DE3640593C2 - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
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- E21C25/60—Slitting by jets of water or other liquid
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hoch
druckwasserstrahlgerät mit pulsierendem Wasserstrahl, wie es zum Schneiden minerali
scher Stoffe wie Kohle, Gestein, Beton oder für die
Industriereinigung, insbesondere zum Reinigen ver
kalkter Kesselanlagen verwendet wird.
Ein aus dem SU-Erfinderschein 5 94 322 bekanntes Gerät
dieser Art hat einen Druckspeicher, der in einer Zu
leitung angeordnet und über eine Rohrleitung mit einem
Druckimpulserzeuger verbunden ist. Dieser besteht aus
einem Gehäuse, in dem ein Hohlkolben eine Auslaßschließ
kammer und eine Auslaßöffnungskammer bildet, sowie eine
Nieder- und eine Hochdruckkammer gebildet ist, und zu
dem eine Steuervorrichtung zur Steuerung der Hohlkolben
bewegung gehört, die als Windkessel mit einer zwei Hohl
räume bildenden Trennmembran und einem Stützrost ausge
führt ist. Der eine der Hohlräume ist mit Druckgas ge
füllt, während der andere die Hochdruckkammer mit der
Auslaßöffnungskammer und über ein Ventil mit der Atmos
phäre verbindet. Hierbei sind sämtliche Elemente dieses
Windkessels ringförmig ausgebildet und rund um das
zylindrische Gehäuse des Druckimpulserzeugers angebracht.
Die Niederdruckkammer ist mit einem Auslaßstutzen und
die Hochdruckkammer mit einer Austrittsdüse und einer
Rohrleitung verbunden, die den Druckspeicher und den
Druckimpulserzeuger verbindet.
Die Funktion eines solchen Geräts beruht auf der Be
schleunigung der Flüssigkeit in der Rohrleitung zwischen
dem Druckspeicher und dem Druckimpulserzeuger durch den
Auslaßstutzen hindurch und auf der nachfolgenden Ab
bremsung des Flüssigkeitsstromes vor der Austritts
düse.
Bei diesem Gerät erfolgt die Umschaltung auf die den
wirksamen Wasserstrahlimpuls erzeugende Hochdruckphase
nicht schnell genug, so daß die Vorderflanke des erzeugten
Hochdruckimpulses nur allmählich ansteigt, so daß das
Bearbeitungsobjekt, z. B. ein Kohleflöz nicht schlag
artig, sondern allmählich beaufschlagt wird und keine
hohe Wirksamkeit erreicht wird. Dies erklärt sich da
durch, daß die Auslaßschließkammer mit dem Innenraum
des Hohlkolbens und dem Rohrleitungshohlraum verbunden
ist. Der Druck in ihr nimmt nach der Ankunft einer Nieder
druckwelle diskret zu und ist seinem Betrag nach viel
niedriger als der Zuleitungsdruck. Das Druckgefälle
am Hohlkolben ergibt sich aus dem atmosphärischen und
dem unter dem Zuleitungsdruck liegenden Niederdruck.
Unter der Einwirkung dieses Druckgefälles verschiebt
sich der Hohlkolben recht langsam zum in der Nieder
druckkammer gebildeten Sitz, wobei der zum Auslaß
stutzen fließende Strom entsprechend zögerlich abge
sperrt und zur Austrittsdüse gelenkt wird. Der Druck
impuls hat eine flache Vorderflanke und erreicht keine
bedeutende Höhe. Dies setzt die Effektivität des Geräts
insgesamt herab. Der Druckerhöhungsfaktor dieses be
kannten Geräts ist auch noch deswegen recht niedrig,
weil die Parameter des Windkessels zur Gewährleistung
des vorgeschriebenen Betriebszustands auf den Durch
messer des Austritts diese und den Zuleitungsdruck
abgestimmt sein müssen. Bei einer Änderung dieser Ver
hältnisse aus verschiedenen Gründen (Luftverluste,
Änderung des Austrittsdüsendurchmessers oder des Zu
leitungsdrucks wird der Betriebszustand, d. h. das Ver
hältnis zwischen Hochdruckphasen und Niederdruckphasen
gestört.
Die Erfindung geht aus von einem Hoch
druckwasserstrahlgerät mit pulsierendem Wasserstrahl nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1. Ein solches Gerät ist aus dem SU-Erfinder
schein 7 35 765 bekannt. Auch bei dieser Ausbildung ist
die die Hohlkolbenbewegung steuernde Verbindung zwischen
der Hochdruckkammer und der Auslaßöffnungskammer ein durch
eine Membran in zwei Hohlräume unterteilter Windkessel,
dessen einer Hohlraum mit Druckgas gefüllt ist und
dessen anderer Hohlraum die Hochdruckkammer über eine
Drossel veränderlichen Widerstandes mit der Auslaß
öffnungskammer und über ein Ventil mit der Atmosphäre
verbindet.
Die Funktion auch dieses Geräts beruht auf der Be
schleunigung der Flüssigkeit in der Rohrleitung zwischen
dem Druckspeicher und dem Druckimpulserzeuger während
des Wasseraustritts durch den Auslaßstutzen in der
Niederdruckphase und auf der nachfolgenden Abbremsung
des Flüssigkeitstromes vor der Austrittsdüse in der
Hochdruckphase. Für dieses Gerät gelten die gleichen,
vorstehend beschriebenen Nachteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Hochdruckwasserstrahlgerät der gattungsge
mäß vorausgesetzten Bauart so zu verbessern, daß in
der Hochdruckphase eine stärkere Druckerhöhung gelingt.
Es sollen also wirksamere Wasserstrahlimpulse erzeugt
werden und in einer Weiterbildung der Erfindung sollen
die Parameter derselben wählbar sein. Ausgehend von der
vorausgesetzten Ausbildung wird die gestellte Aufgabe
gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des Patent
anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Bei einer solchen
erfindungsgemäßen Ausbildung dauert die in der Aus
laßöffnungskammer zur Umschaltung erfolgende Druck
änderung nicht eine zur Luftvolumenänderung erforder
liche Zeit, wie beim bekannten Gerät, sondern geschieht
präzise nach Ablauf der Zeit, die zum Durchlauf der
Druckwelle im Laufzeitrohr erforderlich ist, die mit
der Hin- und Rücklaufzeit der sich in der Rohrleitung
fortpflanzenden Welle genau übereinstimmt. Dies be
wirkt eine schlagartige Änderung des Druckgefälles
am Hohlkolben, weil in den gleichen Zeitpunkten der
Druck in der einen Kammer zunimmt und in der anderen
abnimmt. Dies wiederum bewirkt ein rasches Überführen
des Hohlkolbens aus der einen Lage in die andere. Die
Folge hiervon ist ein steiler Druckimpuls vor der
Austrittsdüse und damit eine hohe Wirksamkeit der pul
sierenden Hochdruckstrahlen. Es kommt auch nicht zu
längerem Verweilen des Hohlkolbens in einer der Lagen,
so daß ein zusätzlicher unproduktiver Druckwellenlauf
in der Rohrleitung vermieden wird, bei dem die Austritts
düse entweder einige Zyklen lang geschlossen ist oder
das Wasser unter dem Zuleitungsdruck kontinuierlich aus
fließt.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben. Durch die Maßnahme gemäß
Patentanspruch 3 gelingt es, die Druckpulsationsfrequenz
und die Höhe der erzielten Druckspitzen in einem weiten
Bereich wählbar zu machen, wobei für Verringerungen
der Pulsationsfrequenz um Faktoren von 2 bis 5 Druck
erhöhungen um Faktoren von 1,9 bis 3,2 erzielt werden
können. Die Effektivität der hydraulischen Gewinnung
erhöht sich dabei um das 1,4- bis 1,6fache.
Ähnliche Möglichkeiten eröffnet die im Patentanspruch 4
angegebene Ausbildung. Auch diese Ausführung gewähr
leistet einen gewünschten Druckerhöhungsgrad und eine
vorgebbare, darunter auch die maximal mögliche Arbeits
leistung der hydraulischen Gewinnung. Während der Nieder
druckphase kommt es zum Durchlauf einer hierzu not
wendigen Zahl von Druckwellen durch die Rohrleitung,
während der die Bewegung des Hohlkolbens steuernde Druck
impuls eine entsprechend wählbare Zeit von der Auslaß
schließkammer in die Auslaßöffnungskammer unterwegs ist.
Die Erfindung erlaubt die Einstellung des Druckerhöhungs
faktors der erzeugten Wasserstrahlimpulse, eine schlag
artige Änderung des den Hohlkolben bewegenden Druckge
fälles, eine beschleunigte Hochdruckimpulsausbildung,
eine erhöhte Schlagkraft des Hochdruckstrahles beim Auf
treffen desselben auf das Beaufschlagungsobjekt und
eine Steigerung der Funktionssicherheit der Steuervor
richtung zur Steuerung der Hohlkolbenbewegung und des
Wirkungsgrades des Geräts.
Nachfolgend wird die Erfindung durch die Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeich
nungen weiter erläutert; es zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform des Hochdruckwasser
strahlgeräts im Schnitt, welches durch eine auch in Fig.
1 gezeigte Ergänzung in eine zweite Ausführungsform
verwandelt werden kann und
Fig. 2 eine dritte Ausführungsform.
In der ersten Ausführungsform enthält der Hydropulsator
einen gasbelasteten Druckspeicher 1, der in einer Zu
leitung 2 angeordnet und über eine Rohrleitung 3 mit einem
Druckimpulserzeuger 4 verbunden ist. Der Druckimpuls
erzeuger 4 besteht aus einem Gehäuse 5, in dem in
Führungen 6 und 7 ein Hohlkolben 8 mit einer hohlen
Kolbenstange 9 verschieblich ist. Durch Dichtungsringe
10 ist der Hohlkolben 8 gegenüber dem Gehäuse 5 und sind
die Führungen 6, 7 gegenüber der hohlen Kolbenstange 9
abgedichtet. Durch den Hohlkolben 8 und die Führungen
5,7 sind im Gehäuse 5 eine Hochdruckkammer 11 und eine
Niederdruckkammer 12 sowie eine Auslaßöffnungskammer 13
und eine Auslaßschließkammer 14 gebildet. Die Druck
verhältnisse in den letzteren bewirken die Verschiebung
des Hohlkolbens 8 jeweils zum Schließen oder Öffnen
des Wasserdurchtritts aus der Rohrleitung 3 in einen
Auslaßstutzen 15 verhältnismäßig großen Strömungsquer
schnitts.
Die Auslaßschließkammer 14 steht über Bohrungen 16 im
Hohlkolben 8 mit dem Innenraum des Hohlkolbens 8 in Ver
bindung, wobei im Betrieb des Geräts keine wesentlichen
Druckgefälle zwischen dem Druck in der Rohrleitung 3, dem
Innenraum des Hohlkolbens 8 und der Auslaßschließkammer
14 auftreten. Die Schwankungsgrenzen dieses Druckes um
fassen die Spanne von einem relativ zum Zuleitungsdruck,
der bis zum Druckspeicher 1 in etwa konstanter Höhe
herrscht, höheren bis zu einem niedrigeren Wert. In der
Hochdruckkammer 11 schwankt der Druck während des Be
triebs zwischen dem Hochdruck und dem Atmosphärendruck
und in der Niederdruckkammer 12 zwischen dem Nieder
druck bis zum Atmosphärendruck.
Die Auslaßöffnungskammer 13 steht über ein als Steuer
vorrichtung zur Steuerung der Hohlkolbenbewegung wirkendes
Laufzeitrohr 17 mit der Hochdruckkammer 11 in Verbindung.
Die Länge dieses Laufzeitrohres 17 ist gleich der
doppelten Länge der Rohrleitung 3, so daß plötzliche
Druckschwankungen zum Durchmessen des Laufzeitrohres 17
die doppelte Zeit brauchen wie zum Durchmessen der
Rohrleitung 3. Das Rohr 17 enthält ein Rückschlag
ventil 18, das in einem bestimmten Betriebszustand
das Ausfließen des Wassers aus der Auslaßöffnungskammer
13 in die Hochdruckkammer 11 verhindert. Der Druck in
der Auslaßöffnungskammer 13 schwankt zwischen dem
Hochdruck und dem atmosphärischen Druck.
Zum Anlassen des Geräts, d. h. zur Anregung des Eigen
schwingungszustands steht die Auslaßöffnungskammer 13
über ein Ventil 19 mit der Atmosphäre in Verbindung.
Die Hochdruckkammer 11 ist durch eine als Sitz 21 wirken
de Trennwand 20 mit Fenstern 22 in eine Vorkammer 23 und
eine Rückenkammer 24 unterteilt, wobei die letztere
unmittelbar in eine Austrittsdüse 25 mündet.
Im Gehäuse 5 des Druckimpulserzeugers 4 ist auf der
Seite der Rohrleitung 3 ein Sitz 26 ausgebildet, der mit
einem Ventilring 27 zusammenwirkt, welcher an dem zuge
wandten Ende der hohlen Kolbenstange 9 befestigt ist.
Das Gerät mit der bis hier beschriebenen Ausstattung
stellt die erste Ausführungsform der Erfindung dar,
wobei auch hier das Rückschlagventil 18 noch wegzudenken
ist bzw. in einer Stellung arretiert, bei der das Wasser
in beiden Richtungen fließen kann. Es sind also insbe
sondere die Ventile 28 geschlossen zu denken.
In dieser ersten Ausführungsform verläuft der Betrieb
wie folgt:
Bei geöffnetem Ventil 19 finden keine Druckpulsationen
statt. Das aus der Zuleitung 2 kommende Wasser gelangt
durch die Rohrleitung 3 in den Druckimpulserzeugers 4. Die
Auslaßschließkammer 14 füllt sich mit Wasser aus dem Innen
raum des Hohlkolbens 8 über die Bohrungen 16 und unab
hängig von der vorhergehenden Lage des Hohlkolbens 8
verschiebt sich dieser mit dem fortschreitenden Füllen
der Auslaßschließkammer 14 in den Führungen 6 und 7 des
Gehäuses 5 bis zur Anlage am Sitz 26 bzw. bleibt in dieser
Stellung, wenn es die Ausgangsstellung war. Der Weg
des Wassers zur Austrittsdüse 25 ist frei und das Wasser
fließt durch den zwischen dem Hohlkolben 8 und dem Sitz
21 vorhandenen Spalt, die Vorkammer 23, die in der Trenn
wand 20 vorhandenen Fenster 22 und die Rückenkammer 24 zur
Austrittsdüse 25 und beaufschlagt in kontinuierlichem
Strahl das Beaufschlagungsobjekt. Aus der Vorkammer 23
fließt Wasser über das Laufzeitrohr 17 kontinuierlich
in die Auslaßöffnungskammer 13, wo es jedoch keinen Druck
aufbauen kann, weil es aus dieser durch das geöffnete
Ventil 19 abfließt.
In den Eigenschwingungszustand wird das Gerät durch
Schließen des Ventils 19 übergeführt. Dadurch steigt der
Druck in der Auslaßöffnungskammer 13 auf den Zuleitungs
druck, der auch in der Auslaßschließkammer 14 und in der
Hochdruckkammer 11 herrscht. Da der Flächeninhalt des
Ventilrings 27 größer ist als die Stirnfläche der
hohlen Kolbenstange 9 und im übrigen sämtliche Flächen
des Hohlkolbens 8 ein gleicher Druck wirkt, entsteht
eine resultierende Kraft, die den Hohlkolben 8 vom
Sitz 26 weg bis zur Anlage am Sitz 21 verschiebt. Hier
bei wird der Weg des Wassers aus der Rohrleitung 3 zu
dem Auslaßstutzen 15 über die Niederdruckkammer 12 frei
und zugleich der Wasserdurchtritt aus der Rohrleitung
3 in die Hochdruckkammer 11 unterbunden.
Da der Strömungsquerschnitt des Auslaßstutzens 15 größer
als der der Austrittsdüse 25 ist, nimmt der Ausflußwider
stand des Druckimpulserzeugers 4 ab, was zur Entstehung
eines Druckabfalls führt, der vom Druckimpulserzeuger 4
ausgeht. Dieser befindet sich in seiner Niederdruck
phase und die Front des Druckabfalls läuft durch die
Rohrleitung 3 in Richtung zum Druckspeicher 1. Der Nieder
druck liegt unter dem bis zum Druckspeicher 1 herrschen
den Zuleitungsdruck.
Der Druck in der Hochdruckkammer 11 ist sofort auf den
Atmosphärendruck gefallen, so daß sich gleichzeitig
eine entsprechende Druckabfallswelle durch das Laufzeit
rohr 17 zur Auslaßöffnungskammer 13 fortpflanzt. Damit
ist in der betrachteten Niederdruckphase der Druck in
der Hochdruckkammer 11 nahe dem atmosphärischen Druck
und in der Auslaßschließkammer 14 und in der Nieder
druckkammer 12 gleich dem unter dem Zuleitungsdruck
liegenden Niederdruck. Nur in der Auslaßöffnungskammer
13 herrscht noch der Druck, der vor der Umschaltung
hier geherrscht hatte, also der Zuleitungsdruck, weil
die Druckabfallswelle durch das Laufzeitrohr 17 noch
nicht angekommen ist.
Wenn die Niederdruckwelle über die Rohrleitung 3 den
Druckspeicher 1 erreicht, erreicht die über das Lauf
zeitrohr 17 laufende Welle atmosphärischen Druckes
die halbe Länge desselben. Durch den Druckabfall vor
dem Druckspeicher 1 beginnt dieser, sich zu entladen
und zusätzlich Wasser in die Rohrleitung 3 einzuspeisen,
so daß das in dieser befindliche Wasser beschleunigt
wird und der vom Druckspeicher 1 aufrechterhaltene
Zuleitungsdruck sich wieder durch die Rohrleitung 3 zum
Druckimpulserzeuger 4 hin ausbreitet. Wenn der Zu
leitungsdruck die Auslaßschließkammer 14 erreicht, steigt
der Druck in dieser entsprechend an. Gleichzeitig
erreicht die Welle des atmosphärischen Druckes durch
die ganze Länge des Laufzeitrohres 17 die Auslaßöffnungs
kammer 13, so daß der Druck in dieser bis auf den atmos
phärischen Druck abfällt. Es entsteht eine Druckdifferenz
in den Kammern 13 und 14 am Hohlkolben 8, die diesen
bis zur Anlage am Sitz 26 verschiebt.
Durch diese Umschaltung des Geräts auf die Hochdruck
phase hört der Wasserdurchtritt in den Auslaßstutzen 15
auf und gleichzeitig wird der Wasserzutritt in die Aus
trittsdüse 25 frei. Das inzwischen mit hoher Geschwindig
keit in der Rohrleitung 3 strömende Wasser trifft auf
den höheren Ausströmungswiderstand der Austrittsdüse
25, was mit einer Druckzunahme im Druckimpulserzeuger 4
einhergeht. Die Niederdruckphase geht zu Ende und eine
Hochdruckphase setzt ein. Der hohe Druck wird in der
Düse 25 wieder in hohe Geschwindigkeit umgesetzt, so
daß ein kräftiger Hochdruckwasserstrahlimpuls auf das
Beaufschlagungsobjekt auftrifft.
Der hohe Druck pflanzt sich als Druckwelle auch durch
die Rohrleitung 3 in Richtung zum Druckspeicher 1 und
über das Laufzeitrohr 17 in Richtung zur Auslaßöffnungs
kammer 13 fort. Während der betrachteten Hochdruck
phase herrscht somit in der Hochdruckkammer 11, der
Auslaßschließkammer 14 und vor der Austrittsdüse 25
ein dynamischer, auf der Abbremsung der Wassersäule in
der Rohrleitung 3 beruhender Hochdruck und in der Nieder
druckkammer 12 und der Auslaßöffnungskammer 13 bleibt
der atmosphärische Druck bestehen.
Wenn die über die Rohrleitung 3 laufende Hochdruck
welle den Druckspeicher 1 erreicht und von diesem
ausgeglichen und als Welle in Höhe des Zuleitungsdruckes
zurückgeworfen wird, erreicht die über das Laufzeitrohr
17 laufende Welle nur die halbe Länge desselben. Zum
Zeitpunkt der Ankunft der vom Druckspeicher 1 zurück
kommenden Welle des Zuleitungsdruckes bei dem Druck
impulserzeuger 4 und der Auslaßschließkammer 14 nimmt
der Druck in der letzteren vom Hochdruck auf den Zu
leitungsdruck ab, während die über das Laufzeitrohr 17
laufende Hochdruckwelle die Auslaßöffnungskammer 13
erreicht und der Druck in derselben vom atmosphärischen
auf den Hochdruck ansteigt. Infolge der Druckdifferenz
in den Kammern 13 und 14 hebt der Hohlkolben 8 vom Sitz
26 ab und verschiebt sich bis zur Anlage am Sitz 21.
Infolgedessen hört der Wasserzutritt aus der Rohr
leitung 3 in die Austrittsdüse 25 auf und der Weg des
Wassers zum Auslaßstutzen 15 wird wieder frei.
Durch die erfolgte Umschaltung sinkt der Ausströmwider
stand des Druckimpulserzeugers 4 wieder und es geht
wieder ein Druckabfall von ihm aus. Die Hochdruckphase
geht zu Ende und eine weitere Niederdruckphase setzt
ein. Die Vorgänge wiederholen sich und es kommt zu einem
stabilen Resonanzeigenschwingungszustand, der durch
zeitgleiche Nieder- und Hochdruckphasen gekennzeichnet
ist.
Zur Beendigung des Eigenschwingungszustands ist ledig
lich das Ventil 19 zu öffnen. Diese Entlüftung bewirkt,
daß sich in der Auslaßöffnungskammer 13 kein Hochdruck
mehr aufbauen kann und eine Umschaltung in die Nieder
druckphase nicht mehr erfolgen kann. Der hohle Kolben
8 erfährt eine resultierende Kraft, welche ihn zur An
lage am Sitz 26 verschiebt bzw. ihn in dieser Stellung
hält. Der Wasseraustritt durch die Austrittsdüse 25
bleibt dauernd offen und das Wasser fließt kontinuierlich
mit dem Zuleitungsdruck aus.
Der beschriebene Betrieb funktioniert in einem weiten
Bereich der Zuleitungsdrücke und mit verschiedenen
Austrittsdüsendurchmessern, was beim hydraulischen Kohlen
abbau besonders wichtig ist.
Die zweite Ausführungsform des Geräts kann ebenfalls
anhand der Fig. 1 beschrieben werden.
In dieser Ausführungsform steht die Auslaßöffnungskammer
13 mit der Auslaßschließkammer 14 über ein Laufzeitrohr
29 in Verbindung, das durch ein Dreistellungsventil 30 in
zwei hintereinander geschaltete Abschnitte 31 und 32 unter
teilt ist, wobei die Länge jedes Abschnitts 31 und 32
gleich der doppelten Länge der Rohrleitung 3 zwischen
dem Druckspeicher 1 und dem Druckimpulserzeuger 4 ist.
Das Dreistellungsventil 30 zwischen den Abschnitten 31,
32 steht mit der Auslaßöffnungskammer 13 in Verbindung
und kann den zweiten Laufzeitrohrabschnitt 32 kurz
schließen. Je nach der Lage des Dreistellungsventils
30 gelangt Wasser aus der Auslaßschließkammer 14 in
die Auslaßöffnungskammer 13 entweder, indem es aufeinander
folgend die Abschnitte 31 und 32 durchfließt, oder aber
unter Umgehung des zweiten Abschnitts 32.
Die Abschnitte 31 und 32 sind zur Verkleinerung ihrer
Abmessungen in Gestalt kompakter Baueinheiten, beispiels
weise in Form von Rohrschlangen ausgeführt. Es können
auch mehr als zwei Abschnitte des Laufzeitrohres 29 vor
gesehen sein, so daß die einschaltbaren wirksamen Längen
desselben weiter unterteilt werden können. Dies hat
die nachfolgend beschriebene Wirkung auf den Charakter
der Hochdruck-Wasserstrahlimpulse.
Der Betrieb ist auch in dieser betrachteten Variante
mit geöffneten Ventilen 28 gekennzeichnet durch den
Wechsel von Hochdruck- und Niederdruckphasen. In der
Hochdruckphase sperrt der Hohlkolben 8 den Wasser
durchtritt aus der Rohrleitung 3 in den Auslaßstutzen
15 und in der Niederdruckphase gibt er diesen Weg frei.
Während der Niederdruckphase kommt es in beschriebener
Weise zu einer Beschleunigung der Wassersäule in der
Rohrleitung 3 und dadurch zu einer Ansammlung kineti
scher Energie. Diese ist umso höher, je länger die
Niederdruckphase dauert und je höher demzufolge die
erreichte Geschwindigkeit ist. Wenn also die Niederdruck
phasen verlängert werden, so werden die Hochdruckphasen
und damit die Beaufschlagungen des Objekts zwar seltener
aber wirksamer-
Der Betriebszustand hängt vom Verhältnis der Dauer der
niedrigen und hohen Druckphase ab und ist durch einen Be
triebszustandsfaktor n gekennzeichnet. Sind die Phasen
von gleicher Dauer, so ist n = 1. Dies entspricht dem
Resonanzbetrieb. Wenn die Niederdruckphase um das 2-, 3-
oder 4fache länger dauert als die Hochdruckphase, so
ist n = 2, 3, 4 usw. Diese Betriebszustände werden in
Anlehnung an hydraulische Widder (Stoßheber) Widderbe
trieb genannt. Je größer n ist, umso höher ist der
Hochdruck vor der Austrittsdüse 25 und umso niedriger
ist die Druckpulsationsfrequenz.
Die Wahl des Betriebszustands hängt vom Charakter des
Beaufschlagungsobjektes ab. Es kann manchmal gemäß den
jeweiligen Einsatzbedingungen zweckmäßig sein, den Druck
erhöhungsgrad sogar auf Kosten des Wirkungsgrades zu
erhöhen, um die geforderte Kraft der Hochdruck-Wasser
strahlimpulse, beispielsweise bei hoher Gesteinsfestig
keit, zu erreichen.
Bei geringer Gesteinsfestigkeit ist es dagegen zweck
mäßig, den Druck vor der Austrittsdüse 25 zu senken und
dafür die Frequenz und den Wirkungsgrad zu erhöhen.
Es sei angenommen, daß der Widderbetrieb mit einem
Faktor n = 2 erforderlich ist. Hierzu werden die Ventile
28 geöffnet und das Dreistellungsventil 30 in die
(in Fig. 1 gezeigte) Lage gedreht, in der die Abschnitte
31 und 32 nur miteinander in Verbindung stehen und das
Ventil 30 von der Auslaßöffnungskammer 13 getrennt ist.
Das Ventil 19 und der Wasserzutritt aus der Zuleitung 2
werden geöffnet. Das Wasser passiert den Druckspeicher
1, die Rohrleitung 3 und gelangt zum Druckimpulserzeuger
4 und füllt sodann aus dem Innenraum des Hohlkolbens 8
über die Bohrungen 16 in der hohlen Kolbenstange 9 die
Auslaßschließkammer 14. Je nach der vorhergehenden Lage
des Hohlkolbens 8 verschiebt sich dieser mit dem fort
schreitenden Füllen der Auslaßschließkammer 14 in den
Führungen 6 und 7 des Gehäuses 5 bis zur Anlage am Sitz
26 und läßt das Wasser durch den zwischen dem hohlen
Kolben 8 und dem Sitz 21 gebildeten Spalt, die Vorkammer
23, die in der Trennwand 20 vorhandenen Fenster 22 und die
Rückenkammer 24 kontinuierlich durch die Austrittsdüse
25 auf das Beaufschlagungsobjekt austreten. Außerdem
fließt Wasser aus der Auslaßschließkammer 14 über das
Rohr 29 in die Auslaßöffnungskammer 13 und wird aus der
selben über das Ventil 19 abgelassen. Außerdem strömt
der Auslaßöffnungskammer 13 über das Rohr 17 Wasser aus
der Vorkammer 23 zu, wobei das Rückschlagventil 18 ab
gedrückt wird.
In den Eigenschwingungszustand wird das Gerät durch
Schließen des Ventils 19 übergeführt. Hierbei steigt
der Druck in der Auslaßöffnungskammer 13 auf den Wert
in der Auslaßschließkammer 14. Da der Flächeninhalt
des Ventils 27 größer als die Stirnfläche der hohlen
Kolbenstange 9 auf der Seite des Sitzes 21 ist, ent
steht eine resultierende Kraft, die den Hohlkolben 8
vom Sitz 26 abhebt und bis zur Anlage am Sitz 21 ver
schiebt. Das Wasser aus der Rohrleitung 3 strömt über
die Niederdruckkammer 12 unmittelbar in den Auslaß
stutzen 15 und zugleich wird der Wasseraustritt aus
der Austrittsdüse 25 unterbunden. Dadurch, daß der Durch
messer des Auslaßstutzens 15 größer als der Durchmesser
der Austrittsdüse 25 ist, nimmt der hydraulische Wider
stand ab. Es entsteht ein Druckabfall und eine Nieder
druckphase setzt ein. Eine Niederdruckwelle läuft durch
die Rohrleitung 3 in Richtung zum Druckspeicher 1. Gleich
zeitig läuft über das Laufzeitrohr 17 eine Druckwelle
mit einem dem atmosphärischen nahekommenden Druck zur
Auslaßöffnungskammer 13, während über das Laufzeitrohr
29, d. h. über den Abschnitt 31, das Ventil 30, den
Abschnitt 32 in Richtung zur Auslaßöffnungskammer 13
eine Niederdruckwelle läuft. Somit ist während des
gesamten Verlaufs der Niederdruckphase der Druck in der
Hochdruckkammer 11 dem atmosphärischen nahe, in der
Auslaßschließkammer 14 und der Niederdruckkammer 12
herrscht der Niederdruck und in der Auslaßöffnungs
kammer bleibt es zunächst beim der niedrigen Phase
vorausgehenden Druck im vorliegenden Fall also etwa
beim Zuleitungsdruck.
Wenn die erste Welle mit einem dem Zufuhrdruck nahe
kommenden Druck vom Druckspeicher 1 zum Druckimpuls
erzeuger zurückkommt, hat die zur Auslaßöffnungskammer
13 laufende Atmosphärendruckwelle den Abschnitt 31 pas
siert. Daher ändert sich der Druck in der Auslaßöffnungs
kammer 13 nicht und wird etwa auf der Höhe des Zufuhr
drucks bleiben, weil das Ausfließen des Wassers aus
derselben in die Hochdruckkammer 11 und weiter in die
Austrittsdüse 25 durch das Rückschlagventil 18 verhindert
wird. Der Hohlkolben 8 bleibt am Sitz 21. Der Druck
im Bereich des Druckimpulserzeugers 4 nimmt relativ zum
Zufuhrdruck erneut ab, und zum Druckspeicher 1 läuft
über die Rohrleitung 3 eine zweite Niederdruckwelle
(der Druck in ihr wird etwas höher als in der ersten
Welle sein).
Wenn die zweite, vom Druckspeicher 1 zurückkommende Zu
fuhrdruckwelle am Druckimpulserzeuger 4 ankommt, hat
die erste zur Auslaßöffnungskammer 13 laufende Nieder
druckwelle auch den zweiten Abschnitt 32 passiert und die
Kammer 13 erreicht. Infolgedessen nimmt der Druck in
der Auslaßöffnungskammer 13 bis auf den Niederdruck ab,
und in der Auslaßschließkammer 14 wird der Druck mit
der Ankunft der zweiten zurückkommenden Welle dem Zufuhr
druck nahe werden. Als Folge davon entsteht eine Druck
differenz in den Kammern 13 und 14 am Hohlkolben 8,
welche diesen bis zur Anlage am Sitz 26 verschiebt. Der
Wasseraustritt aus dem Auslaßstutzen 15 hört auf, und
gleichzeitig wird der Wasserzutritt zur Austrittsdüse
25 frei. Der Widerstand nimmt zu und es kommt durch
das Abbremsen der Wassersäule in der Rohrleitung 3 zu
einer Druckzunahme. Die Niederdruckphase geht zu Ende
und die Hochdruckphase setzt ein. Über die Rohrleitung 3
breitet sich in Richtung zum Druckspeicher 1 und über
das Laufzeitrohr 17 in Richtung zur Auslaßöffnungskammer
eine Hochdruckwelle aus. Unter demselben Druck tritt
das Wasser aus der Austrittsdüse 25 aus und beaufschlagt
das Objekt. Außerdem beginnt die Hochdruckwelle über die
Bohrungen 16 in der hohlen Kolbenstange 9 und die Aus
laßschließkammer 14 in das Laufzeitrohr 29 hinein in
Richtung zur Auslaßöffnungskammer 13 zu laufen.
Wenn die über die Rohrleitung 3 laufende Hochdruckwelle
den Druckspeicher 1 erreicht und von diesem als Zufuhr
druckwelle zurückläuft, erreicht die über das Laufzeit
rohr 17 laufende Welle nur die halbe Länge desselben.
Zum Zeitpunkt der Ankunft der Zufuhrdruckwelle vom
Druckspeicher 1 am Druckimpulserzeuger 4 nimmt der
Druck in der Auslaßschließkammer 14 vom Hochdruck auf
den Zufuhrdruck ab. Zugleich erreicht die durch das
Laufzeitrohr 17 laufende Hochdruckwelle über das Rück
schlagventil 18 die Auslaßöffnungskammer 13, und der
Druck in dieser nimmt vom Niederdruck auf den Hochdruck
zu. Infolge der Druckdifferenz in den Kammern 13 und 14
hebt der Hohlkolben 8 vom Sitz 26 ab und verschiebt
sich bis zur Anlage an den Sitz 21. Der Wasserzutritt
aus der Rohrleitung 3 in die Austrittsdüse 25 hört auf
und der Wasseraustritt aus dem Auslaßstutzen 15 wird
frei. Der Widerstand nimmt ab. Es kommt zu einer Druck
abnahme und die Hochdruckphase geht zu Ende. Eine
Niederdruckphase setzt erneut ein und es findet ein
stabiler Eigenschwingungsbetrieb mit Widderwirkung statt.
Zur Beendigung des Eigenschwingungsbetriebs ist ledig
lich das Ventil 19 zu öffnen.
Der Betrieb verläuft ähnlich, wenn nur der erste Ab
schnitt 31 des Laufzeitrohres 29 eingeschaltet ist,
dann jedoch im Resonanzberieb mit n = 1. Ein Widder
betrieb mit einem Betriebsfaktor n von mehr als fünf,
also mit mehr als fünf aktivierten Abschnitten des Lauf
zeitrohrs, ist nicht möglich.
Der Betriebzustand kann durch mittels Ventilen er
folgenden Anschluß einer bestimmten Zahl von Abschnitten
geändert werden. Wenn aber die Einsatzbedingungen irgend
einen unveränderlichen Betriebszustand voraussetzen,
können die Abschnitte unmittelbar miteinander ver
bunden sein. Dann sind Dreistellungsventile und deren
Verbindung mit der Auslaßöffnungskammer 13 entbehrlich.
Sind fünf zuschaltbare Abschnitte vorgesehen, so ist
eine Änderung der Frequenz der stattfindenden Druck
pulsationen vom Resonanz- bis zum Widderbetrieb mit
n = 2 bis 5 möglich, wobei Druckerhöhungen um Faktoren
von 1,9 bis 3,2 erzielt werden können. Bei z. B. hydrau
lischer Kohlegewinnung kann so je nach Festigkeit des
Kohlenflözes der Betrieb optimal angepaßt werden.
Bei schwachen Kohlen wendet man den Resonanzbetrieb
(hohe Frequenz und 1,9facher Druckerhöhungsgrad), bei
festen Kohlen aber den Widderbetrieb an (Widderbetrieb
mit einem Fünftel der Frequenz und einem Druckerhöhungs
grad von 3,2 relativ zum Zuleitungsdruck).
Eine dritte Ausführungsform des Geräts ist in Fig. 2
dargestellt. In dieser Ausführungsform steht die
Auslaßöffnungskammer 13 mit der Auslaßschließkammer 14
über zwei parallel geschaltete Verbindungsstränge 33
und 34 mit je einem Dreistellungsventil 35 in Ver
bindung. Der Verbindungsstrang 33 enthält ein Laufzeit
rohr 36 und der Verbindungsstrang 34 ein Laufzeitrohr
37, deren Längen jeweils der doppelten Länge der den
Druckspeicher 1 und den Druckimpulserzeuger 4 ver
bindenden Rohrleitung 3 gleich sind. An einem Ende der
Rohre 36, 37 ist das jeweilige Dreistellungsventil
35 angeordnet, während das zweite Ende der Rohre 36, 37
mit der Auslaßöffnungskammer 13 in Verbindung steht.
In jedem Verbindungsstrang 33, vom ersten bis zum vor
letzten ist zwischen dem zweiten Ende des Rohres 36 und
der Auslaßöffnungskammer 13 ein Rückschlagventil 38 ange
bracht und dieses zweite Ende des Rohres 36 eines je
den vorhergehenden Verbindungsstrangs 33 ist mit dem
Dreistellungsventil 35 des nachfolgenden Verbindungs
strangs 34 über ein Rohr 39 verbunden. Je nach der
Drehstellung der Dreistellungsventile 35 in den Ver
bindungssträngen 33, 34 gelangt Wasser aus der Auslaß
schließkammer 14 in die Auslaßöffnungskammer 13 ent
weder, indem es nacheinander alle Rohre 36, 37 durch
strömt, oder aber unter Umgehung des Rohres 37, indem
es über das Rohr 36 und das Rückschlagventil 38 strömt.
Der Betrieb des Geräts in dieser dritten Ausführung
verläuft auf die folgende Weise:
Die Ventile 28 und das Ventil 19 sind geöffnet. In
dieser Stellung strömt, wie schon beschrieben, Wasser
aus der am Druckspeicher 1 vorbei kontinuierlich in den
Druckimpulserzeuger 4 und der Hohlkolben 8 steht mit
dem Sitz 26 in Berührung. Die Hauptmenge des Wasser
stroms durchströmt den Innenraum des Hohlkolbens 8,
den zwischen diesem und dem Sitz 21 gebildeten Spalt,
die Vorkammer 23, die in der Trennwand 20 vorhandenen
Fenster 22 und die Rückenkammer 24 und tritt aus der
Austrittsdüse 25 auf das Beaufschlagungsobjekt aus. Eine
kleinere Teilmenge des Wasserstroms fließt über die im
Hohlkolben 8 vorhandenen Bohrungen 16 in die Auslaß
schließkammer 14 und aus dieser über die Verbindungs
stränge 33, 34 in die Auslaßöffnungskammer 13, von wo
das Wasser über das Ventil 19 abschließt.
Gleichzeitig gelangt Wasser aus der Vorkammer 23 über
das Laufzeitrohr 17, in die Auslaßöffnungskammer 13,
wobei das Rückschlagventil 18 sich öffnet. Wenn, nun
z. B. ein Widderbetrieb mit einem Betriebsfaktor n = 2
erforderlich ist, werden die Ventile 35 der Verbindungs
stränge 33 und 34 in eine solche Stellung gedreht, daß
die Rohre 36 und 37 miteinander in Reihe verbunden sind,
wie dies in Fig. 2 gezeigt ist.
Der Eigenschwingungsbetrieb wird durch Schließen des
Ventils 19 herbeigeführt. Dadurch steigt der Druck
in der Auslaßöffnungskammer 13 und gleicht sich dem in
der Auslaßschließkammer 14 an. Da der Flächeninhalt
des Ventilrings 27 größer als die Stirnfläche der hohlen
Kolbenstange 9 auf der Seite des Sitzes 21 ist, ent
steht eine resultierende Kraft, die den Hohlkolben 8
vom Sitz 26 abhebt und bis zur Anlage am Sitz 21 ver
schiebt. Hierbei wird der Wasserdurchtritt aus der Rohr
leitung 3 über die Niederdruckkammer 12 direkt zum
Auslaß 15 frei und gleichzeitig wird der Wasseraustritt
aus der Austrittsdüse 28 unterbunden.
Dadurch, daß der Durchmesser des Auslaßstutzens 15
größer als der Durchmesser der Austrittsdüse 25 ist,
nimmt der hydraulische Widerstand ab. Es kommt zu einem
Druckabfall und es beginnt eine Niederdruckphase, während
der zunächst eine Niederdruckwelle durch die Rohr
leitung 3 in Richtung zum Druckspeicher 1 läuft. Gleich
zeitig läuft durch das Laufzeitrohr 17 eine Atmosphären
druckwelle in Richtung zur Auslaßöffnungskammer 13,
während aus der Auslaßschließkammer 14 eine Nieder
druckwelle über das Dreistellungsventil 35 im Verbindungs
strang 33, das Rohr 36, das Rohr 39, das Dreistellungs
ventil 35 im Verbindungsstrang 34 und das Rohr 37
zur Auslaßöffnungskammer 13 läuft. Somit herrscht
während der gesamten Niederdruckphase in der Hochdruck
kammer 11 der Atmosphärendruck in der Auslaßschließ
kammer 14 und der Niederdruckkammer 12 der unter dem Zu
leitungsdruck liegende Niederdruck und in der Auslaß
öffnungskammer 13 bleibt zunächst der frühere Druck auf
rechterhalten, vorliegend also der Zuleitungsdruck.
Wenn vom Druckspeicher 1 die erste Zuleitungsdruck
welle zurückkommt, passiert die zur Auslaßöffnungskammer
13 laufende Niederdruckwelle den Verbindungsstrang 33.
Daher wird sich der Druck in der Auslaßöffnungskammer
13 nicht ändern, sondern dem Zuleitungsdruck nahe
bleiben, weil das Ausfließen des Wassers aus derselben
in die Hochdruckkammer 11 und durch die Austritts
düse 25 hindurch durch das Rückschlagventil 18 ver
hindert wird. Der Hohlkolben 8 bleibt in seiner Lage
am Sitz 21.
Der Druck im Bereich des Druckimpulserzeugers 4 nimmt
relativ zum Zuleitungsdruck erneut ab und eine zweite
Niederdruckwelle läuf über die Rohrleitung 3 zum
Druckspeicher 1. Der Druck in ihr wird etwas höher
als in der ersten Welle sein.
Dieselbe Welle läuft in den Verbindungsstrang 33 ein,
während am Eingang des Verbindungsstrangs 34 die erste
Niederdruckwelle eintrifft, nachdem sie das Laufzeit
rohr 39 passiert hat. Zum Zeitpunkt der Ankunft der
vom Druckspeicher 1 zum Druckimpulserzeuger 4 zurück
laufenden zweiten Zuleitungsdruckwelle hat die erste
zur Auslaßöffnungskammer 13 laufende Niederdruckwelle
das Dreistellungsventil 35 und das Laufzeitrohr 37 des
Verbindungsstrangs 34 passiert und die Kammer 13 er
reicht. Dadurch sinkt der Druck in der Auslaßöffnungs
kammer 13 auf den Niederdruck, während er in der Aus
laßschließkammer 14 mit der Ankunft der zweiten zurück
laufenden Welle auf den Zuleitungsdruckwert steigt. Es
bildet sich eine Druckdifferenz in den Kammern 13 und
14 am Hohlkolben 8, die den letzteren vom Sitz 21 ab
hebt und bis zur Anlage am Sitz 26 verschiebt.
Der Wasseraustritt aus dem Auslaßstutzen 15 hört auf
und gleichzeitig wird der Wasseraustritt aus der Aus
trittdüse 25 freigemacht. Der Widerstand des Geräts
nimmt zu und es kommt zu einem sprunghaften Druckanstieg.
Die Niederdruckphase geht zu Ende und eine Hochdruck
phase setzt ein. Gleichzeitig trifft die zweite Nieder
druckwelle über das Dreistellungsventil 35, das Lauf
zeitrhr 36 im Verbindungsstrang 33 am Eingang des
zweiten Verbindungsstrangs 34 ein, nachdem sie das Rohr
39 passiert hat.
Über die Rohrleitung 3 läuft in dieser Zeit in Richtung
zum Druckspeicher 1 und über das Laufzeitrohr 17 in
Richtung zur Auslaßöffnungskammer 13 eine Hochdruck
welle. Unter demselben Hochdruck tritt Wasser aus
der Austrittsdüse 25 aus und beaufschlagt das Objekt.
Außerdem pflanzt sich die Hochdruckwelle über die in
der hohlen Kolbenstange 9 vorhandenen Bohrungen 16 und
die Auslaßschließkammer 14 entlang des Verbindungs
strangs 33 in Richtung zur Auslaßöffnungskammer 13
fort.
Während jeder Schwingungsperiode läuft in der Rohr
leitung 3 nur eine Hochdruckwelle, weil die nach
folgenden Wellen keinen ausreichenden Druckanstieg
des hydraulischen Impulses gewährleisten und nur den
Wirkungsgrad des Betriebs herabsetzen. Daher werden,
wenn die über die Rohrleitung 3 laufende Hochdruckwelle
den Druckspeicher 1 erreicht und von diesem als Zu
leitungsdruckwelle zurückläuft, die über das Laufzeit
rohr 17 und den Verbindungsstrang 33 laufenden Wellen
nur die halbe Länge des Laufzeitrohres 17 und des Lauf
zeitrohres 36 erreicht haben, und zum Zeitpunkt der Ankunft
der vom Druckspeicher 1 zum Druckimpulserzeuger 4 laufen
den Zuleitungsdruckwelle fällt der Druck in der Auslaß
schließkammer 14 vom Hochdruck bis auf den Zuleitungs
druck. Die über das Laufzeitrohr 17 und den Verbindungs
strang 33 laufenden Hochdruckwellen erreichen, nachdem
sie die Rückschlagventile 18 und 38 passiert haben,
die Auslaßöffnungskammer 13 und der Druck in dieser
steigt vom Niederdruck auf den Hochdruck. Infolge der
Druckdifferenz in den Kammern 13 und 14 am Hohlkolben 8
hebt der letztere vom Sitz 26 ab und verschiebt sich
bis zur Anlage am Sitz 21. Der Wasserausstoß aus der
Austrittsdüse 25 hört auf und der Wasserauslauf aus dem
Auslaßstutzen 15 wird freigemacht. Der Widerstand nimmt
ab. Es kommt zu einem Druckabfall. Die Hochdruckphase
geht zu Ende und eine Niederdruckphase setzt erneut ein.
Der Betriebsablauf wiederholt sich. Das Gerät kommt in
einen stabilen Eigenschwingungswidderbetrieb. Zur Be
endigung des Eigenschwingungsbetriebs ist lediglich das
Ventil 19 zu öffnen.
Der Betrieb verläuft in ähnlicher Weise beim Aktivieren
nur eines (des letzten) Verbindungsstrangs 34 (n = 1,
Resonanzbetrieb). Aktivieren zweier Verbindungsstränge
33 und 34 mit Hilfe der Dreistellungsventile 35 kommt
es zum Widderbetrieb mit dem Betriebsfaktor n = 2 usw.
Der Widderbetrieb verläuft immer mit einem Betriebs
faktor, der der Zahl der hintereinandergeschalteten
Verbindungsstränge gleich ist. Diese Zahl darf maximal
fünf betragen.
Wenn das Gerät von vornherein nur für einen bestimmten
Betriebszustand gedacht ist, kann das die Kammern 14 und
13 verbindende Laufzeitrohr eine feste Länge haben bzw.
die Verbindungsstränge können unmittelbar miteinander ver
bunden werden. In diesem Fall sind die Dreistellungs
ventile und deren Verbindungen entbehrlich.
In der beschriebenen Ausbildung findet also keine Zusammen
wirkung zwischen Hochdruck- und Niederdruckwellen statt.
In jedem nachfolgenden Verbindungsstrang herrscht vor
der ersten Niederdruckwelle ein Hochdruck bzw. ein Druck,
der aus der Zusammenwirkung gegenläufiger Hochdruckwellen
entsteht und seinem Betrag nach stets größer als der
Druck in einer beliebigen Niederdruckwelle ist. Dadurch
kommt es unbedingt zum Abschluß einer Niederdruckphase
nur beim Durchlauf der ersten Niederdruckwelle über
sämtliche parallel geschalteten Verbindungsstränge und
der gewünschte Betriebszustand mit einer bestimmten Druck
erhöhung und Arbeitsleistung, z. B. bei einer hydrau
lischen Gewinnung, wird präzise eingehalten.
- Bezugszeichenliste
1 Druckspeicher
2 Zuleitung
3 Rohrleitung
4 Druckimpulserzeuger
5 Gehäuse
6 Führung
7 Führung
8 Hohlkolben
9 Kolbenstange
10 Dichtungsring
11 Hochdruckkammer
12 Niederdruckkammer
13 Auslaßöffnungskammer
14 Auslaßschließkammer
15 Auslaßstutzen
16 Bohrung
17 Laufzeitrohr
18 Rückschlagventil
19 Ventil
20 Trennwand
21 Sitz
22 Fenster
23 Vorkammer
24 Rückenkammer
25 Austrittsdüse
26 Sitz
27 Ventilring
28 Ventil
29 Laufzeitrohr
30 Dreistellungsventil
31 Abschnitt
32 Abschnitt
33 Verbindungsstrang
34 (letzter) Verbindungsstrang
35 Dreistellungsventil
36 Laufzeitrohr
37 Laufzeitrohr
38 Rückschlagventil
39 Rohr
Claims (4)
1. Hochdruckwasserstrahlgerät mit pulsierendem Wasserstrahl mit einem
an eine Zuleitung (2) angeschlossenen Druckspeicher (1),
der über eine Rohrleitung (3) mit einem Druckimpuls
erzeuger (4) verbunden ist, in dessen Gehäuse (5)
ein Hohlkolben (8) eine Auslaßöffnungskammer (13)
und eine Auslaßschließkammer (14) bildet sowie eine
Niederdruckkammer (12) mit einem Auslaßstutzen (15)
und eine Hochdruckkammer (11) mit einer Austritts
düse (25) gebildet sind, sowie mit einer Verbindung
zwischen der Hochdruckkammer (11) und der Auslaßöffnungs
kammer (13) zur Steuerung der Bewegung des Hohlkolbens
(8),
dadurch gekennzeichnet, daß die bewegungssteuernde
Verbindung ein Laufzeitrohr (17) ist, dessen Länge
gleich der doppelten Länge der Rohrleitung (3) zwischen
dem Druckspeicher (1) und dem Druckimpulserzeuger (4)
ist.
2. Hochdruckwasserstrahlgerät nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß im Laufzeitrohr (17) ein
Rückschlagventil (18) angebracht ist.
3. Hochdruckwasserstrahlgerät nach An
spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus
laßöffnungskammer (13) mit der Auslaßschließkammer (14)
mittels eines Laufzeitrohres (29) verbindbar ist, das
durch wenigstens ein Dreistellungsventil (30) in wenig
stens zwei hintereinandergeschaltete Abschnitte (31, 32)
unterteilt ist,
wobei die Länge jedes Abschnitts (31, 32) der doppelten
Länge der Rohrleitung (3) zwischen dem Druckspeicher (1)
und dem Druckimpulserzeuger (4) gleich ist,
und die Dreistellungsventile (30) mit der Auslaßöffnungs
kammer (13) in Verbindung stehen.
4. Hochdruckwasserstrahlgerät nach
Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aus
laßöffnungskammer (13) mit der Auslaßschließkammer (14)
mittels wenigstens zweier parallel geschalteter Ver
bindungsstränge (33, 34) verbunden ist, deren jeder
ein mit der Auslaßschließkammer (14) verbundenes Drei
stellungsventil (35) sowie ein Laufzeitrohr (36, 37)
enthält, dessen Länge der doppelten Länge der Rohr
leitung (3) zwischen dem Druckspeicher (1) und dem
Druckimpulserzeuger (4) gleich ist,
wobei das eine Ende jedes Laufzeitrohres mit dem je
weiligen Dreistellungsventil (35) und das andere Ende mit
der Auslaßöffnungskammer (13) verbunden ist
und in jedem Verbindungsstrang (33), von dem ersten
bis zum vorletzten zwischen dem anderen Ende des Lauf
zeitrohres (36) und der Auslaßöffnungskammer (13) ein
Rückschlagventil (38) angebracht ist und dieses andere
Ende des Laufzeitrohres (36) eines jeden vorhergehenden
Verbindungsstrangs (33) mit dem Dreistellungsventil (35)
des nachfolgenden Verbindungsstrangs (34) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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