DE262640C - - Google Patents

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DE262640C
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mandrel
rollers
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roller
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B17/00Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling
    • B21B17/02Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel, i.e. the mandrel rod contacts the rolled tube over the rod length
    • B21B17/06Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel, i.e. the mandrel rod contacts the rolled tube over the rod length in a discontinuous process

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 262640 KLASSE la. GRUPPE
OTTO BRIEDE in BENRATH b. DÜSSELDORF.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. März 1911 ab.
Beim Auswalzen von Hohlblöcken über einem Dorn im gewöhnlichen Rundeisenwalzwerk entsteht bekanntlich eine Schwierigkeit dadurch, daß das hohle Werkstück auf dem Dorn festgewalzt wird. Wenn dieses Festwalzen bei Benutzung der gebräuchlichen ovalen Kaliber auch nur an zwei gegenüberliegenden Stellen des Domes erfolgt, so ergibt sich doch ein derartiges Festhaften des Werkstückes auf dem
ίο Dorn, daß beim folgenden Stich, insbesondere bei verhältnismäßig dünnwandigen Werkstücken, ein Zusammenstauchen bzw. ein Ausbauchen infolge der Streckwirkung, die sich auf das noch vor den Streckwalzen befindliche Stück des Hohlkörpers bezieht, erfolgt. Man hat -sogenannte kontinuierliche Walzwerke gebaut, bei denen das Werkstück in einem Arbeitsgang in einer Anzahl von verhältnismäßig dicht aneinander gereihten, abwechselnd kreuzweis gelagerten Walzenpaaren erfolgt, und man hat die Geschwindigkeit der Walzenpaare gegeneinander einerseits und zwischen Walzen und Dorn andererseits so bestimmt, daß ein glattes Auswalzen ohne Stauchen bzw. ohne Deformierung des Werkstückes erreicht wurde. Solche kontinuierlichen Walzwerke sind aber umständlich und teuer in der Herstellung, und sie sind außerordentlich schwierig zu handhaben. Es muß für Werkstücke von bestimmten Abmessungen eine sehr sorgfältige und viel Zeit erfordernde Einstellung der Walzen vorgenommen werden, und es wird eine Neueinstellung bereits notwendig, wenn nur ein relativ geringer Verschleiß einzelner Walzen stattgefunden hat. Da außerdem zwisehen den ersten und den letzten Walzenpaaren ein ganz wesentlicher Geschwindigkeitsunterschied besteht, so findet zwischen Werkstück und Dorn, der sich mit dem Werkstück gleichzeitig in einer größeren Anzahl von Walzen- paaren befindet, eine sehr große Reibungsarbeit statt. . ■
Das vorliegende Verfahren gestattet das Ausstrecken von Hohlkörpern über einem Dorn unter Benutzung eines gewöhnlichen Stab- bzw. Rundeisenwalzwerkes, bei welchem die Ausstreckarbeit -mit mehreren hintereinander folgenden einzelnen Stichen geleistet wird.
Dem neuen Verfahren liegt folgende Erkenntnis zugrunde: Vor dem Walzbeginn sitzt der gelochte Block lose auf dem Dorn, so daß '. er sich unter der Wirkung des ersten Walzenkalibers frei dehnen kann. Durch dieses erste Walzenkaliber wird der Block aber auf dem Dorn festgewalzt, und die durch das zweite Kaliber bewirkte Streckung wirkt auf ein Stauchen des Werkstückes hin, da der Dorn das Material in die Walzen hineinzieht.
Die Zeichnung zeigt die Wirkung der Walzen α beim zweiten oder dritten usw. Stich. Der durch ein Walzenpaar bereits bearbeitete Block b ist auf dem Dorn c festgewalzt. Die Walzen drehen sich in der Pfeilrichtung und haben dem vorderen Teil b1 des Werkstückes eine weitere Streckung erteilt und diesen Teil am Dorn festgepreßt. Der hinten verbleibende Teil b haftet aber gleichfalls am Dorn; es muß sich infolge der Streckung und infolge
des Festhaftens der Werkstückendteile eine Ausbauchung, wie bei δ2 angedeutet, ergeben, und diese Ausbauchung führt zu einer verhängnisvollen Stauchung, wenn die Wandstärke des Blockes so weit abgenommen hat, daß ein Gleiten desselben. auf dem Dorn unter der Wirkung der Streckwalzen nicht mehr eintritt.
Um das Stauchen bzw. Ausbauchen zu vermeiden, wird nun der Dorn c nicht der freien Wirkung der Walzten überlassen, sondern er wird durch besondere Mittel zurückgehalten, d. h. es wird auf ihn eine hemmende Wirkung, die in Richtung des Pfeiles d sich äußert, ausgeübt. Mit anderen Worten wird der Dorn gegenüber der Walzengeschwindigkeit so weit zurückgehalten, wie die beim Walzvorgang nach hinten, also nach d hin, auftretende Materialverdrängung genau oder angenähert be-
ao trägt. Die Hemmung des Domes kann sogar größer sein als der Betrag der durch die Materialverdrängung (nach rechts im Sinne der Figur) bewirkten Verlängerung des Werkstückes.
Das Verfahren läßt sich mit Walzwerken verschiedener Art ausüben. Es kann ein Walzenpaar Verwendung finden, welches, wie bei der bekannten Stabeisenwalzerei, eine Anzahl nebeneinander fortlaufend kleiner werdender Kaliber enthält. Wenn dann das auf dem Dorn sitzende Werkstück wiederholt durch diese Walzen in einer Richtung hindurchgeführt werden soll, so können die Walzen für jeden neuen Stich bzw. für das Zurückholen des Werkstückes für den neuen Stich durch Abheben geöffnet werden. Das Werkstück kann ebenso abwechselnd von beiden Seiten her durch die dann abwechselnd nach verschiedenen Richtungen zu drehenden Walzen hindurchgeführt werden. Es ist dann natürlieh dafür Sorge zu tragen, daß der Dorn abwechselnd an beiden Enden in seiner Bewegung gehemmt wird. Ebenso lassen sich sogenannte Triowalzwerke benutzen.
Weiter sind Walzenstraßen mit so weit auseinandergerückten einzelnen Walzenpaaren anwendbar, daß die einzelnen Paare das in ständigem Lauf durchgeführte Werkstück nacheinander bearbeiten, jedoch so, daß stets nur ein Walzenpaar auf das Werkstück einwirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren, Hohlblöcke über einem Dorn in mehreren aufeinanderfolgenden Stichen in gewöhnlichen Stabeisenwalzwerken zu Rohren auszuwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit der Streckwalzen so weit zurückgehalten wird, daß das Hinziehen des im vorhergehenden Stich auf dem Dorn festgewalzten Materials nach den Arbeitswalzen und somit ein Aufstauchen des zwischen dem Walzenpaar und dem vom vorigen Stich festgewalzten Materialteiles verhindert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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