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Herr Wilhelm Breuninger, LiebigstraSe 9, 7105 Leingarten
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und Herr Edmund Breuninger, Liebigstraße 9, 7105 Leingarten Markierungsleine
zum Kennzeichnen von Leitlinien Die Erfindung betrifft eine Markierungsleine zum
Kennzeichnen von Leitlinien, insbesondere an Schwimm.bahnen in Schwimmbecken, mit
einer auf einem Zugseil angeordneten Markierung.
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Es ist bereits bekannt, Wettkam.pfbilnen durch insbesondere farbige
Markierungsleinen zu kennzeichnen, die bei Schwiembahnen aus als Auftriebskörper
ausgebildeten Markierungskörpern bestehen. Durch farbig unterschiedliche Abschnitte
wird die Kennzeichnung hervorgehoben und dem Wettkämpfer ein grober Anhalt über
seine Wettkampfsituation versucht zu geben. Eine Beeinflussung des Wettkämpfers
oder auch des Trainierenden kann dadurch nicht erfolgen. Ferner sind Leuchtbojen
bekannt, die mit intermittierender Lichtanzeige zur Kennzeichnung von Schiffahrtswegen
insbesondere bei Nacht dienen. Infolge ihres umfangreichen Aufbaues sind sie zur
Festlegung von Schwimmbahnen nicht geeignet.
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Aufgabe der-Erfindung ist es daher, die Markierungsleine zum Kennzeichnen
Leitlinien beliebiger Art optisch kennzeichnend hervorzuheben und auch für das Training
des Sportlers geeignet zu machen.
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Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß die lIarkierung
mit einer 3-eleuchtungseinrichtung ausgestattet ist.
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Eine besonders zweckmäßige Kennzeichnung der Markierungsleine ergibt
sich in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch, daß die Beleuchtungseinrichtung
aus mehreren, vorzugsweise in gleichen Abstaänden angeordneten Leuchten besteht.
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Die durch die Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß durch die Beleuchtung die Markierung als Kennzeichnung für Leitlinien jeglicher
Art optisch eindeutig hervorgehoben und dadurch Personen allgemein und insbesondere
Sportlern eine genaue Orientierung gegeben wird. Diese Beleuchtung kann im wesentlichen
durchgehend oder auch punktförmig erfolgen, wobei durch Farbgebung und/oder Leuchtstärke
besondere Hinweise erteilt werden können, z.B. beim Sporttraining Hinweise über
die zurückgelegte oder noch zurückzulegende Strecke bzw. die Fortbewegungsgeschwindigkeit.
Dies ist beim Training besonders
wichtig, um dem Trainierenden in
jedem Moment seines Laufes seine Situation kenntlich zu machen, so daß er seinen
Leistungsstand und seine Leistungsfähigkeit stets selbst beurteilen kann.
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Die Markierungsleine nach der Erfindung ist daher in vielfältiger
Weise zum Kennzeichnen von beliebigen Leitlinien als Begrenzung von bestimmten Bereichen,
Bahnen, Flächen oder dgl. bzw. auch zum Dekorieren anwendbar.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden naher beschrieben. Es zeigen: Figur 1 die in einem Schwirnmsecken
ausgelegte Markierungs leine; Figur 2 einen Längsschnitt dadurch die Markierungsleine
gemäß Figur 1 im Bereich einer Leuchte; Figur 3 die Schnittansicht gemäß Linie III
- III in Figur 2; Figur 4 einen waagerechten Längsschnitt durch eine Markierungsleine
anderer Ausführung.
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In Figur 1 ist ein Schwimmbecken mit Seitenwänden 1 und 1 dargestellt,
in dem sich wasser 2 befindet. Auf dem Wasser 2 schwimmen zum Kennzeichnen von Schwimmbahnen
Markierungsleinen 3, die zwischen den Seitenwänden 1 und 1' in Abständen parallel
nebeneinander gespannt sind und von denen eine in Figur 1 gezeigt ist.
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Diese Markierungsleine 3 besteht aus einem durchgehenden Zugseil 4,
das mit seinen beiden Enden in Ösen, Haken oder dgl. 24 an den beiden Seitenwänden
1 und 1 befestigt ist. Längs des Zugseiles 4 ist eine Markierung 5 angeordnet. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel setzt sich die Markierung 5 aus gleichlangen faltenbalgförmigen
Markierungskörpern 5 zusammen. Die Markierung 5 ist ferner mit einer Beleuchtungseinrichtung
6 ausgestattet. Diese besteht aus zwischen den MarIsierungskörpern 5 vorgesehenen
Leuchten 6'.
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Jede Leuchte 6 weist ein kugelförmiges, durchsichtiges oder durchscheinendes
Gehäuse 7 (Figur 2 und 3) mit einer radial abgesetzten Öffnung 8 auf, die von einem
nach oben und unten den Gehäusemantel überstehenden Kragen 9 umgeben ist. Auf das
nach oben ragende Kragenteil 9 ist ein Verschlußdeckel 10 wasserdicht aufgesetzt.
Im Gehause 7 sitzt eine U-förmige Halterung 11, deren Schenkel unten mit abgeschrägten
Anschlägen 12 innen am Gehäuse 7 anliegen. Innen am oben befindlichen Steg 111 der
Halterung 11 ist eine weitere Arretierung 13 aus federndem Flachmaterial befestigt,
deren beiderseits als schräg nach oben ragende Anschläge 13' ausgebildeten Enden
am nach unten ragenden Kragenteil 9" des Kragens 9 anliegen und so der Halterung
11 festen Halt verleihen. Zum Einsetzen und Ausbauen dienen gegenüberliegende Aussparungen
14 im unteren Kragenteil 911. Auf der Halterung 11 sind Kontaktplatten 15 und 16
gegeneinander isoliert gelagert, zwischen denen eine beliebige Lichtquelle 17, z.B.
in Form einer Glühbirne, einer Blitz- oder Gli=nlampe, Leuchtdiode oder dgl. eingespannt
oder mittels einer zusätzlichen Verschraubung eingeschraubt ist. Die Kontalrtplatten
15 und 16 erstrecken sich beiderseits der Halterung 11, so daß an beiden Seiten
eine oder auch mehrere Lichtquellen 17 angeordnet werden können. Das Zugseil 4 ist
durch die Halterung 11 geführt und mit dieser fest verbunden, z.B. durch eine auf
einen mit dem Zugseil 4 verbundenen Gewindebolzen geschraubte Mutter 18. Mit dem
Zugseil 4, gegebenenfalls mit diesem verbunden, verläuft ein Stromkabel 19, das
über Zuleitungen 20 mit den Kontaktplatten 15 und 16 in Kontakt steht.
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Zugseil 4 und Stromkabel 19 durchsetzen im Gehäuse 7 gegenüberliegende
Öffnungen 21, die außen von je einer Manschette 22 umgeben sind, deren Durchmesser
auf den einer Gegenmanschette 23 an benachbarten Markierungskörper 5 abgestirnet
ist. Zugehörige Manschetten 22 und 23 sind ineinandergesteckt und durch Schrauben
und/oder Eleben bzw. ähnliche Maßnahmen wasserdicht miteinander verbunden. Auf diese
eise entsteht ein schlauchförmiges Gebilde,
das schwimmfähig, jedoch
allseits beweglich und daher leicht aufwickelbar ist. Das Strorliabel 19 erstreckt
Weich über die ganze Länge der larkierungsleine 3 und ist durch den Verschlußdeckel
10 einer endseitigen Leuchte 6' nach außen geführt und an eine Stronquelle angeschlossen.
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Das Stromkabel 19 kann an eine Folgeschalteinrichtung 25 angeschlossen
sein, durch die die Lichtquellen 17 der Leuchten 6' nacheinander kurzzeitig zum
Aufleuchten gebracht werden (Fig.1).
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Dadurch kann eine in einer bestimmten Richtung laufende Lichtfolge
eingestellt werden, die sicl ständig wiederholen kann oder die nach einmaligem Durchlauf
abschaltet. Die Frequenz dieser Licht folge kann in weiterer Ausgestaltung veränderbar
sein, so daß z.3. auf einer speziellen Skala bestimmte Laufgeschwindigkeiten oder
-zeiten einstellbar und in ihrer Einstellung wiederholbar sind. Auf diese reise
können Sportler, vrie Läufer oder Schwimmer, trainiert werden, da sowohl immer die
gewünschte Geschwindigkeit voreinstellbar ist als auch der Sportler durch das Aufleuchten
der Leuchten 6' seine Leistung ständig kontrollieren kann, denn er sieht, ob er
langsamer oder schneller als das Aufleuchten sich fortbewegt. Die Leuclltrichtung
kann auch hin und hergehend ausgebildet sein, so daß auch Wendemanöver ausgeführt
werden können. Der Sportler kann ferner die Richtungsumkehr der Lichtfolge selbst
steuern, z.B. durch Betätigen eines Schalters am jeweiligen Bahnende. Um nur die
Leuchten 6', insbesondere nach der Seite zu erhellen, können die seitlichen Öffnungen
21 und auch die Seitenbereiche zu den benachbarten Markierungskörpern 5' lichthemmend
oder licht undurchlässig ausgebildet bzw. kann eine Reflektionsfläclle vorgesehen
sein, die das Licht nach der Seite ablenkt. Vorzugsweise kann hierfür die Seitenfläche
der Halterung 11 als Reflektionsfläche dienen.
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Die Markierungsleine 3 nach Figur 4 weist eine aus einem durchgehend
glatten oder in etwa glatten Schlauch 5" bestehende
Markierung 5
auf, in die die Beleuchtungseinrichtung 6 eingesetzt ist. Diese besteht aus Leuchten
6 mit einem Ring 26, der in den Schlauch 5" eingeschoben und in dem die Halterung
11 befestigt ist. Diese trägt in beschriebener reise die Lichtquellen 17 und ist
mit dem Zugseil 4 verbunden. Beide Enden des Schlauches 5" sind durch je ein Endstück
27 wasserdicht verschlossen, durch das ebenso wasserdicht das Zugseil 4 und das
nicht dargestellte Stromkabel geführt sind. Um eine gleichmäßige Lichtverteilung
längs der I-tarkierun 5 zu erhalten, können an den Lichtquellen 17 Spiegel 28 angeordnet
sein, wn eine verstärkte, scheinwerferähnliche, in Achsrichtung der Markierung 5
gerichtete Leuchtwirkung zu erzielen. Selbstverständlich kann die Markierung 5 auch
noch andervieitlg als dargestellt ausgebildet sein, bzw. die Beleuchtungselnrichtung
6 auch mit bekannten Markierungen kombiniert werden.
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Die Markierungsleine 3 nach der Erfindung läßt sich auch zum Kennzeichnen
von Bahnen für Läufer verwenden, wobei die Markierungsleine 3 unmittelbar auf den
Boden gelegt werden kann.
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Dienlich kann hierbei ein Fuß 29 sein, auf dem jede Leuchte 6 sitzt
(Figur 3). Zweckmäßigerweise sind die Zugseilenden mit dem Boden verankert.
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Die Ausstattung der Markierungsleine 3 ist je nach Verwendungszweck
unterschiedlich in Farbgebung, Abmessungen und Zusammensetzung. Denkbar ist ferner
die Anordnung eines Gewichtes im unteren Teil des Gehäuses 7 bzw. dessen entsprechende
Ausbildung, um die Leuchte 6 im Wasser immer in aufrechter Lage zu halten oder diese
zurückzudrehen. Gegebenenfalls kann das Gewicht eines Fußes 29 dieses Aufrichtmoment
hervorrufen. Als Stromquelle kann auch eine Batterie im Gehäuse 7 vorgesehen sein,
wobei Dauerlicht oder intermittierendes Licht möglich ist. Das Ein- und Ausschalten
der Lichtquellen 17 läßt sich auch drahtlos durchführen.
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Die Länge der @ Markierung 5 ist beliebig. So können in beschriebener
Weise mehrere Markierungen 5 längs der IX'arkierun3sleine 3 angeordnet sein, es
kann auch nur eine einzige, durchgehende Markierung 5 vorgesehen sein.
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Die Markierungsleine 3 kann zum Kennzeichnen von beliebigen Leitlinien
verwendet erden, z. B. von den Bahnseiten von Sport-, insbesondere von Trainingsbahnen
für Läufer oder Schwimmer, zum Abteilen von Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken,
von Baustellen, Gefahrenstellen und ähnlichen Bereichen. Die Markierungsleine 3
kann ferner auf dem Wasser schwimmend, im Wasser schwebend oder auch auf dem Boden
des Schwimmbeckens liegend angeordnet sein.
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Denkbar ist auch die Aufhängung über der Schwimmbahn zum Training
von Rückenschwimmern.
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L e e r s e i t e