DE2653745B2 - Kranken- oder Pflegestuhl - Google Patents

Kranken- oder Pflegestuhl

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DE2653745B2
DE2653745B2 DE2653745A DE2653745A DE2653745B2 DE 2653745 B2 DE2653745 B2 DE 2653745B2 DE 2653745 A DE2653745 A DE 2653745A DE 2653745 A DE2653745 A DE 2653745A DE 2653745 B2 DE2653745 B2 DE 2653745B2
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Description

Es ist ein Krankenstuhl bekannt (US-PS 26 73 987), der einen Lenkrollen aufweisenden Grundrahmen hat, von dem aus sich nach oben ein Stützrahmen erstreckt, an dem in der Höhe verstellbar ein Sitz befestigt ist. Dieser Krankenstuhl dient dazu, bettlägerige Patienten auf einfache Weise aus dem Bett zu heben und sie auf dem Sitz sitzend zu anderen Stellen, etwa zur Toilette zu bewegen. Dazu wird zunächst der höhenverstellbare Sitz auf die Betthöhe eingestellt, so daß sich eier Patient auf den Sitz setzen kann, und am Ende des Transportweges erfolgt dann eine entsprechende Höhenverstellung des Sitzes, um so dem Patienten auf die gewünschte Höhenlage zu bewegen. Dieser bekannte Krankenstuhl stellt somit eine reine Transporteinrichtung dar.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kranken- oder Pflegestuhl zu schaffen, mit dem sich der Körper eines Kindes oder einer bewegungsgestörten Person sicher und fest halten läßt, so daß das Pflegepersonal entlastet wird.
Durch die beim erfindungsgemäßen Kranken- oder Pflegestuhl vorgesehenen Haltearme ist es möglich, das auf dem Sitz sitzende Kind bzw. den auf dem Sitz sitzenden Patienten abzustützen und zu umgreifen, so daß eine zuverlässige Halterung gewährleistet ist, die bei Versuchen den Stuhl zu verlassen noch intensiver wird, da ein solches Verlassen im allgemeinen durch Abstützung auf den Haltearmen eingeleitet wird, deren Umgreifungselemente infolge der Belastung dann aufeinander zu bewegt werden und das Kind bzw. den Patienten noch enger umgreifen und sicher halten.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
F i g. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen Kranken- oder Pflegestuhl gemäß der Erfindung.
F i g. 2 zeigt eine Seitenansicht des Stuhls aus F i g. 1.
Fig.3 zeigt in schematischer Darstellung die Sitzanordnung des Stuhls gemäß F i g. 1 und 2.
Fig.4 zeigt in schematischer Darstellung einen Haltearm mit Umgreifungselement.
Fig.5 und 6 zeigen in einer Seitenansicht und im Schnitt eine andere Ausbildung eines Haltearms mit Umgreifungselement.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Kranken- oder Pflegestuhl hat einen aus im Querschnitt kreisförmigen Rohren bestehenden Rahmen 1 mit einem Grundrahmen 2, eimern sich von diesem nach oben erstreckenden Stützrahmen, der einen Körperrahmen 3 sowie einen Oberrahmen 4 und einen Seitenrahmen 5 aufweist, die am oberen Bereich und an gegenüberliegenden Seiten des Körperrahmens 3 angebracht sind. Der Grundrahmen 2 hat an gegenüberliegenden Seiten L-förmige Füße 6, die an jedem Ende eine Lenkrolle 7 tragen. Die
w Füße 6 sind teleskopartig zu verlängern und können in der ausgezogenen Stellung verriegelt werden. Der Körperrahmen 3 ist in leicht rückwärts geneigter Stellung fest am Grundrahmen 2 angebracht und hat am oberen Ende einen nach hinten gekrümmten Querrah-
rir> men 3a, der als Griff dient. Die unteren Enden des Körperrahmens 3 sind nach außen gebogen und fest mit den hinteren Enden der Füße 6 verbunden, welche Lenkrollen 8 mit über einen Hebel 9 betätigbarer Bremseinrichtung aufweisen.
w) Der Körperrahmen 3 hat sich nach hinten erstreckende Querrohre 13 zur Befestigung einer T-förmigen Halterung 10 mit vertikaler Säule 11 und Querträger 12. An der vertikalen Säule 11 der Halterung 10 ist ein Sitz 14 befestigt, der eine ebene Sitzplatte 16 mit einer
·'"> Mittelöffnung 17 aufweist, so daß ein bequemes Sitzen möglich ist. Die öffnung 17 ist normalerweise durch eine Hilfsplatte 19 verschlossen, die in lösbarem Eingriff mit entlang den Begrenzungskanten der Mittelöffnung 17
verlaufenden Nuten 18 steht. Ein Kissen, beispielsweise ein Schaumstoffkissen mit einer Kunststoffumhüllung ist lösbar auf der Sitzplatte 16 und der Hilfsplatte 19 angeordnet. Der Querträger 12 der Halterung 10 trägt schwenkbar ein Paar Haltearme 15.
Die Sitzplatte 16 weist an ihrer Unterseite starr befestigte Stützen 20 auf, die über Bolzen 23 schwenkbar mit Stützen 22 einer Halterungsbuchse 21 verbunden sind, die in der Senkrechten bewegbar an der Säule 11 angebracht ist, so daß der Sitz 14 aus der horizontalen Lage gemäß F i g. 3 an den Körperrahmen 3 geschwenkt werden kann. Die Stüxzen 20 der Sitzplatte 16 weisen Zapfen 24 auf, an denen schwenkbar eine Riegelklaue 25 befestigt ist, die den Sitz 14 durch Eingriff mit einem gegenüber den Stützen 22 befestigten Anschlag 26 in der horizontalen Stellung verriegelt.
Die Halterungsbuchse 21 trägt an ihrer Rückseite ein Paar Stützen 27, an denen über einen Zapfen schwenkbar ein Verriegelungshebel 28 angebracht ist, der an seinem unteren Ende einen Riegelvorsprung 29 aufweist. Dieser Riegelvorsprung ist durch eine öffnung 30 in der Halterungsbuchse 21 in Eingriff mit einer der Riegelnuten 31 bringbar, die in entsprechenden Abständen an der Rückseite der Säule 11 vorgesehen sind, um so die Halterungsbuchse 21 auf der gewünschten Höhe an der Säule 11 festzulegen. Auf den Verriegelungshebel 28 wirkt eine Feder 32, um den Riegelvorsprung 29 in festem Eingriff mit der Riegelöffnung 30 und den Riegelnuten 31 zu halten. Somit läßt sich die Höhenstellung des Sitzes 14 durch Verschiebung der Halterungsbuchse 21 auf der senkrechten Säule 11 in der gewünschten Weise verändern.
Die Haltearme 15, die schwenkbar am Querträger 12 befestigt sind, sind oben und an ihren inneren Seiten mit weichem Polstermaterial 34 bedeckt, beispielsweise mit mit Kunststoff überzogenem Schaumstoff. Die Haltearme 15 haben Umgreifungselemente 33, die an ihren vorderen Enden nach innen gekrümmt sind und die an ihren hinteren Enden über Verbindungsstangen 35 mit dem Querträger 12 verbunden sind. Die hinteren Enden der Verbindungsstangen 35 sind an Buchsen 38 befestigt, die an dem Querträger 12 angebracht sind. Die Buchsen 38 werden normalerweise am Querträger 12 mittels Schrauben 37 festgelegt, sind jedoch durch Lösen der Schrauben 37 entlang dem Querträger 12 verschiebbar, um so den Abstand zwischen den beiden Haltearmen 15 einzustellen. Die Buchse 38, die das hintere Ende der Verbindungsstange 35 trägt, weist ein Paar in der Senkrechten voneinander entfernte Haltebuchsen 39a und 396 auf, die jeweils mit einer Bohrung 40 versehen sind (Fig.4). Die Verbindungsstange 35 trägt an ihrem hinteren Ende ein ringförmiges Verbindungselement 42, das eine koaxial zu den Bohrungen 40 der Haltebuchsen 39a und 396 verlaufende Bohrung 43 hat. Das Verbindungselement 42 ist an seiner Unterseite mit radialen Vorsprüngen 44 versehen, die in Eingriff mit an der Oberseite der Haltebuchse 396 vorgesehenen Radialnuten 41 bringbar sind, um den Haltearm 15 unter entsprechenden Winkeln zu halten. Das Verbindungselement 42 ist entlang einem Bolzen 45 bewegbar und gleichzeitig um diesen Bolzen drehbar, der mit seinen gegenüberliegenden Enden in den Bohrungen 40 der Haltebuchsen 39a und 396 befestigt ist.
Das vordere Ende der Verbindungsstange 35 trägt eine starre Verbindungsplatte 47, deren oberes und unteres Ende schwenkbar über Verbindungselemente 48 mit einer starren Verbindungsplatte 46 des Umgreifungselementes 33 verbunden sind, wobei die Verbindungselemente 48 an den oberen und unteren Enden der Verbindungsplatten 46 und 47 vorgesehenen Bolzen angelenkt sind. Das Umgreifungselement 33 wird durch eine Schraubenfeder 49, die an den Zapfen am oberen und unteren Ende der Verbindungsplatte 47 befestigt ist, nach oben gedrückt. Wird das Umgrei-' fungselement 33 durch das Gewicht eines Kindes oder
ίο einer in ihrer Bewegungsfähigkeit beeinträchtigten Person heruntergedrückt, so drehen sich die Verbindungselemente 48 um die Bolzen der Verbindungsplatte 47 nach unten, wodurch die Umgreifungselemente 33 aufeinander zu bewegt werden, um so das Kind oder die
is in ihrer Bewegungsfähigkeit beeinträchtigte Person fest unter deren Armen zu umgreifen.
F i g. 5 und 6 zeigen einp Abwandlung der Betätigungseinrichtung für die Haltearme, bei der diese jeweils einen kastenförmigen Aufbau 50 haben, der eine Armstütze 51 und ein Umgreifungselement 53 aufweist, das in einer in der inneren Seitenwand des Aufbaus 50 vorgesehenen öffnung befestigt ist. Die Armstütze 51 ist über eine Anzahl nach oben gerichteter Zapfen 52 in der Senkrechten bewegbar am Aufbau 50 befestigt. Das untere Ende jedes Zapfens 52 erstreck· sich in den kastenförmigen Aufbau 50 und ist schwenkbar mit einem Ende eines L-förmigen Hebels 56 verbunden, der an seinem Abknickpunkt an einem Zapfen 57 schwenkbar gehaltert ist. Das andere Ende des Hebels 56 ist
ίο schwenkbar mit einem an der Rückseite des Umgreifungselementes 53 angebrachten Verbindungsslreifen verbunden. Wird die Armstütze 51 durch das Gewicht des Kindes oder der in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkten Person gegen den Druck der Feder 55 nach unten gepreßt, so schwenkt der L-förmige Hebel 56 um den Zapfen 57. um das Umgreifungselement 53 herauszudrücken und so das Kind oder die in ihrer Bewegungsfähigkeit beeinträchtigte Person unter den Armen fest zu umfassen. In diesem Fall wird die
4i) Umfassungskraft der Haltearme durch die Stärke der Federn 49 und 55 bestimmt.
Die vorstehend erwähnten Seitenrahmen 5 haben in der Mitte zwischen ihren oberen und unteren Enden Hilfsbeine 60, die schwenkbar mit ihrem oberen Ende an
r> einer am Seitenrahmen 5 befestigten Stütze angebracht sind. Diese Hilfsbeine 60 werden herausgeschwenkt, um den Stuhl zusammen mit den hinteren Führrollen 8 und dem oberen Griff 3a des Körperrahmens 3 zu stützen, wenn der Stuhl auf seine Rückseite gelegt wird. Die
~>m durch den Körperrahmen 3, den Oberrahmen 4 und die Seitenrahmen 5 gebildeten öffnungen sind mit Platten 61 abgedeckt, die auf ihren Vorderseiten Polstermaterialien tragen, etwa mit Kunststoffolie abgedeckte Schaumstoffpolster.
μ Wird der Stuhl zum Windelwechseln bei einem Kleinkind benutzt, so wird er auf seine Rückseite gelegt, und die zuvor in entsprechenden Abstand gebrachten Haltearme 15 werden auseinandergeschwenkt. Nach dem Herunterschwenken der Sitzplatte 16 auf den
mi Körperrahmen wird das Kleinkind auf die Platte gelegt, und die Haltearme 15 werden nach innen geschwenkt, so daß sie das Kleinkind mit den Umgreifungselementen 33 unter seinen Armen umgreifen. Beim Anheben des Stuhls in die aufrechte Stellung werden die Umgrei-
"i fungselemente 33 difrch das Gewicht des Kindes nach innen verschoben, so daß der Körper des Kindes fest umgriffen wird. In dieser Haltung des Kindes lassen sich die Windeln leicht wechseln, da sich das Kind nicht
heftig bewegen kann.
Soll das Kind oder die in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkte Person auf dem Sitz 14 sitzen, so wird die Sitzplatte 16 nach außen geschwenkt und ihrer horizontalen Stellung verriegelt. Um die Abscheidung von Exkrementen in der sitzenden Stellung zu ermöglichen, werden die Hilfsplatte 19 und die Polsterung 19a entfernt und ein Aufn unter die Sitzplatte 16 gebracht. Da; Möglichkeit zur lösbaren Befestigung des hälters 62 an der Sitzplatte 16 vorgesehen. Beim Flachlegen oder Anheben des Stul Bremsen an den hinteren Lenkrollen 8 a so eine einfache und sichere Betätigung zu
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Kranken- oder Pflegestuhl mit einem Lenkrollen aufweisenden Grundrahmen, an dem ein sich nach oben erstreckender Stützrahmen befestigt ist, der einen in der Höhe verstellbaren Sitz trägt, dadurch gekennzeichnet, daß am Stützrahmen (3,4,5) ein Paar Haltearme (15) schwenkbar befestigt ist, die in einer Umgreifungsstellung verriegelbar sind, und daß die Haltearme (IS) Umgreifungselemente (33; 53) aufweisen, die durch Belastung der Haltearme (15) aufeinander zu bewegbar sind.
2. Kranken- oder Pflegestuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Haltearm (15) eine Verbindungsstange (35) aufweist, die an ihrem hinteren Ende ein ringförmiges Verbindungselement (42) mit einem Verriegelungsvorsprung (44) trägt, daß am Stützrahmen (3,4,5) ein dem Verbindungselement (42) zugeordnetes Buchsenelement (39a, 396) befestigt ist, das eine Nut (41) zur Aufnahme des Verriegelungsvorsprungs (44) aufweist, und daß Verbindungselement (42) und Buchsenelement (39a, 39b) zur Herstellung einer Schwenkverbindung sowie zur begrenzten Bewegbarkeit in axialer Richtung mittels eines Bolzens (45) verbindbar sind.
3. Kranken- oder Pflegestuhl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsenelemente (39a, 39b) an einem Querträger (12) des Stützrahmens (3, 4, 5) angebracht und entlang diesem bewegbar sind.
4. Kranken- oder Pflegestuhl nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am vorderen Ende der Verbindungsstange (35) eine starre Verbindungsplatte (47) befestigt ist, die an einer starren Verbindungsplatte (46) des Umgreifungselementes (33) angelenkt ist und unter dem nach oben gerichteten Druck einer Feder{49) steht.
5. Kranken- oder Pflegestuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltearm (50) kastenförmig aufgebaut ist und eine auf einem nach oben gerichteten, sich durch die obere Wand des kastenförmigen Aufbaus erstreckenden Zapfen (52) befestigte Armstütze (51) aufweist, und daß das Umgreifungselement (53) in einer öffnung der inneren Seitenwand des kastenförmigen Aufbaus angeordnet und mit dem unteren Ende des Zapfens (52) über einen L-förmigen Hebel (56) verbunden ist, der in seinem Knickpunkt schwenkbar innerhalb des kastenförmigen Aufbaus gelagert ist, und daß die Armstütze (51) unter dem nach oben gerichteten Druck einer Feder (55) steht.
6. Kranken- oder Pflegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umgreifungselemente (33; 53) zumindest auf der oberen Fläche und den inneren Seitenflächen mit Polstermaterial bedeckt sind.
DE2653745A 1975-11-27 1976-11-26 Kranken- oder Pflegestuhl Expired DE2653745C3 (de)

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JP50142737A JPS5266072A (en) 1975-11-27 1975-11-27 Device for holding infant

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