DE262248C - - Google Patents

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DE262248C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M19/00Current supply arrangements for telephone systems
    • H04M19/02Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
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Description

^KAISERLICHES
PATENTAMT.
RATENTSCHRIFT
- Λ& 262248 KLASSE 21«. GRUPPE
EUGEN RAMDOHR in BERLIN.
Schaltung für elektrische Alarmapparate.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1911 ab.
Die Erfindung bezweckt, unter Benutzung eines Selbstunterbrechers besonders kräftige intermittierende Gleichströme hoher Frequenz zu erzeugen und sie einem Empfangstelephon zuzuführen, und zwar entweder in direkter Schaltung oder in indirekter Schaltung über eine Induktionsspule. Es werden dadurch im Empfangstelephon sehr lautstarke Tonwirkungen erzielt, die für Alarmierungszwecke o. dgl.
ίο verwendet werden können.
Die Erfindung besteht darin, daß parallel zu dem in Reihe mit dem Unterbrecher und dem Alarmapparat liegenden Unterbrechermagneten ein induktionsfreier, vorzugsweise regelbarer Widerstand geschaltet ist.
Es war bekannt, den Schaltplattenelektromagneten eines elektrischen Summers in Reihe mit einem Kondensator anzuordnen und beide parallel zum Unterbrechermagneten zu schalten.
Dadurch wurde Wechselstrom sehr hoher Frequenz erzeugt. Durch die Einfügung eines Kondensators in Serie mit dem Schaltplattenelektromagneten war es praktisch nicht möglich, über eine bestimmte Stromstärke hinaus zu gehen. Im Gegensatz dazu wird bei der , Schaltung gemäß der Erfindung ein induktionsfreier Widerstand ohne jede weitere Vorrichtung unmittelbar an die Klemmen des Unterbrechermagneten gelegt, der seinerseits in Reihe mit dem Unterbrecher und dem Alarmapparat liegt. Es wird dabei intermittierender Gleichstrom hoher Stromstärke benutzt, und dadurch außerordentlich starke Stromwirkung erzielt.
Bisher war die Anwendung solcher starken Ströme nicht möglich, weil der geschlossene magnetische Kreis des Unterbrechermagneten einen erheblichen Induktionswiderstand darstellt. Man kann infolgedessen in der Praxis nicht durch einen Unterbrechermagneten Ströme über eine bestimmte Stärke hinaus hindurchtreiben, wenn auch die Stromquelle selbst noch so kräftig gewählt wird. Denn der Ohmsche Widerstand des Unterbrechermagneten spielt gegenüber den sehr hohen Induktionswiderständen desselben dann keine Rolle mehr. Überdies würde man bei zu kräftigem Strom Gefahr laufen, die Wicklung des Unterbrechermagneten zu verbrennen. Will man andererseits aber entsprechend starke Wick-Jungen verwenden, so würden Unterbrechermagneten von außerordentlich großen Abmessungen notwendig werden, die erfahrungsgemäß sehr viel schlechter arbeiten als solche mit möglichst kleinen Abmessungen. Auch zwingt der Verwendungszweck dazu, in den Abmessungen des Unterbrechermagneten ein bestimmtes Maß einzuhalten.
Durch die Schaltung gemäß der Erfindung wird gewissermaßen eine Umlaufsleitung zum Unterbrechermagneten geschaffen. Es braucht dann durch den Unterbrechermagneten nur ein so geringer Teil des Gesamtstromes hindurchzufließen, als gerade noch zur Betätigung des Unterbrecherspieles erforderlich ist. Der Hauptteil des Speisestromes aber wird direkt über den induktionsfreien Widerstand geleitet und direkt, also unter Umgehung des Unter-
brechermagneten, dem Unterbrecherkontakt zugeführt. Es wird hierbei die gesamte aufgewendete Stromenergie für die Betätigung des Empfangstelephons ausgenutzt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Stromquelle b, die beliebiger Natur sein kann, erzeugt einen Gleichstrom /, der sich bei α verzweigt. Ein Stromzweig i2 führt
ίο über den Unterbrechermagneten zu dem Unterbrecherkontakt c. Ein zweiter Stromzweig is führt über einen induktionsfreien Regulierwiderstand W ebenfalls zum Unterbrecherkontakt c. Von dem Unterbrecherkontakt c aus fließt der Strom, wie die Zeichnung zeigt, in indirekter Schaltung durch die Primärwicklung p der Induktionsspule E zurück zur Batterie. Ein Schalter g liegt noch in diesem Stromkreise und ermöglicht das öffnen und Schließen des Stromes. Die Sekundärwicklung s der Induktionsspule E ist dann mit dem Empfangstelephon t verbunden. Statt dieser indirekten Schaltung kann aber auch natürlich das Empfangstelephon t unmittelbar in den Stromkreis i an Stelle der Primärspule p gelegt werden.
Man kann ferner noch einen Differentialunterbrecher »System Ramdohr« verwenden, wobei in α ein weiterer Stromzweig il abzweigt, der dann zum anderen Pol der Stromquelle führt. Durch Verstellen des induktionsfreien Widerstandes W kann die Stromverteilung in den beiden Zweigen i2 und is nach Belieben geregelt werden, so daß man den durch den Unterbrechermagneten fließenden Strom genau so stark halten kann, als es zur Bewegung des Unterbrecherspieles gerade noch notwendig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Schaltung für elektrische Alarmapparate, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem in Reihe mit dem Unterbrecher und dem Alarmapparat liegenden Unterbrechermagneten ein induktionsfreier, Vorzugsweise regelbarer Widerstand geschaltet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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