DE25653C - Heiz-, Koch- und Wärmapparat - Google Patents

Heiz-, Koch- und Wärmapparat

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DE25653C
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DE
Germany
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heating
dome
floor
fire
arrangement
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Application number
DENDAT25653D
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English (en)
Original Assignee
ST. REILÄNDER in Wien, Kärntnerstr. 21
Publication of DE25653C publication Critical patent/DE25653C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J36/00Parts, details or accessories of cooking-vessels
    • A47J36/24Warming devices
    • A47J36/26Devices for warming vessels containing drinks or food, especially by means of burners Warming devices with a burner, e.g. using gasoline; Travelling cookers, e.g. using petroleum or gasoline with one burner

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Beiliegende Zeichnung stellt einen Heizapparat in verschiedenen Modification en dar, dessen Heizkraft es nicht nur ermöglicht, in ganz kurzer Zeit gröfsere Räume zu erwärmen, sondern dessen Construction demselben bei einfachster Bedienung eine vielseitige Verwendbarkeit aufser als Ofen, ζ. B. als Kochappärat, Tellerwärmer, Apparat zur Bereitung von Luft- und Dampfbädern, Bettwärmer etc., sichert. Einzelne Theile des Ofens können aufserdem anderen Zwecken dienen, wie z. B. die Kuppel des Ofens als Waschbecken, geeignet construirt, Verwendung finden kann.
Der in Fig. 1 veranschaulichte Ofen hat folgende Construction. Der den Ofen umschliefsende Heizmantel H besteht aus zwei Theilen, welche z. B. durch Bajonnetverschlufs i verbunden sind. Im unteren, durch Füfse c getragenen Theil ist eine Spirituslampe b von ringförmiger Gestalt angebracht und mit Brennern η versehen. Die Spirituslampe b umschliefst gleichzeitig den cylindrischen Raum R, durch den dem Ofen die erforderliche Speiseluft zugeführt wird. Pfeile q deuten die Einströmung an. Der obere Theil des Mantels H hat einen Aufsatz V, durch den Deckel U verschliefsbar.
In diesen Aufsatz läfst sich ein Kochtopf (oder Kessel) P einhängen, welch letzterer durch strahlenförmig angeordnete Arme u getragen wird. Die Platten / dienen dazu, die heifsen Verbrennungsgase möglichst lange in dem Apparat zu halten und ihnen eine möglichst grofse Heizfläche darzubieten. Die Verbrennungsgase umspielen den Topf P von allen Seiten und entweichen schliefslich durch den perforirten Mantel des Aufsatzes V bei 0. Soll die Flamme erlöschen, so dreht man mittelst Scheibe m das auf Spindel dl sitzende Excenter e um i8o°, wodurch der durch das Gewicht G beschwerte, von der Spindel d getragene Deckel S die Luftzuführungsöffnung .S1 schliefst. Spindel d führt sich in der Hülse x, welche mittelst der Arme x1 an der cylindrischen Wandung des Raumes R befestigt ist. BB sind Bleche, welche der Spindel d1 als Lager dienen.
Eine Modification dieses Wärmapparates ist in Fig. ιa zur Darstellung gebracht; es bezeichnen hier gleiche Buchstaben gleiche Theile der Fig. 1. Ueber den im Kreise angeordneten Brennern η der Lampe b befindet sich die mit dem Heizmantel H fest verbundene Rostplatte r, welche, der Lage der Brenner η entsprechend, oben und unten offene abgestumpfte Kegelmäntel / trägt. Die Speiseluft tritt hier seitlich bei q ein. Die Verbrennungsgase nehmen, wie angedeutet, ihren Weg durch /, gehen zwischen den Circulationsplatten p. hindurch und entweichen durch die Oeffnungen o, die auch durch einen Schieber y theilweise oder ganz geschlossen werden können, nachdem sie den Topf/3 erwärmt haben.
Das Erlöschen der Flamme wird durch einen Druck auf Knopf k des Deckels U bewirkt. Dadurch werden nämlich die Spiralfedern /, welche um die bei cl befestigten Stifte α gelegt sind, zusammengedrückt und die Luftzuführungsöffnung zwischen Heizmantel H und dem Untertheil geschlossen. Die Stifte α führen sich in Hülsen w und haben oben einen Kopf, der beim Nachlassen des Druckes die Höhe der Aufwärtsbewegung des Heizmantels H begrenzt.
Fig. 2 stellt eine weitere Modification dieses Wärmapparates dar, welche hier zum Wärmen von Speisen, Tellern etc. dienen soll. Auch hier bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Theile der früheren Figuren, Dieser Wärmapparat hat einen oben durch das Blech ζ geschlossenen abgedeckten Vorbau W, der zur Aufnahme der Spirituslampe b bestimmt ist. In den Vorbau tritt die Speiseluft durch einen Rost v. Die Verbrennungsgase durchziehen in einem mittleren Kanal den ganzen Apparat, theilen sich am hinteren Ende desselben und strömen wieder nach vorn, indem sie die, durch die Circulationsplatten/ gebildeten Kanäle passiren. Auf diesem Wege bestreichen sie den Deckel U des Apparates. Der vordere Theil des mittleren Kanals ist durch ein gekrümmtes Blech y überdeckt, über dem sich in dem Raum Ji1 die beiden seitlichen Ströme der heifsen Gase vereinigen und durch Oeffnungen o, welche in der rostartigen Platte vy angebracht sind, ins Freie entweichen. Der zu wärmende Teller t etc. findet in einer Vertiefung des Deckels U seinen Platz. Zum Schütze der Teller gegen die ausströmenden heifsen Gase ist ein Schutzblech h angebracht. Die Heizlampe kann natürlich auch, ohne die eigentliche Construction des Apparates zu beeinträchtigen, innerhalb des Wärmeraumes angeordnet werden.
Fig. 3 zeigt zwei weitere Modifikationen des Ofens. Die Heizkuppel H ist (wie im linksseitigen Querschnitt dargestellt) mit einem Deckel U und Auflagerringe u versehen, um ein Kochgefäfs oder eine Pfanne P einhängen zu können. Innerhalb der eigentlichen Heizkuppel ist ein Feuermantel f angeordnet, durch welchen die durch den mit mehreren Tüllen versehenen Spiritusbrenner b entwickelten Flammen gezwungen werden, das eingehängte Gefäfs vollständig zu bestreichen und dann, zwischen f und Kuppel H hinziehend und letztere erwärmend, durch die im Fufs befindlichen Löcher ο abzuziehen. Die erforderliche Speiseluft tritt durch den durchbrochenen Rostboden q in den Brennerraum ein. m sind rings um den Sockel angeordnete Halter für Teller, wenn der Apparat zum Erwärmen derselben benutzt wird. Füfse c tragen den gesammten Ofen.
Der rechtsseitige Querschnitt zeigt den Ofen als Bettwärmer, ohne die Verwendung für andere Zwecke auszuschliefsen. Die Heizkuppel H kann in diesem Falle entweder ohne Oeffhung hergestellt werden (dann ist H bei ζ auf den Sockel gesetzt und lösbar befestigt) oder sie ist bei ν überhaupt derart getheilt, dafs das Innere des Apparates zugänglich wird, oder aber der mittlere Theil des Rostbodens, der den Brenner trägt, kann einsetzbar gemacht werden. Um die Feuerwirkung nach aufsen hin auszuschliefsen, ist der innere Feuermantel nach dem Princip der Davy'sehen Sicherheitslampe mit einem Metallnetz g abgedeckt. Damit die Heizkraft der Feuergase völlig ausgenutzt, möglichst viel Wärme im Apparat aufgespeichert wird, ist der Weg der Heizgase durch Mantelbleche α und b mehrfach gebrochen; letzteres ist am Sockel F befestigt, um ein Abnehmen der Kuppel H zu gestatten. Der Austritt der Gase erfolgt durch die Sockelöffnungen o. Unterhalb des Rostbodens q ist eine für den Speiseluftstrom durchbrochene Schale oder Muschel χ angeordnet,-um dem Wärmer einen breiten Fufs zu geben.
Die Oefen können für die verschiedenen Zwecke aus Porcellan, Glas, Thon und Metallblech hergestellt werden.
Bei der Benutzung des Ofens zur Herstellung eines Luft- oder Dampfbades braucht man denselben nur unter einem Sessel mit durchlässiger Sitzplatte aufzustellen und entsprechend functioniren zu lassen.
Fig. 4 stellt eine weitere Modification des Ofens dar; derselbe ist zur Erwärmung des Badewannenwassers bestimmt. Auch hier entwickelt ein Spiritusbrenner b die erforderliche Wärme. Innerhalb der äufseren, durch den Boden B wasserdicht abgeschlossenen Heizkuppel H ist eine Heizkappe H1 eingesetzt. Durch die Wandung der Heizkuppel hindurchtretend, mündet eine Luftzuführungsröhre H1 in den Boden i?2, der zur Vertheilung der Speiseluft angeordnet ist, ein. Ein anderes Rohr R führt die Verbrennungsgase aus der Heizkuppel H fort. Ein Handgriff If2, der zum Transportiren des Ofens dient, verbindet beide über dem Wasserspiegel ausmündende Röhren. In den Boden B, der, um den Apparat am Boden der Badewanne zu halten, entsprechend massiv hergestellt ist, wird abgedichtet ein zweiter Bodentheil B1 eingeschraubt; auf letzterem ist der Spiritusbrenner erhöht befestigt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die beschriebenen Heizapparate, insbesondere :
    a) der durch eine passende Vorrichtung (Excenter) e auf der in Blechen B gelagerten Welle d1 auf- und niederbewegte Verschlufsdeckel »S zur Regulirung der Lufteinströmung bezw. zum Auslöschen der Lampe, Fig. ι;
    b) die Anordnung von Circulationsplatten / in der Heizkuppel IT, Fig. ι und ia;
    c) die Auslöschvorrichtung, bei welcher die durch Federn f emporgehaltene Heizkuppel H niedergedrückt wird und die untere Luftzuführung abschliefst, Fig. ia;
    d) der mit Deckel U verschliefsbare Aufsatz V mit den durch Schieber Y zu verschliefsenden Ausströmöffnungen o.
  2. 2. Der mit Bezug auf Fig. 2 beschriebene Heizapparat (Tellerwärmer), insbesondere:
    a) die Anordnung von durch Bleche p p* begrenzten hin- und hergeführten Heizkanälen unter der Wärmplatte U;
    b) die Anordnung der Heizlampe b etc. innerhalb des runden Apparates oder aufserhalb in einem Vorbau W, Vereinigungsraum R1 mit Ausströmöffnungen 0 für die Heizgase.
  3. 3. Ein mit Bezug auf Fig. 3A beschriebener Heizapparat: Heizkuppel H in Verbindung mit dem durchbrochenen Rostboden q, Koch-, gefäfs P, Tellerhalter m, dem mit Löchern 0 versehenen Sockel F, Deckel U, Auflagerring u, Füfsen e, Feuermantel/ und Spiritusbrenner b.
    Ein mit Bezug auf Fig. 3B beschriebener Heizapparat: abnehmbare Heizkuppel H in Verbindung mit Feuermantel f, Spiritusbrenner b, Netz g, Feuerbleche α und b, Tellerhalter m, dem durchbrochenen Muschelfufs x, dem durchbrochenen Rostboden q und dem mit Oeffnungen ο versehenen Sockel F.
    Ein mit Bezug auf Fig. 4 beschriebener Heizapparat für Bäder: Heizkuppel H in Verbindung mit Kappe JI1, Boden B und B\ Zwischenboden B2, Röhren R und R1 und Spiritusbrenner b.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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