DE264241C - - Google Patents

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DE264241C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chutes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 c. GRUPPE
RICHARD BRADSHAW und JOSEPH BRIGGS in RISHTON,- Groszbrit.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1913 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einstellen eines Schützens in seine richtige Lage im Schützenkasten von Webstühlen mit selbsttätig wirkender Ein-Schußergänzungseinrichtung. Bei einer derartigen Einrichtung muß der Schützen, wenn die Ergänzung des Einschußfadens stattfinden soll, eine richtige Lage im Schützenkasten einnehmen.
ίο Bei Schützeneinstellvorrichtungen, welche den Schützen in seine genaue richtige Lage bringen sollen, ist es üblich, zwei Einstelleinrichtungen in Anwendung zu bringen, von denen die eine den Schützen in der einen Richtung und die andere denselben in der anderen Richtung zu bewegen hat.
Wird eine Einstellvorrichtung benutzt, bei welcher der Schützen in seine richtige Lage mittels einer einzigen Einstellvorrichtung eingeführt wird, die aus einem Arm besteht, welcher gegen das der Warenkante nähere Ende des Schützens drückt und denselben in den Kasten bewegt, so wird bei dieser Vorrichtung die Lage des Schützens nach der einen Seite durch den Einstellarm begrenzt, während die Begrenzung nach der anderen Seite durch entsprechendes Einstecken eines Anschlags für den Treiber erzielt wird. Bei entsprechender Einstellung der Bewegung des Armes und der Lage des Anschlags kann dem Schützen eine genaue Einstellung in der gewünschten Weise mitgeteilt werden.
Es hat sich indessen ergeben, daß das Ende des Schützens an dem Treiber allmählich eine Abnutzung hervorruft, indem das in demselben befindliche Loch immer tiefer wird. Es ist dem Schützen alsdann möglich, aus seiner richtigen Lage sich mehr und mehr nach dem Treiber hin zu bewegen.
Die vorliegende Erfindung hat nun zum Zwecke, eine Anschlagsvorrichtung zu schaffen, durch welche die Lage des Schützens unabhängig vom Treiber begrenzt wird und bei der Abnutzung desselben keine Beeinflussung erleidet. Dieser Anschlagvorrichtung ist keine Parallelbewegung mit Beziehung zum Schützen eigen;. sie dient vielmehr dazu, die Bewegung des Schützens zu begrenzen, anstatt den Schützen zu bewegen. .
Der Anschlag ist in seine wirksame Lage zu bewegen, nachdem der Schützen an den Treiber angestoßen hat, weil sonst der Schlag, der beim Stillsetzen der Bewegung des Schützens, durch den Anschlag ausgeübt wird, den Schützen beschädigen würde; genannte Bewegung des Anschlags hat zu erfolgen, bevor der Einstellarm seine Einstellbewegung beendet hat. Was die Wirkung des Anschlags
anbetrifft, um die Lage zu begrenzen, in welche der Schützen durch, den Einstellarm zu stoßen ist, so kann die Bewegung des Anschlags in seine wirksame Lage zu jeder Zeit innerhalb der vorgenannten Zeitspanne stattfinden. Wenn dagegen der Anschlag in seine wirksame Lage. bewegt wird, unmittelbar nachdem der Schützen zum Anschlag am Treiber gelangt ist, so gewährt die Erfindung den weiteren großen Vorteil, daß der Schützen verhindert wird, vom Treiber so weit zurückzuschnellen, daß er außer den Bereich des Schützeneinstellarms gelangt.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt
Fig. ι eine Oberansicht der Schützenkastenvorderwand; aus dieser Figur ist die gemäß vorliegender Erfindung in Anwendung gekommene Einrichtung sowie ein Teil des Schützens und des Schützeneinstellarms ersichtlich.
Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung ohne Schützen und Schützeneinstellarm. Fig. 3 ist eine Vorderansicht eines Teiles derselben mit einer abgeänderten Ausführungsform einer Antriebvorrichtung.
Fig. 4 zeigt eine Oberansicht eines Teiles von Fig. 3.
In Fig. ι und 2 ist 1 die Schützenkastenvorderwand, 2 der Schützen, 3 der Schützeneinstellarm. An die Schützenkastenvorderwand ist bei 5 ein Hebel 4 drehbar angeschlossen, welcher einen Vorsprung 6 besitzt, der durch einen Schlitz 7 in der Wandung der Schützenkasten vorderwand hindurchragt. In der Wand des Schützens ist ein Schlitz 8 in solcher Lage vorgesehen, daß dieser Schlitz bei richtiger Lage des Schützens befähigt ist, den Ansatz 6 des Hebels 4 in sich aufzunehmen, wobei sich die Fläche oder Kante 9 dieses Ansatzes in Berührung mit der Endfläche 10 des Schlitzes 8 befindet. Das Durchstoßen des Ansatzes ,durch den Schlitz 8 vollzieht sich wie folgt:
Ein Stift 11, welcher durch das Ende der Schützenkastenvorderwand 1 hindurchgleitet, endigt' an seinem einen Ende in einem Kopf 12, welcher sich gegen einen Arm 13 des Hebels 4 anlegt. Das andere Ende des Stiftes 11 befindet sich in solcher Lage, daß der Einstellarm 3 gegen dasselbe anstoßen kann, wenn dieser seine Bewegung nach rechts hin ausführt, um den Schützen einzustellen. Während dieser Bewegung verrichtet der Einstellarm zwei Funktionen, indem er erstens den Schützen nach dem rechtsseitigen Ende des Schützenkastens hin stößt und zweitens den Stift 11 in derselben Richtung vorschiebt. Hierbei wird der Ansatz 6 des Hebels 4 veranlaßt, in den Schlitz 8 des Schützens einzutreten, wobei letzterer verhindert wird, in den Kasten hinter jener Lage einzutreten, bei. welcher der Rand 10 des genannten Schlitzes 8 in Berührung mit der Fläche 9 des Ansatzes 6 steht. Die Lage des Schützens wird hierbei nach der einen Richtung hin durch den Einstellarm 3 und nach der anderen Richtung hin durch den Ansatz 6 des Hebels 4 bestimmt und ist diese Bestimmung eine derartig genaue, wie sie für den Spulenwechsel nur wünschenswert erscheint.
Durch eine Feder 14 wird der Hebel 4 in seine normale Lage zurückbewegt, bei welcher der Vorsprung 6 sich außerhalb des Bereiches des Schützens 2 befindet. Andererseits wird der Stift oder Bolzen 11 durch eine Feder 15 in seine normale Lage zurückgeführt.
Fig. 3 und 4 zeigen die Antriebsvorrichtung, durch welche der Anschlag in seine wirksame Lage bewegt wird, unmittelbar nachdem der Schützen am Treiber zum Anschlag gelangt ist, so daß das Zurückprallen des Schützens verhindert wird.
Der Arm 13 des Hebels 4 steht mit dem gabelförmigen Ende des Armes 17 eines Hebels in Eingriff, welcher bei 18 an die Lade 16 drehbar angelenkt ist. Das andere Ende 19 des Hebels erstreckt sich unterhalb der Lade in eine Lage, bei welcher es mit einem Daumen 20 in Eingriff tritt. Dieser Daumen 20 mit Stützstrebe 21 ist in Fig. 4 in Seitenansicht und in Fig. 3 im Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 4 veranschaulicht.
Die Stützstrebe 21 ist an den Brustbaum angeschlossen; der Daumen 20 ist an die Welle 22 drehbar angelenkt. Die Drehung dieser Welle erfolgt durch eine Vorrichtung, welche mit der Einrichtung zur Beeinflussung der Wirkungsweise der Schußfadenergänzungsvorrichtung in Verbindung gebracht ist. Diese Einrichtung bildet indessen keinen wesentlichen Teil der vorliegenden Erfindung. Wenn hierbei der Schußfaden zu ergänzen ist, wird der Daumen aus seiner normalen Lage, die in Fig. 3 durch volle Linien dargestellt ist, in die durch gestrichelte Linien dargestellte Lage gedreht. In Fig. 4 ist der Daumen in einer Lage dargestellt, die sich zwischen den beiden genannten Lagen befindet. Wenn der Daumen in seine normale !°5 Lage gelangt ist, so befindet sich der Arm 19 außer Berührung mit demselben. Ist der Daumen dagegen in die durch gestrichelte Linien dargestellte Lage gedreht, so schlägt der Arm 19 bei der Vorwärtsbewegung der Lade an die schräge Fläche 23 (Fig. 4) des Daumens 20 an und wird'durch dieselbe, nach links bewegt, während sich die Arme 17 und 13 nach rechts bewegen und der Ansatz 6 durch den Schlitz hindurchgestoßen wird. Der Zeitpunkt, an welchem dies geschieht, bestimmt sich durch jenen Punkt in der Bahn der Lade, an welchem die Abschrägung 23 befestigt ist. Für gewöhnlich drückt eine Feder 24 die Hebel 17, 19 gegen den Anschlag 25 an.
Wenn die Abschrägung 23 derartig angeordnet wird, daß der Vorsprung 6 durch den Schlitz
hindurchgestoßen wird, unmittelbar nachdem der Schützen an dem Treiber zum Anschlag gelangt ist, so wird die Entfernung, bis zu welcher der Schützen zurückschnellt, durch den rechtsseitigen Rand des Schlitzes im Schützen, der an die schräge Fläche des Vorsprunges 6 anstößt bzw. entsprechend der Länge des Schlitzes im Schützen begrenzt. Bei dem darauf folgenden Inwirkungtreten des Einstellers wird der Schützen in den Kasten geschoben, bis der Rand io des im Schützen befindlichen Schlitzes an der Fläche 9 des Vorsprunges anstößt.
Die in der Zeichnung dargestellte Gestaltung des Ansatzes 6 ist diejenige, wie sie am zweckmäßigsten erscheint, da sie einen bestimmt begrenzten Anschlag für den Schützen nach der einen Richtung hin herstellt, während beim erfolgten Vortreiben und Bewegen des Schützens in der einen Richtung letzterer den Ansatz 6 aus dem Schlitz 8 herauszustoßen vermag, falls sich genannter Ansatz noch innerhalb des Schlitzes befinden sollte, wenn etwa ein Bruch der Feder 14 eingetreten ist. Der Ansatz 6 könnte jedoch auch eine andere Gestaltung erhalten, beispielsweise die Gestalt eines Keiles, der an beiden wirksamen Kanten leicht abgeschrägt ist, so daß sich beide Seiten, oder Kanten des Ansatzes in Berührung mit beiden Enden des in dem Schützen vorgesehenen Schlitzes befinden, um die Bewegung des Schützens nach beiden Richtungen hin zu verhindern.
Anstatt in der Wandung des Schützens einen Schlitz vorzusehen, könnte an demselben auch eine abgestufte Metallplatte eingelassen . und der Ansatz derartig gestaltet sein, daß er sich mit der Stufe oder dem Absatz der Metallplatte in entsprechendem Eingriff befindet.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsformen der Einrichtung für die Inwirkungsetzung des Ansatzes 6, als hierfür auch irgendeine beliebige andere mechanische Einrichtung vorgesehen sein könnte, ohne daß vom Wesen der Erfindung abgewichen wird.
Wenn die Schützeneinstellungsvorrichtung derartig angeordnet wird, daß sie nur in Wirksamkeit tritt, wenn die Ergänzung des Einschusses stattfindet, so treten der Ansatz 6 und die übrigen Teile der Anschlagvorrichtung ebenfalls nur dann in Tätigkeit, wenn eine Ergänzung des Einschusses vor sich gehen soll. Der Ansatz 6 sowie die Seiten des Schlitzes 8 des Schützens werden hierbei somit nicht einer nennenswerten Abnutzung ausgesetzt.
Es ist ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß der Anschlag oder Vorsprung 6 in Verbindung mit einer Schützeneinstellvorrichtung zur Anwendung gelangt; der Anschlag wirkt nicht derartig, daß er den Schützen in die entsprechende Lage bewegt; er dient vielmehr nur dazu, die Bewegung, die dem Schützen durch den Einsteller erteilt wird, bzw. das Zurückschnellen des Schützens zu begrenzen.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Einstellen des Schützens in seine richtige Lage für Webstuhle mit selbsttätiger Einschußergänzung, bei welcher der Schützeneinstellarm an den Schützen nur in der einen Richtung anstößt, gekennzeichnet durch einen Anschlag (6), welcher mit einem Teil (Öffnung 8, 10) des Schützens bei der Vorwärtsbewegung der Lade in Eingriff bewegt wird, um die Bewegung zu begrenzen, die dem Schützen durch den Einstellarm (3) erteilt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Brustbaum befestigten Hubdaumen (20), durch welchen der Anschlag (6) bei der Vorwärtsbewegung der Lade mit einem Teil des Schützens in Eingriff gelangt, unmittelbar nachdem der Schützen an den Treiber angestoßen hat, um das Zurückschnellen desselben zu verhindern und die Bewegung zu begrenzen, die darauffolgend dem Schützen durch den Schützeneinstellarm (3) erteilt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (6) durch den Schützeneinstellarm bewegt wird, wenn derselbe seine Einstellbewegung ausführt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Daumen (20) beweglich ist, um nur in seine wirksame Lage gebracht zu werden, wenn der Schußfaden zu ergänzen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag
(6) von der Form eines Vorsprungs ist, der an einem Arm (4) befestigt ist, welcher drehbar an der Seite des Schützenkastens sitzt und in Schlitze (7, 8) in der Kastenwand und im Schützen eintritt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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