DE269441C - - Google Patents
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- DE269441C DE269441C DENDAT269441D DE269441DA DE269441C DE 269441 C DE269441 C DE 269441C DE NDAT269441 D DENDAT269441 D DE NDAT269441D DE 269441D A DE269441D A DE 269441DA DE 269441 C DE269441 C DE 269441C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C3/00—Selection of compositions for coating the surfaces of moulds, cores, or patterns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mold Materials And Core Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 269441 — KLASSE 31 c. GRUPPE
HANS ROLLE in EBERSWALDE.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Juli 1912 ab.
Die Anwendung von Gußformen aus Metall ist bekannt, und ebenso, daß man diese Formen
mit Anstrichen versieht. Diese Anstriche sollen hauptsächlich das Aufschweißen des eingegossenen
Metalls an die Form verhindern, dienen in einigen Fällen aber auch dazu, die
Gußstücke, die sonst in den eisernen Formen hart ausfallen würden, weich zu gestalten.
Für die genannten Zwecke genügen die bekannten Anstrichmassen wohl, nicht aber dann,
wenn die Gußformen aus Metall als Dauerformen zum ununterbrochenen Gießen in kurzen Zwischenräumen benutzt werden sollen.
Die Anstriche z. B., die aus öl und Graphit, Ruß und Schellack o. dgl. bestehen, genügen deshalb nicht, weil sie nach jedem Abgußvöllig erneuert werden müssen, und eine Erneuerung erst dann möglich ist, wenn die Form genügend abgekühlt ist. .
Die Anstriche z. B., die aus öl und Graphit, Ruß und Schellack o. dgl. bestehen, genügen deshalb nicht, weil sie nach jedem Abgußvöllig erneuert werden müssen, und eine Erneuerung erst dann möglich ist, wenn die Form genügend abgekühlt ist. .
ao Die auf diese Weise entstehenden Pausen
machen natürlich ein ununterbrochenes Gießen in kurzen Zwischenräumen unmöglich.
Auch der bekannte Anstrich, der aus Kieselsäure und Schamottemehl besteht und seine
»5 feste Verbindung mit der Form durch Festbrennen
auf derselben erhält, hat Mängel; denn die Erfahrung hat gezeigt, daß dieses
Festbrennen unter Beobachtung bestimmter Vorschriften erfolgen muß, wenn der Anstrich
' 30 seinen Zweck erfüllen soll.
Es ist z. B. nicht möglich, ihn sofort nach dem Anstreichen, etwa durch Eingießen flüssigen
Metalls in die Form, festzubrennen ; er muß vielmehr mindestens 12 Stunden lang langsam
trocknen, ehe er aufgebrannt werden darf. Beachtet man diese Vorschrift nicht, so wirft
er beim Eingießen des Metalls in die Form Blasen,' blättert teilweise ab, und die erzeugten Gußstücke· fallen natürlich unbrauchbar
aus. Aber selbst der richtig aufgebrannte Anstrich ist nicht imstande, den Beanspruchungen
beim fortgesetzten Gießen in kurzer Reihenfolge auf längere Zeit zu genügen. Seine Bestandteile sind zu weich, sie nutzen
sich durch das fortwährende Bereiben beim Entfernen der gegossenen Stücke aus der Form
sehr schnell ab, und folglich ist die Wirksamkeit nur von kurzer Dauer. ' ■
Hieraus ist zu erkennen, daß die mit den bekannten Anstrichmassen behandelten Formen
allenfalls zur Herstellung' von Weichguß, nicht aber als Dauerformen zu benutzen sind,
die ein ununterbrochenes Gießen in kurzen Zeitabständen möglich machen.
Nun ist als Bestandteil von Formmasse ein Material bekannt geworden, welches auch allen
denjenigen Anforderungen in bisher unerreich- ; ter Weise gerecht wird, die an einen Anstrich
gestellt werden müssen, der den Gußformen aus Metall die Eigenschaft verleihen soll, als
Dauerformen zum ununterbrochenen Gießen in kurzen Zwischenräumen benutzt werden zu
können.
Es ist dies das durch Zusammenschmelzen von Kieselsäure und Kohlenstoff (z. B. Sand
und Koks) gewonnene Produkt, wie es im Handel unter den Bezeichnungen Karborundum,
Siliziumkarbid usw. vorkommt. Infolge seiner ganz hervorragenden Feuerbeständigkeit,
die den Schmelzpunkt der üblichen Metaue ganz wesentlich übertrifft, stellt es einen
sicheren Schutz gegen das Aufschmelzen der
(2. Auflage, ausgegeben am g. April igig.)
Metallform auch beim ununterbrochenen Gießen dar. Durch seine Härte vermag es ferner allen mechanischen Einwirkungen beim
Gießen und Entleeren der Formen gut zu widerstehen, und schließlich verhält es sich
den chemischen Beeinflussungen der Metalle gegenüber völlig indifferent, übt auch auf letztere
keinen Einfluß aus. In fein gepulvertem Zustande mit geeigneten Bindemitteln vermischt,
ergibt es auf den Metallformen einen sehr haltbaren Anstrich, der in wenigen Minuten
erhärtet, ohne daß es eines Festbrennens bedarf. Eine mit diesem Anstrich behandelte
Form ist nach ganz kurzer Trockendauer gebrauchsfähig, und da eine Erneuerung des Anstrichs vielfach erst nach Wochen erforderlich
ist, stellt sie eine Dauerform dar, die wie keine andere zum ununterbrochenen
Gießen in kurzen Zwischenräumen benutzt werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Anstrichmasse für Gußformen aus Metall, die als Dauerformen zum ununter- as brochenen Gießen in kurzen Zwischenräumen benutzt werden sollen, bestehend aus den durch Zusammenschmelzen von Kieselsäure und Kohlenstoff gewonnenen Erzeug- ~ nissen (Karborundum, Siliziumkarbid).
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE269441C true DE269441C (de) |
Family
ID=526303
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT269441D Active DE269441C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE269441C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE846773C (de) * | 1950-04-04 | 1953-11-19 | Arnold L & C | Verfahren zum Herstellen von Grauguss-Rippenzylindern fuer Verbrennungsmotoren, Kompressoren od. dgl. |
| DE760892C (de) * | 1942-02-24 | 1954-03-15 | Aluminiumwerke Nuernberg G M B | Verfahren zum Verfestigen der Oberflaechen von getrockneten Sandformen |
| DE934966C (de) * | 1943-09-07 | 1955-11-10 | Buderus Eisenwerk | Kokillenschlichte |
| DE1117263B (de) * | 1953-12-18 | 1961-11-16 | Sulzer Ag | Verfahren zum Verhindern der Randentkohlung von Gussstuecken aus kohlenstoffhaltigen Legierungen |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760892C (de) * | 1942-02-24 | 1954-03-15 | Aluminiumwerke Nuernberg G M B | Verfahren zum Verfestigen der Oberflaechen von getrockneten Sandformen |
| DE934966C (de) * | 1943-09-07 | 1955-11-10 | Buderus Eisenwerk | Kokillenschlichte |
| DE846773C (de) * | 1950-04-04 | 1953-11-19 | Arnold L & C | Verfahren zum Herstellen von Grauguss-Rippenzylindern fuer Verbrennungsmotoren, Kompressoren od. dgl. |
| DE1117263B (de) * | 1953-12-18 | 1961-11-16 | Sulzer Ag | Verfahren zum Verhindern der Randentkohlung von Gussstuecken aus kohlenstoffhaltigen Legierungen |
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