DE2655804C3 - Elektrodynamischer Ultraschallwellenwandler - Google Patents
Elektrodynamischer UltraschallwellenwandlerInfo
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Description
40
60
65 Die Erfindung betrifft einen elektrodynamischen Ultraschall-Wandler gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1, wie er z. B. aus der Dissertation von H. Lieh t, TH
Aachen, 1973, oder Materialprüfung, 1975, Heft 7, Seiten 240 bis 241, bekannt ist.
Diese bekannten Wandler sind so konzipiert, daß sie einen Mode bevorzugt anregen. Da die verschiedenen
Fehler im Material auf verschiedene Moden unterschiedlich ansprechen, ist es erwünscht, in einem
Prüfvorgang mit verschiedenen Moden zu arbeiten.
Die bislang eingesetzten elektrodynamischen Wandler besitzen neben einem notwendigen schmalen
Ortsfrequenzspektrum auch ein schmales Frequenzspektrum. Aufgabe der Erfindung ist es, für einen
Mehrmodenbetrieb Wandler zu schaffen, die im Ortsfrequenzbereich schmalbandig bleiben und im
Frequenzbereich ein breitbandiges Verhalten zeigen. Hierzu müssen diese Wandler unter folgenuen Gesichtspunkten
optimiert werden:
a) Übergang von der Mäanderwicklung zu einer Spulenwicklung, da die Spulenwicklung besser
optimierbar ist. Die Möglichkeit der Spulenwicklung wird bereits von J. Krautkrämer erwähn!
(Unkonventionelle Verfahren zur Erzeugung, zum Nachweis und zur Ankopplung von Ultraschall bei
der Werkstoffprüfung, Materialprüfung 15, 1973, Nr. 2.Seiten 37 bis42).
Hier handelt es sich nicht um elektrodynamische Ultrasi.hall-(US-)Wandler, sondern um magnetostriktive
US-Wandler, die im Gegensatz zum elektrodynamischen Wandler ohne äußere Induktion
arbeiten und nur für ferromagnetische Materialien geeignet sind. Bei magnetostriktiven
Wandlern mit »Mehrfachspulen« müßten die Abstände ηλ betragen, η - I. 2 ... Eine
Wicklungsart, wie in Anspruch 1 dargestellt, ist
nicht anwendbar.
Die erfindungsgemäße Spulenwicklung bietet gegenüber
der in der Dissertation H. Licht. TH Aachen.
'973, Verlag ). A. Mayer. Aachen, »Über eine berührungslose
Anregungs- und Empfangsmöglichkeit von LAMB-Wellen in elektrisch leitfähigen Platten durch
ein modenselektives elektrodynamisches Wandlersy stern«, angegebenen Mäanderwicklung folgende wesentliche
Vorteile:
Die Parallelkapazität wird minimiert (Empfänger); ein Arbeiten mit hohen Spannungen (hohe Leistungen)
wird bei gleichzeitiger Anpassung an die Ausgangsimpedanzen handelsüblicher Generatoren ermöglicht
(Sender).
b) Anpassung des elektrodynamischen Wandlers an die Impedanz des Prüflings und die des Generator-Ausgangs
in einem möglichst großen FreqUenzbe^ reich.
2'iel der Anwendung dieser Maßnahmen ist es,
einen Wandler mit GlGktrisdi optimalen Eigen'
schäften zu konstruieren. »Elektrisch optimal« soll
hier bedeuten, daß unter Einhalten von gewissen Parameter» (z. B. der verwendeten Drahtstärken,
Einschwingzeiten, Breitbandigkeit zum Multiplexen von Moden) ein maximales Signal-Rausch-Verhältnis
erzielt wird.
c) Die Wandler sollten in den jeweils eingestellten Arbeitspunkten selektiv anregen und empfangen,
d. h. ein schmales Ortsfrequenzspektrum aufweisen und in diesem Arbeitspunkt auch ein schmales ίο
FrequenzspeKtrum besitzen. Da aber in einem breiten Frequenzspektrum gearbeitet werden soll,
müssen die Wandler für jeden einzelnen Arbeitspunkt schmalbandig ausgelegt sein.
Ii
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Werkstoffprüfung mit elektrodynamischen Wandlern
mit erhöhter Empfindlichkeit durcnführen zu können. Ein elektrodynamischer Ultraschall-Wandler mit diesen
Eigenschaften ist durch die in Patentanspruch 1 >o
angegebene Erfindung gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Wandlers sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Die Wicklung nach Bild 1 ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Spulenwicklung D in Nuten C eines r> Wandlerkörpers aus nichtleitendem Material um einen
Steg ST n-mal herumgewickelt wird und dann n-mal so um den Nachbarsteg gewickelt wird, daß in der Nut
gleiche Stromrichtung herrscht und in der benachbarten die entgegengesetzte. Diese Art der Wicklung ermög- m
licht es, einen Wandler mit größerem Wirkungsgrad zu bauen. Weitere Anordnungen der Wicklungsführung
sind in B i I d 8 bis 14 gezeigt.
1. Sendefall (Anpassung des Senders
an Prüfling und Generator) J>
Es wird ein Reihen-Ersatzschaltbild zur Betrachtung der maximal übertragbaren Leistung gewählt (siehe
B i I d 2).
Der Generatorinnenwiderstand R1 liegt, bedingt -to
durch die benutzten Generatoren, fest. Die in dem transformierten Widerstand Rx des Prüflings verbrauchte
Leistung f\ d. h. die in die Platte abgestrahlte Leistung, bezogen auf die maximal abgegebene
Leistung des Generators, beträgt ti
P1 _ 4R1R,
P max [R* + R + R1)
Von dieser Größe wird gefordert, daß sie im v> gewünschten Frequenzbereich ein breites Leistungsmaximum
besitzt. Um diese Eigenschaften des Wandlers realisieren zu können, werden mit Hilfe eines Optimierungsverfahrens
an Hand einer Probenwicklung mit den Parametern Windungszahl/Spule und Drahtstärki· der -,-,
Realteil der Impedanz einer Wicklung R. der transformierte Widerstand /?''einer Windung und die
Induktivität L'einer Windung in Abhängigkeit von der
Frequenz bestimmt:
Aus diesen Werten /?' und /?»' können dann die
Realteile des Sendewandlers bei einer bestimmten Frequenz berechnet werden, und man erhält über die
α. a. Formel für die Leistungsabgabe den Verlauf der Leistungskurve in Abhängigkeit von der Frequenz.
Die Induktivität des Sendewandlers Ls der in
Reihenresonanz arbeitet, wird über L'so ausgelegt, daß für die höchste Arbeitsfrequenz &>„,,,, bei einer Kapazität
Cs = 300 pF - 800 pF
R' =
DXf -—
U =
R Spule
Spulenanzahl ■ Wdg
Spulenanzahl ■ Wdg
R* Spule
Spulenanzahl · Wdg2
Spulenanzahl · Wdg2
L Spüle
Spulenanzahl' Wdg2'
Spulenanzahl' Wdg2'
d. h„ daß bei ω^« noch in Resonanz gearbeitet werden
kann. Die Kapazität Cs dient zur Abstimmung auf die Arbeitsfrequenz.
Die Summe aus frequenzabhängigem Verlustwiderstand der Wicklung R und dem transformierten
Widerstand R' muß zur Leistungsanpassung Generator-Prüfling in der Größenordnung des Generatorinnenwiderstandes
Legen.
2. Empfangsbetrieb
Im Empfangsfall liegt die Kapazität parallel zur Empfangsspule und bildet einen Parallelschwingkreis
mit der Induktivität Li und der Abstimmkapazität. Die
Induktivität und damit die Wdg-Zahl müssen so bestimmt werden, daß
-f. < Lmüx =
Cf = minimale Palaiieikapazitäi (Kabel.
Empfänger u. a.)
Empfänger u. a.)
d. h., daß man den Empfängerkreis ebenfalls bei ojma,
noch als Resonanzkreis betreiben kann;die Drahtstärke des Empfängers wird auf höchste Güte und Kopplung
zum Prüfling optimiert. Im Regelfall ist die Drahtstsrke
des Empfängers dünner und die Windungszahl höher als beim Sender.
3. Gruppenschaltungen
Die geschilderten Maßnahmen reichen bei niedrigen und höchsten Arbeitsfrequenzen nicht aus, genügend
Leistung in den Prüfling zu bringen bzw. bei diesen Frequenzen mit Sende- bzw. Empfängerkreis noch in
Resonanz arbeiten zu können, da die Induktivität der Spulen bei den höheren Frequenzen zu groß und bei
niedrigen Arbeitsfrequenzen zu klein ist.
Die Senderwicklung wurde deshalb aufgeteilt mit der Möglichkeit einer Serienschaltung als auch einer
Parallelschaltung (siehe Bild 3). wobei auf die Stromrichtunjj-n
geachtet werden muß. Reihenschaltung bringt hohe Leistungen bei niedrigen Frequenzen, der
Parallelbetrieb biete' hohe Leistungen bei hohen Frequenzen. Eine Resonanz-Abstimmung ist noch
möglich, da beispielsweise die Induktivität einer Parallelschaltung zweier Gruppen ein Viertel der bei
Serienschaltung betagt Gemäß
'"° ~ fLC
folgt, daß sich die Resonanzfrequenz bei z. B. Aufteilung der gesamten Wicklung in zwei Hälften verdoppelt.
Die vom Empfänger abgegebene Empfangsspannung ist der Windungszahl proportional, d. h, daß die
Windungszahl groß sein muß. Deshalb wird der Empfänger in einzelne Schwingkreise aufgeteilt und
deren Teilspannungen elektronisch addiert. Die Gesamtspannung ist dabei das Produkt (Wurzel aus
Teilungsverhältnis) χ (abgegebene Spannung) des ungeteilten Wandlers.
Zur selektiven Anregung und Empfang in mehreren definierten, einstellbaren Afbeitspunkten wird durch
Zuschalten entsprechend großer Kapazitäten vom breitbandigen zum schmalbandigen Betrieb des Wandlers
übergegangen. Man betreibt dann Sender- und Empfängerkreis bei der Schallfrequenz als Resonanzkreis.
Der Sendewandler schwingt dabei in Serienresonanz und ist an den Innenwiderstand des Generators
angepaßt. Der Empfangswandler schwingt in Parallelresonanz.
Bleibt msn bein*! ein^sn^s dsf^estellten Ersatzschaltbild
des Senders, so wird bei der Schallfrequenz ωο die
Reaktanz von Lsdurchdie Reaktanz der zugeschalteten
Kapazität CVkompensierl.
25
Cs = C + C,
C = Eigenkapazität des Senders + Kapazität der
Stromzuführung. j0
Die Kreisgütc ergibt sich im Sendefali zu
ß = T»
Ό '
Die dem Empfänger zugeschaltete Kapazität beträgt
und die Güte dieses Parallelresonanzkreises beträgt dann
35
•tO
Q =
45
Rp = in Parallelverlustwiderstand umgerechneter
Serienverlustwiderstand bei Resonanz
Serienverlustwiderstand bei Resonanz
50
Ri = Innenwiderstand des Meßverstärkers.
SH (Shear-horizontal) Wellenwandler
Der Wandler nach Anspruch 6 besteht im Prinzip aus zwei nebeneinander angeordneten Plattenwellenwandlern
(Bild 4). Senkrecht zum Wandler wird ein Magnetfeld 5b angelegt. Dieses Feld ist zweckmäßig
inhomogen (durch geeigneten Polschuh z. B. wie in Bild 4c) und hat seinen höchsten Wert längs der
Wandlermitte e... f. so daß (im Sendefall) mit Hilfe der parallel zu e... /"verlaufenden Wicklungsabschnitte eine
zu c... dparallele Kraft auf die Platte ausgeübt wird,
wodurch bei geeigneter Frequenzabstimmung SH-(Suear-horizontal-)Modcn
und senkrecht zur Einfaüsrichtung polarisierte freie Moden entstehen. Der
Empfang verläuft reziprok. Die in Richtung c ... d
55
60
65 verlaufenden Wicklungsabschnitte können zu Fremdmoden Anlaß geben. Deren Einfluß wird jedoch dadurch
minimisieft, daß in AbsfrahlfichUing (bzw. Empfangsrichtung) e ... ( eine Nullslelle im Diagramm der
Fremdmoden dadurch entsteht, daß die beiden »Halbwandler« (Ir 2) um 180° phasenverschoben arbeiten
(siehe HF-Slrömrichlung).
Ein elektrodynamischer PlaUeriwellehwändler ist
auch in der Lage, freie Wellen in dicken Bauteilen anzuregen bzw. zu empfangen und kann daher als
Winkelprüfkopf eingesetzt werden; DeF Einstrahlwinkel hängt von der Frequenz ab, da die Spurwellenlänge der
Raumwelle mit der Wandlerperiode übereinstimmen muß. Dies hat zur Folge, daß sich das Diagramm durch
Frequenzänderung elektronisch schwenken läßt. Der Einsatz dieses SH-Wellenwandlers als Winkelprüfkopf
bietet den Vorteil, daß für alle Schwenkwinkel (0 bis 90°) in Hauptstrahlrichtung reine Transversalwellen
angprpgi bzw. empfangen werden, woeeeen die
üblichen Winkelprüfköpfe i. a. longitudinal und transversale Wellen gleichzeitig abstrahlen bzw. empfangen.
Rohrwellenwandler
Der Wandler gemäß Anspruch 8 besteht aus einem Wandlerkörper, ausgeführt als Außen- oder Innenwandler
(Bild 5). auf den eine Drahtwicklung gemäß Bild ^a aufgebracht ist. Der Draht muß möglichst nah
an der Rohroberfläche liegen (Abstand ca. 0,5 mm). Er wird (im Sendefall) von einem hochfrequenten Strom
durchflossen. Die Stromrichtung alterniert — wie schon beschrieben — in der m B i I d 5a durch Pfeile
angedeuteten Weise. In der Oberfläche des Rohres, das leitfähig sein muß (gleichgültig, ob ferromagnetisch oder
nicht), werden dann Wirbelströme induziert, die zusammen mit einem statischen Magnetfeld (Bai oder
Bot in Bild 5) quer zum Wandler zu Kräften auf die
Elektronen in der Rohroberfläche führen. Diese Kräfte Sverden auf das Metallgitter übertragen, und es entsteht
eine geführte Ultraschallwelle, deren Spurwelienlänge
durch die Wicklungsgeometrie gegeben ist. Hat das Magnetfeld die durch Bm gegebene Richtung, so
verursachen die a/Liiliuicucn Anteile uci Wicklung öAiolc
Kräfte, und es werden axialsymmetrische Moden angeregt; hat das Magnetfeld die durch ßbrbezeichnete
Richtung, so führen die kurzen axialen Wicklungsabschnitte zu Torsionskräften, und es werden Torsionsmoden
angeregt. Der Empfangsfall beruht auf dem umgekehrten elektroakustischen Effekt.
Wesentlich ist außerdem die Tatsache, daß das Magnetfeld senkrecht zur Rohr- und Wand'^.rachse
verläuft. Auf diese Weise können bei austenitischen Rohren sehr viel höhere Induktionen erzielt werden als
mit anderen Feldgeometrien (z. B. einem radialen Feld,
bei dem ein Polschuh als Stab in das Rohrende eingeführt wird). Zur besseren Führung des Magnetfeldes
kann in das Rohr (u. U. in den Innenwandler) ein ferromagnetischer Stab eingebracht werden, der geeignet
unterteilt oder lamelliert werden muß, um das Auftreten von akustischen Stabmoden zu verhindern.
Für Rohrwellenwandler ergeben sich folgende Möglichkeiten:
a) Sende- und Empfangswandler sind hohlzylinderförmig
und liegen in axialer Richtung hintereinander. Das Rohr wird zur Prüfung in den Wandlerkörper
hineingeschoben. Diese Anordnung eignet sich auch zur Prüfung von Stäben.
tr) Ein Wandler (ζ. B. der Sendewandler) ist als
Außen-, der andere als Inrienwandler ausgelegt.
Beide Wandler werden zweckmäßig direkt übereinander angeordnet, üiti eine optimale räumliche
Signalauflösung zu gewährleisten (Abb. 7a).
Das Rohr wird zur Prüfung bis an einen Anschlag A in die Wiriidefkorribiriation hineingeschoben. Der Abstand
d bis zur ersten Nut wird so gewählt, daß sich (im Sendefall) der am Rohrende reflektierte Ultraschallimpuls
phasengleich mit dem in der Gegenrichtung aüsgesandten Impuls überlagert. Der Abstand d hängt
damit vom verwendeten Rohrmode ab, ist aber i. a. gleich der halben Siegbreite
B1T
den. Solche kodierte Wandler können gebaut werden entsprechend Bild 7 bis 9, mit Änderung der
Stegbreite Bst bzw. Periode zur Erzeugung bzw. Verarbeitung von frequenzmodulierten Signalen, d. h.
Steg und Nut haben zusammen die Abmessung
Wandler zur Prüfung eingebauter Rohre
Eingebaute Rohre (z. B. in Dampferzeugern) sind nur von innen zugänglich. Sende- und Empfangswandler
werden als Innenwandler ausgelegt; sie liegen dann hintereinander. Das statische Magnetfeld wird durch
Impulsmagnetisierung ersetzt. Hierzu wird eine Induktionsspule von wenigen Windungen verwandt, die längs
um den Wandlerkörper gewickelt wird (Bild 5b). Diese Spule wird an ein Impulsstromgerät angeschlossen
und kurzzeitig (einige ms) von einem hohen Strom (ein'p.e kA) durchflossen und erzeugt so das benötigte
Magnetfeld quer zum Wandler.
10
15
2ö
2 "
Gemäß A b b. 7 ist ein Lamb-Wellenwandler gezeigt.
Die Siegbreite Bst nimmt in .y-Richtung ab. Analog läßt
sich diese Kodierung auch für den SH-Wandler sowie den Rohrwellenwandler für Quermagnetfeld (Bild 8)
und den Rohrwellenwandler für axiales Magnetfeld (Bild 9)ausführen.
Eine andere Kodierung besteht darin, die alternierende Abfolge der Wicklungsrichtung nach einer oder
mehreren Wellenlängen gemäß geeignetem Kode (z. B. Barker- oder Pseudo-Rausch-Kode) wieder umzukehren
(Phasenumtastung). Einem »bit« des Kodes entsprechen eine oder mehrere Wellenlängen des
Wandlers. Alternierende Stromrichtungen in der Wicklung symbolisieren die Bitwerte »1« bzw. »0«.
25
Anordnung mit zwei elektrodynamischen Plattenwellenwandlern zur Bandprüfung von der Kante her
Wandler für axiales Magnetfeld
Eine solche V/andleranordnung befindet sich gemäß B i 1 d 6, 6a zwischen den (kegelförmigen) Polen eines
Magnetjoches M, das ein vorwiegend axial gerichtetes Magnetfeld am Ort des Wandlers erzeugt Dabei ist es
gleichgültig, ob das zu prüfende Rohr ferromagnetisch
durchflossen, so führen die dabei in der Rohroberfläche entstehenden Wirbelströme zusammen mit dem Magnetfeld
zu vorwiegend radial gerichteten Kräften auf das Rohr. Da die Richtung der Kräfte im Rhythmus der
Wandlerwicklung alterniert, entsteht eine geführte Welle entsprechender Wellenlänge, sobald die Frequenz
auf einen Rohrmode abgestimmt ist. Um das Rohr in die Wandleranordnung hineinschieben zu
können, ist ein Polschuh des Magnetjoches durchbohrt. Die gesamte Anordnung äst axialsymmetrisch aufgebaut,
damit möglichst reine axialsymmetrische Rohrmoden angeregt werden können.
Ein Rohrwellenwandler für ein axiales Magnetfeld ist etwas einfacher aufgebaut Die Drahtwicklungen in den
Nuten G verlaufen Ober den ganzen Umfang. Die
Wicklungsrichtung von Nut zu Nut ist wieder alternierend.
Kodierte Wandler
Zur Signalverarbeitung (Optimalfilterung, Korrelationsanalyse,
inverse Filterung usw.) benötigt man breitbandige. geeignet kodierte Signale. Es wird
vorgeschlagen, zur Erzeugung bzw. zum Empfang solcher Signale geeignet kodierte Wandler zu verwen-Es
wird vorgeschlagen, die Bandprüfung mit zwei elektrodynamischen Wandlern von der Kante her
gemäß Bild 11 vorzunehmen. Das Magnetfeld flb kann
gemäß Bild 11, 11a parallel oder senkrecht zur
Bandoberfläche gerichtet sein. Der Abstand d des aktiven Wandlerteils von der Bandkante wird so
gewählt, daß sich die nach beiden Seiten laufenden Ultraschallimpulse phasengleich überlagern. Durch die
Prüfung des Bandes von beiden Seiten her wird die tote
Zone unter dem Wandler elimi^ .. Die Wandler
werden mit kleinen Rollen an der Bandkante geführt.
Elektrodynamische Lambwellen-Wandler mit
einseitiger Richtcharakteristik
Der Wandler besteht aus zwei um ^gegeneinander
versetzten Wicklungen (Bild 12). Im Sendefall werden
die beiden Wicklungen mit um 90° gegeneinander phasenverschobenen HF-Strömen gespeist. Die abgestrahlten
akustischen Signale interferieren in einer Richtung konstruktiv, in der anderen destruktiv.
Im Empfangsfall werden die Spannungen der beiden Wicklungen addiert, nachdem eine davon in einem
Phasenschieber um 90° verzögert worden ist
Bei der Anregung und dem Empfang von freien Ultraschallwellen in dicken Bauteilen mit diesem
Wandler ergibt sich der Vorteil, daß eine der beiden symmetrisch zum Lot auf die Einfallsebene liegenden
Hauptkeulen der Wandlercharakteristik unterdrückt wird. Hierdurch wird die Wahrscheinlichkeit von Echos
aus falschen Richtungen stark vermindert Bei Betrieb mit einer konstanten Frequenz in dickem
Material, in dem dann freie Wellen auftreten, bildet der kodierte Wandler nach Bild 13 einen Linienfokus aus.
Ein Punktfokus läßt sich erreichen, wenn die Wicklungen und Stege entsprechend Bild 14 etwa kreisförmig
gebogen sind. Die Krümmung der einzelnen Wicklungen entspricht dabei der von konzentrischen Kreisen
um den gedachten Fokus.
Der Wandler entspricht in seinem Aufbau einem Lamb- bzw. SH-Wandler, wobei die Stege jedoch mit
verschiedenen Windungszahlen bewickelt werden. Es ist zweckmäßig, wenn die Winduiigszahleh einem aus der
Technik der phasengesteuerten Gfuppenantennen bekannten
Gesetz (i. B. Dolph-Tschebyscheff-Belegung)
folgen. Das Ziel einer solchen Amplitudenbelegung ist eine möglichst starke Nebenkeulendämpfung bei der
Anregung bzw. dem Empfang freier Ultraschallwellen in dickwandigen Bauteilen.
Wicklung für Stahl ST 37
10
DimensionierungsmögliGhkeit eines erfim/ühgsgeriiäßen Wandlers
| Leistungsbandbreite: | 25OkHz-2MHz |
| Wellenlänge: | = 5 mm |
| Wandlerkörper: | |
| Breite: | 50 mm |
| Stegbreite: | 1,25 mm |
| Nutbreite: | 1,25 mm |
| Nuttiefe: | 0,75 mm |
| Stegahzahl: | 20 |
| Abstand vom Prüfling: | « 0,2 mm |
Sender
Empfänger
Drahtstärke
2 Gruppen zu je 10 Spulen
Reihenschaltung
Parallelschaltung
0,1 CUL
kHz-1 MHz
MHz-2 MHz
MHz-2 MHz
0,06 CUL 2 X 10 Spulen 25OkHz-I MHz
1 MHz-2 MHz einzelne Schwingkreise ü. elektronische Addition
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1, Elektrodynamischer, aus Spulenwicklungen bestehender und zur Aussendung von Ultraschallwellen von einem Generator gespeister Ultraschall-Wandler für die Prüfung von Metallkörpern auf Fehler, bei Anwesenheit eines Magnetfeldes, d a durch gekennzeichnet, daß die Spulenwicklungen (D) n-mal derart um Stege (ST) gewickelt sind, daß die Stromrichtung in denselben Nuten (G) im Wandlerkörper in einer Richtung, aber in den danebenliegenden gegensinnig verläuft, daß der Sende-Wandler so ausgebildet ist, daß mit Hilfe eines Optimierungsverfahrens die in dem transior- π mierten Widerstand R" des Prüflings verbrauchte Leistung P* bezogen auf die maximal abgegebene Leistung des Generators Pmax4 · R1PmaI [R'+R+ R1)-(R1 = Generatorinnenwiderstand; R = Verlustwiderstand der Wicklung) im gewünschten Frequenzbereich ein hohes und breites Maximum besitzt und daß die Reaktanz des Sender- und Empfänger-Wandlers so ausgelegt ist, daß durch Zuschalten von Kapazitäten der Sender- und der Empfänger-Wandler bei den jeweiligen Schallfrequenzen auf Resonanz abgestimmt ist.2. Wandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung des Sende-Wandlers so ausgeführt ist, daß sie in Gruppen von Serien- oder Parallelschaltungen betrieben werden kann.3. Wandler nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß der Sende-Wpndler für den Betrieb bei hoher Spannung, z. B. 3 kV. so gev :ckelt ist, daß die Gruppenwicklung durch einen wicklungslosen Steg getrennt sind.4. Wandle·· nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen des Empfangs-Wandlers in einzelne Schwingkreise aufgeteilt werden können, die dann für sich jeweils in Resonanz arbeiten.5. Wandler nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetfeld so ausgerichtet ist, daß LAMB-Wellen bzw. freie Transversal- sowie Longitudinalwellen erzeugt werden.6. Wandler nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Wandler symmetrisch nebeneinander liegen.7. Wandler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Magnetfeld senkrecht auf die Metalloberfläche und die Wandleroberfläche gerichtet ist und auf die Teile konzentriert ist. wo die zwei Wandler (1,2) aneinandergrenzen.8. Wandler nach Anspruch 6. dadurch gekennzeichnet, daß der Wandlerkörper rohrförmig ist und der Draht (D) m Nuten in Umfangsrichtung geführt ist.9. Wandler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung von Torsionsmoden das Magnetfeld (Bai) senkrecht zur Rohrachse und zu den axial verlaufenden Wicklüngsteilen liegt.iÖ. Wandler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung von axialsymmeSrischen Moden das Magnetfeld (BoJ senkrecht mr Rohrachse und zu den in Umfangsrichtung verlaufenden Wicklüngsteilen liegt.>011. Wandler nach Anspruch I und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege abnehmende Breite haben.12. Wandler nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege mit verschiedenen Windungszahlen versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762655804 DE2655804C3 (de) | 1976-12-09 | 1976-12-09 | Elektrodynamischer Ultraschallwellenwandler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19762655804 DE2655804C3 (de) | 1976-12-09 | 1976-12-09 | Elektrodynamischer Ultraschallwellenwandler |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2655804A1 DE2655804A1 (de) | 1978-06-15 |
| DE2655804B2 DE2655804B2 (de) | 1979-05-10 |
| DE2655804C3 true DE2655804C3 (de) | 1980-01-24 |
Family
ID=5995088
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762655804 Expired DE2655804C3 (de) | 1976-12-09 | 1976-12-09 | Elektrodynamischer Ultraschallwellenwandler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2655804C3 (de) |
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1976
- 1976-12-09 DE DE19762655804 patent/DE2655804C3/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2655804B2 (de) | 1979-05-10 |
| DE2655804A1 (de) | 1978-06-15 |
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