DE259598C - - Google Patents

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DE259598C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/62Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light
    • G01N21/71Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited
    • G01N21/72Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light thermally excited using flame burners

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Photometry And Measurement Of Optical Pulse Characteristics (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 259598 KLASSE 42/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. August 1912 ab.
Es ist bekannt, daß die Sichtbarkeit der Flammenfärbung zunimmt, wenn mehr flammenfärbende Substanz in die Flamme gebracht wird. Diese zunehmende Sichtbarkeit wird bereits benutzt, um annähernd quantitativ den Gehalt unbekannt stark gefärbter Flammen an momentan leuchtender Substanz durch Vergleich mit bekannt stark gefärbten Flammen festzustellen. Darauf beruht z. B. eine
ίο Methode von W. Hempel und R. von Klemperer (vgl. Zeitschrift für angewandte Chemie und Zentralblatt für technische Chemie, 1910, S. 1756 ff.), die einen Zerstäuber konstruiert haben, mit dem man immer in der Zeiteinheit gleichviel Lösung in eine sich immer gleichbleibende, gleich heiße Flamme bringen kann. Je nach der Konzentration der flammefärbenden Substanz in der Lösung wird die Flamme nun verschieden stark gefärbt, und man kann durch Vergleichung der durch eine bekannt und eine unbekannt konzentrierte Lösung gefärbten Flammen die Konzentration der unbekannten Lösungen ermitteln. Die Vergleichung der Flammen kann auf verschiedene Weise geschehen, indem man entweder gleichzeitig je eine Flamme durch die verschiedenen Lösungen oder eine einzige Flamme durch die verschiedenen Lösungen nacheinander färbt.
Aus der Helligkeit der Flamme selbst, des gesamten Spektrums oder eines Teiles desselben folgerte man dann die Konzentration.
Infolge der Unvollkommenheit des menschlichen Auges ist man jedoch bei all diesen Methoden noch nicht zu Resultaten gelangt, die hinreichend genau sind, um die vorhandenen Gewichts- und andere analytischen Methoden zu verdrängen.
Nach der vorliegenden Erfindung soll die Menge der in die Flamme gebrachten Substanz durch objektive Messung der Intensität der Flammenfärbung bzw. des Spektrums oder eines Teiles desselben, und zwar mittels eines Thermoelementes, Bolometers oder photographischer Platten bestimmt werden.
Bei Anwendung eines Thermoelementes oder Bolometers kann man z.B. bei Bestimmung von Kalium in Lösungen folgendermaßen verfahren:
Man ordnet die Apparatur so an, daß die durch die im Zerstäuber zerstäubte Flüssigkeit gefärbte Flamme auf dem Spalt eines Spektralapparates abgebildet wird. An der Stelle des Okulars bringt man ein Bolometer so an, daß es von dem für Kalium charakteristischen Rot getroffen wird. Entsprechend der stärkeren oder schwächeren Konzentration der in die Flamme zerstäubten Lösung an Kalium wird das mit dem Bolometer verbundene Millivoltmeter einen größeren oder geringeren Ausschlag geben. Durch Vergleichung der Mulivoltzahlen bekannt und unbekannt konzentrierter Lösungen kann man dann einen Schluß auf die Konzentration letzterer ziehen, kann, wenn immer dieselbe Substanz mit der gleichen Apparatur zu bestimmen ist, eventuell eine Eichungskurve aufstellen, indem man
Konzentration und entsprechende Millivolt- | zahlen in ein' Koordinatensystem einträgt. j
Wendet man anstatt des Bolometers eine photographische Platte an, so kann man, z. B. durch Variationen der Belichtungszeiten bei Spektren von Flammen bekannter und unbekannter Konzentration, verschieden starke Effekte auf der photographischen Platte hervorbringen, durch deren Vergleichung man dann Schlüsse auf die Konzentration der die Flamme färbenden Lösungen ziehen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur quantitativen Bestimmung von Substanzen, die, in eine Flamme gebracht, ein charakteristisches Emissionsspektrum geben, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der Substanz aus der vermittels eines Thermoelementes, Bolometers oder photographischer Platten gemessenen Intensität des Emissionsspektrums oder eines Teiles desselben bestimmt wird.
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