DE246244C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L27/00—Modulated-carrier systems
- H04L27/02—Amplitude-modulated carrier systems, e.g. using on-off keying; Single sideband or vestigial sideband modulation
- H04L27/04—Modulator circuits; Transmitter circuits
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- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 246244 KLASSE 21 a. GRUPPE
Dr.WALTHER BURSTYN in BERLIN.
Verfahren zum Tasten starker elektrischer Ströme.
Bei größeren Stationen für drahtlose TeIegraphie betragen die Leistungen, welche vom
Taster in rascher Reihenfolge aus- und einzuschalten sind, mehrere Kilowatt; ein Ausschalten
solcher Energien durch unmittelbare Stromunterbrechung ist nicht möglich, und man hat daher u. a. zu dem Auswege gegriffen,
an Stelle des eigentlichen Betriebsstromes den Erregerstrom der stromliefernden
ίο Dynamo zu tasten.
Fremderregung der Dynamo ist selbstverständlich Voraussetzung. Fig. ι stellt die
einfachste derartige Schaltung dar; es bedeutet d den Anker der stromliefernden Dynamomaschine,
f deren Feldwicklung, w den Feldregulierwiderstand, t den Taster.
Bei der Anwendung dieser Schaltung zeigt es sich, daß der Betriebsstrom beim Einschalten,
in geringerem Maße auch beim Ausschalten, dem Taster nicht schnell genug gehorcht.
Die Ursache dieser Erscheinung liegt in der Selbstinduktion des Feldmagneten, in der
Hysteresis seines Eisens und in den auftretenden Wirbelströmen.
Zur Beseitigung dieses Übelstandes ist für ähnliche Zwecke das Mittel vorgeschlagen
worden, daß dem Feldmagneten im ersten Augenblick ein verstärkter Strom zugeführt
wird, der gleich danach auf den Dauerwert geschwächt wird.
Nach der vorliegenden Erfindung wird diesei Gedanke in folgender Weise ausgeführt: Der
Erregerstromkreis (Fig. 2) erhält zwei regelbare Vorschaltwiderstände w und z, die in Hintereinanderschaltung
den für die Dauerbelastung erforderlichen Erregerstrom durchlassen. Der Widerstand ζ ist aber durch das Relais r
kurzgeschlossen, solange der Taster t offen ist, so daß im ersten Augenblicke nach dem Niederdrücken
des Tasters der Strom schneller anwächst. Erst nach einer kurzen Zeit, die durch die Federspannung des Relais, durch
eine Kurzschlußwicklung auf dem Magneten desselben o. dgl. geregelt werden kann, schaltet
dasselbe den Widerstand ζ dazu und stellt dadurch den Dauerzustand während des Sendens
von Zeichen ein.
Selbstverständlich könnte das Relais in der Ruhelage auch einen Nebenschlußwiderstand
zum Feldmagneten ausschalten statt einen Vorschaltwiderstand kurzzuschließen.
Um sowohl die Verzögerung beim Einschalten als auch die beim Ausschalten des Stromes
aufzuheben, kann die an sich bekannte Einrichtung benutzt werden, auf dem Feldmagneten
eine von dauerndem, schwachem Strom durchflossene Wicklung anzubringen, die denselben
gerade so stark in entgegengesetztem Sinne magnetisiert, daß der remanente Magnetismus
aufgehoben wird. Noch besser ist es, den entmagnetisierenden Strom nur ganz kurze
Zeit wirken zu lassen.
Eine Vereinigung dieser Schaltung mit der zuerst beschriebenen stellt Fig. 3 dar. Im
ersten Augenblicke nach dem Niederdrücken des Tasters i ist der Kontakt des Relais r
noch offen, und es fließt durch den Feldmagneten ein durch den Widerstand w zu regulierender
starker Strom. Im nächsten Augenblicke kommt das Relais zur Wirkung und
schwächt den Feldmagnetstrom durch Parallelschaltung des Widerstandes z. Damit ist der
während eines telegraphierten Striches herrschende Dauerzustand hergestellt. Einen
Augenblick nach dem öffnen des Tasters
ίο bleibt das Relais noch angezogen, und ein
kurzer entgegengesetzter Strom, dessen Stärke durch den Widerstand υ geregelt werden kann,
fließt durch den Feldmagneten und entmagnetisiert ihn.
Im nächsten Augenblicke öffnet sich das Relais, und der Feldmagnet wird stromlos.
Zwecks sicherer Ausschaltung des Betriebsstromes kann in denselben ein Relais eingeschaltet
werden, dessen Windungen im Er-
ao regerstromkreis liegen. Zweckmäßig erhält dasselbe eine Verzögerungseinrichtung, so daß
der Hauptstrom nur bei längeren Unterbrechungen an dieser Stelle ausgeschaltet wird.
Die beschriebene Einrichtung ist auch für andere Zwecke als die der drahtlosen TeIegraphie
brauchbar, wenn ähnliche Aufgaben gestellt werden, wie z. B. bei elektrischen Schweiß verfahren.
Claims (2)
- Patent-Anspruch e:ι. Verfahren zum Tasten starker elektrischer Ströme, wobei statt des eigentlichen Betriebsstromes der Erregerstrom der stromliefernden Dynamo durch den Taster ein- und ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Erregerstromkreise liegendes Relais, welches einen Widerstand aus- bzw. einschaltet, den zuerst verstärkten Erregerstrom erst einen Augenblick nach dem Niederdrücken des Tasters auf den normalen Wert zurückbringt, wodurch in an sich bekannter Weise ein schnelles Anwachsen des Feldmagnetismus erreicht wird, so daß der Betriebsstrom beim Einschalten dem Taster schnell gehorcht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Vereinigung mit einer an sich bekannten Schaltung, welche eine schnelle Entmagnetisierung der Feidmagnete beim Öffnen des Tasters dadurch bewirkt, daß ein vorübergehender oder dauernder entgegengesetzter Strom durch die Feldwicklung gesandt wird, so daß der Betriebsstrom auch beim Ausschalten dem Taster schnell gehorcht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE246244C true DE246244C (de) |
Family
ID=505141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT246244D Active DE246244C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE246244C (de) |
-
0
- DE DENDAT246244D patent/DE246244C/de active Active
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