DE258741C - - Google Patents
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- DE258741C DE258741C DENDAT258741D DE258741DA DE258741C DE 258741 C DE258741 C DE 258741C DE NDAT258741 D DENDAT258741 D DE NDAT258741D DE 258741D A DE258741D A DE 258741DA DE 258741 C DE258741 C DE 258741C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/58—Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Praxis hat ergeben, daß bei Gerippe-Luftschiffen die bisher übliche starre Verbindung der
Gondeln mit dem Gerippe insofern unzweckmäßig ist, als sie bei Landungen oder Zusammenstoßen
mit Bäumen usw. nicht nur zu Beschädigungen der Gondeln und ihrer Verbindungen mit dem Gerippe, sondern auch des Gerippes
selbst führt. Es ist wiederholt vorgekommen, daß hierbei das ganze Luftschiff zerstört wurde.
Wesentlich günstiger ist die Anordnung bei Pralluftschiffen, bei denen die Gondeln an zwei
seitlichen Gurten der Stoffhülle durch Seile unstarr aufgehängt sind, ohne sich während der
Fahrt in der Querrichtung relativ zum Gastragkörper verschieben zu können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die Vorteile der unstarren Aufhängung auch für
Gerippe-Luftschiffe nutzbar zu machen, sowie gleichzeitig die einzelnen Verbände des Gerippes
von starken lokalen Beanspruchungen zu entlasten und den Gesamtverband des Gerippes erheblich
zu verstärken.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielweisen Ausführungsform
veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die Aufhängung der Gondel und die hierdurch bedingte Verstärkung
des Gerippes in der Ansicht, Fig. 2 im . Schnitt. Fig. 3 ist eine Einzelheit der Aufhängung.
In die Knotenpunkte k der Gerippe-Querträger laufen Seile S1; ferner sind Seile S2 vorgesehen,
die an den seitlich verlaufenden Gurten g des über dem mittleren Teil des Gerippes gelegten
Sattels A angreifen. Die Zugbeanspruchung dieser Seile S2 ist in bekannter Weise
durch sogenannte „Hahnepoten" über größere Längen der Gurte g und durch diese auf den
Sattel selbst verteilt. Durch diese Gondelaufhängung werden die Gewichte der Gondeln bzw.
etwaige Stöße einesteils auf die betreffenden starren Gliederteile des Gerippes, andernteils
auf den Sattel und damit auf das ganze System übertragen.
Wie Fig. 2 und 3 zeigen, ist die Aufhängung laufend geschoren, damit bei einem seitlichen
Kippen der Gondeln im Augenblick eines unfreiwilligen und unsanften Aufschiagens der
Stoß in gleicher Weise wie vorher die Zugkraft nicht auf ein Seil oder einen Verbandsteil, sondern
wiederum auf das ganze System durch die Seile ausläuft. Hierdurch werden starke lokale
Beanspruchungen, die zu Brüchen des Gerippes führen könnten, in hohem Maße vermieden, es
tritt stets eine starke Dämpfung ein. Die spezielle Ausführung läßt zugleich deutlich die Unterschiede
dieser unstarren gegenüber der starren Aufhängung bzw. der vorliegenden Verbindung
der Gondeln mit dem Gaskörperträger gegenüber der bei einem Pralluftschiff erkennen. Die
von den Gondeln zunächst ausgehenden Seile s führen nach dem Knotenpunkt U1 und sind hier
mit den Bolzen der Knotenbleche durch Kauschen verbunden. Zwischen den Blechen des
Knotenpunkts ^1 befindet sich ferner eine Rolle,
über die das Seil S2 läuft. Das außen liegende Ende dieses laufend geschorenen Seiles führt
nach dem Gurt des Sattels und ist mit diesem durch Hahnepoten verbunden. Das innenliegende
Ende aber führt nach einem Knotenpunkte Jt2 und ist hier .zwischen den Knotenblechen
durch Kauschen mit einem Bolzen fest verknüpft. Die Bleche dieses Knotenpunktes k2
schließen wiederum eine Rolle ein, über die das Seil S1 läuft, dessen Enden wie erwähnt mit den
Knotenpunkten k der Gerippequerträger fest verbunden sind.
Um eine Verschiebung des Sattels A — der durch seine Reibung mit dem Gerippe den Gerippeträgern
eine gewisse Unverschiebbarkeit erteilt und hierdurch die Festigkeit des Systems
und seine Sicherheit bedeutend erhöht — in
ίο der Längsrichtung zu verhüten, sind an denEnden
des Gerippes umschließende Kappen B1, B2
aus starkem Stoff angerordnet, deren Gurte g1 mit den Gurten g des Sattels durch Seile S3 und
Hahnepoten verbunden sind ; gleichzeitig laufen Verbindungsseile s4 von den Kappen nach den
Gondeln. Diese Spitzenkappen ergeben zugleich noch einen guten Schutz gegen Brüche des Gerippes
bei einem Zusammenstoß mit Bäumen und anderen Gegenständen. Wenn der Stoff
dieser Spitzenkappen sehr stark gewählt ist, können brechende Zweige usw. am zwischen
Sattel und Spitzen wie üblich mit dünnem imprägnierten Stoff überzogenen Gerippe entlang
gleiten, ohne den Stoff zu verletzen oder gar hinter die Verbandsteile des Gerippes zu haken
und sie zu zerbrechen.
Während also bei der bisherigen starren Verbindung des Gerippes mit den Gondeln alle
Zwischenglieder zwischen Gondeln und Gerippe an einzelne Verbandsteile führten und bei den
Pralluftschiffen nur die seitlichen Gurte zum Tragen der Lasten bestimmt sind, ist es bei der
vorliegenden Erfindung gelungen, eine erheblich günstigere Verteilung der aus Belastung und
Stoßen sich ergebenden Kräfte herbeizuführen und gleichzeitig das Gerippe selbst zu verstärken
und zu einem wesentlich widerstandsfähigeren und stabileren Bau zu gestalten.
Claims (2)
1. Gerippe-Luftschiff, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelteile des Gerippesystems durch Spitzenkappen o. dgl. und einen mittleren Sattel aus starkem Stoff zusammengehalten
und in ihren Verbänden verstärkt werden.
2. Gerippe-Luftschiff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gondeln
sowohl an dem Gerippe als auch an dem Sattel und den Spitzenkappen aufgehängt sind, wobei die von den Gerippeträgern und
dem Sattel nach den Gondeln laufenden, in gleicher Querebene liegenden Tragseile durch
Rollen- und Knotenpunktkonstruktionen derart miteinander verbunden sind, daß die
Gondeln in der Querrichtung beweglich aufgehängt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE258741C true DE258741C (de) |
Family
ID=516540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT258741D Active DE258741C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258741C (de) |
-
0
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