DE27273C - Neuerung im Verfahren der Gerbung unter Mitwirkung der elektrolytisch in Freihe1* gesetzten Bestandtheile des Wassers - Google Patents

Neuerung im Verfahren der Gerbung unter Mitwirkung der elektrolytisch in Freihe1* gesetzten Bestandtheile des Wassers

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DE27273C
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tanning
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DENDAT27273D
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English (en)
Original Assignee
L. GäU" LARD in London, Old Broad Street; Vertretef: C. KESSELER in Berlin SW., Königgrätzerstr. \1
Publication of DE27273C publication Critical patent/DE27273C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/30Chemical tanning using physical means combined with chemical means

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
LUCIEN GAULARD in LONDON.
Bestandtheile des Wassers.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. August 1883 ab.
Nach dem vorliegenden Gerbverfahren werden die Häute unter Mitwirkung des elektrischen Stromes in einem auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 im Schnitt, in Fig. 2 im Grundrifs dargestellten Apparat in folgender Weise behandelt:
Die zu gerbenden Häute B. werden dicht neben einander in den Bottich A gehängt, und zwar geeigneter Weise unter Anwendung hölzerner Querstäbe C. Der Bottich A ist in geringer Höhe über seinem Boden noch mit einem zweiten gitterartigen oder durchlöcherten Boden D versehen. Auf der einen Seite des Bottichs ist ein Schacht (bezw. Rohr etc.) E angeordnet, welcher unten mit dem Raum zwischen diesen beiden Böden commimicirt. In dem unteren Ende dieses Schachtes oder Rohres befindet sich eine Kohlenelektrode F, eine zweite gleiche Elektrode G ist etwa in der Mitte des Bottichs unterhalb des falschen Bodens angebracht. In dem ersten Stadium meines Verfahrens verbinde ich die centrale Elektrode G im Bottich mit dem negativen Pol, die in dem Schacht E befindliche Elektrode F dagegen mit dem positiven Pol einer elektrischen Batterie. Darauf wird der Bottich mit einer schwachen Gerbstofflösung gefüllt.
Durch den Einflnfs des elektrischen Stromes wird das Wasser dieser Lösung zersetzt. Der am negativen Pol G entstehende Wasserstoff wirkt auf die Häute und zerstört schnell die in diesen enthaltenen stickstoffhaltigen Substanzen, j während der sich am positiven Pol F ent- \ wickelnde Sauerstoff in dem seitlichen Schachts oder Rohr in die Höhe steigt und ins Freie | entweicht, ohne mit den Häuten B in Berührung! zu kommen.
Diese Behandlung der Häute wird ungefähr eine Woche lang fortgesetzt, worauf die Lösung durch eine neue von stärkerem Gerbstoffgehalt ersetzt wird. Jetzt schaltet man den Strom um, so dafs also die centrale Elektrode G zum positiven, die Elektrode F in dem Seitenschacht E zum negativen Pol wird. Während bei dieser Schaltung jetzt der am negativen Pol F entstehende Wasserstoff ohne jegliche Wirkungsweise durch den Schacht E ins Freie entweicht, geht der an der positiven Elektrode G gebildete Sauerstoff in die Lösung über, oxydirt das Tannin und schlägt dasselbe in den von den Leim- und Fasersubstanzen gebildeten Zellen der Häute nieder. Nach weiteren acht Tagen kann auch dieser Procefs als vollendet betrachtet werden.
Will man die Häute noch beschweren, so ist nur erforderlich, entweder die Lösung zu verstärken oder in der gewöhnlichen Weise die Häute mit Zwischenlagen von Gerbstoffen auf einander zu schichten und auch hierbei den elektrischen Strom ohne jegliche Unterbrechung weiter wirken zu lassen.
Der auf der Zeichnung veranschaulichte Apparat kann natürlich in seinen Dimensionen ganz nach Bedarf hergestellt und die Construction und Anordnung der Details vielfach modificirt werden, ohne dafs dadurch das AVesen der Erfindung irgendwie berührt würde.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Gerbverfahren unter Mitwirkung des elektrischen Stromes, und zwar in der Weise, dafs in der ersten Periode durch Wasserstoff in statu nascendi die stickstoffhaltigen Substanzen der Häute zersetzt und in dem zweiten Theil des Processes durch Sauerstoff die Gerbstoffe oxydirt und in den Hautzellen niederschlagen werden.
    Zur Ausübung des unter i. angegebenen Verfahrens ein Apparat, bestehend aus einem Bottich A, welcher die Gerbflüssigkeit enthält, worin die Häute eingetaucht sind, und der .mit- einem zweiten durchbrochenen Boden D und mit einem Seitenschacht oder Rohr E versehen ist, welch letzterer unten mit dem Raum zwischen den beiden Böden communicirt und eine Elektrode F enthält, während die zugehörige zweite Elektrode G unter dem Boden D angeordnet ist.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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