DE2736153B2 - Filter- und Mischeinrichtung zur Vermischung von Schmieröl und Kraftstoff - Google Patents
Filter- und Mischeinrichtung zur Vermischung von Schmieröl und KraftstoffInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Filier- und Mischvorrichtung
zur Vermischung von zwei Flüssigkeiten wie
ίο Schmieröl und Kraftstoff, insbesondere für einen Motor
mit Verdichtungszündung, mit einer Schmierölpumpe, einer Kraftstoffpumpe, einem Filter und einer Mischeinrichtung,
wobei die Mischeinrichtung eine zylindrische Mischkammer mit einem an einer Stirnseite angeordneis
ten Mischkammeranschluß und einem an der anderen Stirnseite angeordneten Mischkammerauslaß aufweist
und wobei die Schmierölpumpe einerseits über Ölleitungen mit dem Kurbelgehäuse des Motors, andererseits
mit der Mischeinrichtung und die Kraftstoffpumpe einerseits mit einem Kraftstofftank, andererseits mit der
Mischeinrichtung verbunden ist.
In der Vergangenheit sind eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht worden, wie benutztes Schmieröl
eines Motors nach entsprechender Behandlung, z. B.
Filterung, so aus dem Schmierölkreislauf abgeleitet werden kann, daß es dem für die Verbrennung in einem
Motor, insbesondere einem Motor mit Verdichtungszündung, aber auch einem normalen Zweitaktmotor mit
elektrischer Zündung, bestimmten Kraftstoff zugeführt werden kann. Bei einer bekannten Filter- und
Mischeinrichtung der in Rede stehenden Art (vgl. die US-PS 39 29 645), die auf die gleiche Anmelderin
zurückgeht, wird benutztes Schmieröl aus dem Kurbelgehäuse eines Motors abgeleitet, mit dem aus einem
Kraftstofftank entnommenen Kraftstoff vermischt, anschließend diese Mischung gefiltert und wiederum
dem Kraftstofftank zugeführt. Mit der bekannten Fiiter- und Mischeinrichtung wird bei normalem Verbrauch des
Motors eine ausreichende Mischung und Reinigung des Schmieröl-Kraftstoff-Gemisches erzielt. Unter schwierigeren
Bedingungen jedoch weist die bekannte Filter- und Mischvorrichtung noch eine Reihe von Nachteilen
auf. Da bei der bekannten Filter- und Mischvorrichtung die Auslaßleitung der Schmierölpumpe mit der Auslaßleitung
der Kraftstoffpumpe in einem T-Stück direkt verbunden sind, wird, wenn die Förderdrücke der beiden
Pumpen unter ungünstigen Umständen siark voneinander abweichen, eine der beiden Pumpen kaum oder
überhaupt nicht mehr fördern können. In diesem Fall
so wird eine saubere Mischung von Schmieröl und Kraftstoff verhindert, was zu Funktionsstörungen des
Motors führt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die bekannte Filter- und Mischvorrichtung so auszugestalten
und weiterzubilden, daß auch unter ungünstigen Umständen stets eine saubere und effektvolle Mischung
von Schmieröl und Kraftstoff gewährleistet ist.
Die erfindungsgemäße Filter- und Mischvorrichtung, bei der die zuvor aufgezeigte Aufgabe gelöst ist, ist
dadurch gekennzeichnet, daß das Filter zwischen dem Kurbelgehäuse des Motors und der Schmierölpumpe
angeordnet ist, daß ein zweiter Mischkammeranschluß vorgesehen ist, daß den Mischkammeranschlüssen
jeweils eine der beiden Flüssigkeiten zuführbar ist und daß die Mischkammeranschlüsse Drosselbohrungen
aufweisen, über die der Druck in der Mischkammer und am Mischkammerauslaß gegenüber dem von der
Schmierölpumpe bzw. der Kraftstoffpumpe abgegebe-
nen Druck wesentlich herabsetzbar ist Wesentlich für die erfindungsgemäße Fiiter- und Mischvorrichtung ist
zunächst, daß das Filter hier zwischen dem Kurbelgehäuse des Motors und der Schmierölpumpe angeordnet
ist — im Gegensatz zur Anordnung des Filters in Durchflußrichtung hinter der Mischeinrichtung bei der
bekannten Filter- und Mischvorrichtung —, so daß der Mischeinrichtung von der Schmierölpumpe von Verunreinigungen
freies Schmieröl zugeführt wird. Dies ist notwendige Voraussetzung dafür, daß, wie erfmdungsgemäß
weiter vorgesehen ist, die beiden Flüssigkeiten, also Schmieröl und Kraftstoff der Mischkammer der
Mischeinrichtung über Drosselbohrungen zugeführt werden. Zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden
Aufgabe ist aber das Vorsehen von Drosselbohrungen allein noch nicht ausreichend, vielmehr müssen die
Drosselbohrungen in getrennten Mischkammeranschlüssen angeordnet sein, so daß die beiden Flüssigkeiten
erst innerhalb der Mischkammer nach Passieren der Drosselbohrungen miteinander vermischt werden.
Durch diese Maßnahmen wird eine ausgangsseitige Entkopplung der Schmierölpnmpe und der Kraftstoffpumpe
erreicht. Dadurch ist auch unter ungünstigen Umständen stets eine saubere Mischung von Schmieröl
und Kraftstoff gewährleistet.
Vorzugsweise ist der zweite Mischkammeranschluß im Mantel der Mischkammer, tangential mündend und
nahe dem in der Stirnwand der Mischkjmmer vorgesehenen Mischkammeranschluß, angeordnet. Dabei
ist es vorteilhaft, wenn die Schmierölpumpe an dem Mischkammeranschluß in der Stirnwand der Mischkammer
und die Kraftstoffpumpe an dem Mischkammeranschluß im Mantel der Mischkammer angeschlossen ist.
Nach einer weiteren Lehre der Erfindung, der besondere Bedeutung zukommt, befinden sich die
Drosselbohrungen, durch die der, den in der Stirnwand der Mischkammer vorgesehenen Mischkammeranschluß
beaufschlagende Druck reduziert wird, im Mantel eines sich innerhalb der Mischkammer von dem
Mischkammeranschluß weg in axialer Richtung erstrekkenden Staurohres, dessen freies Ende mit einem
Abschluß hermetisch verschlossen ist. Durch diese Ausbildung der erfindungsgemäßen Filter- und Mischvorrichtung
wird eine besonders gleichmäßige Verteilung der zu vermischenden Flüssigkeiten über das
gesamte Volumen der Mischkammer erzielt.
Nach einer weiteren Lehre der Erfindung, der gleichermaßen besondere Bedeutung zukommt, sind die
Drosselbohrungen durch die der, den im Mantel der Mischkammer vorgesehenen Mischkammeranschluß
beaufschlagende Druck reduziert wird, rechtwinklig zueinander angeordnet, ist nämlich in bezug auf die
Längsachse der Mischkammer eine erste Drosselbohrung in radialer Richtung und eine zweite Drosselbohrung
daran anschließend in tangentialer Richtung angeordnet. Durch eine derartige Anordnung wird eine
besonders intensive Verwirbelung der zu mischenden Flüssigkeiten in der Mischkammer erzielt.
Schließlich ist es dann, wenn ein die Schmierölpumpe und die Kraftstoffpumpe antreibender Antriebsmotor
vorgesehen ist, vorteilhaft vorzusehen, daß der Antriebsmotor von einem Regler steuerbar und abschaltbar
ist, sobald der Förderdruck der Schmierölpumpe oder der Kraftstoffpumpe unter einen bestimmten,
einstellbaren Wert abfällt. Dadurch ist gewährleistet, daß dann, wenn entweder im ölsumpf oder im
Kraftstofftank der vorhandene Vorrat zu Ende gegangen ist, die Pumpen der Filter- und Mischeinrichtung
automatisch abgeschaltet werden.
Im folgenden wird die erfindungsgeiiiäße Filter- und
Mischvorrichtung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert;
es zeigt
F i g. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filter- und Mischvorrichtung an einem nur schematisch
dargestellten Motor,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch die Mischeinrichtung der erfindungsgemäßen Filter- und Mischvorrichtung,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3-3 durch die Mischeinrichtung nach F i g. 2.
Fig. 1 zeigt einen Motor 10, der über eine Kraftstoffleitung 12 entsprechend seinem Verbrauch
mit Kraftstoff versorgt wird. Auf die Funktionsweise des Motors 10 braucht an dieser Stelle nicht eingegangen zu
werden. Die Kraftstoffleitung 12 wird von einer Pumpe 16 mit Kraftstoff versorgt, den diese über eine weitere
Kraftstoffleitung 18 aus dem Kraftstofftank 20 ansaugt. Der Kraftstofftank 20 weist eine Einfüllöffnung 22 auf.
Je nachdem ob der Motor 10 bei einem Fahrzeug verwendet wird oder fest installiert ist, wird der
Kraftstofftank 20 an entsprechend geeigneter Stelle angeordnet.
Der Motor 10 weist einen Schmierölkreislauf auf, in dem Schmieröl mittels einer nicht gezeichneten
ölpumpe durch ein Ölfilter 14 an die Schmierstellen der zu schmierenden Teile des Motors 10 gepreßt wird. Das
Schmieröl fließt anschließend in einen ölsumpf 24 zurück, der sich am Boden eines Kurbelgehäuses 26
befindet.
Vermittels der Filter- und Mischvorrichtung 28 wird benutztes Schmieröl aus dem Schmierölkreislauf, und
zwar aus dem ölsumpf 24 im Kurbelgehäuse 26 abgeleitet und nach entsprechender Behandlung dem
Kraftstofftank 20 zugeführt. Zu dem Zweck ist an den tiefsten Punkt des Kurbelgehäuses 26 eine flexible
Ölleitung 30 angeschlossen, die zu einer leicht zugänglichen und schnell lösbaren Verbindung 32 führt.
In den meisten Fällen ist es möglich, die flexible Ölleitung 30 an das Kurbelgehäuse 26 dort anzuschließen,
wo sich normalerweise die ölablaßschraube befindet.
Die Filter- und Mischvorrichtung 28 weist eine Trägerplattform 33 auf, an der die verschiedenen
Elemente der Filter- und Mischvorrichtung 28 befestigt sind. Die Filter- und Mischvorrichtung 28 weist zunächst
einen Antriebsmotor 34 auf. Der Antriebsmotor 34 weist eine beidseitige Antriebswelle 36 und an dieser
befestigte flexible Kupplungen 42 auf, über die einerseits eine Schmierölpumpe 38, andererseits eine Kraftstoffpumpe
40 angetrieben wird. Jede Art von Motor kann als Antriebsmotor 34 Verwendung finden. Im Ausführungsbeispiel
nach F i g. 1 ist der Antriebsmotor 34 als Elektromotor ausgeführt, der seine Betriebsspannung
von einem Regler 44 über eine Anschlußleitung 46 erhält. Der Regler 44 ist über eine Versorgungsleitung
48 an eine Spannungsquelle angeschlossen, wahrend der Antriebsmotor 34 vermittels eines Handschalters 49 ein-
bzw. ausschaltbar ist. An der Schmierölpumpe 38 sowie an der Kraftstoffpumpe 40 sind jeweils druckabhängige
Schalter 50 resp. 52 vorgesehen, durch die über Schaltleitungen 54 bzw. 56 Relais 51 bzw. 53 betätigbar
sind. Wenn der Förderdruck der Schmierölpumpe 38 oder der Kraftstoffpumpe 40 unter einen bestimmten
Wert abfällt, so wird durch den entsprechenden druckabhängigen Schalter 50 bzw. 52 das entsprechende
Relais 51 bzw. 53 so betätigt, daß die Spannungsversor-
gung des Antriebsmotors 34 unterbrochen wird.
An die Schmierölpumpe 38 ist eine Einlaßleitung 58 angeschlossen, deren anderes Ende mittels eines
Anschlusses 59 an ein Filterträgergehäuse 60 angeschlossen ist. Das Filterträgergehäuse 60 ist an einer
Halteplatte 61 befestigt und trägt zwei Filter 62, vorzugsweise Rotationsfilter, jedoch können auch
andere Filtertypen verwendet werden. Derartige Rotationsfilter arbeiten so, daß die zu filternde
Flüssigkeit durch eine zentrale öffnung in den Rotationsfilter eingeführt wird und gefilterte Flüssigkeit
durch eine oder mehrere öffnungen am Rande abgeführt wird.
Das Filterträgergehäuse 60 weist einen Auslaßkanal 64 mit Anschlüssen 66 auf, die zu den Filtern 62 führen.
Ebenso weist das Filterträgergehäuse 60 einen Einlaßkana! 68 mit Anschlüssen 70 auf, die zu den zentralen
Einlassen der Filter 62 führen. Der Einlaßkanal 68 weist an seiner einen Seite einen Anschluß 69 auf, an den eine
Ölleitung 72 angeschlossen ist, die zu der schnell lösbaren Verbindung 32 führt. Manometer 71 bzw. 73
sind über Druckleitungen 75 bzw. 77 mit den Anschlüssen 59 bzw. 69 verbunden, so daß ein
Druckabfall zwischen dem Beginn des Einlaßkanales 68 und dem Ende des Auslaßkanales 64 zuverlässig
festgestellt werden kann.
Auslaßseitig ist an der Schmierölpumpe 38 eine Auslaßleitung 76 angebracht, die zur Mischeinrichtung
78 führt. In gleicher Weise ist an die Kraftstoffpumpe 40 auslaßseitig eine Auslaßleitung 80 angeschlossen, die
ebenfalls zur Mischeinrichtung 78 führt. Die Einlaßseite der Kraftstoffpumpe 40 ist an eine Ansaugleitung 82
angeschlossen, die eine Ansaugöffnung 84 aufweist, welche sich im Normalzustand unterhalb des Kraftstoffniveaus
im Kraftstofftank 20 befindet. An die Mischeinrichtung 78 ist im übrigen eine Mischerauslaßleitung 88
angeschlossen, über die das Gemisch über eine Auslaßöffnung 90 in den Kraftstofftank 20 zurückgeführt
wird.
F i g. 2 zeigt einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Mischeinrichtung 78. Die Mischeinrichtung 78
besteht im wesentlichen aus einer zylindrischen Mischkammer 98 mit einem Mantel 92 und Stirnwänden
94 bzw. 96. Gereinigtes öl aus der Auslaßleitung 76 tritt über einen Mischkammeranschluß 100 in der Stirnwand
94 in ein Staurohr 102 ein, dessen eines Ende an dem Mischkammeranschluß 100 befestigt ist und dessen
anderes Ende durch einen Abschluß 104 hermetisch abgeschlossen ist. Das Staurohr 102 weist in seinem
Mantel eine Vielzahl von Drosselbohrungen 106 auf. Der gesamte Durchlaßquerschnitt dieser Drosselbohrungen
106 ist so gering, daß eine erhebliche Druckdifferenz zwischen dem von der Schmierölpumpe
38 erzeugten Druck und dem Druck in der Mischkammer 98 erzielt wird.
Die Auslaßleitung 80 ist in der Nähe der Stirnwand 94
an dem Mantel 92 der Mischkammer 98 über einen Mischkammeranschluß 108 in einer Durchführung 110
befestigt Der Mischkammeranschluß 108 weist eine erste, relativ zu der Längsachse der Mischkammer 98
radial gerichtete Drosselbohrung 112 auf, an die sich im
rechten Winkel eine in bezug auf die Längsachse der Mischkammer 98 tangential gerichtete Drosselbohrung
114 anschließt. Der gesamte Durchlaßquerschnitt der
Drosselbohrungen 112 bzw. 114 ist ebenfalls so gering,
daß eine erhebliche Druckdifferenz zwischen dem von der Kraftstoffpumpe 40 erzeugten Druck und dem
Druck in der Mischkammer 98 erzielt wird. Die Mischerauslaßleitung 88 ist an der Stirnwand 96 übe
den Mischkammerauslaß 116 befestigt.
Die Filter- und Mischvorrichtung 28 arbeitet wii
folgt:
Über den Handschalter 49 am Regler 44 wird de Antriebsmotor 34 in Gang gesetzt. Daraufhin beginnen
die Schmierölpumpe 38 bzw. die Kraftstoffpumpe 40 Schmieröl aus dem Ölsumpf 24 bzw. Kraftstoff aus dem
Kraftstofftank 20 zu fördern. Das Schmieröl aus dem ölsumpf 24 durchläuft die Filter 62, so daß es in
gereinigtem Zustand in die Mischeinrichtung 78 gebracht wird. Die Anzeigewerte der Manometer 7
bzw. 73 ermöglichen eine direkte Aussage über den Zustand der Filter 62.
Die Schmierölpumpe 38 und die Kraftstoffpumpe 40 arbeiten bei der gleichen Drehzahl, so daß sie eine gleich
große Förderleistung erreichen. Die Drosselbohrungen 106,112,114 in der Mischeinrichtung 78 sind jedoch mi
unterschiedlichen Durchlaßquerschnitten versehen, so daß ein Mischungsverhältnis zwischen Kraftstoff und
Schmieröl erreichbar ist, das zwischen 3 :1 und 5 : liegt. Das Gemisch wird sodann in den Kraftstofftank 20
abgeleitet.
Aufgrund der kleinen Durchlaßquerschnitte de Drosselbohrungen 106, 112, 114 wird eine erheblich« Druckdifferenz zwischen den durch die Schmierölpumpe 38 bzw. die Kraftstoffpumpe 40 erzeugten Drücker und dem Druck in der Mischkammer 98 erzielt. Dadurch wird verhindert, daß eine der beiden Pumpen durch ein übermäßig hohe Förderleistung die andere der beiden Pumpen durch den auftretenden Gegendruck daran hindert, überhaupt Flüssigkeit zu fördern. Die Durchlaß querschnitte der Drosselbohrungen 106,112,114 sind se gewählt, daß die normalen Nenndrücke der Pumper
Aufgrund der kleinen Durchlaßquerschnitte de Drosselbohrungen 106, 112, 114 wird eine erheblich« Druckdifferenz zwischen den durch die Schmierölpumpe 38 bzw. die Kraftstoffpumpe 40 erzeugten Drücker und dem Druck in der Mischkammer 98 erzielt. Dadurch wird verhindert, daß eine der beiden Pumpen durch ein übermäßig hohe Förderleistung die andere der beiden Pumpen durch den auftretenden Gegendruck daran hindert, überhaupt Flüssigkeit zu fördern. Die Durchlaß querschnitte der Drosselbohrungen 106,112,114 sind se gewählt, daß die normalen Nenndrücke der Pumper
(z. B. 4 at) so reduziert werden, daß in der Mischkamme 98 ein Druck von nur noch 0,3 at herrscht. Typischi
Durchlaßquerschnitte der Drosselbohrungen in ihre Gesamtheit liegen in der Größenordnung von 7,5 qmrr
für die Schmierölpumpe 38 und 27 qmm für di< Kraftstoffpumpe 40. Diese Maße garantieren, daß aucl
für den Fall, daß die Kraftstoffpumpe 40 Kraftstoff au dem Kraftstofftank 20 herauszupumpen beginnt, bevo
die Schmierölpumpe 38 begonnen hat, Schmieröl au dem ölsumpf 24 herauszupumpen, der Druck in de
Mischkammer 98 nicht so hoch wird, daß di« Schmierölpumpe 38 überhaupt kein Schmieröl zi
fördern in der Lage ist.
Das von der Schmierölpumpe 38 geförderte Schmier öl tritt über die Drosselbohrungen 106 in dem Stauroh
102 in radialer Richtung in die Mischkammer 98 ein während der von der Kraftstoffpumpe 40 gefördert«
Kraftstoff über die Drosselbohrung 112 und 11'
tangential in die Mischkammer 98 eintritt. De Kraftstoff strömt dadurch spiralförmig von de
Stirnwand 94 zur Stirnwand 96 der zylindrischer Mischkammer 98. Während des Durchströmens de
Mischkammer 98 wird der Kraftstoff intensiv mit den aus den Drosselbohrungen 106 des Staurohres 10;
radial austretenden Schmieröl vermischt Die siel kreuzenden Strömungsbahnen von Schmieröl um
Kraftstoff ergeben eine sehr intensive Mischung diese beiden Flüssigkeiten miteinander. Das Gemisch win
schließlich über den Mischkammerauslaß 116 und di Mischerauslaßleitung 88 in den Kraftstofftank 21
zurückgeführt
Der Antriebsmotor 34 arbeitet so lange, bis dii
Schmierölpumpe 38 oder die Kraftstoffpumpe 40 dei
ölsumpf 24 bzw. den Kraftstofftank 20 leergepump
haben. Normalerweise wird der ölsumpf 24 zuerst leergepumpt sein, da das Gemisch, wie oben erklärt
wurde, in den Kraftstofftank 20 zurückgeführt wird. Wenn die Schmierölpumpe 38 in Ermangelung weiteren
Schmieröles im ölsumpf 24 in ihrer Förderleistung abfällt, so schaltet der mit der Schmierölpumpe 38
verbundene druckabhängige Schalter 50 das Relais 51 am Regler 44, so daß die Versorgungsspannung des
Antriebsmotors 34 abgeschaltet wird. Auf diese Weise wird die Anlage automatisch abgeschaltet, wenn das
10
Schmieröl aus dem ölsumpf 24 des Kurbelgehäuses 26 verbraucht ist. Daraufhin können dann z. B. die
verschiedenen Leitungen unterbrochen werden, um den Schmierölkreislauf des Motors 10 in bekannter Weise
aufzufüllen.
Mit der erläuterten Filter- und Mischvorrichtung 28 wird in außerordentlich wirkungsvoller Weise die
Ableitung, Reinigung und Rückleitung von Schmieröl aus dem ölsumpf 24 eines Kurbelgehäuses 26
ermöglicht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Filter- und Mischvorrichtung zur Vermischung von zwei Flüssigkeiten wie Schmieröl und Kraftstoff,
insbesondere für einen Motor mit Verdichtungszündung, mit einer Schmierölpumpe, einer Kraftstoffpumpe,
einem Filter und einer Mischeinrichtung, wobei die Mischeinrichtung eine zylindrische Mischkammer
mit einem an einer Stirnseite angeordneten Mischkammeranschluß und einem an der anderen
Stirnseite angeordneten Mischkammerauslaß aufweist und wobei die Schmierölpumpe einerseits über
Ölleitungen mit dem Kurbelgehäuse des Motors, andererseits mit der Mischeinrichtung und die
Kraftstoffpumpe einerseits mit einem Kraftstofftank, andererseits mit der Mischeinrichtung verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, da3 das Filter (62) zwischen dem Kurbelgehäuse (26) des
Motors (10) und der Schmierölpumpe (38) angeordnet ist, daß ein zweiter Mischkammeranschluß (1(Wl)
vorgesehen ist, daß den Mischkammerar.schlüssen (100, 108) jeweils eine der beiden Flüssigkeiten
zuführbar ist und daß die Mischkammeranschlüsse (100, 108) Drosselbohrungen (106,112,114) aufweisen,
über die der Druck in der Mischkammer (98) und am Mischkammerauslaß (116) gegenüber dem von
der Schmierölpumpe (38) bzw. der Kraftstoffpumpe (40) abgegebenen Druck wesentlich herabsetzbar ist
2. Filter- und Mischvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Misclfikammeranschluß
(108) im Mantel (92) der Mischkammer (98) tangential mündend und nahe dem in der Stirnwand (94) der Mischkammer (98) vorgesehenen
Mischkammeranschluß (Ϊ00) angeordnet ist.
3. Filter- und Mischvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmierölpumpe
(38) an dem Mischkammeranschluß (100) in der Stirnwand (94) der Mischkammer (98) und die
Kraftstoffpumpe (40) an dem Mischkammeranschluß (108) im Mantel (92) der Mischkammer (91!)
angeschlossen ist.
4. Filter- und Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drosselbohrungen (106), durch die der den in der Stirnwand (94) der Mischkammer (98) vorgesehenen
Mischkammeranschluß (100) beaufschlagende Druck reduziert wird, im Mantel eines sich innerhalb
der Mischkammer (98) von dem Mischkammeranschluß (100) weg in axialer Richtung erstreckenden
Staurohres (102) vorgesehen sind, dessen freies Ende mit einem Abschluß (104) hermetisch verschlossen
ist.
5. Filter- und Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Drosselbohrungen (112, 114), durch die der den im Mantel (92) der Mischkammer (98) vorgesehenen
Mischkammeranschluß (108) beaufschlagende Druck reduziert wird, rechtwinklig zueinander
angeordnet sind, daß nämlich in bezug auf die Längsachse der Mischkammer (98) eine erste
Drosselbohrung (112) in radialer Richtung und daran anschließend eine zweite Drosselbohrung (114) in
tangentialer Richtung angeordnet ist.
6. Filter- und Mischvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei ein die Schmierölpumpe
und die Kraftstoffpumpe antreibender Antriebsmotor vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der
Antriebsmotor (34) von einem Regler (44) steuerba r und abschaltbar ist, sobald der Förderdruck der
Schmierölpumpe (38) oder der Kraftstoffpumpe (40) unter einen bestimmten, einstellbaren Wert abfällt.
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| US05/714,945 US4095571A (en) | 1976-08-16 | 1976-08-16 | Filtering and mixing apparatus |
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