DE246244C - - Google Patents

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DE246244C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/02Amplitude-modulated carrier systems, e.g. using on-off keying; Single sideband or vestigial sideband modulation
    • H04L27/04Modulator circuits; Transmitter circuits

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Magnetic Treatment Devices (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 246244 KLASSE 21 a. GRUPPE
Dr.WALTHER BURSTYN in BERLIN.
Verfahren zum Tasten starker elektrischer Ströme.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. April 1910 ab.
Bei größeren Stationen für drahtlose TeIegraphie betragen die Leistungen, welche vom Taster in rascher Reihenfolge aus- und einzuschalten sind, mehrere Kilowatt; ein Ausschalten solcher Energien durch unmittelbare Stromunterbrechung ist nicht möglich, und man hat daher u. a. zu dem Auswege gegriffen, an Stelle des eigentlichen Betriebsstromes den Erregerstrom der stromliefernden
ίο Dynamo zu tasten.
Fremderregung der Dynamo ist selbstverständlich Voraussetzung. Fig. ι stellt die einfachste derartige Schaltung dar; es bedeutet d den Anker der stromliefernden Dynamomaschine, f deren Feldwicklung, w den Feldregulierwiderstand, t den Taster.
Bei der Anwendung dieser Schaltung zeigt es sich, daß der Betriebsstrom beim Einschalten, in geringerem Maße auch beim Ausschalten, dem Taster nicht schnell genug gehorcht. Die Ursache dieser Erscheinung liegt in der Selbstinduktion des Feldmagneten, in der Hysteresis seines Eisens und in den auftretenden Wirbelströmen.
Zur Beseitigung dieses Übelstandes ist für ähnliche Zwecke das Mittel vorgeschlagen worden, daß dem Feldmagneten im ersten Augenblick ein verstärkter Strom zugeführt wird, der gleich danach auf den Dauerwert geschwächt wird.
Nach der vorliegenden Erfindung wird diesei Gedanke in folgender Weise ausgeführt: Der Erregerstromkreis (Fig. 2) erhält zwei regelbare Vorschaltwiderstände w und z, die in Hintereinanderschaltung den für die Dauerbelastung erforderlichen Erregerstrom durchlassen. Der Widerstand ζ ist aber durch das Relais r kurzgeschlossen, solange der Taster t offen ist, so daß im ersten Augenblicke nach dem Niederdrücken des Tasters der Strom schneller anwächst. Erst nach einer kurzen Zeit, die durch die Federspannung des Relais, durch eine Kurzschlußwicklung auf dem Magneten desselben o. dgl. geregelt werden kann, schaltet dasselbe den Widerstand ζ dazu und stellt dadurch den Dauerzustand während des Sendens von Zeichen ein.
Selbstverständlich könnte das Relais in der Ruhelage auch einen Nebenschlußwiderstand zum Feldmagneten ausschalten statt einen Vorschaltwiderstand kurzzuschließen.
Um sowohl die Verzögerung beim Einschalten als auch die beim Ausschalten des Stromes aufzuheben, kann die an sich bekannte Einrichtung benutzt werden, auf dem Feldmagneten eine von dauerndem, schwachem Strom durchflossene Wicklung anzubringen, die denselben gerade so stark in entgegengesetztem Sinne magnetisiert, daß der remanente Magnetismus aufgehoben wird. Noch besser ist es, den entmagnetisierenden Strom nur ganz kurze Zeit wirken zu lassen.
Eine Vereinigung dieser Schaltung mit der zuerst beschriebenen stellt Fig. 3 dar. Im ersten Augenblicke nach dem Niederdrücken des Tasters i ist der Kontakt des Relais r
noch offen, und es fließt durch den Feldmagneten ein durch den Widerstand w zu regulierender starker Strom. Im nächsten Augenblicke kommt das Relais zur Wirkung und schwächt den Feldmagnetstrom durch Parallelschaltung des Widerstandes z. Damit ist der während eines telegraphierten Striches herrschende Dauerzustand hergestellt. Einen Augenblick nach dem öffnen des Tasters
ίο bleibt das Relais noch angezogen, und ein kurzer entgegengesetzter Strom, dessen Stärke durch den Widerstand υ geregelt werden kann, fließt durch den Feldmagneten und entmagnetisiert ihn.
Im nächsten Augenblicke öffnet sich das Relais, und der Feldmagnet wird stromlos.
Zwecks sicherer Ausschaltung des Betriebsstromes kann in denselben ein Relais eingeschaltet werden, dessen Windungen im Er-
ao regerstromkreis liegen. Zweckmäßig erhält dasselbe eine Verzögerungseinrichtung, so daß der Hauptstrom nur bei längeren Unterbrechungen an dieser Stelle ausgeschaltet wird. Die beschriebene Einrichtung ist auch für andere Zwecke als die der drahtlosen TeIegraphie brauchbar, wenn ähnliche Aufgaben gestellt werden, wie z. B. bei elektrischen Schweiß verfahren.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch e:
    ι. Verfahren zum Tasten starker elektrischer Ströme, wobei statt des eigentlichen Betriebsstromes der Erregerstrom der stromliefernden Dynamo durch den Taster ein- und ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Erregerstromkreise liegendes Relais, welches einen Widerstand aus- bzw. einschaltet, den zuerst verstärkten Erregerstrom erst einen Augenblick nach dem Niederdrücken des Tasters auf den normalen Wert zurückbringt, wodurch in an sich bekannter Weise ein schnelles Anwachsen des Feldmagnetismus erreicht wird, so daß der Betriebsstrom beim Einschalten dem Taster schnell gehorcht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Vereinigung mit einer an sich bekannten Schaltung, welche eine schnelle Entmagnetisierung der Feidmagnete beim Öffnen des Tasters dadurch bewirkt, daß ein vorübergehender oder dauernder entgegengesetzter Strom durch die Feldwicklung gesandt wird, so daß der Betriebsstrom auch beim Ausschalten dem Taster schnell gehorcht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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