DE258759C - - Google Patents

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DE258759C
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shaft
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/02Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces with two or more shafts or chambers, e.g. multi-storey
    • F27B1/025Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces with two or more shafts or chambers, e.g. multi-storey with fore-hearth

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der neue Ofen dient zum Schmelzen von Eisen oder sonstigen Metallen und wird mit einer Stichflamme beheizt, welche mit öl oder Gas als Brennstoff gespeist wird. Die Eigenart des Ofens besteht darin, daß die beim Kippen des Herdes entstehende Öffnung allseitig mittels eines Mantels verdeckt wird, um die Ofenbeheizung in jeder Stellung, also bis zum Ende der Entleerung, aufrechterhalten zu können. Dabei
ίο muß die zur Erzeugung der Stichflamme dienende Düse in oder in der Nähe der Kippachse des Herdes liegen und zur Verteilung der Stichflamme eine der Düsenmündung diametral gegenüberliegende Feuerbrücke oberhalb des Herdes vorgesehen sein, damit der Abschlußmantel vor dem unmittelbaren Einfluß der Stichflamme geschützt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeipsiel veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Rückansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 eine Vorderansicht und Fig. 4 einen Grundriß.
Fig. 5 zeigt eine Kippstellung des Herdes in
der Seitenansicht, Fig. 6 einen senkrechten Schnitt durch Schacht und Herd, Fig. 7 einen Querschnitt durch den Schacht nach Linie A-B der Fig. 6 und Fig. 8 einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. 6. Einige Einzelheiten zeigen die Fig. 9 und 10 in der Seitenansicht bzw. im senkrechten Schnitt.
Der Schacht 1 ist schräg gestellt; in seinem Innern befinden sich in Längsrichtung verlaufende Scheidewände 2 (Fig. 6 und 7), die ·. bis zu einer gewissen Höhe den Schacht querschnitt in nach oben hin offene Kanäle zerlegen.
Der Schacht wird von einem Säulengestell getragen und schließt sich mittels des halbzylindrischen Teiles 3 an den halbzylindrisch geformten Herd 4 an, der unterhalb der wagerechten Trennebene einen unabhängigen Körper bildet, welcher um die Achse 5 schwingbar ist (Fig. 5). Von der Oberkante des Herdes ab aufwärts erstreckt sich eine sektorförmige Kappe 6 aus Blech o. dgl., deren Wand im Kreisbogen um die Drehachse 5 gekrümmt ist. Diese Kappe bildet also einen Mantel, der in herabgeldappter Lage des Herdes (Fig. 5) die zwischen Herd und Schachtende entstehende Öffnung überdeckt. Die Kappe hängt mit dem Herde durch eine leicht lösbare Verschraubung zusammen, kann aber außerdem auch, wie Fig. 2 zeigt, mit dem Schacht lösbar verbunden werden.
An dem feststehenden Schachtteil 1 sind unten beiderseitig Drehzapfen 5 mittels Flanschen 7 starr befestigt (Fig. 9 und 10). An diese Drehzapfen ist nun der Herd 4 mittels der starr an ihn angeschlossenen Lagerschalen 8 und der dazugehörigen Lagerdeckel 9 angehängt, so daß er nach Lösen der Lagerdeckel 9 ohne weiteres entfernt werden kann.
Außerdem umschließen die Naben von Sektoren 10 freidrehend den Achszapfen 5 (Fig. 10), und die dem Herde zugekehrten Schenkel der Sektoren 10 legen sich unter die beiderseits am Herd befestigten Winkelstücke 11, indem sie so den Herd unterstützen. Die Sektoren 10 sind an den Innenseiten ihrer Bogenstücke gezahnt. Mit diesen Verzahnungen kämmen die auf der gemeinsamen, im Schachtofengestell gelagerten Achse 12 festgekeilten Stirnräder, 13. Auf dem einen Ende dieser gemeinsamen Achse 12 ist das Stirnrad 14 festgekeilt (Fig. 1 und 3), und dieses steht durch ein darüber befindliches
Stirnrad 15 mit der Achse 16 in Verbindung, auf welche das Schneckenrad 17 aufgekeilt ist. Die dazugehörige Schnecke 18 ist auf der Achse 19 starr befestigt, deren nach vorn hin verlängertes Ende das Handrad 20 trägt.
Wird also das Handrad 20 gedreht, so wird durch Vermittlung der Schnecke 18, des Schnekkenrades 17 und der Stirnräder 15, 14 und 13 den gezahnten Sektoren 10 eine schwingende Bewegung erteilt. Da sich der Herd 4 auf das eine Ende der Sektoren stützt, so senkt sich das mit Ausgußschnauze 21 versehene Ende des Herdes entsprechend herab. Ist die Verbindung der Blechkappe 6 mit dem Schacht gelöst, so senkt sie sich niit dem Herde gleichzeitig herab und verschließt in jeder Stellung den durch das Senken des Herdes zwischen Schachtunterkante und Herdoberkante entstehenden Spalt. Die der Düse 22 entströmende Stichflamme, welche durch eine Öffnung 23 (Fig. 1) an der Hinterseite des Schachtes hindurchtritt, wird also aufgefangen und am Austreten verhindert. Die Heizgase können also bei jeder Kipplage nicht nach außen treten und die Arbeiter belästigen. Man kann also die Beheizung des Ofens in jeder Kippstellung des Ofens aufrechterhalten.
Zur gleichmäßigen Verteilung der Stichflamme und zur Stützung des im. Schacht befindlichen Schmelzgutes dient die am unteren Ende des Schachtes oberhalb des Herdes eingebaute halbzylinderförmige Brücke. 24. Sie liegt mit ihrer einen Kante gegenüber der Ausströmöffnung der Düse 22. Die Stichflamme wird also beim Auftreffen auf diese Kante geteilt, und zwar strömt ein Teil der Flamme nach oben hin in den Schacht, und ein anderer Teil der Flamme kann in den Herd geleitet werden, wobei dessen Wandungen bzw. das darin befindliche geschmolzene Metall erwärmt werden. Die Brücke 24 ist verstellbar eingerichtet ; sie kann durch Drehung von außen her in verschiedener Neigung eingestellt werden. Hierdurch besteht die Möglichkeit, daß die durch die Brücke dargebotenen Ablenkflächen die Flamme mehr oder weniger nach oben oder nach unten leiten und vom Mantel 6 fernhalten. Außerdem läßt sie die Veiwendung von Schmelzgut verschiedener Stückgröße zu, da der zwischen Ofenwand und Brückenkante bestehende Spalt durch die verschiedene Neigung der Brücke verändert wird. Die selbstverständlich aus feuerfester Masse bestehende Brücke ist hohl ausgeführt; ihr Hohlraum dient zum Hindurchleiten der zum Betrieb der Düse erforderlichen Preßluft, wodurch eine wirksame Kühlung der Brücke erreicht wird, die dadurch erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen hohe Hitzegrade erlangt. Gleichzeitig wird die Preßluft vorgewärmt. Zu diesem Zweck ist der Hohlraum der Brücke in die Preßluftleitung 25 eingeschaltet, und von hier aus führt die Leitung zur Düse. Diese Ausbildung der Feuerbrücke ■bildet keinen Teil der Erfindung.
Die Düse 22 ist zur Veränderung ihres Neigungswinkeis dadurch verstellbar eingerichtet, . daß in die Luftzuleitung 25 und in die ölzuleitung 26 drehbare Muffenverbindungen 27 bzw. 28 (Fig. 1) eingeschaltet sind. Hierdurch ist eine Regelung der Verteilung der Stichflamme unabhängig von der Stellung der Feuerbrücke 24 möglich. Bei Beginn der Beheizung wird zunächst die Düse nach unten geneigt eingestellt, damit die Stichflamme vorwiegend die Herdwandungen trifft und diese genügend vorwärmt, während hiernach allmählich die Umstellung in die Richtung schräg nach oben erfolgt, damit das Gut zum Schmelzen gebracht wird. Am Ende der Schmelzung kann die Düse wiederum nach unten geneigt werden, damit die Stichflamme zur Uberheizung des Metalles im gekippten Herd dienen kann.
An dem Herde kann übrigens noch eine von der tiefsten Stelle ausgehende Öffnung 29 vorgesehen werden, die als Abstichloch dient.

Claims (2)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    ι. Schachtflammofen mit schrägem Schacht und unten angeschlossenem, kippbarem Herd, dadurch gekennzeichnet, daß beim Kippen des Herdes (4) ein sich mit dem Herd senkender Mantel (6) die durch das Kippen entstehende Öffnung allseitig verdeckt und zur Ableitung der Feuergase dient, so daß die gegen eine Feuerbrücke (24) aus einer Düse (22) wirkende Stichflammenbeheizung aufrechterhalten werden kann.
  2. 2. Schachtflammofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuerdüse (22) mit ihrer Mündung in oder in der Nähe der Kippachse des Herdes (4) und die Feuer- ; brücke (24) um ihre Achse verstellbar diametral gegenüber der Düsenmündung liegt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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