DE2631906C2 - Metallpulvermischung zur Herstellung von Zahnamalgam durch Verreiben mit Quecksilber - Google Patents

Metallpulvermischung zur Herstellung von Zahnamalgam durch Verreiben mit Quecksilber

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Description

Die Erfindung geht aus von einer Metallpulvermischung zum Herstellen von Zahnamalgam der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Gattung. Eine solche Metallpulvermischung mit einer durchschnittlichen Teilchengröße der Pulverpartikel von weniger als 100 μιη, bestehend aus einem ersten Pulver aus einer amalgamierbaren Silber-Zinn-Legierung und einem zweiten Pulver aus einer nicht amalgamierbaren Silberlegierung ist bereits aus der US-PS 33 05 356 bekannt. Dabei ist die nicht amalgamicrbare Legierung zinnfrei, während die amalgamierbare Legierung maximal 25% Zinn enthält.
Die aus der US-PS 33 05 356 bekannte Metallpulvermischung führt zu einem Zahnamalgam, welches als Folge seiner inneren Porosität sowie als Folge seiner Neigung zur Rißbildung zwischen den Gefügephasen eine ungenügende Druckfestigkeit sowie eine ungenügende Zähigkeit aufweist
Aus der US-PS 38 41 860 ist ein für dia Zahnamalgamherstellung bestimmtes Pulvergemisch aus mindestens zwei amalgamierbaren Silberlegierungen mit to Kupfer und Zinn als Zwangskomponenten bekannt, wobei eine dieser Silberlegierungen mit mindestens 15% Kupfer wenigstens 50% des Pulvergemisches ausmachen muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zur is Herstellung von Zahnamalgam geeignete Metallpulvermischung der aus der US-PS 33 05 356 bekannten Gattung so zu verbessern, daß Zahnamalgame mit gesteigerter Druckfestigkeit und verbesserter Zugfestigkeit erreicht werden können.
Diese Aufgabe wird durch die im Hauptanspruch angegebene Metallpulvermischung gelöst
Diesem Patentanspruch zufolge betrifft die Erfindung eine Metallpulvermischung mit einer durchschnittlichen Teilchengröße der Pulverpartikel von weniger als 100 μπι zur Herstellung von Zahnamalgam durch Verreiben mit Quecksilber, bestehend zu 55 bis 90% aus einem ersten Pulver aus einer amalgamierbaren Silber-Zinn-Legierung und zu 10 bis 45% aus einem zweiten Pulver aus einer nicht amalgamierbaren Silberlegierung. Erfindungsgemäß besteht die amalgamierbare Legierung aus 26 bis 26% Zinn, 2 bis 4% Kupfer, 0 bis 2% Zink und Silber als Rest und die nicht amalgamierbare Legierung aus 1 bis 20% Zinn und 5 bis 50% Cadmium oder 5 bis 50% Zink oder 5 bis 50% Aluminium oder Kupfer oder Kupfer in Kombination mit bis zu 30% Indium und Silber als Rest besteht, wobei das Kupfer in jedem Fall in einer solchen Menge vorliegt, daß das Verhältnis von Silber zu Kupfer 2,6 zu 1 beträgt und eine eutektische Kupfer-Silber-Legierung vorliegt
Der mit Hilfe der Erfindung erzielbare technische Fortschritt ergibt sich aus den verbesserten mechanischen Eigenschaften, wie im weiteren anhand von Vergleichsversuchen dargelegt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform enthält die amalgamierbare Legierung 1 bis 2% Zink. Ferner hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, daß die Metallpulvermischung zu 65 bis 75% aus dem ersten Pulver, also der amalgamierbaren Silber-Zinn-Legierung und zu 25 bis 35% aus dem zweiten Pulver, als der nicht amalgamierbaren Silberlegierung besteht. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält die nicht amalgamierbare Legierung 2 bis 10% Zinn.
Eine bevorzugte Verwendung der Metallpulvermischung nach der Erfindung führt zu einem Zahnamalgam, welches zu 40 bis 60% aus Quecksilber, zu 22 bis 54% aus der amalgamierbaren Legierung und zu 4 bis 27% aus der nicht amalgamierbaren Legierung besteht, wobei die nicht amalgamierbare Legierung in Form einer diskreten Dispersionsphase mit einer Teilchengröße von weniger als 100 μιη innerhalb einer von der amalgamierbaren Legierung gebildeten Matrix vorliegt.
Bei der nicht amalgamierbaren Legierung kann es b5 sich um eine hochfeste Silberlegierung handeln, die vorzugsweise eine eutektische Mischung mit 1 bis 20, vorzugsweise 2 bis 10% Zinn ist. Ein Beispiel für eine solche Legierung ist eine eutektische Silber-Kupfer-Legierung
aus 72% Silber und 28% Kupfer in Kombination mit dem Zinnlegierungsbestandteil, die ein Silber-zu-Kupfer-Verhältnis von etwa 2,6 zu 1 aufweist
Die obengenannte eutektische Silber-Kupfer-Legierung kann zusätzlich in Kombination mit dem Zinnbestandteil außerdem noch bis zu 30% Indium enthalten. Weitere Legierungszusammensetzungen, die sich für die Herstellung der nicht amalgamierbaren Legierung eignen, sind Silber-Cadmium-Legierungen mit 5 bis 50% Cadmium, Silber-Zink-Legierungen mit 5 bis 50% Zink und Silber-Aluminium-Legierungen mit 5 bis 50% Aluminium, wobei jede der obengenannten Legierungen eine kontrollierte Menge Zinn in einer Menge von t bis zu 20% enthält. Unter den obengenannten Legierungen ist die eutektische Silber-Kupfer-Legierung (72% Silber und 28% Kupfer) mit 4 bis 10% Zinn besonders vorteilhaft und stellt die bevorzugte nicht amalgamierbare Legierung dar.
Die Pulverteilchen haben vorzugsweise eine kugelförmige Gestalt und eine durchschnittliche Teilchengröße von weniger als 100 μπι, wobei ein Größenbereich von etwa 5 bis etwa 45 μπι besonders vorteilhaft ist. Die Pulverzusammensetzungen können leicht hergestellt werden durch Mikrogießen einer geschmolzenen Masse der Legierung, beispielsweise durch Flüssigkeitszerstäubung (Fluidzerstaubung), Gaszerstäubung, luftloses Versprühen und Zentrifugenfragmentierung, um so eine Unterteilung der geschmolzenen Masse in eine Vielzahl von feinen Flüssigkeitströpfchen zu erzielen, die praktisch die gleiche Zusammensetzung haben. Ein Gaszerstäubungsverfahren, das sich für diesen Zweck als besonders geeignet erwiesen hat, ist in der US-Patentschrift 32 53 783 beschrieben. Pulverteilchen einer unregelmäßigen Gestalt können auch auf mechanischem Weg, beispielsweise durch Zerspanen, Feilen, Abdrehen u.dgl. eines Blockes der gewünschten Legierungszusammensetzung, hergestellt werden, die anschließend gesiebt werden, um Teilchen innerhalb des gewünschten Teilchengrößenbereiches zu gewinnen, wobei jedoch diese Methode weniger vorteilhaft ist.
In der Gaszerstäubungsvorrichtung, wie sie in der obengenannten US-Patentschrift näher beschrieben ist, entsteht ein geschmolzener Strom der Metallegierung, der als Folge des Aufpralls eines konisch geformten Gaswirbels zerstäubt wird, wobei anschließend die dabei erhaltenen Tröpfchen allmählich erstarren, wenn sie durch eine Kühl- und Sammelkammer nach unten fallen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird zum Zerstäuben des Pulvers ein im wesentlichen inertes Gas, z. B. ein im wesentlichen trockenes Argon-, Stickstoffoder Heliumgas, verwendet und dieses wird auch als Kühlmedium innerhalb der Sammelkammer verwendet, um so die Bildung von unerwünschten Oxiden auf den Teilchenoberflächen zu verhindern oder minimal zu halten. Als Zerstäubungs- und Sammelmedium kann auch Luft verwendet werden, wobei es jedoch in der Regel bevorzugt ist, das dabei erhaltene Pulver einer Nachbehandlung zu unterziehen, bei der die Pulverteilchen in einer reduzierenden Atmosphäre, beispielsweise in einer Wasserstoffatmosphäre, erhitzt werden, um die vorhandenen Oxide zu reduzieren. Die gesammelten Pulverteilchen werden einer Vorsiebung unterworfen, bei der Teilchen des gewünschten Teilchengrößenbereiches entfernt werden und der Rest im Kreislauf zurückgeführt wird.
Geeignete Mengenanteile der amalgamierbaren Legierung und der nicht amalgamierbaren Legierung werden mechanisch miteinander gemischt unter Bildung einer im wesentlichen einheitlichen Mischung, in welcher der nicht amalgamierbare erste Bestandteil 10 bis zu 45% ausmachen kann und vorzugsweise so gesteuert wird, daß sein Anteil innerhalb eines Bereiches von 25 s bis 35% liegt. Mengen der nicht amaigamierbaren Legierung von weniger als 10% sind unbrauchbar wegen der verhältnismäßig niedrigen Konzentration der diskreten Phasen, die in dem daraus erhaltenen Dentalamalgam vorhanden sind, wodurch schlechtere als optimale mechanische Eigenschaften erzielt werden. Andererseits sind Mengen der nicht amalgamierbaren Legierung von mehr als 45% der Pulvermischung ebenfalls zu vermeiden wegen der proportionalen Abnahme des Volumens der kontinuierlichen Phase oder Matrix, die is während der Amalgamierungsreaktion zwischen dem Quecksilber und der amaigamierbaren Legierung entsteht, wodurch ebenfalls die Erzielung von optimalen mechanischen Eigenschaften verhindert wird. Aus diesem Grund wird der Mengenanteil der nicht amalgamierbaren Legierung so gesteuert, daß er innerhalb des obengenannten Bereiches liegt, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der zum Vermischen (Zerreiben) mit der Pulvermischung zu verwendenden Quecksilbermenge, wobei beste Ergebnisse in der Regel dann erzielt wer-2s den, wenn die Konzentration der nicht amalgamierbaren Legierung so eingestellt wird, daß sie innerhalb eines Bereiches von 25 bis 35% der Pulvermischung liegt Ungeachtet der spezifischen Zusammensetzung der nicht amalgamierbaren Legierung stellt deren Zinnbestandteil ein kritisches Legierungselement für die Erzielung der Vorteile der vorliegenden Erfindung dar. Zinnmengen von weniger als etwa 1% sind unbrauchbar wegen der nur geringfügigen Verbesserung, die in bezug auf die Beständigkeit gegen Beeinträchtigung (Abbau) der Pulvermischung bei der Lagerung über längere Zeiträume hinweg vor der Amalgamierung erzielt wird. Andererseits sind Zinnmengen von mehr als 20% ebenfalls unbrauchbar wegen der erhöhten Amalgamierungsneigung der Pulverteilchen bei derart hohen Zinngehalten.
Im allgemeinen erhält man durch Einstellung des Zinngehaltes auf einen Wert innerhalb eines Bereiches von 2 bis 10% eine nahezu unbegrenzte Haltbarkeit (Lagerfähigkeit) der Pulvermischung ohne irgendeine feststellbare Beeinträchtigung (Abbau) und außerdem wird dadurch gewährleistet, daß hochfeste Bindungen zwischen den nicht amalgamierbaren Teilchen und der amalgamierten Silber-Quecksilber-Matrix erzielt werden, ohne sichtbare Bildung von Hohlräumen, Rissen so oder Poren in der Nähe der Oberflächen der nicht amalgamierbaren Teilchen. Obgleich der spezielle Mechanismus, nach dem die kontrollierte Zugabe von Zinn zu dem nicht amaigamierbaren Legierungspulver zu einer Verbesserung der Haltbarkeit (Lagerfähigkeit) der PuI-Vermischung und der daraus hergestellten Amalgame führt, derzeit noch nicht völlig geklärt ist, wird angenommen, daß die Zugabe von kontrollierten Mengen Zinn die Bindung oder Legierung der nicht amalgamierbaren Teilchen an die kontinuierliche Matrix, die im wesentlichen aus einem Silber-Quecksilber-Amalgam besteht, unterstützt. Es wird auch angenommen, daß der Zinnbestandteil eine Beeinträchtigung (einen Abbau) der Pulverteilchen bei Lagerung über längere Zeiträume hinweg verhindert und daß aufgrund der größeren Löslichkeit desselben in Quecksilber im Vergleich zu Kupfer beispielsweise die chemische Bindung der diskreten Teüchenphasen an die im wesentlichen kontinuierliche Amalgammatrix weiter verbessert wird.
Das Vermischen (Zerreiben) der Pulvermischung mit ♦0 bis zu 60, vorzugsweise 46 bis 50% Quecksilber wird auf eine Weise durchgeführt, wie sie in der Dentalpraxis an sich allgemein bekannt und anerkai nt ist Das dabei erhaltene Amalgam härtet innerhalb weniger Minuten aus, und die Amalgamierungsreaktion ist nach einer Dauer von etwa 24 Stunden im wesentlichen beendet Die dabei erhaltenen Amalgame erreichen ihre maximale Festigkeit nach etwa 7tägiger Alterung.
Nach den vorstehenden Angaben erhält man durch Amalgamierung einer 10 bis zu 45% der nicht amalgamierbaren Legierung enthaltenden Mischung mit Quecksilber ein Amalgam, das aus 40 bis zu 60% Quecksilber. 22 bis 54% des amalgamierbaren Pulvers, das zusammen mit dem Quecksilberbestandteil eine kontinuierliche Matrix von intermetallischen Verbindungen von Quecksilber und Silber bildet und worin geringere Mengen an intermetallischen Verbindungen von Zinn, Kupfer und Zink, falls sie vorhanden s,lnd, die kontinuierliche Amalgamphase bilden, und 4 bis zu 27% nicht amalgamierbaren Teilchen besteht, die innerhalb der kontinuierlichen Phase in Form von diskreten diskontinuierlichen Phasen aus den nicht amalgamierbaren Pulverteilchen verteilt sind. Wenn der Quecksilbergehalt so eingestellt wird, daß er innerhalb des bevorzugten Bereiches von 46 bis zu 50% des Amalgams liegt, liegt die Konzentration des amalgamierbaren Pulvers in Form der kontinuierlichen Amalgamphase innerhalb des Bereiches von 27,5 bis zu 48,6%, während die Konzentration der diskreten diskontinuierlichen Phase aus den nicht amalgamierbaren Pulverteilchen innerhalb des Bereiches von 5 bis zu 243% liegt
Durch das folgende Beispiel und die darin enthaltenen Vergleichsdaten wird das erfindungsgemäße, verbesserte Dentalamalgam näher erläutert, es sei jedoch darauf hingewiesen, daß die Erfindung keineswegs darauf beschränkt ist.
Beispiel
Drei Legierungspulver auf Silberbasis mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 25 μπι wurden durch Gaszerstäubung hergestellt Die nominelle Zusammensetzung dieser Pulverproben, nachfolgend mit A, B und C bezeichnet, ist in der folgenden Tabelle I angegeben.
Tabelle I
Legierungspulverzusammensetzung
schung hergestellt, nachfolgend als Mischung D bezeichnet die einer gemäß dem Stand der Technik, wie in der US-Patentschrift 33 05 356 angegeben, hergestellten Pulvermischung entsprach. Unter Verwendung von 2 Gew.-Teilen der Probe A und 1 Gew.-Teil der Probe C wurde eine zweite Pulvermischung, nachfolgend als Mischung E bezeichnet, hergestellt, die der gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung verbesserten Pulvermischung entsprach. Im neuen oder frischen Zustand
ίο wurden die Pulvermischungen D und E mit 1 Teil Quecksilber pro Teil legiertem Pulver gemischt (zerrieben), und die dabei erhaltene Mischung wurde zu einem Testprobestück verformt und 7 Tage lang abbinden gelassen. Bei den dabei erhaltenen Testprobestücken wur-
t5 de bei einer Testgeschwindigkeit von 0,0203 cm pro Minute die Druckfestigkeit bestimmt Aliquote Anteile der Mischungen D und E wurden 18 Monate lang unter Lagerbedingungen altern gelassen, wonach sie auf entsprechende Weise mit einer gleichen Menge Quecksilber gemischt (zerrieben), zu Testprobestücken verformt und nach 7tägigem Abbindenlassen getestet wurden. Zu Vergleichszwecken wurde auch ein amalgamiertes Testprobestück hergestellt durch Verwendung von gleichen Mengen Quecksilber und des Pulvers der Probe A selbst. Die erhaltene Druckfestigkeit der verschiedenen Testprobestücke sowohl im neuen als auch im gealterten Zustand ist in der folgenden Tabelle II angegeben.
Silber
Zinn
Kupfer
A 70,5 27,0 2.5
B 72,0 0 28,0
C 69,0 4,4 26,6
Tabelle II Zustand des Druckfestigkeit Standard
Pulvers N/mm2 abweichung
_ 401 14,1
7-Tage-Druckfestigkeit der amalgamierten Legierung neu 471 21,1
Probe neu 473 103
nach 18 416 13,4
A Monaten
D nach 18 471 10,5
E Monaten
D
E
Die Zusammensetzung der Probe A ist typisch für eine amalgamierbare Legierung. Die Zusammensetzung der Probe B ist typisch für eine nicht amalgamierbare Legierung nach dem Stand der Technik. Die Zusammensetzung der Probe C ist typisch für eine nicht amalgamierbare Legierung, die eine kontrollierte Menge Zinn in einer eutektischen Silber-Kupfer-Legierung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält.
Unter Verwendung von 2 Gew.-Teilen der Probe A und 1 Gew.-Teil der Probe B wurde eine Pulverm'i-
Die in der vorstehenden Tabelle II angegebenen Da-
ten basieren auf einer Reihe von Messungen, und die Standardabweichung von den dabei erhaltenen Ergebnissen ist ebenfalls in der Tabelle II angegeben. Wie daraus hervorgeht, waren die Druckfestigkeit der Mischungen D und E im neuen Zustand praktisch identisch.
Nach 18monatiger Alterung nahm jedoch die Druckfestigkeit der dem Stand der Technik entsprechenden Mischung D um etwa 56,2 N/mm2 ab und näherte sich somit der Druckfestigkeit, die bei der Probe A gemessen wurde. Dagegen wies die Mischung E auch nach 18monatiger Alterung vor dem Amalgamieren eine Druckfestigkeit auf, die praktisch identisch mit derjenigen war, die unter Verwendung des gleichen Materials aus dem frisch hergestellten Amalgam erhalten wurde. Die vorstehend angegebenen Testdaten bestätigen eindeutig die verbesserte Haltbarkeit (Lagerfähigkeit) und Stabilität der erfindungsgemäßen Legierungspulvermischungen.
Obgleich gezeigt wurde, daß die Zugfestigkeit der Amalgame nur eine geringe klinische Korrelation hat, ist die Zugfestigkeit dennoch ein guter Indikator für die Qualität der Bindung zwischen den diskreten Partikelphasen und der kontinuierlichen Matrixphase. Vergleichszugfestigkeitsdaten von Amalgamen, die aus den
Mischungen D und E sowohl im neuen als auch im gealterten Zustand hergestellt wurden, sind in der folgenden Tabelle III angegeben.
Tabelle I Zustand des von amalgamieren Legierungs-
II! Pulvers
7-Tage-Zugfestigkeit neu Zugfestigkeit Standard-
proben neu N/mm2 abweichung
Probe nach 18 50,6 3,59
Monaten 57 0 239
D nach 18 464 4^2
E Monaten
D 55,5 2,46
E
10
15
Die Testdaten der vorstehenden Tabelle IU stellen einen Durchschnittswert von 5 Tests dar, und die Standardabweichungen für die numerischen Werte sind in der letzten Spalte dieser Tabelle angegeben. Die Zugfestigkeit wurde bei einer Testgeschwindigkeit von 0,0203 cm pro Minute bei Testprobestücken gemessen, die 7 Tage lang abbinden (aushärten) gelassen wurden, um eine maximale Festigkeit zu erzielen. Die höhere Zugfestigkeit des aus der Mischung E hergestellten Amalgams im Vergleich zu dem aus der Mischung D hergestellten Amalgam im neuen Zustand zeigt eindeutig die verbesserte Bindung zwischen den diskreten Phasen und der kontinuierlichen Matrix des erfindungsgemäßen Amalgams. Dieser Unterschied wird noch weiter verstärkt durch die Ergebnisse, die bei den Amalgamen erhalten wurden, die aus den gealterten Pulvermischungen hergestellt wurden, ein weiterer Beweis für die verbesserte Haltbarkeit (Lagerfähigkeit) und Beständigkeit gegen Beeinträchtigung (Abbau) der erfindungsgemäßen Pulvermischungen.
Erfindungsgemäß werden verbesserte Metallpulvermischungen und daraus hergestellte verbesserte Dentalamalgame geschaffen. Die erfindungsgemäßen Metallpulvermischungen sind gekennzeichnet durch ein mechanisches Gemisch, das geregelte Mengen eines amalgamierbaren Legierungspulvers auf Silberbasis und eines im wesentlichen nicht amalgamierbaren eutektischen Legierungspulvers mit einem geregelten Zinngehalt enthält Beim Vermischen bzw. Zerreiben mit Quecksilber bildet sich eine im wesentlichen kontinuierliche Matrix, in der diskrete Phasen der nicht amal- χ gamierbaren Pulverteilchen dispergiert sind. Hierdurch werden den daraus hergestellten Dentalrestaurationen verbesserte mechanische Eigenschaften verliehen.
Die Erfindung wurde zwar vorstehend unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsformen näher erläutert, es ist jedoch für den Fachmann selbstverständlich, daß sie darauf keineswegs beschränkt ist, sondern daß diese in vielfacher Hinsicht abgeändert und modifiziert werden können, ohne daß dadurch der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen wird.
65

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Metallpulvermischung mit einer durchschnittlichen Teilchengröße der Pulverpartikel von weniger als 100 μπι zur Herstellung von Zahnamalgam durch Verreiben mit Quecksilber, bestehend zu 55 bis 90% aus einem ersten Pulver aus einer amalgamierbaren Silber-Zinn-Legierung und zu 10 bis 45% aus einem zweiten Pulver aus einer nicht amalgamierbaren Silberlegierung, dadurch gekennzeichnet, daß die amalgamierbare Legierung aus 26 bis 28% Zinn, 2 bis 4% Kupfer, 0 bis 2% Zink und Silber als Rest besteht und die nicht amalgamierbare Legierung aus 1 bis 20% Zinn und 5 bis 50% Kadmium oder 5 bis 50% Zink oder 5 bis 50% Aluminium oder Kupfer oder Kupfer in Kombination mit bis zu 30% Indium und Silber als Rest besteht, wobei das Kupfer in jedem Fall in einer solchen Menge vorliegt, daß das Verhältnis von Silber zu Kupfer 2,6 zu 1 beträgt und eine eutektische Kupfer-Silber-Legierung vorliegt.
2. Metallpulvermischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die amalgamierbare Legierung 1 bis 2% Zink enthält
3. Metallpulvermischung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanische Mischung aus 65 bis 75% des ersten Pulvers und 35 bis 25% des zweiten Pulvers besteht.
4. Metallpulvermischung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Pulver und das zweite Pulver eine durchschnittliche Teilchengröße von 5 bis 45 μπι haben.
5. Metallpulvermischung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht amalgamierbare Legierung 2 bis 10% Zinn enthält.
6. Metallpulvermischung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht amalgamierbare Legierung eine eutektische Silber-Kupfer-Legierung ist, die Silber und Kupfer im Verhältnis von 2,6 :1 und 2 bis 20% Zinn enthält.
7. Verwendung der Metallpulvermischung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6 für ein Zahnamalgam aus 40 bis 60% Quecksilber, 22 bis 54% aus der amalgamierbaren ersten Legierung und 4 bis 27% aus der nicht amalgamierbaren Legierung, wobei letztere in Form einer diskreten Dispersionsphase mit einer Teilchengröße von weniger als 100 μίτι innerhalb einer von der amalgamierbaren Legierung gebildeten Matrix vorliegt.
DE2631906A 1975-07-16 1976-07-15 Metallpulvermischung zur Herstellung von Zahnamalgam durch Verreiben mit Quecksilber Expired DE2631906C2 (de)

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