DE2716637C2 - - Google Patents
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- DE2716637C2 DE2716637C2 DE2716637A DE2716637A DE2716637C2 DE 2716637 C2 DE2716637 C2 DE 2716637C2 DE 2716637 A DE2716637 A DE 2716637A DE 2716637 A DE2716637 A DE 2716637A DE 2716637 C2 DE2716637 C2 DE 2716637C2
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02B—PREPARING GRAIN FOR MILLING; REFINING GRANULAR FRUIT TO COMMERCIAL PRODUCTS BY WORKING THE SURFACE
- B02B3/00—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming
- B02B3/04—Hulling; Husking; Decorticating; Polishing; Removing the awns; Degerming by means of rollers
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- Disintegrating Or Milling (AREA)
- Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
- Grinding Of Cylindrical And Plane Surfaces (AREA)
- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Schleifmaschine für Getreide
und Hülsenfrüchte mit einem aus einer Mehrzahl Schleifscheiben
zusammengesetzten, zylindrischen, um eine vertikale Achse motorisch
angetriebenen Schleifrotor und einem diesen mit Abstand
umgebenden Siebmantel, die beide einen Schleifraum für
das von oben nach unten hindurchströmende Gut radial begrenzen,
ferner mit einem dem Schleifraum nachgeordneten, seinen
gesamten ringförmigen Auslaufquerschnitt unmittelbar überdeckenden,
bewegbaren Stauorgan zur Steuerung der Durchlaufgeschwindigkeit
des Gutes durch den Schleifraum sowie des Staudrucks
darin und mit einem diese Vorrichtungsteile aufnehmenden Gehäuse,
das zum Kühlen des Schleifrotors und zum Austragen des
anfallenden Schleifstaubes sowie der Schalenteile etc.
mittels Luft an ein Gebläse angeschlossen
ist.
Schleifmaschinen dieser Art, das heißt solche mit einem vertikalen
Schleifkörper, schleifen das Korngut nicht über die
Spitzen, sondern rollen es und ermöglichen dadurch den Flankenschliff.
Der Schliff über die Flanken ist vorteilhafter,
weil beim ihm weniger Bruchkorn anfällt und nur die durch den
Schleifvorgang bedingten Substanzverluste entstehen.
Es ist eine Vielzahl verschiedener Konstruktionen von vertikalen
Schleifmaschinen bekannt. Bei den meisten von ihnen
wird das zu schleifende Gut in und durch den Schleifraum
allein durch Schwerkraft hindurchbewegt, so daß die Verweildauer
im Schleifraum, die Schleifzeit, ausschließlich von
der Gravitation bestimmt wird wie z. B. gemäß der DE-AS
15 07 453. Eine Einflußnahme auf die Schleifleistung und den
Schleifgrad ist bei diesen Maschinen nicht möglich.
Stand der Technik ist aber auch bereits, bei Maschinen dieser
Art das Gut durch ein oder mehrere Fördermittel zwangsläufig
in bzw. durch den Schleifraum zu bewegen (DE-PS 5 39 303).
Hierbei kann der Gutdurchsatz zwar durch Geschwindigkeitsänderung
des Fördermittels variiert werden, doch hat es sich
gezeigt, daß der Schleifeffekt bzw. Schleifgrad mehr oder weniger
zufällig ist.
Bekannt sind ferner aus der DE-PS 6 19 480 und der DE-AS
10 33 007 senkrechte Schleifmaschinen mit Mitteln zum Stauen
des Gutes, um die Verweildauer im Schleifraum und damit die
Schleifwirkung regulieren zu können. Hierbei wird bei der
einen zylindrischen Schleifrotor aufweisenden Maschine gemäß
der DE-PS 6 19 480 die kreisringförmige Gutaustrittsöffnung
des Schleifraumes mit Hilfe eines handbetätigten Stauorgans
in Form eines Schiebers variiert, während die mit einem Polierläufer
in Form eines umgekehrten Kegelstumpfes ausgestattete
Maschine gemäß der DE-AS 10 33 007 am unteren Ende des kreisringförmigen
Schleifraumes einen Stauring aufweist, der von
Hand auf keilförmigen Steuerflächen axial verstellbar ist
und je nach Einstellung den Durchflußquerschnitt für das Gut
mehr oder weniger freigibt bzw. sperrt. Eine nicht die kreisringförmige
Gutaustrittsöffnung des Schleifraumes, sondern
eine trichterförmige zentrale Auslaßöffnung vergleichsweise
geringen Querschnitts abdeckende, gewichtsbelastete Stauplatte
zeigt schließlich die DE-PS 26 40 870, die im übrigen
ebenfalls von einem Polierläufer in Form eines umgekehrten
Kegelstumpfes ausgeht.
Gemäß Vorstehendem haben die senkrechten Schleifmaschinen
vom Stande der Technik also entweder eine Zwangseinspeisung
bzw. einen Zwangsdurchlauf des zu schleifenden Gutes in bzw.
durch den Schleifraum mit Hilfe eines Fördermittels oder aber
eine Steuerung für die Verweilzeit des Gutes im Schleifraum
unter Anwendung eines Staumittels.
Wie sich im praktischen Betrieb gezeigt hat, ist diese Ausgestaltung
unzureichend, wenn einerseits hohe Maschinenleistungen,
d. h. maximaler Gutdurchsatz, und andererseits ein exaktes
Steuern des Schleifvorganges bzw. ein bestimmter Schleifgrad
sowie gleichmäßige Behandlung des Gutes verlangt werden, was
von einer modernen Maschine dieser Art erwartet wird.
Nun ist ferner aus der US-PS 39 60 068 eine vertikale Schleifmaschine
bekannt, die beides, also sowohl eine Zwangseinspeisung
als auch ein Staumittel aufweist. Indessen erfolgt hier
die Gutbehandlung nicht im Durchlauf von oben nach unten,
sondern von unten nach oben, was schon wegen der mehrfachen
Gutumlenkungen als unzweckmäßig angesehen werden muß:
Insbesondere die auslaufseitige Gutumlenkung vor dem als einseitig
angelenkte Klappe ausgebildeten Staumittel führt zu
einem ungleichmäßigen Staudruck und damit zu unterschiedlichen
Verweilzeiten der einzelnen Körner im Schleifraum, was wiederum
Unterschiede hinsichtlich des Schleifeffektes bewirkt, die
äußerst unerwünscht sind. Außerdem ist infolge der Aufwärtsförderung
des Gutes während des Schleifvorganges mit verstärkter
Reibung der einzelnen Körner untereinander und demzufolge
mit einer insbesondere bei so empfindlichen Produkten wie z. B.
Reis problematischen, unkontrollierten Temperaturerhöhung zu
rechnen, die eine nachteilige Auswirkung auf das Endprodukt
hat. Auch ist nicht auszuschließen, daß es hierbei zu gewissen
Verkantungen einzelner Körner kommt und diese somit nicht
den angestrebten Flankenschliff erhalten, sondern zumindest
teilweise über die Spitzen geschliffen werden. Schließlich ist
auch mit einem höheren Energieverbrauch der Maschine aufgrund
des von unten nach oben verlaufenden Bearbeitungsweges zu
rechnen, und es besteht die Gefahr der nicht restlosen Entleerung
im unteren Bereich der Förderschnecke bei Arbeitsende,
so daß sich in hygienisch bedenklicher Weise Gutreste in der
Maschine festsetzen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schleifmaschinen
der eingangs bezeichneten Gattung so zu verbessern, daß die
genannten Forderungen - optimaler Gutdurchsatz sowie präzises
Steuern des Schleifvorganges - erfüllt sind. Ausgegangen
wird hierbei von der Erkenntnis, daß erstens die pro Zeiteinheit
in den Schleifraum eingebrachte Gutmenge genau definiert
und konstant sein muß, wenn eine bestimmte Leistung erzielt
werden soll, daß zweitens das Gut im Schleifraum gestaut
werden und die Stauwirkung über den gesamten Querschnitt
des Schleifraumes gleich sein muß, wenn bei allen in Frage
kommenden Gütern eine ausreichende Schleifwirkung und ein
exaktes Steuern des Schleifprozesses zustande kommen soll,
und daß drittens alle Gutkörner einen gleich langen, umlenkungsfreien
Weg zurücklegen und die gleiche Verweildauer im
Schleifraum haben müssen, wenn - wie gewünscht - alle Gutkörner
den selben Schleifgrad erhalten sollen.
Gemäß der Erfindung ist die gestellte Aufgabe dadurch gelöst,
daß dem Schleifraum in axialer Verlängerung eine Förderschnecke
zum zwangsweisen Einbringen des Gutes in den Schleifraum
vorgeordnet ist, deren Förderfläche unmittelbar an den
Schleifraum angrenzt, und daß das Stauorgan als selbststeuernder,
axial beweglicher Stauteller ausgebildet ist, dessen axiale
Stellung von einer vorgegebenen äußeren Kraft bestimmt wird.
Dabei sind in vorteilhafter Weise der Einlaufquerschnitt für das
Gut im Bereich der Förderschnecke, der Schleifraumquerschnitt
sowie der Gutauslaufquerschnitt vor dem Stauteller wenigstens
annähernd gleich bemessen, wobei der Außendurchmesser der
Förderschnecke annähernd gleich dem mittleren Durchmesser
des Schleifraumes dimensioniert ist.
Die dem Schleifraum in geradliniger Verlängerung unmittelbar
vorgeordnete Förderschnecke drückt das Gut somit direkt in
den Schleifraum hinein und beaufschlagt den gesamten Eintrittsquerschnitt,
so daß der Druck überall gleichmäßig auf der Gutsäule
im Schleifraum lastet. Dabei sorgt der Stauteller
aufgrund seiner selbststeuernden Ausbildung am austrittsseitigen
Ende des Schleifraumes ständig für einen bestimmten,
gleichbleibenden Gegendruck, von welchem die Verweilzeit des
Gutes im Schleifraum sowie der Schleifgrad abhängig sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung nach der Erfindung ist
der Stauteller zentral geführt und steht unter der Wirkung
eines verstellbaren Gewichtes, um einen ungestörten Abfluß
des Gutes aus dem Schleifraum und ein exaktes Führen des
Stautellers bzw. eine genau definierte Bewegungsrichtung zu
erreichen und den Staudruck durch Verstellen des Gewichtes
variieren zu können.
Damit bei Inbetriebnahme der Maschine das Gut zwischen Schleifraumauslauf
und Stauteller fließend gehalten wird und kein
unerwünschter Rückstau auftritt, sind dem Stauteller Mittel
zum Aufrechterhalten eines Minimalspaltes am Gutauslauf des
Schleifraumes zugeordnet.
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal ist der Stauteller mit
Mitnehmern versehen, welche ihm in Abhängigkeit von der Bewegung
des Gutes wenigstens zeitweise eine Drehbewegung um
die Drehachse des Schleifrotors erteilen. Als eine zweckmäßige
Form dieser Mitnehmer haben sich einstellbare, axiale Stifte erwiesen,
die mit Abstand zueinander und dem Gutfluß entgegengerichtet
auf dem Stauteller angeordnet sind. Die Mitnehmer
werden zumindest zeitweise von dem rotierenden Gut mitgenommen
und drehen ihrerseits den Stauteller, wodurch erreicht
wird, daß unterschiedliche Vertikalbelastungen am Umfang des
Stautellers nicht immer an derselben Stelle auf ihn wirken.
Die Schleifscheiben des Schleifrotors haben nur eine bestimmte,
vom Einsatz der Maschine abhängige Lebensdauer; sie
müssen deshalb nach entsprechendem Verschleiß durch neue ersetzt
werden. Um hierbei einen längeren Stillstand der Maschine
zu vermeiden und den Austausch der Schleifscheiben
in kürzester Zeit durchführen zu können, ist gemäß der weiteren
Erfindung die Förderschnecke lösbar an dem Schleifrotor
befestigt und bildet mit diesem eine als Ganzes ausbaubare
Einheit. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung nach
der Erfindung umfaßt der Schleifrotor eine in zwei Lagern
abgestützte Welle mit mehreren gleichmäßig am Umfang verteilten,
radialen Zentrierflügeln, welche an ihrem oberen
und unteren Ende durch je einen Ring fest miteinander verbunden
sind und sowohl die Schleifscheiben als auch die Förderschnecke
drehfest aufnehmen, wobei der untere Ring gleichzeitig
die senkrechte Abstützung für die Schleifscheiben bildet.
Der Schleifrotor ist vorzugsweise oben und unten offen
ausgeführt, und seine Schleifscheiben sind mit Abstand zueinander
angeordnet, um ihn von der durch das Gehäuse gesaugten
Kühlluft gleichzeitig mitbeaufschlagen zu lassen und
auch ihn entsprechend zu kühlen.
Weitere Einzelheiten der Schleifmaschine gemäß der Erfindung
werden nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen veranschaulichten
Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Vorderansicht der Schleifmaschine, teilweise
im Mittellängsschnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Maschine, wobei die Abdeckhaube
des Antriebes abgenommen und eine Hälfte des
Gehäuses samt Schleifrotor und Siebkorb im Schnitt
nach Linie II-II in Fig. 1 dargestellt ist,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Maschine nach Linie
III-III in Fig. 1 im größeren Maßstab und
Fig. 4 einen Mittellängsschnitt durch den Stauteller sowie
das ihm zugeordnete Stellgestänge in Ansicht.
Die Schleifmaschine besteht hinsichtlich ihrer wesentlichen
Bauelemente aus einem Gehäuse 1, einem von diesem aufgenommenen
Schleifrotor 16 und Siebmantel 44, einer Förderschnecke
22 zum Einbringen des Gutes in den Schleifraum 46, einem
Stauteller 47 für die Steuerung der Verweilzeit des Gutes
im Schleifraum sowie einem Antrieb 35.
Das aus Stahlblech gefertigte Gehäuse 1 mit zylindrischem,
zwei säulenartige Erweiterungen 2 a, 2 b aufweisenden Mantel 2,
Decke 3 und Boden 4 besitzt in der Decke 3 einen Einlaufstutzen
5 für das zu schleifende Gut und unter seinem Boden
4 einen Auslauftrichter 6, der durch mehrere Halter 7 an einem
mit dem Boden 4 durch Schrauben 8 verbundenen Deckel 9 gehalten
ist. Für das Warten der im inneren Gehäuse 1 befindlichen
Maschinenteile weist sein Mantel 2 zwei große, rechteckförmige,
einander gegenüberliegende Öffnungen 10 auf, die durch je
eine abnehmbare Verschlußkappe 11 verschlossen sind. Unmittelbar
über dem Boden 4 ist an der Erweiterung 2 a des Gehäuses 1
ein seitlicher Anschlußstutzen 12 mit Anschlußflansch 13 vorgesehen,
der mit einem nicht dargestellten Sauggebläse verbunden
ist. Dem Anschlußstutzen 12 diametral gegenüber befindet sich
in der Erweiterung 2 b ein Kanal 14, der durch einen Deckel 15 verschlossen
ist und zum Entfernen von auf dem Gehäuseboden 4
sich evtl. angesammelten Gut- und Staubteilchen durch Entfernen
des Deckels 15 mit der Atmosphäre kurzzeitig verbunden wird,
so daß die Verunreinigungen über den Anschlußstutzen 12 abgesaugt
werden.
Der zentral im Gehäuse 1 angeordnete Schleifrotor 16 umfaßt
eine vertikale Welle 17 mit drei radialen Zentrierflügeln 18,
die an ihrem oberen Ende durch einen an sie geschweißten Ring
19 und an ihrem unteren Ende durch einen an sie geschweißten
Ring 20 fest miteinander verbunden sind und sowohl die Schleifscheiben
21 als auch das von einer Förderschnecke 22 gebildete
Fördermittel aufnehmen. Vertikal sind die Schleifscheiben 21
auf dem Ring 20 abgestützt. Die Förderschnecke 22 besitzt einen
Flansch 23, der mit dem Ring 19 durch Schrauben 24 drehfest
verbunden ist. Jede Schleifscheibe 21 ist durch einen
Stift 25 (Fig. 2) drehfest an einem der Zentrierflügel 18 und
damit an der Welle 17 fixiert. Für den Durchtritt der Kühlluft
haben die Schleifscheiben 21 in Achsrichtung zueinander und
die oberste Schleifscheibe 21 zur Förderschnecke 22 einen geringen
Abstand, der durch auf ihrem Umfang in bestimmten Abständen
angeordnete Distanzstifte 26 bewirkt wird. Die Welle
17 des Schleifrotors 16 ist in zwei Wälzlagern 27, 28 gelagert,
von denen das Wälzlager 27 Radiallager und das Wälzlager 28
Radial- und Axiallager ist. Das Wälzlager 28 wird von einer
Aufnahme 29 aufgenommen, die Teil des Gehäuses 1 ist und durch
mehrere radiale Arme 30 mit dessen Mantel 2 verbunden ist. Das
Wälzlager 27 ruht in einer Aufnahme 31, welche durch radiale
Arme 32 fest mit einem Flansch 33 verbunden ist, der mittels
Schrauben 34 an der Decke 3 des Gehäuses 1 befestigt ist.
Der Antrieb 35 für den Schleifrotor 16 besteht aus einem
Elektromotor 36, einer auf dessen Welle drehfest montierten
Keilriemenscheibe 37, einer drehfest auf der Welle 17 des
Schleifrotors 16 gelagerten Keilriemenscheibe 38 sowie mehreren
Keilriemen 39. Der Elektromotor 36 ist an einer Tragplatte 40
durch Schrauben 41 fixiert, die mit Hilfe von Schraubenbolzen
42 an der Erweiterung 2 b des Gehäuses 1 einstellbar befestigt
ist. Eine Haube 43 deckt die umlaufenden Teile des Antriebes 35
ab.
Der Schleifrotor 16 wird mit Abstand von einem konzentrischen
Siebmantel 44 umgeben, der aus zwei radial verstellbaren Siebmantelhälften
44 a, 44 b besteht, die je mittels Schrauben 45 im
Inneren des Gehäuses 1 lösbar an diesem befestigt sind. Wie
die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, begrenzen Schleifrotor
16 und Siebmantel 44 radial den Schleifraum 46, der die Gestalt
eines dünnwandigen Hohlzylinders hat. Ferner erkennt man, daß die
Förderschnecke 22 mit ihrer Förderfläche in Form des Schneckenganges
unmittelbar an den Schleifraum 46 grenzt und ihr Außendurchmesser
annähernd gleich dem mittleren Durchmesser des
Schleifraumes 46 ist und daß der Einlaufquerschnitt für das
Gut im Bereich der Förderschnecke 44, der konstante Querschnitt
des Schleifraumes 46 und der Querschnitt seines Auslaufes 46 a
vor dem als Stauteller 47 ausgebildeten Steuermittel ungefähr
gleich sind.
Der Stauteller 47 zum Steuern der Durchlaufgeschwindigkeit des
Gutes im Schleifraum 46 ist - wie am besten aus den Fig. 3 und
4 ersichtlich ist - aus einem das eigentliche Stauorgan verkörpernden
flachen Ring 47 a, vier Armen 47 b, einer Nabe 47 c sowie
einem nach unten gerichteten Stützbügel 47 d mit Druckplatte
47 e zusammengesetzt, die durch Schweißen fest miteinander
verbunden sind. Der Stauteller 47 ist mit Hilfe seiner Nabe
47 c verschiebebeweglich auf dem unteren, abgesetzten Ende
der Welle 17 des Schleifrotors 16 angeordnet und wird selbsttätig
durch eine äußere Kraft in Form des Gewichtes 48 in
Position gehalten. Das Gewicht 48 ist einstellbar auf dem
einen geraden Arm 49 a eines zweiarmigen Hebels 49 angeordnet,
dessen zweiter, U-förmiger Arm 49 b mit seinem ballig
geformten Ende an der Druckplatte 47 e des Stützbügels 47 d
des Stautellers 47 angreift, indem er von unten gegen diese
drückt und auf diese Weise den Stauteller 47 der Einstellung
des Gewichtes 48 entsprechend nahe vor dem Auslauf 46 a des
Schleifraumes 46 in Stellung hält. Der Hebel 49 ist in einer
am Auslauftrichter 6 angebrachten Stütze 50 gelagert.
Zum Aufrechterhalten eines Minimalspaltes 51 (Fig. 4)
zwischen dem Stauteller 47 bzw. seinem Ring 47 a und dem
Auslauf 46 a des Schleifraumes 46 sind zwei Stellschrauben
52 vorgesehen, welche durch entsprechende Gewindebohrungen
in der Nabe 47 c des Stautellers 47 hindurch gegen die Aufnahme
29 des unteren Schleifrotorlagers 28 geschraubt sind;
durch mehr oder weniger Hineindrehen der Stellschrauben 52
in die Nabe 47 c kann der Minimalspalt 51 variiert werden.
Zum Erzeugen einer wenigstens zeitweisen Drehbewegung
des Stautellers 47 sind auf seinem Ring 47 a eine Vielzahl
axialer Stifte 53 angeordnet, die gleichmäßig am Umfang verteilt
sind und in den Schleifraum 46 hineinragen. Die Stifte
53 sind mit Gewinde versehen und in entsprechende Gewindebohrungen
im Ring 47 a geschraubt. Eine jedem Stift 53 zugeordnete
Mutter 54 sichert ihn in der eingestellten Position.
Während des Betriebes wird der Schleifrotor 16 kontinuierlich
von dem Elektromotor 36 unter Vermittlung des Riementriebes
37, 38, 39 angetrieben und ist das nicht dargestellte
Sauggebläse eingeschaltet, das entsprechend den in gestrichelten
Linien veranschaulichten, die Kühlluftströmung
darstellenden Pfeilen (Fig. 1) das Innere des Schleifrotors 16
sowie den Schleifraum 46 mit Kühlluft fortwährend beaufschlagt,
so daß sowohl der Schleifrotor 16 als auch das Gut
ständig gekühlt und Schleifstaub sowie Schalenteile etc.
durch den Anschlußstutzen 12 hindurch abgesaugt werden. Das über
den Einlaufstutzen 5 stetig zugeführte Gut, beispielsweise
Reis in Form des sogenannten Rohreises oder Braunreises,
fließt der mit der selben Drehzahl wie der Schleifrotor 16
rotierenden Förderschnecke 22 zu, die es in den hohlzylinderförmigen
Schleifraum 46 oben hinein fördert, wobei der gesamte
Ringquerschnitt des Schleifraumes 46 mit Gut beaufschlagt
wird. Hier gelangt der Braunreis in den Wirkungsbereich der
Schleifscheiben 21, welche die Reiskörner über die Flanken
schleifen und ihre Fetthaut entfernen, wodurch der gewünschte
Weißreis entsteht. Während dieses Schleifvorganges bewegen sich
die Reiskörner unter der Wirkung der nachdrückenden, von der
Förderschnecke 22 ständig neu erzeugten Gutsäure einerseits
und der Wirkung der sie durch Reibschluß mitnehmenden Schleifscheiben
21 andererseits schraubenlinienförmig im Schleifraum
46 abwärts in Richtung auf den Stauteller 47. Der Stauteller
47 wirkt stauend auf das Gut im Schleifraum 46, indem
er unter dem Einfluß des auf ihm lastenden Gewichtes 48 von
unten her gegen die Gutsäule drückt und dem Gewicht der Gutsäule
die Waage hält und so die Größe des ringförmigen Auslaufspaltes
(siehe Fig. 4) zwischen seinem Ring 47 a und dem
Auslauf 46 a des Schleifraumes 46 bestimmt. Der Stau von seiten
des Stautellers 47 ist dabei über den gesamten Querschnitt
des Schleifraumes 46 der gleiche. Das ohne jegliche Umlenkung
den Auslaufspalt erreichende Gut, der geschliffene Reis
bzw. Weißreis, fällt als gleichmäßiger, ringförmiger Gutschleier
in den Auslauftrichter 6 und wird von dort abgefördert.
Da die einzelnen Reiskörner denselben Weg im Schleifraum
zurücklegen, ist der Schleifeffekt bei allen gleich
oder zumindest annähernd gleich.
Durch Verändern der auf den Stauteller 47 wirkenden Stellkraft,
d. h. durch Verstellen des Gewichtes 48 auf dem Arm
49 a des Hebels 49, kann der Auslaufspalt vergrößert oder
verkleinert werden und damit auch die Verweilzeit des Gutes
im Schleifraum 46, von welcher der Schleifgrad der Reiskörner
abhängig ist. Damit ist es möglich, auf Wunsch unterschiedliche
Schleifgrade zu erzielen, z. B. bei verschiedenen Gutarten,
wobei die Automatik des Stautellers 47 den eingestellten
Schleifgrad solange konstant hält, wie er nicht durch
erneutes Verstellen des Gewichtes 48 verändert wird.
Zum Regulieren der in den Schleifraum 46 hineingeförderten
Gutmenge und somit des Gutdurchsatzes der Maschine wird die
Drehzahl des Schleifrotors 16 variiert. Dies kann z. B.
dadurch geschehen, daß die Übersetzung des Riementriebes
37, 38, 39 geändert wird, z. B. durch Austausch der beiden
Riemenscheiben 37, 38 oder Verwendung eines drehzahlregulierbaren
Antriebmotors.
Geht eine Schleifscheibe 21 zu Bruch oder sind die Schleifscheiben
21 verschlissen, so erfolgt ihr Austausch in der
Weise, daß zunächst die Riemenscheibe 38 des Antriebs 35
demontiert wird. Dann werden die Schrauben 34 gelöst, und
die Aufnahme 31 samt dem oberen Wälzlager 27 wird entfernt.
Damit liegt der Schleifrotor 16 frei und kann, nachdem
vorher der Stauteller 47 von der Welle 17 abgenommen worden
ist, aus dem Gehäuse 1 gehoben werden, wobei seine Welle 17
aus dem unteren Wälzlager 28 herausgezogen wird. Nach Löschen
der Schrauben 24 wird nun die Förderschnecke 22 von den
Zentrierflügeln 18 abgezogen, so daß die Schleifscheiben
21 frei zugänglich sind und einzeln eine nach der anderen
von den Zentrierflügeln abgenommen und durch einwandfreie
ersetzt werden können. Der Wiedereinbau des Schleifrotors 16
in die Maschine erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge sinngemäß.
Der mit der Erfindung erzielte Fortschritt besteht in einem
hohen Gutdurchsatz bzw. einer optimalen Schleifleistung
der Maschine, wobei in vorteilhafter Weise ein Flankenschliff
des Gutes erfolgt, sowie in einem genauen Steuern
des Schleifvorganges und damit der Einhaltung eines vorgegebenen
Schleifgrades bei allen Gutkörnern gleichmäßig; ferner
in einer einfachen und robusten Bauweise der Maschine, die
keines besonders geschulten Bedienungspersonals bedarf
und deren Verschließteile leicht und in kurzer Zeit ausgewechselt
werden können.
- Bezugszeichen 1Gehäuse 2Mantel 2 aErweiterung 2 bErweiterung 4Boden 5Einlaufstutzen 6Auslauftrichter 7Halter 8Schrauben 9Decke10Öffnungen11Verschlußklappen12Anschlußstutzen13Anschlußflansch14Kanal15Deckel16Schleifrotor17Welle18Zentrierflügel19Ring20Ring21Schleifscheiben22Förderschnecke23Flansch24Schrauben25Stifte26Di-stanzstifte27Wälzlager28Wälzlager29Aufnahme30Arme31Aufnahme32Arme33Flansch34Schrauben35Antrieb36Elektromotor37Keilriemenscheibe38Keilriemenscheibe39Keilriemen40Tragplatte41Schrauben42Schraubenbolzen43Haube44Siebkorb44 aSiebkorbhälfte44 bSiebkorbhälfte45Schrauben46Schleifraum46 aAuslauf47Stauteller47 aRing47 bArme47 cNabe47 dStützbügel47 eDruckplatte48Gewicht49Hebel49 aArm49 bArm50Stütze
Claims (10)
1. Schleifmaschine für Getreide und Hülsenfrüchte mit einem
aus einer Mehrzahl Schleifscheiben zusammengesetzten,
zylindrischen, um eine vertikale Achse motorisch angetriebenen
Schleifrotor und einem diesen mit Abstand umgebenden
Siebmantel, die beide einen Schleifraum für das von oben
nach unten hindurchströmende Gut radial begrenzen, ferner
mit einem dem Schleifraum nachgeordneten, seinen gesamten
ringförmigen Auslaufquerschnitt unmittelbar überdeckenden,
bewegbaren Stauorgan zur Steuerung der Durchlaufgeschwindigkeit
des Gutes durch den Schleifraum sowie des Staudrucks
darin und mit einem diese Vorrichtungsteile aufnehmenden
Gehäuse, das zum Kühlen des Schleifrotors und zum Austragen
des anfallenden Schleifstaubes sowie der Schalenteile etc.
mittels Luft an ein Gebläse
angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß dem Schleifraum (46) in axialer Verlängerung eine Förderschnecke (22) zum zwangsweisen Einbringen des Gutes in den Schleifraum (46) vorgeordnet ist, deren Förderfläche unmittelbar an den Schleifraum (46) angrenzt,
- - und daß das Stauorgan als selbststeuernder, axial beweglicher Stauteller (47) ausgebildet ist, dessen axiale Stellung von einer vorgegebenen äußeren Kraft bestimmt wird.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einlaufquerschnitt für das Gut im Bereich der Förderschnecke
(22), der Schleifraumquerschnitt sowie der Gutauslaufquerschnitt
vor dem Stauteller (47) wenigstens annähernd
gleich bemessen sind.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außendurchmesser der Förderschnecke (22) annähernd
gleich dem mittleren Durchmesser des Schleifraumes (46) bemessen
ist.
4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stauteller (47) zentral geführt ist und unter der
Wirkung eines verstellbaren Gewichtes (48) steht.
5. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Stauteller (47) Mittel (52) zum Aufrechterhalten
eines Minimalspaltes (51) am Gutauslauf (46 a) des Schleifraumes
(46) zugeordnet sind.
6. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stauteller (47) mit Mitnehmern (53) versehen ist,
welche ihm in Abhängigkeit von der Bewegung des Gutes
wenigstens zeitweise eine Drehbewegung um die Drehachse
des Schleifrotors (16) erteilen.
7. Schleifmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Mitnehmer einstellbare, axiale Stifte (53) vorgesehen
sind, die mit Abstand zueinander und dem Gutfluß
entgegengerichtet auf dem Stauteller (47) angeordnet sind.
8. Schleifmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderschnecke (22) lösbar an dem Schleifrotor
(16) befestigt ist und mit diesem eine als Ganzes ausbaubare
Einheit bildet.
9. Schleifmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifrotor (16) eine in zwei Lagern (27, 28) abgestützte
Welle (17) mit mehreren gleichmäßig am Umfang
verteilten, radialen Zentrierflügeln (18) umfaßt, welche
an ihrem oberen und unteren Ende durch je einen Ring (19, 20)
fest miteinander verbunden sind und sowohl die Schleifscheiben
(21) als auch die Förderschnecke (22) drehfest
aufnehmen, wobei der untere Ring (20) gleichzeitig die
senkrechte Abstützung für die Schleifscheiben (21) bildet.
10. Schleifmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schleifrotor (16) oben und unten offen ist und
seine Schleifscheiben (21) mit Abstand zueinander angeordnet
sind.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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