzeichneten Verbindungen und ihre
Säureadditionssalze, Verfahren zu ihrer Herstellung und
Arzneimittel, welche die neuen Verbindungen als
Wirkstoffe enthalten.
G. Barnikow et al., J. Prakt. Chem. 27, S. 271 ff.
(1965), haben 2,6-Diaminobenzo[1,2-d:5,4-d′]bisthiazol
beschrieben, jedoch keinerlei pharmakologische oder
physiologische Wirkung angegeben. Ein Hinweis auf die
erfindungsgemäßen Verbindungen und ihre Eigenschaften
ist dieser Stelle also nicht zu entnehmen.
In einer Arbeit von J. K. Landquist, J. Chem. Soc.
(1967), Seite 2212 ff., sind einige alkylsubstituierte
2,6-Diaminobenzo[1,2-d:5,4-d′]bisthiazole beschrieben.
Allgemein wird von den Verbindungen gesagt, daß sie
keine nützliche und spezifische antiinflammatorische
Wirkungen hätten. Für das 2-Methylaminoderivat wurde eine
mäßige Wirkung auf eine bestimmte Tumorart bei Ratten
beobachtet. Auch dieser Veröffentlichung läßt sich
somit keinerlei Hinweis auf die antiarthritischen und
antirheumatischen Wirkungen der erfindungsgemäßen
Verbindungen entnehmen.
Die neuen Endprodukte der allgemeinen Formel I können
nach verschiedenen Verfahren erhalten werden.
Gemäß Variante a) im Anspruch 3 wird eine Verbindung der
allgemeinen Formel II mit einem Amin der Formel III
umgesetzt. Hierbei wird die Verbindung der Formel II in
einem indifferenten Lösungsmittel wie einem niederen
Alkohol, Dioxan, Dimethylformamid, Acetonitril,
Dimethylsulfoxyd, Tetrahydrofuran, Äthylacetat,
Chloroform, Dichloräthan, Methylisobutylketon,
Methylenchlorid, Benzol, Toluol oder Xylol gelöst. Die
Reaktion kann auch ohne zusätzliche Lösungsmittel
durchgeführt werden. Die Reaktionstemperatur liegt bei
diesem Verfahren bevorzugt zwischen 60°C und der
Rückflußtemperatur des Reaktionsgemisches.
Verfahren b) beschreibt die Umsetzung eines
2,6-Diaminobenzo[1,2-d:5,4-d′]bisthiazols der
allgemeinen Formel IV mit einer Aminosäure der
allgemeinen Formel V bzw. einem geeigneten
reaktionsfähigen Derivat einer Aminosäure.
Als reaktionsfähige Derivate kommen vorzugsweise in
Frage der Methyl-, Äthyl- oder der Phenylester. Die
Umsetzung erfolgt bei Verwendung der freien Säure
gewöhnlich in Gegenwart eines aktivierend wirkenden
Agens wie eines Carbodiimids, z. B. 3-Äthyl-3-(3-di-
methylaminopropyl)-carbodiimid; der Methyl- oder
Äthylester erfordert die Gegenwart von metallischem
Natrium oder Lithium, Natriumhydrid, Natriummethylat,
Natriumäthylat oder Lithiumdiäthylamid.
Geht man von der freien Aminosäure aus, so sind als
Lösungsmittel Äther, Tetrahydrofuran, Methylenchlorid
oder Acetonitril angezeigt. Beim Einsatz eines der
genannten reaktionsfähigen Derivate werden als
Lösungsmittel Äther, ein niederer Alkohol wie Methanol
oder Äthanol, Toluol, Dioxan, Tetrahydrofuran,
Dimethylformamid oder Dimethylsulfoxyd bevorzugt.
Die Reaktionstemperatur schwankt, je nach Art des
eingesetzten Ausgangsstoffes und der angewandten
Reaktionsbedingungen, zwischen Raumtemperatur und der
Rückflußtemperatur des Reaktionsgemisches.
Bei den unter a) und b) angegebenen Umsetzungen erhält
man in den meisten Fällen neben der Bisaminoacylamino-
Verbindung auch wechselnde Anteile der entsprechenden
Monoaminoacylamino-Verbindung. Die Ausbeuten können in
gewissen Grenzen gesteuert werden; so hat sich gezeigt,
daß sich in Lösungsmitteln wie Dioxan und
Dimethylsulfoxyd bevorzugt die Bisaminoacylamino-
Verbindung bildet.
Die Variante c) betrifft solche Endprodukte der
allgemeinen Formel I, in denen R2 ein Chloratom
bedeutet.
Solche Endprodukte können erhalten werden, ausgehend
von den in 4-Stellung des Moleküls unsubstituierten
Verbindungen durch direkte Chlorierung. Die Chlorierung
wird nach einer üblichen Methode
durchgeführt, beispielsweise mittels elementarem Chlor
oder mittels N-Chlorsuccinimid. Die
Reaktionsbedingungen richten sich dabei vornehmlich
nach der Natur des verwendeten Halogenierungsmittels.
So kann die Reaktion bei einer Chlorierung mit
elementarem Chlor beispielsweise in Chloroform/Pyridin
als Lösungsmittel, zweckmäßig bei Raumtemperatur,
erfolgen.
Als besonders geeignet hat sich das Lösungsmittel
Triäthylphosphat erwiesen.
Verbindungen der allgemeinen Formel I können durch
Behandlung mit anorganischen oder organischen Säuren in
entsprechende Salze überführt werden.
Beispiele von Säuren, die physiologisch unbedenkliche
Salze bilden, sind Halogenwasserstoffsäuren,
insbesondere Chlorwasserstoffsäure und
Bromwasserstoffsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure,
o-Phosphorsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Maleinsäure,
Fumarsäure, Propionsäure, Buttersäure, Essigsäure,
Bernsteinsäure, Methan-, Benzol- und
p-Toluolsulfonsäure usw.
Einige der als Ausgangsstoffe verwendeten
2,6-Diaminobenzo[1,2-d:5,4-d′]bisthiazole sind
literaturbekannt (G. Barnikow, H. Kunzek u. M. Hofmann,
J. Prakt. Chem. 27, 271 (1965); J. K. Landquist, J.
Chem. Soc. (C), 2212 (1967); die übrigen können nach
dem dort angegebenen Verfahren erhalten werden.
Die bisher nicht beschriebenen Ausgangsverbindungen der
allgemeinen Formel II können, ausgehend von den
erwähnten 2,6-Diaminobenzo-bisthiazolen, erhalten
werden durch Umsetzung mit einem Halogenacylhalogenid
oder -anhydrid oder einem Halogencarbonsäure-
p-nitrophenylester, vorzugsweise unter Erwärmen.
Die 2,6-Diaminobenzo[1,2-d:5,4-d′]bisthiazole der
allgemeinen Formel I und ihre Säureadditionssalze haben
sich als wertvolle Arzneimittel mit antiarthritischen
und antirheumatischen Eigenschaften erwiesen. Die
Ergebnisse des Polyarthritistestes nach B. B. Newbould
(Brit. J. Pharmacol. 21, 137 [1963] und 24, 632 [1964])
zeigen die günstige Wirkung der neuen Verbindung.
Gruppen von 6 männlichen Ratten im Gewicht von
150-160 g werden gewogen. Verschiedene Dosen der zu
untersuchenden Verbindungen werden oral appliziert; auf
5 Gruppen behandelter Tiere kommt je 1 Gruppe
unbehandelter Kontrolltiere.
Der Umfang beider Hinterpfoten wird gemessen und durch
intradermale Injektion von 0,2 ml einer Suspension
toter Tuberkelbazillen in flüssigem Paraffin
(Konzentration: 5 mg/ml) in die Oberfläche der linken
Hinterpfote ein arthritisches Syndrom gesetzt.
Die tägliche Gabe der Testsubstanzen wird bis zum 14. Tag
fortgesetzt und der Umfang der Hinterpfote in
bestimmten Abständen gemessen. Die prozentuale Abnahme
der Schwellung der behandelten und unbehandelten Pfote
sowie beider Pfoten wird errechnet nach der Gleichung 100
(1 - (a - x)/(b - y).
Die mittlere letale Dosis (LD50) der in der Tabelle
aufgeführten Verbindungen beträgt bei Mäusen weit über
1000 mg/kg bei oraler Gabe.
Es wurde ferner festgestellt, daß die erfindungsgemäßen
Verbindungen im Gegensatz zu ähnlichen bekannten
Stoffen keine Leukopenie verursachen.
Für die Anwendung in der Therapie werden die neuen
Verbindungen mit üblichen pharmazeutischen Füll- oder
Trägerstoffen, Streck-, Spreng-, Binde-, Gleit-,
Dickungs- oder Verdünnungsmitteln gemischt. Als
pharmazeutische Zubereitungsformen kommen z. B.
Tabletten, Drag´es, Pillen, Kapseln oder dispersible
Pulver in Frage.
Entsprechende Tabletten können beispielsweise durch
Mischen des oder der Wirkstoffe mit bekannten
Hilfsstoffen, beispielsweise inerten Verdünnungsmitteln
wie Calciumcarbonat, Calciumphosphat oder Milchzucker,
Sprengmitteln wie Maisstärke oder Alginsäure,
Bindemitteln wie Stärke oder Gelatine, Schmiermitteln
wie Magnesiumstearat oder Talk, gegebenenfalls auch
Mitteln zur Erzielung eines Depoteffektes wie
Carboxypolymethylen, Carboxymethylcellulose,
Celluloseacetatphthalat oder Polyvinylacetat erhalten
werden.
Entsprechend können Drag´es durch Überziehen von analog
den Tabletten hergestellten Kernen mit üblicherweise in
Drag´eüberzügen verwendeten Mitteln, beispielsweise
Kollidon oder Schellack, Gummiarabicum, Talk,
Titandioxyd oder Zucker hergestellt werden. Zur
Erzielung eines Depoteffektes oder zur Vermeidung von
Inkompatibilitäten kann der Kern aus mehreren Schichten
bestehen. Desgleichen kann auch die Drag´ehülle zur
Erzielung eines Depoteffektes aus mehreren Schichten
bestehen, wobei die oben bei den Tabletten erwähnten
Hilfsstoffe verwendet werden können.
Den oder die Wirkstoffe enthaltende Kapseln können
beispielsweise hergestellt werden, indem man die
Wirkstoffe mit inerten Trägern, wie Milchzucker oder
Sorbit mischt und in Gelatinkapseln einkapselt.
Die tägliche Dosis für die Anwendung der
erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I
beträgt 50 bis 300 mg und kann in 1 bis 4 Einzeldosen
verabreicht werden.
Die folgenden Beispiele dienen zur näheren Erläuterung
der Erfindung:
Man erhitzt eine Mischung aus 23 g 2,6-Bis-(chloracetylamino)-
benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol (Fp. 330°C) und
30 g Diäthylamin in 100 ml Dimethylformamid in einer
Druckflasche über Nacht auf 100°C. Man läßt das
Reaktionsgemisch abkühlen, gießt es in 500 ml Wasser
und extrahiert es mit 4 × 300 ml Chloroform. Man wäscht
die kombinierten Extrakte mit Wasser und dampft sie im
Vakuum ein. Den Rückstand (19 g) behandelt man mit
20 ml Chloroform, der unlösliche Anteil wird abfiltriert
und das Filtrat an einer 500 g Silikagelsäure mit
Chloroform/Methanol 97 : 3 chromatographiert.
9 g = 33% d. Th. der 2,6-Diäthylaminoverbindung werden
isoliert und aus Äthanol umkristallisiert. Fp. 223-225°C.
Das Dihydrochlorid erhält man durch Behandlung einer
Chloroformlösung der Base mit überschüssiger ätherischer
Salzsäure. Man kristallisiert nacheinander aus
Dioxan/Wasser und Methanol um.
Fp. <270°C (Zersetzung).
Fp. <270°C (Zersetzung).
a) Eine Mischung aus 7,5 g 2,6-Bis-(dichloracetylamino)-benzo-
[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol und 14 g Piperidin in 50 ml
Dioxan wird 8 Stunden auf 90°C erhitzt. Zur abgekühlten
Reaktionsmischung gibt man 25 ml Wasser und 100 ml
Äthylacetat. Der Niederschlag wird gewaschen und aus
Äthanol in Gegenwart einiger Tropfen Salzsäure und dann
aus Äthanol/Wasser umkristallisiert.
Ausbeute: 4,0 g (37% d. Th.) der Titelverbindung vom Fp. 293-295°C.
Ausbeute: 4,0 g (37% d. Th.) der Titelverbindung vom Fp. 293-295°C.
b) Eine Mischung aus 0,9 g 2,6-Bis-(chloracetylamin)-benzo-
[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol und 2 g Piperidin in 5 ml
Dimethylformamid erhitzt man 15 Stunden lang auf dem
Wasserbad. Danach wird die Reaktionsmischung im Vakuum
eingedampft und der Rückstand mit ätherischer Salzsäure
behandelt. Der Niederschlag wird zweimal aus Wasser
umkristallisiert.
Ausbeute: 0,9 g (68% d. Th.) der Titelverbindung vom Fp. 292-295°C.
Ausbeute: 0,9 g (68% d. Th.) der Titelverbindung vom Fp. 292-295°C.
Eine gerührte Mischung aus 8,5 g 2,6-Bis-(dichloracetylamino)-
4-chlor-8-trifluormethyl-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol und
11 g Diäthylamin in 100 ml Dioxan wird in einem geschlossenen
Gefäß 4 Stunden lang auf 100°C erhitzt. Die Reaktionsmischung
wird im Vakuum eingedampft, der Rückstand in Chloroform
gelöst, die Lösung gewaschen und dann über Natriumsulfat getrocknet.
Beim Verdampfen erhält man 7,5 g des Rohprodukts.
Man löst es wieder und chromatographiert an einer 220 g
Silicagelsäule mit Chloroform als Fließmittel. Die Hauptfraktion
behandelt man mit ätherischer Salzsäure. Das ausfallende
Hydrochlorid wird gewaschen und getrocknet.
Ausbeute: 6,0 g = 54% d. Th. vom Fp. 240-245°C (Zers.).
Ausbeute: 6,0 g = 54% d. Th. vom Fp. 240-245°C (Zers.).
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt erhalten:
Zu einer gerührten Mischung aus 6 g 2,6-Diamino-4-chlor-8-
trifluormethyl-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol in 100 ml
Dimethylformamid gibt man unter Kühlung 10 ml Chloracetylchlorid.
Dann wird die Mischung eine Stunde auf 60°C erhitzt
und über Nacht stehengelassen. Der Niederschlag wird aus
Dimethylformamid umkristallisiert.
Ausbeute: 8,5 g = 96% d. Th. vom Fp. <350°C.
Ausbeute: 8,5 g = 96% d. Th. vom Fp. <350°C.
Das 2,6-Diamino-4-chlor-8-trifluormethyl-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol vom Fp. <340°C erhält man durch Umsetzen einer
gekühlten Mischung aus 2-Chlor-5-trifluormethyl-m-phenylen-
diamin (siehe DOS 20 25 896) und Kaliumthiocyanat in
Essigsäure und Methanol mit einer Lösung von Brom in Essigsäure.
Eine Mischung aus 8 g 2,6-Bis-(chloracetylamino)-4-chlor-
8-cyano-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol und 10 g Diäthylamin
in 100 ml Dioxan wird wie im Beispiel 6 umgesetzt.
Ausbeute: 3,8 g = 35% d. Th. an Titelverbindung vom Fp. 260-265°C.
Ausbeute: 3,8 g = 35% d. Th. an Titelverbindung vom Fp. 260-265°C.
Die Ausgangsverbindung stellt man wie folgt her:
In eine gerührte Suspension aus 2,6 g 2,6-Diamin-4-chlor- 8-cyano-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol in 30 ml Dimethylformamid gibt man bei 10°C 4 ml Chloracetylchlorid. Die Mischung wird 4 Stunden lang auf 80°C erhitzt, abgekühlt, der Niederschlag aus Dimethylformamid umkristallisiert. Das erhaltene 2,6-Bis-(chloracetylamino)-4-chlor-8-cyano- benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol schmilzt bei <330°C;
Ausbeute: 2,3 g = 58% d. Th.
In eine gerührte Suspension aus 2,6 g 2,6-Diamin-4-chlor- 8-cyano-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol in 30 ml Dimethylformamid gibt man bei 10°C 4 ml Chloracetylchlorid. Die Mischung wird 4 Stunden lang auf 80°C erhitzt, abgekühlt, der Niederschlag aus Dimethylformamid umkristallisiert. Das erhaltene 2,6-Bis-(chloracetylamino)-4-chlor-8-cyano- benzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol schmilzt bei <330°C;
Ausbeute: 2,3 g = 58% d. Th.
Das 2,6-Diamino-4-chlor-8-cyano-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol vom Fp. 350°C erhält man durch Umsetzung von
2-Chlor-5-cyano-m-phenylen-diamin (siehe DOS 20 25 896) und
Kaliumthiocyanat in Essigsäure und Methanol mit einer Lösung
aus Brom in Essigsäure.
a) Zu einer Lösung aus 1,1 g 2,6-Diamino-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol und 1,6 g N,N-Diäthylglycinsäureäthylester in
5 ml Dimethylsulfoxid gibt man 0,5 g Natriumhydrid. Die
Mischung wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Danach
gibt man Wasser zu und extrahiert die Mischung mit Chloroform.
Der nach dem Verdampfen der getrockneten Chloroformextrakte
verbleibende Rückstand wird an einer 30 g Silicagelsäule
mit Chloroform als Fließmittel chromatographiert.
Bei der zweiten Fraktion werden 0,5 g = 23% d. Th. der
Titelverbindung vom Fp. 224-225°C erhalten.
b) Eine Lösung von 222 mg 2,6-Diamino-benzo[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol und 600 mg Diäthylglycinphenylester in 5 ml
Dimethylformamid wird eine Stunde unter Rühren zum Rückfluß
erhitzt. Man arbeitet auf wie in den Beispielen 1
beschrieben und erhält 200 mg = 44,5% d. Th.
2,6-Bis-(diäthylaminoacetylamino)-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol
Fp. 223-225°C.
Fp. 223-225°C.
In einer Suspension aus 555 mg 2,6-Diamino-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol und 655 mg N,N-Diäthylglycin in 20 ml Methylenchlorid
gibt man 1,0 g Äthyl-3-(3-diäthylaminopropyl)-carbodiimid
und rührt die Mischung bei Raumtemperatur über Nacht.
Nach Zugabe von Wasser und Abfiltern des Niederschlags wird die
Methylenchloridphase abgetrennt, getrocknet, konzentriert und
über eine trockene 10 g Silicagelsäule mit Chloroform als
Fließmittel geleitet. Die Titelverbindung wird in den ersten
Fraktionen gesammelt und durch Behandlung mit ätherischer Salzsäure
in das Dihydrochlorid überführt.
Ausbeute: 48 mg = 3,6% d. Th. vom Fp. <270°C (Zers.).
Ausbeute: 48 mg = 3,6% d. Th. vom Fp. <270°C (Zers.).
Ein Gemisch aus 11,2 g 2,6-Bis-(chloracetylamino)-benzo-
[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol (Fp. 330°C) und 13,2 g Diäthylamin
werden in 100 ml 1,2-Dichloräthan 2 Stunden unter Rückfluß
erhitzt. Die Lösung wird auf Raumtemperatur abgekühlt, mit
Wasser gewaschen, getrocknet und im Vakuum zur Trockne eingedampft.
Der Rückstand wird dreimal aus Äthanol umkristallisiert.
Man erhält 5,3 g der Titelverbindung. Das Filtrat
wird zur Trockne verdampft und der Rückstand mit 50 ml siedendem
Toluol versetzt. Der unlösliche Anteil (14 g rohes
2-Amino-6-diäthylaminoacetylamino-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol) wird abfiltriert, das Filtrat eingedampft und der
Rückstand dreimal aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält
nochmals 1,9 g der reinen Titelverbindung. Die Gesamtausbeute
beträgt 7,2 g = 53,5% d. Th. vom Fp. 223-1224°C.
Ein Gemisch aus 2,2 g 2,6-Diamino-benzo-[1,2-d:5,4-d′]-
bisthiazol, 4,8 g N,N-Diäthylglycinäthylester und 50 ml
0,6 n-Natriumäthylatlösung werden 20 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt. Das Reaktionsgemisch wird sodann eingedampft,
der Rückstand in Wasser gelöst, mit ca. 15 ml
2 n-Salzsäure neutralisiert und mit Chloroform extrahiert.
Der Extrakt wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und im
Vakuum zur Trockne verdampft. Der feste Rückstand wird einmal
mit Äthanol umkristallisiert; man erhält 2,8 g = 62,5%
d. Th. der Titelverbindung.
Näheres zum Test siehe Seite 5:
Testmethode: Robert et al., Acta Endocrinologica 25,
105 (1957).
10 Ratten pro Substanz und Dosis.
10 Ratten pro Substanz und Dosis.
Testmethode: S. Wong et al., J. Pharmacol. Exptl.
Therap. 185, 127 (1973).
Die Versuche wurden mit Gruppen von 8 Ratten pro
Substanz und Dosis durchgeführt.
Claims (5)
1. 2,6-Bis-(aminoacylamino)-benzo[1,2:5,4-d′]-
bisthiazole der allgemeinen Formel
in derR1 CO-CH2-N(C2H5)2 oder
R2 H oder Cl,
R3 H, CN oder CF3 bedeutet,
und ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze.
R3 H, CN oder CF3 bedeutet,
und ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze.
2. 2,6-Bis-(diethylaminoacetylamino)-benzo-
[1,2-d:5,4-d′]bisthiazol und seine physiologisch
verträglichen Säureadditionssalze.
3. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man
- a) eine Verbindung der Formel worin die Reste R2, R3 die oben angegebene Bedeutung besitzen und Hal ein Halogenatom bedeutet, mit einem Amin der Formel in ein Endprodukt der allgemeinen Formel I überführt, oder daß man
- b) ein 2,6-Diaminobenzo-[1,2-d:5,4-d′]-bisthiazol der allgemeinen Formel worin die Reste R2, R3 die im Anspruch 1 angeführte Bedeutung besitzen, mit einer Aminosäure der allgemeinen FormelHO-R1 (V),worin R1 die oben angeführte Bedeutung besitzen, oder den Methyl-, Ethyl- bzw. Phenylester dieser Säure zu einem Endprodukt der allgemeinen Formel I umsetzt
oder daß man
- c) zur Herstellung solcher Endprodukte der allgemeinen Formel I, in denen R2 ein Chloratom bedeutet, in eine Verbindung der allgemeinen Formel I, die in 4-Stellung unsubstituiert ist, ein Chloratom in an sich bekannter Weise einführt, und daß man gewünschtenfalls ein so erhaltenes Endprodukt der allgemeinen Formel I in ein physiologisch unbedenkliches Säureadditionssalz überführt.
4. Pharmazeutische Zubereitungen, enthaltend als
Wirkstoff eine oder mehrere Verbindungen nach
Anspruch 1 oder 2 in Kombination mit üblichen
Hilfs- und/oder Trägerstoffen.
Priority Applications (37)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772736652 DE2736652A1 (de) | 1977-08-13 | 1977-08-13 | 2,6-bis-(aminocylamino)-benzo- eckige klammer auf 1,2-d zu 5,4-d' eckige klammer zu -bisthiazole und 2-amino-6-(aminoacylamino)-benzo- eckige klammer auf 1,2-d zu 5,4-d' eckige klammer zu -bisthiazole, verfahren zu ihrer herstellung und arzneimittel |
| GR56913A GR65027B (en) | 1977-08-13 | 1978-08-02 | Method for the preparation of 2,6-bis-(aminoacylamino)-benzo-(1,2-d:5,4-d')-bisthiazole and 2-amino-6-(aminoacylamino)benzo-(1,2-d:5,4-d')-bisthiazoles |
| AT562778A AT356664B (de) | 1977-08-13 | 1978-08-03 | Verfahren zur herstellung von neuen 2,6-bis- -(aminoacylamino)-benzo-(1,2-d:5,4-d')- bisthiazolen und 2-amino-6-(aminoacylamino)- benzo-(1,2-d:5,4-d')-bisthiazolen und von deren salzen |
| DD78207187A DD140253A5 (de) | 1977-08-13 | 1978-08-09 | Verfahren zur herstellung von 2,6-bis-(aminoacylamino)-benzo-eckige klammer auf 1,2-d:5,4-d'eckige klammer zu-bisthiazolen und 2-amino-6-(aminoacylamino)-benzo-eckige klammer auf 1,2-d:5,4-d'eckige klammer zu-bisthiazolen |
| CH845878A CH639976A5 (de) | 1977-08-13 | 1978-08-09 | 2,6-bis-(aminoacylamino)-benzo-(1,2-d:5,4-d')-bisthiazole und 2-amino-6-(aminoacylamino)-benzo-(1,2-d:5,4-d')-bisthiazole und diese verbindungen enthaltende arzneimittel. |
| RO7894947A RO75639A (ro) | 1977-08-13 | 1978-08-10 | Procedeu de preparare a unor derivati de benzo(1,2-d;5,4-d')bis-t azol |
| CS785273A CS209542B2 (en) | 1977-08-13 | 1978-08-11 | Method of making the 2,6-bis(aminoacylamino)-benzo-1,2-d:5,4-d-bisthiazole and 2-amino-6-(aminoacylamino)-benzo 1,2-d:5,4-d-bisthiazole derivatives |
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