DE2633368C2 - Anordnung zum Orten und Beschießen eines Zieles - Google Patents
Anordnung zum Orten und Beschießen eines ZielesInfo
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- DE2633368C2 DE2633368C2 DE19762633368 DE2633368A DE2633368C2 DE 2633368 C2 DE2633368 C2 DE 2633368C2 DE 19762633368 DE19762633368 DE 19762633368 DE 2633368 A DE2633368 A DE 2633368A DE 2633368 C2 DE2633368 C2 DE 2633368C2
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Description
nach Patent 26 22 809,
zeichnet, daß
zeichnet, daß
dadurch gekenn-
d) die unterschiedliche spektrale Abstrahlung von Ziel und Rakete im Wärmestrahlungsbereich
ausgenutzt wird, um die Position der Rakete gegenüber einer Referenzrichtung zu bestimmen,
e) die Abbildung der Wärmebildszene mit Hilfe der Ablagesignale laufend derart verschoben
wird, daß die Abbildung der gelenkten Rakete stets in der Mitte des Leuchtschirms erscheint.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Trennung der Raketenleuchtsatzstrahlung
und der Zielstrahlung ein Spektralteiler verwendet wird, der die vom afokalen IR-Objektiv
einfallende Strahlung unterhalb von 3,5 μπι Wellenlänge
gerichtet reflektiert und die Wärmestrahlung zwischen 7,5 μιτι und 14 μΐη Wellenlänge ohne wesentliche
Dämpfung durchläßt, oder umgekehrt.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das abbildende IR-Objektiv als Breitbandobjektiv die Strahlung zwischen 1,5 μιτι und
14 μιτι Wellenlänge durchläßt, das optische Breitbandsystem
für die ausgenutzten Wellenlängenbereiche 1,5 μιτι bis 2,7 μίτι und 7,5 μπι bis 14 μίτι identische
Brennebenen besitzt und Leuchtsatzsensor sowie Wärmebildsensor in einem gemeinsamen Dewargefäß
installiert sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Selektion der Strahlung von Ziel
und Raketenleuchtsatz durch die Wahl von geeigneten Sensormaterialien — z. B. für den Leuchtsatzsensor
von PbS- und für den Wärmebildsensor von CdHgTe-Material — erfolgt und daß zur Vermeidung
von Überstrahlung des Wärmebildsensors im Dewargefäß oberhalb der Sensoroberfläche eine
Filterschicht angebracht ist, die die Leuchtsatzstrahlung unter 3,5 μΐη Wellenlänge reflektiert und die
Strahlung zwischen 7,5 und 14 μΐη Wellenlänge
durchläßt.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtsatzsensor
aus einem an sich bekannten Quadranten-Empfänger besteht.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtsatzsensor als Stabsensor nach Fig.5c aufgebaut ist und der
Winkel {»zwischen 30° und 60° beträgt
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Korrektur von
Verkantungsfehlern zwischen Schwingspiegelachse und Symmetrieachse des Stabsensors nach Fig.5d
ein weiterer Stabsensor aJs Symmetriersensor verwendet
wird.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leuchtsatzsensor
aus vier kreuzförmig angeordneten Stabsensoren besteht und ein um die optische Achse rotierendes
Drehkeilsystem die Koordinaten bildet
9. Anordnung nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gemessene
Abweichung der Leuchtsatzkoordinate zu einer optischen Bezugsachse in an sich bekannter
Weise zur Nachsteuerung der Rakete auf die mit dem Zielmarkenmittelpunkt übereinstimmende optische
Bezugsachse verwendet wird.
25 Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Orten und Beschießen eines Zieles gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Eins Anordnung dieser Art ist Gegenstand des Hauptpatents 26 22 809. Hier stellt die abgeschossene Rakete, nachdem sie in die Goniometerachse eingeführt ist, eine variable Zielmarke des Nachtvisiers dar, die der Richtschütze durch Verschwenken der gesamten Anlage mit dem Zielbild zur Deckung bringen muß. Diese ansonsten durchaus zweckmäßige Anordnung kann jedoch hinsichtlich der Beweglichkeit der Zielmarke für einen im Umgang mit dieser Waffe nicht besonders versierten Schützen eine gewisse Unsicherheit darstellen.
Aus der DE-PS 12 40 298 und der DE-AS 20 41 530 ist eine Raketenwaffe für den Tageseinsatz bekannt Die sichtbare Strahlung dient der Beobachtung von Rakete und Ziel während die IR-Strahlung des Raketentriebwerks für die Berechnung der Ablagespannungen bezüglich der Raketen-Sollflugbahn vorgesehen ist. Diese Berechnung erfolgt mit Hilfe eines Goniometers. Die Spannungen geben die Lage der Rakete relativ zur optischen Achse in metrischen bzw. kartesischen Koordinaten an. Durch einen durch Verschwenken der Anordnung bewirkten Nachführvorgang läßt sich auf diese Weise die Rakete ins Ziel steuern.
Eins Anordnung dieser Art ist Gegenstand des Hauptpatents 26 22 809. Hier stellt die abgeschossene Rakete, nachdem sie in die Goniometerachse eingeführt ist, eine variable Zielmarke des Nachtvisiers dar, die der Richtschütze durch Verschwenken der gesamten Anlage mit dem Zielbild zur Deckung bringen muß. Diese ansonsten durchaus zweckmäßige Anordnung kann jedoch hinsichtlich der Beweglichkeit der Zielmarke für einen im Umgang mit dieser Waffe nicht besonders versierten Schützen eine gewisse Unsicherheit darstellen.
Aus der DE-PS 12 40 298 und der DE-AS 20 41 530 ist eine Raketenwaffe für den Tageseinsatz bekannt Die sichtbare Strahlung dient der Beobachtung von Rakete und Ziel während die IR-Strahlung des Raketentriebwerks für die Berechnung der Ablagespannungen bezüglich der Raketen-Sollflugbahn vorgesehen ist. Diese Berechnung erfolgt mit Hilfe eines Goniometers. Die Spannungen geben die Lage der Rakete relativ zur optischen Achse in metrischen bzw. kartesischen Koordinaten an. Durch einen durch Verschwenken der Anordnung bewirkten Nachführvorgang läßt sich auf diese Weise die Rakete ins Ziel steuern.
Die Aufgabe der Erfindung wird darin gesehen, die gattungsgemäße Anordnung dahingehend zu verbessern,
daß dem Richtschützen auch im Nacht- und Schlechtwettereinsatz eine Zielmarke zur Verfugung
steht, die nach Möglichkeit den Tagverhältnissen entspricht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
im Kennzeichen des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Während der Raketenleuchtsatz im Goniometerspektralbereich um 2 μιτι Wellenlänge vorwiegend abstrahlt, liegt der Schwerpunkt der Abstrahlung des Zieles im 10 μΓη-Bereich. Nach dem Erfindungsgedanken können also Ziel und Rakete eindeutig unterschieden werden, wenn man durch geeignete Spektralfilter und optronisehe Sensoren Ziel- und Leuchtsatzstrahlung trennt und in getrennten Kanälen die jeweiligen Winkelkoordinaten bezüglich eines Referenzkoordinatensystems bildet. Dabei kann man ausnutzen, daß die Rakete kurze Zeit
Während der Raketenleuchtsatz im Goniometerspektralbereich um 2 μιτι Wellenlänge vorwiegend abstrahlt, liegt der Schwerpunkt der Abstrahlung des Zieles im 10 μΓη-Bereich. Nach dem Erfindungsgedanken können also Ziel und Rakete eindeutig unterschieden werden, wenn man durch geeignete Spektralfilter und optronisehe Sensoren Ziel- und Leuchtsatzstrahlung trennt und in getrennten Kanälen die jeweiligen Winkelkoordinaten bezüglich eines Referenzkoordinatensystems bildet. Dabei kann man ausnutzen, daß die Rakete kurze Zeit
26 33 36S
nach ihrem Abschuß durch Lenkanlage auf die Goniometerachse gesteuert ist und die Winkelkoordinaten der
Rakete (bzw. der Goniometerachse) als Bezugsachse verwendet werden kann, und die Winkvlablagen des
Zieles zu dieser Referenzlinie zur Nachsteuerung ausgenutzt wird. Die auf dem Wärmebild der Nachtsichtanlage
dargestellte elektronische Zielmarke wird durch die Position des Leuchtsatz-Bildpunktes gesteuert; der
Zielmarkenmittelpunkt stellt die jeweilige Position der Rakete im Bildfeld dar. Der Richtschütze hat die Aufgabe,
durch Bewegung der gesamten Abschußanlage in Azimut und Elevation das Ziel in den Zielmarkenmittelpunkt
zu steuern.
Beim Abschuß der Rakete muß damit gerechnet werden, daß eine starke Überstrahlung der Wärmebildszene
durch den Raketenleuchtsatz während der ersten Flugzeit der Rakete erfolgt, wenn keine zusätzlichen
Maßnahmen getroffen werden. Nach einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung kann diese
ÜberstrahJung vermieden werden, wenn das oben erwähnte
Spektralfilter zur Trennung von Leuchtsatz- und Zielsirahlung so ausgeführt ist, daß der Detektor
des Nachtsicht-Wärmebildgerätes im wesentlichen nur
Strahlung oberhalb von 3,5 μίτι empfängt und die Strahlung
unterhalb von 3,5 um dem Sensor zur Bestimmung der Raketenposition (Zielmarkennachsteuerung) zugeführt
wird.
Wenn vorteilhafterweise für beide Kanäle ein gemeinsames optisches System Verwendung findet, können
die Sensoren für den 2 μΓη-Bereich und den 10 um-Bereich
in einem gemeinsamen Dewargefäß installiert werden und die spektrale Trennung erfolgt dadurch,
daß im Dewargefäß unmittelbar vor den Sensoranordnungen die jeweiligen Spektralfilter angeordnet sind.
Zweckmäßigerweise wird dann auch die gleiche Abtastanordnung zur Erzeugung des Wärmebildes im 10 μίτι-Bereich
und zur Leuchtsatzpositionsbestimmung im 2 μηνΒεΓεϊϋΙι verwendet.
Um dem Ricntschützen das Nachführen zu erleichtern, kann es zweckmäßig sein, daß die Zielmarke in der
Mitte des auf dem Elektrookular angeordneten Wärmebildes dargestellt wird. Das wird nach einer Ausgestaltung
der Erfindung dadurch gewährleistet, daß x- und y-Ablenkung der Elektronenstrahlröhre durch die Signale
vom Leuchtsatzsensor gesteuert werden und damit das gesamte Wärmebild der Szene verschoben wird,
während die elektronische Zielmarke ortsfest immer die gleiche Position auf dem Elektrookular einnimmt. In
diesem Falle besteht auch die Möglichkeit, die Zielmarke fest auf der Röhre anzubringen, bzw. in der Bildebene
der Betrachtungspolitik zu stationieren.
Wenn man nach dem oben beschriebenen davon ausgeht, daß die Sensoranordnung für Wärmebilderzeugung
(10 μΐη) und die Sensoranordnung für Riketenpositionsbestimmung
in einem einzigen Dewargefäß untergebracht sind, dann ergibt sich auch die Möglichkeit
über den Sensor zur Raketenpositionsbestimmung die Ablage der Rakete zu einer feststehendpn Visierlinie
des Wärmebildgerätes zu bestimmen und diese Ablagesignale, nach entsprechender Aufbereitung in x- und eo
y-Ablagesignale, in die Lenkelektronik der Raketenabschußanlage
einzuspeisen und über den Lenkdraht zur automatischen Nachsteuerung der Rakete zu verwenden.
Da die Nachtkampfentfernung gegenüber der Tagkampfentfernung auf etwa die Hälfte reduziert ist, genügt
die Genauigkeit der Ablagemessung vollkommen, um die Rakete ins Ziel zu steuern. Bei dem letzteren
Vorschlag wird die Nachtsichtanlage mit einer festen Zielmarke bzw. einem fest eingestellten Zielmarkenprojektor
ausgerüstet und der Richtschütze hält, genau wie beim Tageinsatz das Ziel auf dem Zielmarkenmittelpunkt,
die Zielmarkennachführung entfällt. Die zuletzt beschriebene Anlage hat den Vorteil, daß die Nachtortungsanlage
völlig autark von der Tagortungsanlage arbeitet und nur eine Kabelverbindung zur Lenkelektronik
besitzt, über welche die Ablagesignde für die Nachsteuerung der Rakete geführt werden.
Im folgenden werden anhand von Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert, wobei
die in den einzelnen Figuren einander entsprechenden Teile dieselben Bezugszahlen aufweisen. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild der drei für die erfindungsgemäße Anordnung wesentlichen Baueinheiten, Waffe,
Tagsichtgerät mit IR-Goniometer und Nachtsichtgerät,
F i g. 2 eine schematische Darstellung der Wellenlängenabhängigkeit
von
a) Leuchtsatzstrahlung und Zielstrahlung,
b) Detektivität D*rci von PbS- bzw. CdHgTe-Infrarotsensoren
und
c) Durchlaßbereich eines Filters für das Wärmebildgerät
zur Ausblendung der Leuchtsatzstrahlung,
F Ί g. 3 eine schematische Darstellung des Wärmebildes
vom Nachtsichtgerät mit elektronischer Zielmarke, Szenenbild, Raketen- und Zielabbildung,
F i g. 4 eine schematische Darstellung des Nachtsichtgerätes mit gemeinsamem optischem System für die
Wärmebildaufnahme und für den Raketenleuchtsatzsensor sowie gemeinsamem Dewargefäß für Wärmebild-
und Leuchtsatzsensor,
Fig.4b eine schematische Darstellung des Nachtsichtgerätes
mit afokalem Eingang^objektiv für beide Kanäle sowie Trennung von Wärmebild- und Leuchtsatz-Sensorkanal
über ein geeignetes Spektralfilter, mit zwei getrennten Abbildungsobjektiven und Sensorbaugruppen
für Wärmebild- und Leuchtsatzsensoren,
F i g. 5 Ausführungsbeispiele für Leuchtsatz-Sensoranordnungen zur Positionsbestimmung
a) Reihenanordnung von PbS-Sensorelementen,
b) Quadrantensensor,
c) V-förmig angeordnete Stabsensoren,
d) Doppel-V-Stabsensoren,
e) Kreuz/Stabsensoren für Drehkeilabtastung,
F i g. 6 Ausführungsbeispiele für kombinierte Wärmebild/Leuchtsatz-Sensoranordnung
a) Doppelreihenanordnung mit PbS- und CdHgTe-Sensorelementen,
b) Kombination von CdHgTe-Reihenanordnung mit PbS-Stabzellen für die Leuchtsatzpositionsbestimmung
im Nah- und im Fernbereich der Rakete,
Fig. 7 eine schematische Darstellung der automatischen
Zielmarkensteuerung durch den Leuchtsatzpositionssensor und
Fig.8 eine schematische Darstellung der Nachtortungsanlage
mit interner Ablagekoordinatenbildung und Koordinatenumformung zur Erzeugung von Lenksignalen
für die Raketenlenkung.
Aus F i g. 1 geht hervor, daß das Tagsichtgerät 1 in herkömmlicher Weise ein integriertes IR-Goniometer 2,
den Einblick 3 und das Visier 4 aufweist. Es ist starr mit der Waffe 5 und bedarfsweise auch starr mit dem nach
dem Prinzip der Wärmebildtechnik arbeitenden Nachtsichtgerät
6 mit dem Einblick 3' verbunden. Der Doppelpfeil 7 symbolisiert die Verstell- bzw. Abtastmöglichkeit
im Azimut und der Doppelpfeil 8 diejenige in der Elevation. Tag- und Nachtsichtgerät müssen dabei so
genau ausgerichtet sein, daß sich das einzufangende Geschoß 9, z. B. eine Rakete, zusammen mit dem zu bekämpfenden
Ziel im Bildfeld des Monitors 10 bzw. 10' befindet. In diesem Fall ist gewährleistet, daß der Richtschütze
durch Nachführen der gesamten Anlage Ziel- ι ο und Raketenbild miteinander zur Deckung bringen
kann, um auf diese Weise den Vorgang der an sich selbst ins Ziel steuernden Rakete 9 zu unterstützen. Einer
eventuellen Obersteuerung wird durch — in der Zeichnung allerdings nicht dargestellte — mechanische oder
hydraulische Dämpfungselemente vorgebeugt.
In Fig. 2 sind schematisch die Intensitäten der Schwarzkörperstrahlung von Raketenleuchtsatz und
Ziel (Fig.2a) die Detektivitäten D*ft·/der ausgesuchten
Detektormaterialien PbS (Leuchtsatzstrahlung) und CdHgTe (Zielstrahlung) zusammen mit der Transmission
eines Spektralfilters als bezogene Größen über der Wellenlänge A aufgetragen. Fig.2a zeigt, daß die
Leuchtsatzstrahlung (11) als Schwarzkörperstrah'ung mit der Schwarzkörpertemperatur von ca. 1500 K das
Maximum seiner Abstrahlung bei ca. 2 μηι Wellenlänge
besitzt und im Bereich des 3. IR-Fensters von 7,5 bis 12,5 μπι auf unter 10% des Maximalwertes abgefallen
ist, während die Wärmeeigenstrahlung (12) eines mäßig
aufgewärmten Zielfahrzeuges mit ca. 300 K das Maximum seiner Abstrahlung in diesem Fenster besitzt und
bei 2 μπι Wellenlänge fast auf Null abgesunken ist.
Beim Vergleich von F i g. 2a mit der relativen Defektivität
des PbS-Leuchtsatz-Sensors (13) und des Wärmebildsensors (14) in F i g. 2b zeigt sich, daß eine Ausfilterung
der Zielstrahlung für den Leuchtsatzsensor nicht erforderlich ist, während bei dem Wärmebildsensor der
Einbau eines Hochpaßfilters nach (15) in Fig. 2c sinnvoll ist, weil bei einer Ausfilterung der intensiven
Leuchtsatzstrahlung unterhalb von 3 bis 6 μίτι Wellenlänge
durch ein Filter der Durchlaßcharakteristik (15) im optischen Strahlengang des Wärmebildgerätes eine
Überstrahlung des Wärmebildes vermieden werden kann.
F i g. 3 zeigt schematisch die Wärmebildszene, die dem Richtschützen nach dem Abschuß der Rakete und
dem automatischen Ausrichten der elektronischen Zielmarke auf Goniometerachse am Einblick 3 (Fig. 1) angeboten
wird, mit der Rakete (17) in der Mitte der elektronischen Zielmarke (16) und dem Ziel (18). Der Riehtungspfeil
(19) zeigt an, daß der Richtschütze durch Schwenkung der Raketenabschußanlage die Zielmarke
(16) auf das Ziel (18) ausrichten muß, um die Rakete (17) ins Ziel (18) zu steuern. Dabei wird im nicht dargestellter
Weise die dargestellte Szene so verschoben, daß Zielmarke (16) und Rakete (17) in Sehfeldmitte ausgerichtet
bleiben und bei dem dargestellten Beispiel die übrige Szene solange nach rechts oben verschoben wird, bis
das Ziel im Zielmarkenmittelpunkt positioniert ist
In F i g. 4a ist schematisch das Nachtsichtgerät (6) mit automatischer Zielmarkennachführung dargestellt, wobei
Leuchtsatzsensor und Wärmelbildsensor in einem gemeinsamen Dewargefäß (20) untergebracht sind und
das optische System, bestehend aus einem afokalen Vorderglied (21) und einem abbildenden Objektiv (22), für
Leuchtsatz- und Zielstrahlung optimal ausgelegt ist und der Schwingspiegel (23) in der aus der Wärmebildtechnik
bekannten Art eine azimutale Abtastung der Szene vornimmt. Schwenkbewegung und Schwenkrichtung
sind durch den Doppelpfeil (24) dargestellt. Das nicht dargestellte Sperrfilter für den Wärmebildreihensensor
ist im Dewargefäß 20 unmittelbar vor dem Sensor angeordnet.
Fig.4b zeigt eine weitere Ausführungsform des Nachtsichtgerätes 6 (Fig. 1) mit dem afokalen System
21 und dem azimutalen Schwingspiegel 23. Bei dieser Ausführung erfolgt die Trennung von Leuchtsatz- und
Zielstrahlung durch das unter 45° gegen die optische Achse geneigte Spektralfilter 25 mit der in Fi g. 2c dargestellten
Filtercharakteristik 15, wobei die langwellige Strahlung 26 ungedämpft durchtritt und über das abbildende
Objektiv 22' auf dem Wärmebildsensor 27 abgebildet wird, während die kurzwellige Leuchtsatzstrahlung
(28) ungeschwächt unter 90° reflektiert und über das abbildende Objektiv 22" auf dem Leuchtsatzsensor
29 abgebildet wird. Die weitere Signalverarbeitung ist in F i g. 4a und 4b nicht dargestellt.
F i g. 5a bis e zeigt Möglichkeiten der Ausbildung des Leuchtsatzsensors zur Bestimmung der Winkelposition
der Rakete bezüglich einer Referenzrichtung des Nachtsichtgerätes 6 (F i g. 1). In F i g. 5a ist als einfachste
Ausführung eines Leuchtsatzpositionssensors eine Reihenanordnung von η Sensoren 30 dargestellt, welche
mittels des Schwenkspiegels 23 (F i g. 4) im Azimut über
dem Sehfeld mit der Leuchtsatzabbildung periodisch hinweggeschwenkt wird und bei dem der Elevationssehfeldwinkel
durch die Winkelausdehnung der Sensorreihe im Sehfeld des IR-Objektives (29") vorgegeben ist.
Die Leuchtsatzposition ergibt sich in x-Richtung aus dem Zeitpunkt U zu dem die Sensorenreihe über den
Leuchtschirmpunkt hinweggeschwenkt wird, die y-Position aus der Numerierung des Sensors, der das Leuchtsatzsignal
empfangen hat. Bei dem bekannten Verfahren nach F i g. 5b mit einem Quadrantenempfänger (31)
ist letzterer außerhalb der Brennebene des IR-Objektivs (22") angeordnet und dadurch der Leuchtsatzpunkt
als Kreisscheibe (32) abgebildet, deren Strahlung sich proportional auf die 4 Quadranten I bis IV des Quadrantenempfängers
(31) verteilt und zwar konzentrisch, wenn sich der Leuchtsatz auf der Visierlinie befindet
und exzentrisch bei Winkelablage gegenüber dieser Visierlinie. Durch Summen/Differenzvergleich der Signale
gegenüberliegender Quadranten läßt sich die Winkelabweichung im Sehfeld hinreichend genau bestimmen.
Bei dem in F i g. 5c dargestellten, aus der IR-Trackertechnik
bekannten Verfahren, sind zwei stabförmig ausgebildete Sensoren (33) unter einem Winkel φ zueinander
geneigt angeordnet, wobei in der Praxis der Winkel φ zwischen 30° und 60° gewählt wird und die Anordnung
symmetrisch zum Sehfeldmitteipunkt (34) und zur Symmetrieachse (35) erfolgt. Durch die Abtastbewegung
des Schwingspiegels 23 (F i g. 4) wird der Leuchtsatzpunkt (36) in der durch den Doppelpfeil (37) schematisch
dargestellten Richtung über das Sehfeld des IR-Objektivs geführt und beim Überstreichen der Stabzellen
(33) werden zwei kurze steile Impulse erzeugt. Es ist leicht einzusehen, daß bei Kenntnis der Überstreichgeschwindigkeit
des Bildpunktes durch Messung der Zeitdifferenz At zwischen den beiden elektrischen Impulsen
die Winkelposition des Leuchtsatzes gegenüber der Visierlinie (34) des Leuchtsatzsensors in x- und y-Richtung
hinreichend genau bestimmt werden kann. In der Darstellung nach F i g. 5c hat der Leuchtsatzsensor
zwei Sehfeldwinkel, einen Grobbereich mit den Stabsensoren (33') für die Anfangsphase der Raketenlenkung
und einen Feinbereich mit den Stabsensoren (33)
für die Endphase mit weit entfernter Rakete und kleinem Sehfeldwinkel. Den gleichen Effekt kann man mit
einem einzigen Stabsensorpaar und Brennweitenumschaltung beim afokalen optischen System (21) erzielen.
Die Sensoranordnung nach Fig.5c hat den Nachteil,
daß bei einer Verkantung der Schwingachse der Schwingspiegel (23) Fehler bei der x- und y-Koordinatenbestimmung
auftreten. Dieser Verkantungsfehler kann kompensiert werden, wenn nach F i g. 5d die Symmetrieachse
(3) durch einen weiteren Stabsensor (38) markiert wird. Die Verkantung ist Null, wenn Δΐ\ = Jt2
wird; bei Δ\.\ = Δ\.ϊ kann aus der Zeitdifferenz
Au — Δ\.ι = ΔΧη auf den Verkantungswinkel zwischen
Schwingachse und Symmetrieachse (35) bzw. (38) geschlossen werden und durch Koordinatentransformation
die exakten Winkelwerte bezüglich dem x, y-Koordinatensystem
rechnerisch ermittelt werden. Bei dem Verfahren nach F i g. 5e sind in bekannter Weise vier
Stabsensoren im rechten Winkel zueinander angeordnet; sie bilden ein Kreuz (39). Die Abtastung des Sehfeldes
erfolgt über einen rotierenden optisch transparenten Drehkeil, der entweder im parallelen Strahlengang
vor dem Objektiv 22 (Fig.4) oder im konvergenten Strahlengang des Objektives (22") vor dem Sensor (29)
angeordnet ist und mit der optischen Achse als Rotationsachse rotiert. Es ist bekannt, daß in der Bildebene
ein Punkt (36) auf einem konzentrischen Kreis (40) mit der Rotationsgeschwindigkeit des Drehkeiles rotiert,
wenn sich das abgebildete Punktziel auf der optischen Achse des Systems befindet, und daß sich der Bildpunkt
(36) auf einem exzentrischen Kreis (14) bewegt, wenn eine Ablage gegenüber der optischen Achse besteht.
Durch Messung der Zeitdifferenz zwischen den elektrischen Impulsen, die durch den rotierenden Punkt bei
den Stabzellen erzeugt werden, können wieder eindeutig die x- und y-Winkelablagen bestimmt werden. Bei
diesem Verfahren ist es erforderlich, daß die Spektralteilung in nicht dargestellter Weise vor dem Schwingspiegel
(23) erfolgt und daß über diesen nur die Strahlung für den Wärmebildkanal abgetastet wird.
F i g. 6a und 6b zeigen die Anordnung des kombinierten Wärmebild/Leuchtsatzsensors (20) in der Systemanordnung
nach F i g. 4a mit einer Breitbandoptik (21) und (22) für beide Spektralbereiche und einem gemeinsamen
Dewargefäß (20). In F i g. 6a sind zwei Reihenanordnungen (42) und (43) mit m bzw. η Einzelelementen auf einer
Trägerplatte (44) kombiniert, wobei die Anordnung (42) für den Leuchtsatzspektralbereich um 2 μΐη Wellenlänge
und die Anordnung (43) für den Wärmebildbereich von 7,5 bis 12,5 μΐη ausgewählt ist. Zur Vermeidung von
Überstrahliing durch den Leuchtsatz ist unmittelbar auf
die Sensorfläche ein geeignetes Interferenzfilter (45) angebracht, das die kurzwellige Strahlung in der nach
F i g. 2 beschriebenen Weise reflektiert In F i g. 6b sind Stabzellen (33) für den Leuchtsatzsensor und Reihensensoren
(43) für die Wärmebilddarstellung auf einer Trägerplatte (44) kombiniert Durch das beschriebene
Interferenzfilter (45) wird die Oberstrahlung des Wärmebildsensors
vermieden. Der Wärmebildsensor (43) kann jedoch für den Leuchtsatzsensor als Symmetriesensor
(38) verwendet werden, wie in Fig.5d dargestellt
und oben beschrieben wurde.
In F i g. 7 ist schematisch die Gev/innung der Leuchtsatzkoordinaten
bezogen auf eine Referenzrichtung, die Erzeugung der Zielmarke auf dem Leuchtschirm des
Elektrookulars und die Verschiebung des Wärmebildes bezogen auf die Zielmarke dargestellt Die von links in
das IR-Objektiv (21) einfallende Strahlung (46) von Ziel, Zielumgebung und Raketenleuchtsatz wird durch den
Schwingspiegel (23) umgelenkt und in dem Spektralteiler (25) in einen langwelligen Anteil (26) für die Wärmebilddarstellung
und einen kurzwelligen Anteil (28) für die Raketenablagekoordinatenbildung aufgeteilt. Die
langwellige Strahlung (26) wird über das abbildende Objektiv (22') auf der Sensorreihenanordnung (27) mit η
Einzelsensoren abgebildet. Die an den Ausgängen der η Sensoren parallel anstehenden elektrischen Signale
ίο werden in den η Vorverstärkern (46) auf einen verarbeitbaren
Signalpegel angehoben und in dem elektronischen Multiplexer (47) in ein Seriensignal umgewandelt,
das über einen Videoverstärker (48) zur Helligkeitsmodulation des Elektronenstrahls einer Kathodenstrahlröhre
(kurz CRT) verwendet wird. Vom Multiplexer wird ein Signal dem y-Ablenkverstärker (50) für die
CRT (49) zugeleitet um ein der elektronischen Abfrage der Vorverstärkerausgänge durch den Multiplexer (47)
synchrone /-Ablenkung des Elektronenstrahls der CRT
(49) zur Wärmebilddarstellung zu erreichen. Zur Erzeugung der x-Ablenkspannung wird in bekannter Weise
die momentane Winkelposition des Schwingspiegels (23) in dem Winkelpositionsgeber (51) in ein elektrisches
Signal umgewandelt, das über den ^-Ablenkverstärker
(52) der *-Ablenkelektrode der CRT (49) zugeführt wird. In dem elektronischen Zielmarkenerzeuger (53)
wird eine elektronische Zielmarke erzeugt, die periodisch mit der Bildfolgefrequenz erzeugten Zielmarkensignale
werden dem Videosignal überlagert und ebenfalls zur Helligkeitssteuerung des Elektronenstrahls der
CRT (49) verwendet. Dabei werden die Signalimpulsgruppen der Zielmarke in nicht dargestellter Weise mit
der Winkelposition des Schwingspiegels (23) so synchronisiert, daß die elektronische Zielmarke eine festgelegte
Lage auf dem Leuchtschirm (54) der CRT (49) erhält. Zweckmäßigerweise wird der Zielmarkenkreuzungspunkt
in die Mitte des Leuchtschirmes (54) verlegt und im statischen Fall, wenn die Rakete nicht abgeschossen
ist und keine Leuchtsatzstrahlung empfangen wird, mit der optischen Achse (46) des afokalen optischen
Systems übereinstimmen; es kann aber auch im Bedarfsfalle jede andere Zuordnung zwischen optischer
Achse (46) und Zielmarkenkreuzungspunkt gewählt werden. In diesem statischen Zustand, wenn der Leuchtsatzsensor
(29) keine Signale empfängt, wird man zweckmäßigerweise zur Einleitung des Bekämpfungsvorganges das Ziel in Zielmarkenmitte halten. Kurze
Zeit nach dem Abschuß der Rakete zur Bekämpfung des Zieles, wenn die Rakete mit ihrem Leuchtsatz in das
Sehfeld des Nachtsichtgerätes 6 (F i g. 1) eingeschwenkt ist empfängt der Sensor (29) über den Strahlteiler (25)
und das abbildende Objektiv (22") die Leuchtsatzstrahlung und stellt die Abweichung der Raketenposition gegenüber
der optischen Achse (46) fest. In dem Koordinatenwandler (55) wird diese Winkelablage in x- und
y-Winkelablage gegenüber einem kratesischen Bezugskoordinatensystem umgewandelt. Das x-Ablagesignal
wird in dem x-Ablageverstärker (56) auf einen winkelproportionalen
Wert gebracht und über den x-Ablenkverstärker (52) auf die x-Ablenkplatte der CRT (49) gegeben,
wobei die Richtung und Amplitude des überlagerten Korrektursignals so gewählt wird, daß die gemessene
x-Abweichung des Leuchtsatzbildpunktes gegenüber der Zielmarke in x-Richtung kompensiert wird.
In gleicher Weise wird mit dem y-Ablagesignal verfahren,
das durch den y-Ablageverstärker (57) auf einen winkelproportionalen Wert gebracht wird und über den
/-Ablenkverstärker (50) der /-Ablenkplatte der CRT
(49) zugeführt wird und eine Verschiebung der Wärmebildszene in y-Richtung zu Kompensation der y-Ablage
•benutzt.
Bei optimaler Auslegung des Steuerkreises wird während des gesamten Fluges die Rakete in Zielmarkenmittelpunkt
abgebildet, bei Abweichung der Zielposition von der Raketenposition wird das Ziel außerhalb dargestellt
und muß durch Ausrichtung der Lenkanlage in den Zielmarkenmittelpunkt gesteuert werden.
In Fig.8 ist ein Nachtsichtgerät (6) mit Leuchtsatz-.sensor
nach Fig.4a schematisch dargestellt, bei dem der Leuchtsatzsensor in dem kombinierten Dewargefäß
(57) für Wärmebild- und Leuchtsatz-Sensoranordnung als IR-Goniometer für eine unabhängig von der Tagortungsanlage
arbeitendes autarkes Nachtortungsgerät verwendet wird. Bei diesem Verfahren, das auch bei
einem System nach Fig.4b verwendet werden kann, wird das Signal vom Leuchtsatzpositionssensor in dem
Koordinatenwandler (55) in x- und y-Ablagesignale der
Rakete von der Visierlinie (46) des Nachtsichtgerätes (6) umgewandelt und in dem Ar-Ablenkverstärker (56) und
dem y-Ablenkverstärker (57) in ablagewinkelproportionale
elektrische Signale umgewandelt, die über eine Interface-Elektronik (58) und eine Steckverbip/jng (59) in
die Lenkelektronik (60) eingespeist wird, die auch eine Steckerverbindung (61) zur Tagortungsanlage (1) besitzt.
In der Lenkanlage werden die Ablagesignale in Steuerimpulse für die Lenkung der Rakete (9) auf Zieldeckungskurs
aufbereitet.
F i g. 9 zeigt das Wärmebild der Nachtszene mit dem Zielmarkenkreuz (16) und dem Ziel (18) im Zielmarkenmittelpunkt
Die Handhabung der Abschußanlage mit dem Nachtortungsgerät ist die gleiche, wie bei der Verwendung
der Tagortungsanlage.
35
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
40
45
50
«0
*5
Claims (1)
1. Anordnung zum Onen und Beschießen eines Zieles, die
a) im Tageseinsatz aus einer Abschußanlage mit Visier, Einblick und IR-Goniometer besteht, das
aufgrund unterschiedlicher spektraler Abstrahlung von Ziel und Rakete über die Ablagesigna-Ie
der Rakete deren Position gegenüber der Visierlinie bestimmt,
b) im Nacht- oder Schlechtwettereinsatz auf ein nach dem Prinzip der Wärmebildtechnik arbeitendes
Nacht- und Beobachtungsgerät vorausgerichtet wird, in dessen Sehfeld die Position
der abgefeuerten RakeJe auf dem Leuchtschirm als Zielmarke dargestellt »vird und
c) mit Hilfe eines Richtschützen die Rakete durch Nachführen der Abschußanlage ins Ziel führt,
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|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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| DE2633368A1 (de) | 1978-01-26 |
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