DE2658828C3 - Rotor für ein Drehflügelflugzeug - Google Patents
Rotor für ein DrehflügelflugzeugInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C27/00—Rotorcraft; Rotors peculiar thereto
- B64C27/54—Mechanisms for controlling blade adjustment or movement relative to rotor head, e.g. lag-lead movement
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Description
30
Die Erfindung bezieht sich auf einen Rotor für ein Drehflügelflugzeug mit Wellenantrieb und mit kollektiver
und zyklischer Blat\winkeLieuerung .,owie mit
einem Gehäuse, das die Steuerscheibe und zumindest das Steuerscheibengetriebe umschlk Jt.
Bei bekannten Rotoren dieser Art (US-PS 29 78 038 und DE-AS 20 44 415) bilden die Steuerscheibe und das
Steuerscheibengetriebe eine vom Rotorgetriebe getrennte Baugruppe und bedürfen eines eigenen Schmierölsystems
zur Schmierung ihrer kraftverstärkten Ge-Stängeteile.
Nachteilig bei derartigen Rotorsystemen ist ferner ihre überhöhte, um die axiale Einbaulänge von
Steuerscheibe und Steuerscheibengetriebe vergrößerte Bauhöhe.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe Eugrunde, einen Rotor der eingangs erwähnten Art so
auszubilden, daß der Schmierölkreislauf des Rotors konstruktiv vereinfacht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der Rotor der beanspruchten Art erfindungsgemäß dadurch gekenn·
zeichnet, daß das Gehäuse als Getriebegehäuse des Rotorantriebs ausgebildet ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Rotor sind die Steuericheibe
und das .Steuerscheibengetriebe unter Verzicht auf ein gesondertes Schmiersystem in den Schmierölkreislauf
des Rotorantriebs einbezogen und die aus der Blattwinkelsteuerung resultierenden Reaktionskräfte
werden auf kürzestem Wege über das Rotorgetriebegehäuse abgestützt, also ein ohnehin hochsteif und -fest
ausgebildetes Bauteil, wodurch auch bei großen Steuerkräften eine hohe Steuergenauigkeit ohne zusatz*
lichen Bau^ und insbesondere Gewichtsaufwand erzielt
wird. Zugleich sind zum Schutz der Steuerscheibe und des Steuerscheibengetriebes vor äußeren Einwirkungen
keinerlei besonderen, baulich Und gewichtsmäßig aufwendigen Verkleidungen erforderlich, sondern diese
sind dadurch hochwirksam und ebensogut wie das Roiorgetriebe selbst geschützt, daß sie im Innenraum
des Getriebegehäuses des Rotorantriebs untergebracht sind, was den zusätzlichen Vorteil erbringt, daß die
gesamte, aus Rotor, kraftverstärktem Steuergetriebezug und Rotorgetriebe einschließlich des Rotorlagers
bestehende Anordnung mit einer äußerst geringen Bauhöhe auskommt und ein integriertes Rotorsystem
bildet, das sich als Ganzes, aber auch in einzelnen Baueinheiten ohne aufwendige Demontage auf sehr
einfache, zeitsparende Weise austauschen läßt.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist das Mischgetriebe für die kollektive und zyklische Blattwinkelsteuerung,
welches im Hinblick auf eine einfache Entkoppelung der Höhen- und Kipplageneinstellung
der Steuerscheibe im Züge des kraftverstärkten Teils Hes Steuerscheibengetriebes liegt, ebenfalls innerhalb
des Getriebegehäuses des Rotorantriebs angeordnet, so daß es ebenfalls in geschützter Lage im Rotorgetriebe
untergebracht und in dessen Schmierölkreislaiif einbezogen
wird. Aus dem gleichen Grund sind auch der oder die Servomotoren zur Betätigung des Steuerscheibengetriebes
vorzugsweise innerhalb des Getriebegehäuses des Rotorantriebs angeordnet
Aus Gründen einer ebenfalls vereinfachten Schmierung des Rotorlagers und im Hinblick auf eine
rotormastfreie Konstruktion ist das Rotorlager in besonders bevorzugter Weise in den Getriebeölkreislauf
des Rotorantrifes einbezogen und liegt zwischen der Rotornabe und dem nabenseitigen Ende des
Getriebegehäuses.
Die Erfindung wird nunmehr anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise gebrochene schematische Darstellung eines aus der Rotorsteuerung, dem
Rotorgetriebe, der Rotorlagerung und der Rotornabe bestehenden, integrierten Rotorsystems;
Fig. 2 einen schematischen Schnitt längs der Linie II-lIderFig. 1.
Gemäß den Fig. 1 und 2 sind d,°-, aus einem ersten
Gestängezug 2 für die kollektive Blattwinkelsteuerung und den beiden zweiten Gestänge'.ügen 4 und 6 für die
zyklische Blattwinkelsteuerung bestehende Steuerscheibengetriebe und die Steuerscheibe 8 Bestandteil eines
integrierten Rotorsystems, welches zusätzlich eine um die Rotorachse A-A umlaufende Rotornabe 62, an der
die starr mit den Blattwurzeln der Rotorblätter verbundenen Blattwurzelhülsen 64 um die Blattwinkellagerachse
B-B winkelbeweglich gelagert sind, sowie das Rotorgetriebe fa6 enthält, dessen Getriebegehäuse
68 an der nicht gezeigten Hubschrauberzelle verankert ist.
Die Rotornabe 62 ist an ihrem Außenrand über ein Rotorlager 70 unmittelbar am Getriebegehäuse 68
drehbar abgestützt. Der Laufring 72 des Rotorlagers 70 wirkt zugleich als Planetenradträger für Ptanetenräder
74, die einerseits mit einem gehäusefesten Hohlrad 76 und andererseits mit einem ringförmigen Sonnenrad 78
kämmen, welches um die Rotorachse AA drehbar einerseits unter Zwischenschaltung des Laufrings 72 und
andererseits unmittelbar am Getriebegehäuse 68 gelagert ist. Das Sonnenrad 78 wird über einen
Kegelradkranz 80, der mit einem nicht gezeigten Kegelrad in Eingriff steht, vom Hubschraubertriebwerk
herangetrieben,
In dem zentralen, das Sonnenrad 78 des Planetengetriebes
66 und das Rotorlager 70 durchsetzenden Hohlschacht ist eine gehäusefeste Säule 82 koaxial zur
Rotorachse Α·Α angeordnet, an welcher die Schiebehül·
se 10 des Steuerscheibengetriebes 2,4,6 längsverschieblich,
jedoch drehfest geführt ist. Mit dem nicht-umlaufenden,
an der Schiebehülse 10 kardanisch aufgehängten Steuerscheibenring 12, dessen Kipplage über einen
Steuerlenker 54 und einem zu diesem um 90° versetzt -. am Steuerscheibenring 12 angelenkten Steuerlenker 56,
einen über den Drehzapfen 36 an der Schiebehülse 10 gelagerten Umlenkhebel 38 bzw. 40 und den Zwischenlenker
46 bzw. 48 der beiden Gestängezüge 4 bzw. 6 eingestellt wird, ist der umlaufende Steuerscheibenring
14 über ein Wälzlager 84 drehbar, im übrigen jedoch bewegungsschlüssig verbunden. Dieser wirkt über die
umlaufenden Steuerstangen 16 zur Steuerung der Blattwinkelbewegung auf die Blattwurzelhülsen 64 ein
und ist mit der Rotornabe 62 über eine Kipp- und Höhenlagenverstellung des Steuerscheibenrings 14
zulassende Schwingen 86 drehfest gekoppelt.
Der mit seinem Hebelarm 34 ebenfalls über den Drehzapfen 36 an die Schiebehülse 10 angeschlossene
Umlenkhebel 22 des ersten Gestängezugs 2 ist in seinem Scheitelbereich über einen Drehpunkt 24. einen
U-förmig ausgebildeten Lenker 26 und einen g-!häusefesten
Stützpunkt 28 gelenkig an zwei hochstehenden Rippen 88 des Getriebegehäuses 68 abgestützt Gemäß
Fig.2 erfolgt die Anlenkung der einzelnen Hebel und
Lenker in den jeweiligen Drehpunkten über Wälzlager 90,92 und 94.
Die auf die freien Hebelarme der Umlenkhebel 22 und 38, 40 einwirkenden, im wesentlichen radial zur
Rotorachse A-A durch das Getriebegehäuse 68 verlaufenden Zwischenlenker 32 bzw. 46,48 sind jeweils
an eine radial geführte, das Getriebegehäuse 68 über eine Dichtung 96 durchsetzende Steuerstange 98
angeschlossen und durch die Längseinstellung der drei, jeweils einem der Gestängezüge 2 bzw. 4, 6 zugeordneten
Steuerungen 98 wird somit die kollektive bzw. did
zyklische Einstellwinkelbewegung der Rotorblätter gesteuert. Zur Kraftverstärkung werden die Steuerstangen
98 über außen am Getriebegehäuse 68 montierte, hydraulische Servomotoren 100 betätigt Die Länge der
Zwischenlenker 46 und 48 ist im Vergleich zum Hubweg der Schiebehülse 10 so groß bemessen, daß die
Winkellage der Umlenkhebel 38, 40 bezüglich der Schiebehülse 10 bei an ihren freien Enden festgehaltenen
Zwischenlenkern 46, 48 und somit die zyklische Blattwinkeleinstellung nahezu unverändert bleibt, wenn
die Schiebehülse 10 zur kollektiven Blattwinkelverstellung durch eine Längsbewegung des Zwischenlenkers
32 über den Gestängezug 2 angehoben oder abgesenkt wird.
Die gesamte, aus Steuerscheibengetrieöe 2, 4, 6 und
Steuerscheibe 8 bestehende Anordnung ist somit Bestandteil eines integrierten Rotorsvstems, das zusätzlich
noch aus dem Rotorgetricoe 66 und der Rotorlagerung 70 bzw. der Rotornabe 62 besteht. Sie ist
leicht demontierbar, vor äußeren Einwirkungen geschützt und in den Rotorgetriebeölkreislauf einbezogen.
Wahlweise können die Servomotoren 100 auch innerhalb des Getriebegehäuses 68 angeordnet sein, und
gegebenenfalls kann auch auf die Steuerstangen, die Zwischenlenker und die Umlenkhebel verzichtet und
der Servomotor zur kollektiven Blßttwinkelsteuerung
zwischen der Schiebehülse 10 und einem g^häusefesten Stützpunkt und die Servomotoren zur zyklischen
Blattwinkelsteuerung zwischen die Schiebehülse 10 und den Steuerscheibenring 12 geschaltet sein.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche:t. Rotor für ein Drehflügelflugzeug mit Wellenantrieb und mit kollektiver und zyklischer Blattwinkelsteuerung sowie mit einem Gehäuse, das die Steuerscheibe und zumindest teilweise das Steuerscheibengetriebe umschließt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse als Getriebegehäuse (68) des Rotorantriebs ausgebildet ist
- 2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischgetriebe für die kollektive und zyklische Blattwinkelsteuerung innerhalb des Getriebegehäuses (68) angeordnet ist.
- 3. Rotor nach einem der Ansprüche 1 oder 2 mit zumindest einem Servomotor zur Betätigung des H Steuerscheibengetriebes, dadurch gekennzeichnet, daß der Servomotor (100) innerhalb des Getriebegehäuses (68) angeordnet ist.
- 4. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch geJ-ennzeichnet, daß das Rotorlager (70) in den Getrieböölkreislauf einbezogen ist
- 5. Rotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rotorlager (70) zwischen der Rotornabe (62) und dem nabenseitigen Ende des Getriebegehäuses (68) liegt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762658828 DE2658828C3 (de) | 1976-12-24 | 1976-12-24 | Rotor für ein Drehflügelflugzeug |
| GB5328477A GB1595440A (en) | 1976-12-24 | 1977-12-21 | Rotor head for a rotary-wing aircraft |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19762658828 DE2658828C3 (de) | 1976-12-24 | 1976-12-24 | Rotor für ein Drehflügelflugzeug |
Publications (3)
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| DE2658828A1 DE2658828A1 (de) | 1978-06-29 |
| DE2658828B2 DE2658828B2 (de) | 1981-06-25 |
| DE2658828C3 true DE2658828C3 (de) | 1982-02-25 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: EUROCOPTER DEUTSCHLAND GMBH, 8012 OTTOBRUNN, DE |