DE27165C - Verfahren und Apparate zur Herstellung und Behandlung von Gas - Google Patents
Verfahren und Apparate zur Herstellung und Behandlung von GasInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung und Behandlung von nichtleuchtendem
Heizgas, das dadurch erzeugt wird, dafs man Dampf und Luft oder Dampf allein durch
glühende Kohlen strömen läfst, und ferner auf die zur Herstellung solchen Gases erforderlichen
Apparate.
Auf der beiliegenden Zeichnung stellen die Fig. i, 2 und 3 die Anordnung des ganzen
Apparates dar, welcher aus dem Dampferzeuger, dem Gasgenerator, dem Waschgefäfs und dem
Scrubber besteht, welcher letztere innerhalb des Gasometers angeordnet ist.
Fig. ι zeigt den Grundrifs, Fig. 2 einen Verticalschnitt nach A-A, Fig. 1 und Fig. 3
einen Verticalschnitt nach B-B, Fig. 1.
Der Gasgenerator a hat einen doppelten Mantel, in dessen Zwischenraum b Wasser durch
eine geeignete Vorrichtung zugelassen wird, so dafs das Wasser durch die im Generator α befindlichen
glühenden Kohlen erwärmt wird. Unter dem Generator befindet sich die Feuerung. Derjenige Theil des inneren Mantels, welcher
der gröfsten Hitze ausgesetzt ist, ist mit feuerfestem Material c ausgekleidet.
Aus dem unteren Theil des Raumes £ flieist
das Wasser nach dem unteren Theil der Heizschlange d, welche durch ein Feuer erhitzt wird
und in welcher beständig Dampf entwickelt wird.
Ein Theil dieses Dampfes geht durch das Rohr e nach dem Raum b über das Niveau
des darin befindlichen Wassers. Der andere Theil des Dampfes geht nach dem Injector /,
durch welchen ein Gemisch von Luft und Dampf durch das Feuer des Gasgenerators geblasen
wird.
Der Dampfdruck über dem Wasser im Raum b nöthigt das Wasser, unter Druck nach der Heizschlange
d zu fliefsen; der Druck in b kann durch ein Ablafsventil regulirt werden. Der
äufsere Mantel des Wasserraumes b ist mit irgend einem schlechten Wärmeleiter bekleidet. Die
Heizschlange d ist ebenfalls von einem Mantel umgeben, dessen unterer, die Heizschlange d
umgebender Theil auf den oberen Theil aufgeschraubt oder sonstwie befestigt sein kann,
so dafs die Heizschlange erforderlichenfalls leicht entfernt werden kann.
Das aus dem Generator kommende Gas strömt durch das Rohr g in das geschlossene
Waschgefäfs h, welches zum Theil mit Wasser gefüllt ist, in das das Rohr g eintaucht, um
gegen das Gas im Gasometer abgesperrt zu sein und das aus α kommende Gas auf seinem
Wege nach dem Gasometer durch das Wasser zu waschen.
Ein noch besseres Waschen des Gases wird erreicht, wenn, man auf das im Waschgefäfs befindliche
Wasser ein Sieb oder einen durchlochten Deckel lose auflegt oder verticale oder schräge Scheidewände im Innern des Gefäfses
anbringt, da diese Vorrichtungen das durchströmende Gas noch mehr vertheilen; erforderlichenfalls
kann man auch noch ein hydraulisches Absperrventil am Ende des Rohres g anordnen.
Das Waschgefäfs wird durch eine Scheidewand, welche nahe am Boden eine Durchgangsöffnung für das Wasser besitzt, in zwei Abtheilungen
. getheilt. Die eine Abtheilung nimmt
das Rohr g und ein Rohr i, Fig. ι und 3, auf,
welches letztere nach dem Boden des Scrubbers j führt. Das Gas strömt nun durch das
Rohr i in den Scrubber/, steigt hier durch die Koks- oder andere Füllung hinauf nach dem
Gasometer K. Von hier aus geht es durch das Rohr / nach unten nach der zweiten Abtheilung
des Waschgefäfses h, von wo es dann durch ein anderes Rohr nach dem Orte seiner Bestimmung
hingeleitet wird.
Die Koksfüllung des Scrubbers j wird durch Wasser, welches durch Rohr m den radialen,
unten mit Löchern versehenen Röhren η η zugeführt
wird, kalt und feucht erhalten. Das Wasser durchsickert die Koksfüllung und fliefst durch Rohr i nach dem Waschgefäfs h,
von wo es durch das Ueberlaufrohr 0, Fig. 1, abläuft.
In einzelnen Fällen mag es wünschenswerth erscheinen, den Scrubber aufserhalb und getrennt
vom Gasometer aufzustellen, wodurch eine geringe Aenderung in der Anordnung der
Röhren nothwendig wird, doch die allgemeine Anordnung bleibt dieselbe.
Anstatt das Wasser, welches in der Schlange d verdampft werden soll, aus dem doppelten
Mantel b des Generators zu entnehmen, könnte dies auch durch das oberhalb der Heizschlange d
befindliche Gefäfs geschehen, in welchem Falle dann der Doppelmantel fortfallen würde.
Fig. 4 zeigt den Zuführungstrichter des in Fig. ι und 2 dargestellten Gasgenerators in
vergröfsertem Mafsstabe im Schnitt.
Der Mund des Trichters ist durch ein halbkugelförmiges Ventil a1 verschlossen, das zu
beiden Seiten an passenden Armen bl aufgehängt ist, so dafs es leicht geöffnet und
geschlossen werden kann und doch dicht schliefst. Der untere Theil des Trichters wird
durch ein ähnliches Ventil c1 geschlossen, welches
an einer verticalen Stange dl aufgehängt ist, die unten einen halbkugelförmigen Wulst e1 besitzt,
welcher das Ventil trägt und in dasselbe eingelassen ist, so dafs das Ventil in jeder
Stellung dicht schliefst, gleichviel ob die Stange d1
vertical steht oder nicht.
Der Rost q des. Generators ist zum Umklappen eingerichtet, so dafs das Brennmaterial leicht
entfernt werden kann.
Die Fig. 5 und 6 stellen verschiedene Anordnungen dar, um die Menge des durch das
Generatorfeuer zu blasenden Gemisches von Dampf und Luft zu reguliren und dadurch die
Quantität des zu erzeugenden Gases je nach dem Bedarf bemessen zu können, ohne eine
Aenderung des Dampfdruckes vornehmen zu müssen.
Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch das Ventil «2,
das in das Rohr P eingesetzt ist, welches das Gemisch von Luft und Dampf nach dem Generator
führt. Das Ventil α2 ist auf der Seite,
welche gegen den Luft- und Dampfstrom gerichtet ist, ausgehöhlt, so dafs, wenn es in das
Rohr P eingelassen wird, einen Theil des Gemisches durch a" ins Freie abbläst.
In Fig. 6 ist das Rohr b2, welches das Dampfund
Luftgemisch nach dem Generator führt, mit einem Stutzen b3 versehen, in dessen oberen
Theil ein konisches Ventil α3 eingesetzt ist, so
dafs, wenn das Ventil a3 gehoben wird, ein Theil des Gemisches ins Freie geht und der
andere Theil durch die Kohlen des Generators.
Anstatt dieses Ventils a3 kann natürlich auch
ein Hahn angewendet werden. In jedem Falle aber kann dieses Ventil von dem Gasometer
durch eine geeignete Vorrichtung durch Hebel, Ketten oder Seile automatisch geschlossen und
geöffnet werden, so dafs, wenn der Gasometer nahezu voll ist, das Ventil geöffnet und, wenn
der Gasometer sinkt, das Ventil geschlossen wird. Die Gaserzeugung kann auch dadurch
regulirt werden, dafs man in dem Mundstück des Injectors einen verschiebbaren Stöpsel anordnet,
welcher die Menge und die Geschwindigkeit des durchströmenden Dampfes regulirt.
Dieser Stöpsel kann dann mit einer Kurbel verbunden und mittelst einer passenden Vorrichtung
von dem Gasometer bewegt werden.
Wenn nur Dampf allein und nicht ein Gemisch von Dampf und Luft zur Erzeugung des Gases
benutzt wird, so können die oben bezeichneten Regulirungsvorrichtungen in derselben Weise
angewendet werden.
Fig. 7 zeigt ein konisches Ventil #4, .welches
oben an dem Generator oder in einem an demselben angesetzten Rohrstutzen angebracht ist.
Es ist mit einer oder mehreren Nuthen b* versehen, durch welche während der ganzen
Arbeitsperiode Gas austritt, welches angezündet wird, um als Probefiamme, an welcher man
die Qualität des erzeugten Gases erkennen kann, zu dienen.
Für den Fall, dafs zu viel Gas erzeugt würde, öffnet man das Ventil mehr und alles austretende
Gas wird verbrannt. Das Heben dieses Ventiles kann ebenfalls automatisch vom Gasometer
bewirkt werden.
Claims (6)
1. Die specielle Anordnung des in den Fig. 1,
2 und 3 dargestellten Apparates, bestehend aus dem Dampfentwickler d, dem Gasgenerator
a, dem Waschgefäfs h und dem innerhalb oder aufserhalb des Gasometers k
angeordneten Scrubber j.
2. Die Construction des in Fig. 2 dargestellten Gasgenerators α mit doppelter Wandung,
welche einen ringförmigen Raum b bildet, der Wasser enthält, das von dem in a be-
findlichen, zur Erzeugung des Gases dienenden Feuer erwärmt wird.
Der Apparat zur automatischen Dampferzeugung unter Druck, bestehend aus der Heizschlange d, in welche unten Wasser aus dem Raum b des Generators α eintritt, dort verdampft und als Dampf durch Rohr e wieder nach b zurückgeht, zum Theil aber durch den Injector/ nach dem Generatorfeuer geht, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Der in Fig.
Der Apparat zur automatischen Dampferzeugung unter Druck, bestehend aus der Heizschlange d, in welche unten Wasser aus dem Raum b des Generators α eintritt, dort verdampft und als Dampf durch Rohr e wieder nach b zurückgeht, zum Theil aber durch den Injector/ nach dem Generatorfeuer geht, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Der in Fig.
4 dargestellte, durch die beiden
halbkugeligen Ventile a1 und c1 bewirkte
Verschlufs des Einfüllschachtes des Generators a.
5. An dem unter Anspruch 1. gekennzeichneten Apparat die in Fig. 5 und 6 dargestellten
Ventile a2 und a3 zum Reguliren der Quantität
des zu erzeugenden Gases, indem ein Theil des dem Generator zugeführten Gemisches
von Dampf und Luft durch die Ventile «s und a3 ins Freie tritt.
6. An dem Generator α die Anwendung des in Fig. 7 dargestellten, mit Nu then di versehenen
Ventiles <z4, durch welches Gas
austritt, das angezündet als Probeflamme dient, während das Ventil selbst als Ablafsventil
für überflüssiges Gas dient.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27165C true DE27165C (de) |
Family
ID=303493
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT27165D Active DE27165C (de) | Verfahren und Apparate zur Herstellung und Behandlung von Gas |
Country Status (1)
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