DE263184C - - Google Patents

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DE263184C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/50Cutting, holding, manipulating, or disposing of, weft ends

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■■-- M 263184-KLASSE 86 c. GRUPPE
ALBERT BRIOT in PARIS.
Spulenauswechselvorrichtung für Webstühle.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. September 1912 ab.
14. Dezember 1900
Bei selbsttätigen Webstühlen, bei denen das Auswechseln der Spulen in wagerechter Richtung vor sich geht, geschieht es oft, daß infolge der Schnelligkeit der Bewegung des Schlägers der ausgeworfene Kötzer sich mit einer Spitze in die Schützenkehlung legt und so dessen Einschlag verhindert und Beschädigungen hervorruft.
Bei diesen Webstühlen geht der Schußfaden in der Schützenkehlung entlang, derart, daß. wenn das Wechseln der Spule bewirkt wird, das zwischen dem Geweberand und der Fadenführung des Schützens vorhandene Ende des Fadens nicht mit dem ausgeworfenen Kötzer entfernt, sondern durch die neu eingelegte Spule zurückgehalten wird und beim Einschlag in das Gewebe mit eingezogen wird, wobei ein Fehler in demselben entsteht.
Durch vorliegende Erfindung werden diese Nachteile vermieden.
Das Wesen der Erfindung besteht in der neuartigen Anordnung der Spule und der Ausbildung des Schützenträgers, deren Anordnung gerade umgekehrt wie bei den bekannten An-Ordnungen der Webstühle mit auswechselbaren ' Spulen erfolgt, denn sobald die Spule in dem an der Seite des Webstuhles angebrachten Kasten liegt, befindet sich die Spitze des Schützens auf der Seite des Schlägers und die Einfädelöffnung auf der Seite des Gewebes.
Die Einfädelung des Fadens geschieht nicht während des Einschlages, welcher der Wechselung folgt, sondern erfolgt erst beim nächsten Einschlag; da auf dem Spulenträger eine An-Ordnung vorgesehen wird, die einen Zusatzfaden zuläßt, der gleich der Länge eines Einschlages ist, so kann dieser Zusatzfaden den ■ ersten Schuß nach dem Auswechseln der Spule bilden.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel bei einem Webstuhl mit · selbsttätiger Schützenauswechselung.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch die Vorrichtung. Der eingezeichnete Pfeil zeigt die Bewegungsrichtung des Schützens. Der ausgeworfene Kötzer ist teilweise in die Spule hineinragend dargestellt.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der teilweise geschnittenen neuen Vorrichtung, wobei der 5" mit dem einen Ende in die Spule hineinragende Kötzer gestrichelt dargestellt ist. Der Pfeil zeigt die Bewegungsrichtung des Schützens an.
Fig. 3 veranschaulicht eine Seitenansicht des Spulenträgers und des Einlegers.
Fig. 4 ist eine Vorderansicht des Spulenträgers.
Fig. 5 zeigt schematisch die Lage der Schußfäden auf dem Spulenträger, um einen Zusatzfaden zu erzielen.
Fig. 6 stellt die Ansicht eines Schützens dar.
Der Schußfaden ist in der Stellung gezeigt, die er während des ersten Einschlages einnimmt, der dem Auswechseln folgt.
Fig. 7 ist die Ansicht eines Schützens und Schußfadens in seiner Stellung während des zweiten Einschlages nach dem Auswechseln.
Wenn der Kötzer ι in der Stellung nach Fig. ι in dem Schützen 2, dessen Anordnung den gebräuchlichen Schützen entspricht, bleibt, so wird bei einer Bewegung des Schützens in Richtung des Pfeiles das Ineinandergreifen bzw. Festklemmen des Kötzers und des Schützens gefördert, während bei der neuen Anordnung nach Fig. 2 der die Stellung i1 einnehmende Kötzer 1 bei Bewegung des Schützens 2 in Richtung des eingezeichneten Pfeiles aus dem Schützen herausgedrängt wird.
Der Vergleich der Fig. 1 und 2 zeigt, daß im ersten Falle eine gewisse Länge des Schußfadens 3 in der Aushöhlung des Schützens liegt, der beim Auswechseln bricht und in das Gewebe 6 eingeschlageil wird, während im zweiten Fall (Fig. 2) kein Schußfaden in der Höhlung des Schützens vorhanden ist und während des Wechselns das Ende des Fadens 3, welches zwischen dem Geweberand und der Einfädelöffnung des Schützens bleibt, insbesondere wenn es durch einen Fadenschneider weggeschnitten wird, leicht durch den ausgeworfenen Kötzer 1 mit entfernt werden kann.
Nach der Auswechselung wird der Schützen 2 im Sinne der Fig. 6 bewegt und nimmt den Faden 4 der neuen Spule mit.
Um' zu vermeiden, daß der Schußfaden 4
■ der in dem Spulenhalter eingelegten Spule bricht, sobald das Auswechseln der Spulen stattfindet, ist folgende Vorrichtung vorgesehen.
Im oberen Teil des Spulenhalters ist ein verstellbarer Zapfen 5 vorgesehen, zu dem parallel am unteren Teil ein Zapfen 6 befestigt ist (Fig. 3, 4 und 5).
Der Spulenfaden 4 der in dem Spulenträger vorgesehenen Spule 7 (Fig. 4 und 5) geht von dieser über den Zapfen 5, über den Zapfen 6 und wird schließlich über die Spule 7 gelegt, von welcher sein Ende frei herabhängt.
Der Abstand der Zapfen 5 und 6 ist gleich der halben Länge des Schützenweges derart, daß die Länge des Fadens 4 genügt, um nach dem Auswechseln einen Schuß zu liefern.
Die Stellung der Zapfen 5 und 6 wird so gewählt, daß die beiden Fadenteiler1 und 43 vertikal liegen, so daß bei beliebiger Stellung der Spule 7 in dem Halter das Fadenende immer gespannt bleibt und sich nicht rankt oder sich mit den nebenliegenden Fäden verwirrt.
Aus den Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, daß das Fadenende zwischen der Spule 7, zu welcher es gehört, und der darüberliegenden eingelegt ist.
Setzt sich der Einleger 8 in Bewegung, um das Wechseln zu bewirken, so trennt sich die Spule 7 von der Spule 71, die darüber liegt. Das Fadenende 4 wird frei. Es wird mit der Spule in das Fach eingeschlagen und bildet somit den ersten Schuß nach dem Auswechseln (Fig. 6 und 7).
Wird der Spule eine umgekehrte Bewegung erteilt, so wird der Faden 4 an dem Geweberand 9 zurückgehalten, legt sich in den Einfädler ro auf die gewöhnliche Weise, wobei dann das Weben seinen gewohnten Gang nehmen kann.
Die Vorrichtung kann bei allen automatisehen Stühlen verwendet werden, die eine gerade Führung haben. Die Verwendung eines Fadenschneiders erübrigt sich auch, da der Faden vollständig beim Weben verbraucht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Spulenauswechselvorrichtung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Länge des Schußfadens entsprechende, von der Spule abgewickelte Fadenlänge bereitgehalten wird, die beim ersten Einschlag nach dem Auswechseln als Schußfaden verwendet wird, während erst beim zweiten Einschlag das Einfädeln des Spulenfadens erfolgt, wobei die in dem Schützen von bekannter Anordnung vorgesehene Einfädelöffnung und die Spitze des in dem Schützen liegenden Kötzers nach dem Gewebe zu liegt, wenn der Schützen im Auswechselkasten ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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