DE2736189C2 - - Google Patents
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- B25D9/00—Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ramme nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
Die gebräuchlichen Ausführungsformen derartiger Rammen
sind Fallwerke oder Pfahltreiber. Typisch für die be
kannten Rammen ist, daß der durch Flüssigkeit angetrie
bene Bär gegen einen Amboß schlägt, der seinerseits ge
gen das zu bearbeitende Werkstück schlägt. Die Kraft des
Wasserstoßes wirkt also indirekt auf das Werkstück. Die
Rückstellung des Ventiles, durch daß die Flüssigkeits
strömung abgebremst wird, wird üblicherweise durch Fe
dern bewirkt, die so berechnet sind, daß sie während der
Periode reduzierten Druckes in der Flüssigkeit, die der
Abbremsung unmittelbar folgt, die Rückstellung bewirkt.
Derartige Rückstellvorrichtungen haben jedoch mehrere
Nachteile. Die Periode reduzierten Druckes in der Flüs
sigkeit, während der das Ventil geöffnet werden muß, ist
sehr kurz und es ist deshalb schwierig, den richtigen
Öffnungszeitpunkt zu erwischen.
Die bekannten Rahmen dieser Art besitzen auch wenig Fle
xibilität bei der Ausrichtung auf die Betriebsbedingun
gen, weil beispielsweise bei einer einmal ausgewählten
und eingebauten Ventilfeder vorgegebener Federstärke der
maximale und minimale Betriebsdruck der Ramme festgelegt
ist.
Aus der US-PS 31 18 417 ist eine Vorrichtung bekannt,
die eine Verankerung eines Schiffsankers in hartem Mee
resboden ermöglicht. Diese Vorrichtung weist eine oben
offene Säule mit einer Auspufföffnung auf, wobei zwi
schen beiden Öffnungen ein rotierendes Ventil angeordnet
ist. Durch Öffnen und Schließen des Ventiles wird in der
Säule eine Flüssigkeitsströmung erzeugt, die beim Ab
bremsen Druckstöße auf den Anker ausübt, die den Anker
in den Meeresboden treiben.
Ausgehend von dieser Vorrichtung liegt der vorliegenden
Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Anwendungsbereich
der eingangs erwähnten Ramme zu erweitern, und die Kraft
der Schläge bei robuster Konstruktion der Ramme dosier
bar zu machen.
Diese Aufgabe wird für eine Ramme der eingangs geschil
derten Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die Öffnung und Schließung des die Flüssigkeitsströmung
abbremsenden Ventiles erfolgt schnell und bei vorgewähl
ten Strömunggeschwindigkeitswerten zwangsläufig. Die
Arbeitsflüssigkeit kann in einem geschlossenen Kreislauf
oder in einem einmaligen Durchgang durch die Ramme ge
führt werden.
Die erfindungsgemäße Ramme kann mit Vorteil in einem
weiten Bereich angewendet werden, wenn sie mit geeigne
ten Zusätzen oder Halterungen kombiniert wird, als
Pfahltreiber kann sie an Land und unter Wasser, in ver
tikaler oder geneigter Lage betrieben werden. Beispiels
weise kann unter einer Straße horizontal ein Stollen
oder Tunnel getrieben werden.
Die erfindungsgemäße Ramme kann auch wirkungsvoll als Kom
ponente eines seismischen oder Schallgenerators oder bei ande
ren Anwendungsfällen eingesetzt werden, die eine Schallquelle
mit hoher Intensität erfordern. Es ist insbesondere möglich, der
artige Schallschwingungen hoher Intensität mit einer höheren
Geschwindigkeit in einer Richtung als in den anderen zu erzeu
gen, wie das gerade bei seismischen Messungen wünschenswert ist.
Die erfindungsgemäße Ramme kann mit Vorteil auch als Schlag
bohrer im Bergbau eingesetzt werden, da sie leiser ist, weniger
Staub erzeugt, sicherer und wirkungsvoller als pneumatische oder
explosionsgetriebene Rammen ist, und zwar sowohl beim vor
Ort Bohren im Stollen als auch beim Bohren von Schächten.
Zahlreiche Vorteile sind schließlich mit der Verwendung der er
findungsgemäßen Ramme auf dem Gebiet des Pfahltreibens
verbunden, insbesondere beim Unterwasserbetrieb. Die Ramme
kann unter jedem Winkel betrieben werden, ist leicht und nutzt
die Energie wirkungsvoller aus. Da kein Zwischenraum zwischen
der Ramme und dem einzutreibenden Pfahl besteht, ist die Ge
fahr einer Beschädigung des Pfahls ausgeschlossen und eine
Pfahlkappe wird nicht benötigt. Bei Unterwasserbetrieb arbeitet
die Ramme in jeder Tiefe ohne Leistungseinbuße und kann
leichter mit einer entfernt angeordneten Energiequelle betrie
ben werden. Darüber hinaus können die mit einer erfindungsge
mäßen Ramme ausgerüsteten Pfahltreiber schnell und leicht
justiert werden, wenn eine Änderung der schlagenden Masse ge
wünscht wird. Die Skala der mit Hilfe eines erfindungsgemäßen
Pfahltreibers einzutreibenden Pfähle reicht von kleinen Zaun
pfosten über Felsstäbe und -blöcke, Abspannstäbe für Antennen
seile bis zu riesigen Pfählen für Ölbohrplattformen und -inseln.
Die hydraulische Vorrichtung weist nach einem weiteren Vorschlag
der Erfindung einen Druckkolben auf, der dem statischen in einer sich von dem einen Endstück des Rohres zum Ven
til erstreckenden Leitung ausgesetzt ist und
gegen das Ventil arbeitet, wobei die dem statischen Druck ausge
setzte Kolbenfläche größer als die Fläche des Ventilsitzes des
Ventiles ist. Schließung und Öffnung des Ventiles, d. h. Start
und Rückstellung der Rampe können so eingerichtet werden,
daß sie automatisch mit einer vorgewählten Periodendauer arbei
ten, die kurz oder relativ lang sein kann. Die Rückstellung kann
aber auch ausschließlich durch ein externes Signal, das von Hand
oder automatisch gegeben wird, erfolgen.
In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß am Ventil in dem
Rohr eine Lochblende in der Flüssigkeitsströmung so angeordnet
ist, daß der Druck über der Lochblende von einer ausgewählten
Strömungsgeschwindigkeit ab das Ventil in seine Schließstellung
zwingt. Öffnen und Schließen des Ventils erfolgt also
automatisch und zwangsläufig bei bestimmten, ausgewählten
Strömungsgeschwindigkeiten, und zwar das Öffnen durch die hydraulische
Vorrichtung und das Schließen durch den Druck über
der Lochblende.
Die Zeit, die erforderlich ist, bis die Flüssigkeit die vorge
wählte Geschwindigkeit erreicht, bei der das Ventil schließt,
hängt von dem Betriebsdruck ab. Für jeden Druck gibt es eine
theoretische Maximalgeschwindigkeit. Beispielsweise beträgt
bei 3,5 · 10⁵ Pa die Maximalgeschwindigkeit ungefähr 25 m/s
und bei 5,6 · 10⁵ Pa ungefähr 33 m/s. Die Periodendauer kann
durch Veränderung der relativen Abmessungen der Ventilanordnung
oder durch Änderung des Betriebsdruckes verstellt werden.
Weitere zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben. Die Erfindung wird nachfolgend anhand
von drei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben und erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Pfahltreiber für Unter
wasserbetrieb;
Fig. 2 eine Teilansicht aus der Darstellung gemäß Fig. 1, in der
das die Flüssigkeitsströmung abbremsende Ventil in
seiner geöffneten Stellung dargestellt ist;
Fig. 3 einen Horizontalschnitt entlang der Linie 3-3 in Fig. 1,
der die Lochbleche zeigt,
Fig. 4 einen Horizontalschnitt entlang der Linie 4-4 in Fig. 1,
der die Flüssigkeitsablenkvorrichtung zeigt;
Fig. 5 einen teilweisen horizontalen Querschnitt entlang der
Linie 5-5 in Fig. 4, der den Kolben der hydraulischen
Vorrichtung mit seinen Austrittskanälen zeigt, und
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines zwei
ten Ausführungsbeispieles der Erfindung, das die An
wendung bei einem Pfahltreiber für Betrieb an Land
betrifft.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 5 ist die erfindungs
gemäße Ramme mit 10 bezeichnet. Da die Ramme 10 zur Ver
wendung als Pfahltreiber ausgebildet ist, ist es in Vertikal
stellung dargestellt, so daß die Richtung, in der die Kraft wirkt,
nach unten gerichtet ist und die Flüssigkeit durch die Ramme
10 von oben nach unten strömt. Es versteht sich von selbst, daß
der Pfahltreiber auch unter einem Winkel zur Vertikalen betrie
ben werden kann. Die Ramme 10 weist ein Rohr 11 von ausge
wählter Länge für die Flüssigkeitsströmung und ein Ventilgehäuse
12 auf, das funktionell die sich nach unten erstreckende Ver
längerung des Rohres 11 ist. Am Boden des Ventilgehäuses 12
ist ein Zylinder 13 befestigt, in welchem ein Kolben 14 gleitet.
An der unteren Stirnfläche des Kolbens 14 ist ein Hammer oder
Bär 15 befestigt, der die Bewegung des Kolbens 14 mitmacht und
anders als bei den konventionellen Pfahltreibern in ständigem
Kontakt
mit dem Pfahl bleibt. Am Hammer 15 ist eine den Zylinder 13
umgebende Hülse 16 befestigt, deren oberes Endstück einen Flansch
17 aufweist, der durch eine Reihe von am Umfang verteilten, durch
Federn gespannte Stäbe 18 an dem Ventilgehäuse 12 befestigt
ist. Die Hülse 16 dient dazu, den Hammer 15 und den Rest der
Ramme zueinander auszurichten und mit dem zu bearbeitenden
Werkstück fluchtend zu halten. Bei der Abwärtsbewegung des Kol
bens 14 im Zylinder 13 bewegt sich der Flansch 17 ebenfalls ab
wärts an den Stangen 18 und drückt dabei die Federn zusammen.
Wenn die Kraft, die den Kolben 14 nach unten drückt, aufgezehrt
ist, zieht die in den Federn gespeicherte Energie zusammen mit
dem Gewicht der Ramme die Ramme nach unten, wobei sie
an dem Kolben 14 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung hinabgleitet.
Am oberen Endstück des Rohres 11 ist eine Flü
gelradpumpe 19 installiert, die ein Flügelradgehäuse 20 mit Flüs
sigkeitseinlaßöffnungen 21, und von einem Motor 23 angetriebene
Flügelräder 22 aufweist. Durch eine Austrittsöffnung 24 im Ge
häuse 20 steht die Flüssigkeit in Verbindung mit dem Rohr 11.
Wenn das Werkzeug untergetaucht ist, fließt Seewasser durch die
Einlaßöffnung 21 in das Gehäuse 20.
Der Unterwasser-Pfahltreiber 10 wird an einer Klammer 25 über
dem einzutreibenden Pfahl im Wasser aufgehängt, wobei ein Ener
giekabel vom Motor 23 zu einem Schiff oder einer Plattform führt.
Das Ventilgehäuse 12 ist mit verschiedenen Bohrungen versehen,
die die Abwärtsströmung der Flüssigkeit durch das Gehäuse in
zwei alternative Wege teilt. Einem dieser Wege folgt die Flüs
sigkeit, wenn sie ihre Geschwindigkeit aufbaut, und dem anderen
folgt sie, wenn sie mit ihrer Trägheitskraft auf das obere Ende
des Kolbens 14 wirken soll. Das obere Endstück des Ventilge
häuses 12 weist eine große Hauptbohrung 26 auf. Am Boden dieser
Hauptbohrung 26 schließt sich eine Zentralbohrung 27 an, in
der ein die Flüssigkeit abbremsendes Ventil 34 angeordnet ist.
Eine Reihe von radialen Querbohrungen 29 durchstoßen die Zentral
bohrung 27 etwa in der Mitte ihrer Länge und vervollständigen
den Weg der abgelenkten Flüssigkeitsströmung. Wenn die Ramme
10 über den einzutreibenden Pfahl untergetaucht ist,
wird das die Querbohrungen 29 durchströmende Wasser in die See
ausgestoßen.
Schließlich sind vertikale Bohrungen 30 vorgesehen, die zwischen
der Hauptbohrung 26 und der oberen Stirnfläche des Kolbens 14
verlaufen.
Das Ventil 34 weist einen Stößel 31 mit Schultern 32 und 33 auf.
An der Schulter 32 liegt der Ventilsitz 34 an, der in der Schließ
stellung die Hauptbohrung 26 von der Zentralbohrung 27 trennt.
Über dem Ventilsitz 34 und an dem Stößel 31 ist eine Lochplatte
35 angeordnet. Auf dieser Lochplatte 35 ruht eine Abdeckscheibe
36, die die Öffnungen 37 der Lochplatte 35 teilweise überdeckt.
Durch Ändern der Größe der Abdeckscheibe 36 kann man auf einfache
Weise die wirksame Gesamtfläche der Öffnungen 37 in der Loch
platte 35 variieren. Dadurch kann der Druckabfall für jede ge
gebene Strömungsgeschwindigkeit eingestellt werden. Die Größe
des Druckabfalles über der Lochplatte 35 bestimmt die Strömungs
geschwindigkeit, bei der die Druckdifferenz über der Lochplatte
ausreicht, die Schließung des Ventiles 34 gegen die Kraft, die
das Ventil geöffnet hält, zu erzwingen.
Die Abdeckscheibe 36 kann an dem Stößel 31 gleiten, so daß sie
sich gleichförmig mit dem Stößel 31 und der Lochplatte 35 nach
oben bewegt, aber nicht gleichförmig mit diesen nach unten be
wegen muß. Die Abdeckscheibe 36 verhindert somit nicht eine
schnelle Schließbewegung des Ventils 34, indem sie einer der
artigen Bewegung einen unerwünschten und unnötigen Widerstand
entgegensetzt.
Ein hydraulisch betriebener Kolben 38, der Teil einer hydrau
lischen Vorrichtung ist, die das Ventil 34 normalerweise in
seiner Öffnungsstellung hält bzw. in diese zwingt, ist am un
teren Endstück des Stößels 31 mit Hilfe eines Sprengringes 39
und eines Bolzens 40 befestigt. Eine Feder 41 wirkt zwischen
der Schulter 33 und der oberen Stirnfläche des Kolbens 38 und
drückt den Kolben gegen den Sprengring. Wie aus Fig. 5 hervor
geht, ist der Kolben 38 mit einer Reihe von Austrittskanälen
42 versehen, die sich von einer Stirnfläche des Kolbens zur
anderen erstrecken.
Bohrungen 43 im Ventilgehäuse 12 stehen mit dem unteren Teil der
Zentralbohrung 27 unterhalb der unteren Stirnfläche des Kolbens
38 in Verbindung. Die Bohrungen 43 bilden einen Teil eines ge
schlossenen Kreislaufes ( Fig. 1 mit einer strichpunktierten Linie
44 angedeutet), der mit dem Pumpengehäuse 20 an der stromab
wärts liegenden Seite der Flügelräder 22 verbunden ist. Auf diese
Weise wirkt die Flüssigkeit unter einem statischen Druck gegen die
untere Stirnfläche des Kolbens 38 und die Unterseite des Spreng
ringes 38.
Die Ramme 10 arbeitet folgendermaßen:
Sobald die Ramme 10 untergetaucht ist, tritt Seewasser
durch die Einlaßöffnungen 21 in die Ramme ein und wird durch
die Pumpe 19 nach unten durch das Rohr 11 und die Hauptbohrung
26 gepumpt. Bei geöffnetem Ventil 34, wie in Fig. 2 dar
gestellt, strömt das Wasser durch die Lochblende 35-36, die
Zentralbohrung 27 und die Querbohrungen 29 nach außen in die
Umgebung der Ramme 10. Der auf die untere Stirnfläche
des Kolbens 28 wirkende statische hydraulische Druck ist be
strebt, das Ventil 34 geöffnet zu halten (Fig. 2). Baut sich
eine Geschwindigkeit in der Wasserströmung auf, so wächst der
Druckabfall über der Lochblende 35-36. Bei einer vorbestimmten
Strömungsgeschwindigkeit erreicht dieser Druck einen Wert,
der den von unten auf dem Kolben 38 lastenden Druck übersteigt
und somit das Ventil 28 durch den Druckabfall nach unten in seine Schließstellung
drückt.
Bei geschlossenem Ventil 34 kann das Wasser nicht länger durch
die Zentralbohrung 27 und die Querbohrung 29 entweichen. Es wird
deshalb nahezu und unter gewissen Bedingungen vollständig abge
stoppt. Die Trägheitskraft des abgebremsten Wassers wird durch
die Bohrungen 30 gegen die obere Stirnfläche des Kolbens 14 ge
richtet. Der Kolben 14 gleitet innerhalb des Zylinders 13 nach
unten gegen den Widerstand, den der Pfahl, an dem der Hammer 15
anliegt, bietet. Unter dieser Kraft bewegt sich der Pfahl nach
unten, bis die Kraft durch die Reibung zwischen dem Pfahl und
dem Material, durch das er getrieben wird, aufgebaut ist.
Nunmehr zieht das Gewicht der Ramme und die in den Federn
an den Stangen 18 gespeicherte Energie an dem Kolben 14 nach
unten, so daß dieser in den Zylinder 13 zurückgezogen wird.
Die Schließbewegung des Ventiles 28 erfolgt sehr abrupt, da
sich der Stößel 31 mit großer Schnelligkeit nach unten bewegt.
Der Kolben 38 ist bestrebt, in seiner oberen Stellung zu blei
ben, weil das Wasser darunter nicht kompressibel ist. Dadurch
wird die Feder 41 zusammengedrückt. Ein kleiner Teil der Flüs
sigkeit unterhalb des Kolbens 38 kann durch die Austrittskanäle
42 zur Oberseite des Kolbens 38 gelangen. Daraufhin drückt die
Feder 41 den Kolben 38 in seine untere Stellung. All dies ge
schieht sehr kurz nach dem Schließen des Ventiles 34. Die Fe
der 41 ist stark genug, den statischen Druck in der Leitung 44
zu überwinden, so daß die Austrittskanäle 42 abgesehen von dem
eben beschriebenen momentanen Öffnen normalerweise geschlossen
sind.
Solange die Flüssigkeitsströmung in der Ramme noch stillsteht,
drückt der statische Druck an der Unterseite des Kolbens 38 mit
einer größeren Kraft nach oben, als die statische Wassersäule
oberhalb des Ventils 34 nach unten drückt, da die Fläche des
Kolbens 38 und diejenige des Ventils 34 unterschiedlich groß
sind. Die resultierende, nach oben gerichtete Kraft öffnet das
Ventil 34, so daß sich der eben beschriebene Zyklus wiederholt.
Der Kolben 14 hat sich zurückgezogen, bevor der Aufbau der
Strömungsgeschwindigkeit vollendet ist. Die Zyklusdauer kann in
einem weiten Bereich variiert werden, aber typischerweise liegt
sie im Bereich von 20 Zyklen pro Minute.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 zeigt einen Pfahltreiber für
den Betrieb an Land. Da viele Teile dieses Ausführungsbeispieles
Teilen im ersten Ausführungsbeispiel entsprechen oder gleich sind,
sind diese mit den gleichen Bezugszeichen versehen, wobei je
doch ein Apostroph zugefügt ist.
Da der Pfahltreiber zum Betrieb an Land bestimmt ist, muß die
Pumpe kein integraler Bestandteil sein, sondern kann bequemer
weise irgendwo angeordnet werden. Dieses zweite Ausführungsbei
spiel ist im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel so kon
struiert, daß die Arbeitsflüssigkeit im Recycling geführt werden
kann, hierzu ist ein Sammeltank 45 stromabwärts von der in der
Zeichnung nicht dargestellten Pumpe angeordnet, aber in Strom
richtung vor dem Ventilgehäuse 12′. Ein zweiter Sammeltank 46
ist in Stromrichtung hinter dem Ventilgehäuse 12′ und vor der
Pumpe angeordnet. In dem Sammelbehälter 46 ist oberhalb einer
Einlaßöffnung 47 eine Gasmenge eingeschlossen.
Der zweite Sammelbehälter 46 umschließt das obere Teilstück des
Ventilgehäuses 12′ und das untere Endstück des Rohres 11′ kon
zentrisch. Er nimmt diejenige Flüssigkeit auf, die durch die
Querbohrungen 29′ ausgestoßen wird. Durch eine Ausstoßöffnung 48
fließt diese Flüssigkeit zu der Pumpe. Wenn es zweckmäßig ist,
kann zusätzlich zu den Sammelbehältern 45 und 46 im Flüssigkeits
kreislauf ein konventioneller Vorratsbehälter vorgesehen werden,
in den sich der Sammelbehälter 46 entlädt und aus dem die Pumpe
die Flüssigkeit zieht. Im Windkessel des zweiten Sammelbehälters
46 ist eine gasgefüllte Ringröhre 49 angeordnet, die zusammenge
drückt und expandiert wird in Abhängigkeit von der Änderung des
Flüssigkeitsvolumens im Sammelbehälter.
Der Betrieb des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 6 entspricht im
wesentlichen demjenigen des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 1
mit Ausnahme der Rückführung der Arbeitsflüssigkeit.
Claims (15)
1. Ramme zur Übertragung einer gerichteten Kraft
auf einen Pfahl od. dgl. mit einem in Richtung
der gewünschten Kraft orientierten Rohr, welches an dem
dem Pfahl od. dgl. zugewandten Ende mit Mitteln
zur Übertragung der Schläge auf den Pfahl od. dgl.
ausgestattet ist und welches in seinem dem Pfahl od. dgl. abgewandten Bereich von einer Flüssigkeit durch
strömbar ist, wobei in Fließrichtung ein Ventil zum
schnellen Sperren der Flüssigkeitsströmung und eine
Flüssigkeitsablenkvorrichtung vorgesehen sind, und mit
einer Pumpe zur Erzeugung einer starken Flüssigkeits
strömung im Rohr, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel
zur Übertragung der Schläge auf den Pfahl od. dgl.
ein im Endstück (13) des Rohres gleitend angeordne
ter, durch eine mit dem Rohr (11 bis 13) verbundene
Rückholvorrichtung (16 bis 18) in das Endstück (13) des
Rohres zwingbarer Kolben (14) ist und daß das Ventil
(34) ein automatisch bei Erreichen einer bestimmten
Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit im Rohr schlie
ßendes Ventil ist, welches durch eine hydraulische Vor
richtung (38) in Öffnungsstellung schiebbar ist.
2. Ramme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die hydraulische Vorrichtung (38) einen Kolben auf
weist, der dem statischen Druck in einer sich von dem
einen Endstück (11) des Rohres zum Ventil (34) erstrec
kenden Leitung (44) ausgesetzt ist und gegen das Ventil
(34) arbeitet, und daß die dem statischen Druck ausge
setzte Kolbenfläche größer als die Fläche des Ventilsit
zes des Ventiles ist.
3. Ramme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß am Ventil (34) in dem Rohr (11 bis 13)
eine Lochblende (35, 36) in der Flüssigkeitsströmung so
angeordnet ist, daß der Druck über der Lochblende von
einer ausgewählten Strömungsgeschwindigkeit ab das Ven
til (34) in seine Schließstellung zwingt.
4. Ramme nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die hydraulische Vorrichtung (38) einen
Flüssigkeitsschalter aufweist, mittels dessen die Lei
tung (44) unterbrechbar ist.
5. Ramme nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rückholvorrichtung (16
bis 18) für den Kolben (14) eine mit dem äußeren End
stück des Kolbens (14) verbundene Hülse (16), die das
untere Endstück ( 13) des Rohres gleitend umfaßt, und
zwischen dem Endstück (13) des Rohres und der Hülse (16)
wirkende Federn aufweist, die den Kolben und die
Hülse gegen das Mittelstück (12) des Rohres zwingen.
6. Ramme nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mittelstück (12) des Rohres das
Gehäuse des Ventiles (34) bildet, daß das Mittelstück
(12) des Rohres in dem in Fließrichtung der Flüssigkeit
gesehenen Endstück eine Hauptbohrung (26) aufweist, die
mit wenigstens einer die Kraft der Flüssigkeitsströmung
übertragenden Bohrung (30) und einer Zentralbohrung (27)
im anderen Endstück des Gehäuses kommuniziert, mit welch
letzterer wenigstens eine Querbohrung (29) verbunden
ist, und daß der Stößel (28) des Ventiles (34) in der
Zentralbohrung (27) angeordnet ist und an einem Ende den
in der Schließstellung des Ventiles an dem Boden der
Hauptbohrung (26) anliegenden Ventilsitz und am anderen
Ende den Kolben der hydraulischen Vorrichtung (38), der
in der Zentralbohrung gleitend hin- und herbewegbar ist,
trägt.
7. Ramme nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lochblende (35, 36) eine am Stößel (28) befe
stigte Lochplatte (35) und eine gleitend am Stößel mon
tierte Abdeckscheibe (36) aufweist, die auf die Loch
platte zu und von ihr weggleiten kann.
8. Ramme nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kolben der hydraulischen Vorrichtung
(38) an dem Stößel (28) gleitend und abgefedert angeord
net ist und Austrittskanäle (42) aufweist, die sich von
einer Stirnfläche des Kolbens zur anderen erstrecken und
kein Gleiten des Kolbens gegen das Ventil (34) öffnen.
9. Ramme nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben der hydraulischen Vorrichtung (38) zwi
schen einem Sprengring (30) am freien Endstück des Stö
ßels (28) und einer sich an einer Schulter (33) des Stö
ßels abstützenden Feder (41) gehalten ist.
10. Ramme nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Austrittskanäle (42) auf der Fläche
des Sprengringes (39) münden.
11. Ramme nach einem der vorhergehenden Ansprüche
für Unterwasserbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einlaßöffnung zur Entnahme von Wasser aus der äußeren
Umgebung ausgebildet ist, daß die Flüssigkeitsablenkvor
richtung (27, 29) das Wasser an die äußere Umgebung ab
gibt, und daß die Pumpe (19), die das Wasser durch das
Rohr (11 bis 13) drückt, in der Nähe der Einlaßöffnung
angeordnet ist.
12. Ramme nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pumpe (19) eine Flügelradpumpe ist.
13. Ramme nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein erster Sammelbehälter (45) für das
Wasser im Recyclingbetrieb vor der Einlaßöffnung und ein
zweiter Sammelbehälter (46) hinter der Flüssigkeitsab
lenkvorrichtung (27, 29) angeordnet sind.
14. Ramme nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Querschnittsflä
che des einen Endstückes (11) des Rohres im wesentli
chen gleich groß ist wie der Querschnitt des Kolbens
(14) zur Übertragung der Schläge auf den Pfahl od.
dgl. im anderen Endstück (13).
15. Ramme nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß die lichte Querschnittsfläche
des einen Endstückes (11) des Rohres kleiner als dieje
nige des Kolbens (14) zur Übertragung der Schläge auf
den Pfahl od. dgl. ist und daß das Gewicht der
Ramme mindestens gleich dem Gewicht der Flüssigkeit in
dem Rohr ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US71437576A | 1976-08-16 | 1976-08-16 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2736189A1 DE2736189A1 (de) | 1978-02-23 |
| DE2736189C2 true DE2736189C2 (de) | 1988-03-17 |
Family
ID=24869787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772736189 Granted DE2736189A1 (de) | 1976-08-16 | 1977-08-11 | Werkzeug |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5324682A (de) |
| DE (1) | DE2736189A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3118417A (en) * | 1962-07-30 | 1964-01-21 | Stanwick Tad | Method and apparatus for anchor embedment |
| FR2087201A5 (de) | 1970-05-11 | 1971-12-31 | Cannasse Ghislain |
-
1977
- 1977-08-11 DE DE19772736189 patent/DE2736189A1/de active Granted
- 1977-08-16 JP JP9756477A patent/JPS5324682A/ja active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5324682A (en) | 1978-03-07 |
| DE2736189A1 (de) | 1978-02-23 |
| JPS613632B2 (de) | 1986-02-03 |
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