-
Absperreinrichtung für flüssigkeitsführende Kanäle oder Becken
-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Absperreinrichtung für insbesondere
flüssigkeitsführende Kanäle oder Becken, mit einem plattenförmigen Schieber, der
beidseitig in je einem Führungsprofil mit einer Führungsnut geführt ist und in wenigstens
eine mit den Führungsnuten in Verbindung stehende Schieberkammer eintaucht. Eine
derartige Absperreinrichtung kann auch als Reguliereinrichtung für Abwasserkanäle,
Uberlauf- und Auslaufbauwerke eingesetzt werden.
-
Bei den bisher bekannten Absperreinrichtungen, also bei Absperreinrichtungen
mit im Einbauzustand unterhalb der Kanalsohle versenkten Schieberkammern, besteht
die Gefahr, daß die Schieberkammer durch Undichtigkei.ten voll Wasser laufen und
versanden, so daß die Funktion einer derartigen Absperreinrichtung beeinträchtigt
wird.
Zur Verringerung dieser Gefahr ist in der DT-OS 2 239 305 ein Dichtungssystem vorgeschlagen,
bei dem der Schieber beidseitig an seinen Flachseiten nahe den Stirnseiten elastisch
unter Vorspannung gegen die Führungsflächen der Schieberkammer anliegende, vertikal
verlaufende Dichtlippen aufweist, die durch mehrere horizontal und untereinander
angeordnete Dichtlippen verbunden sind.
-
Mit diesem am Schieber angeordneten Dicht system konnten jedoch hinsichtlich
der Dichtheit keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden, so daß auch weiterhin
die Gefahr bestand, daß die Schieberkammer durch Eindringen von Schmutz versandet.
-
Außerdem treten insbesondere bei größeren Abmessungen hinsichtlich
der Fertigung außerordentliche Schwierigkeiten auf.
-
Der vorliegenden Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine
Absperreinrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß sowohl die Schieberkammer
absolut dicht gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz ist, als auch absolute
Dichtheit gegen Wasserdurchfluß erzielt wird.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Bereich
der Öffnungskanten der Führungsnuten und der echieberkammer gegen den Schieber anliegede
elastische Dlchtungsprofile zur Abdichtung gegen Eindringen von Flüssig- oder Feststoffen
angeordnet sind und der Schieber beidseitig, im wesentlichen vertikal verlaufende
Holme aufweist, die zusamen mit der Schieberplatte bei jeder Schieberstellung die
Führungsnuten
unterhalb des im Einbauzustand höchstmöglichen Flüssigkeitsstandes
abdichtend ausfüllen.
-
Dieses Dichtsystem, bei dem die Dichtungsprofile nunmehr am feststehenden
Teil der Absperreinrichtung, nämlich oberhalb der Schieberkammer und an den Führungsnuten,
angeordnet sind, ist wesentlich wirksamer als das bisher am Schieber angeordnete
Dichtsystem, so daß ein Versanden der Schieberkammer praktisch ausgeschlossen ist.
Dies konnte jedoch erst durch die Piaßnahme verwirklicht werden, daß der Schieber
nunmehr im wesentlichen vertikal verlaufende, beidseitig angeordnete Holme aufweist,
die zusammen mit dem Schieber in jeder Schieberstellung die Führungsnuten ausfüllen,
so daß auch diese gegen Eindringen von Wasser und Schmutz auf ihrer ganzen Länge
abgedichtet sind.
-
Hierdurch ist jegliche Undichtigkeit und damit Versanden und Verstopfen
ausgeschlossen, so daß sie auch von beiden Seiten mit Flüssigkeit beaufschlagt werden
kann.
-
In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Führungsnuten
an ihren Innenseiten Widerlager zur Führung des Schiebers aufweisen. Diese Widerlager
nehmen die Kräfte, die durch den Wasserdruck auf den Schieber einwirken auf, so
daß die Dichtungsprofile hiermit nicht belastet werden und somit nur zur Abdichtung
dienen. Hierdurch wird deren Verschleiß auf ein Minimum gesenkt. Die Widerlager
können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung als parallel zu den Dichtungsprofilen
verlaufende Kunststoffstreifen ausgebildet sein. Sie können darüberhinaus, wie die
Erfindung fernerhin vorschlägt, eingelassene
Wälzlager aufweisen,an
denen sich der Schieber abstützt und die für einen besonders reibungsarmen Lauf
des Schiebers sorgen. Hierzu können auch an den Stirnkanten des Schiebers angeordnete
Führungsrollen beitragen, wie gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgeschlagen
ist.
-
Hinsichtlich der Anordnung der Holme am Schieber schlägt die Erfindung
zwei Varianten vor. Bei der ersten Variante sind die Holme an der Oberseite der
Schieberplatte angeformt, wobei die Schieberplatte in Offenstellung der Absperreinrichtung
bis auf die Holme annähernd ganz in die Schieberkammer eintaucht.
-
Aus dieser Offenstellung kann die Absperreinrichtung dadurch geschlossen
werden, daß der Schieber aus der Schieberkammer heraus nach oben gezogen wird.
-
Gemäß der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die oberseitigen Enden
der Holme über ein Querjoch verbunden sind. Hierdurch wird zwischen der Oberseite
des Schiebers und dem Querjoch eine Öffnung für den Flüssigkeitsdurchlauf gebildet.
An dem Querjoch kann gegebenenfalls eine motorisch angetriebene Hubspindel befestigt
werden, so daß bei jeder Schieberstellung ein freier Durchflußquerschnitt gewährleistet
ist.
-
Bei der zweiten Variante hinsichtlich der Anordnung der Holme schlägt
die Erfindung vor, die Holme an der Unterseite der Schieberplatte anzuformen, wobei
sie in je eine in der Verlängerung der Führungsnuten befindliche Pchieberkammer
eintauchen. Da bei einem derart ausgebildeten Schieber jeweils nur dessen Holme
in
die beiden seitlich und unterhalb der Fließsohle angeordneten Schieberkammern eintauchen,
können diese Sls geschlossene Hohlprofile ausgebildet sein, deren Querschnitt ungefähr
dem der Führungsnuten entspricht. Im Gegensatz zu der ersten Variante, bei der die
Holme an der Oberseite des Schiebers angeordnet sind und der von unten nach oben
in die Schließstellung gefahren wird schließt dieser Schieber durch Eintauchen der
Holme in die allseitig abgedichtete Schieberkammer und durch Berühren der Unterseite
des Schiebers auf der Fließsohle.
-
Für die zuverlässige Funktiondes Dichtprofils, auf die es bei einer
Absperreinrichtung der hier beschriebenen Art besonders ankommt, ist deren entsprechende
Ausbildung maßgebend. Hierzu schlägt die Erfindung gemäß einem weiteren Merkmal
vor, daß die Dichtprofile in zur Dichtfläche hin offenen Dichtnuten verschiebbar
eingesetzt sind, wobei sie sich über lineare Federelemente am Dichtnutgrund abstützen.
Dieser Federelemente sorgen dafür, daß die Dichtungsprofile immer unter Vorspannung
an dem Schieber anliegen. Außerdem ist es hierdurch möglich, die Führungsnuten bzw.
-
die Öffnung der Schieberkammer so breit auszubilden, daß der Schieber
sowohl quer zur Kanalachse als auch in Richtung der Kanalachse eine gewisse Beweglichkeit
hat. Hierdurch wird ein Klemmen des Schiebers zuverlässig verhindert.
-
Die linearen Fedeniemente können gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung als elastische Schlauchfedern ausgebildet sein, die, wie ferner vorgeschlagen
wird, pneumatisch beaufschlagbar sind. Durch letztere Maßnahme kann der Anpreßdruck
der Dichtungsprofile
am Schieber gesteuert werden. Um die Dichtungsprofile
zentral mit dem Druckmedium zu versorgen, ist es zweckmässig, sie untereinander
zu verbinden.
-
Aus Fertigungsgründen erscheint es ferner vorteilhaft, die Schlauchfedern
an den Rückseiten der Dichtungsprofile anzuformen. Hierdurch bilden Dichtungsprofile
und Schlauchfedern eine Einheit, die beispielsweise in einem Vorgang unterschiedlich
elastisch extrudiert werden kann.
-
Die Erfindung schlägt weiterhin vor, daß an den Dichtungsprofilen
bis zu den Öffnungskanten der Führungsnuten bzw. Schieberkammer(n) reichende Dichtungsstege
als Labyrinthdichtung angeordnet sind. Hierdurch wird die Dichtfläche entsprechend
vergrößert. Außerdem ermöglicht diese Maßnahme, daß an die Dichtungsstege um die
Öffnungskanten herumgeführte Dichtlippen angeformt sind, die dort unter Vorspannung
anliegen. Diese Dichtlippen haben die Aufgabe, das Eindringen von Wasser oder Schmutz
in die Dichtnuten zu verhindern. Dies wird dadurch erzielt, daß bei der Ein- oder
Ausfederbewegung der Dichtungsprofile der vor den Dichtlippen angesammelte Schmutz
verdrängt wird.
-
Die Wirkungsweise der Dichtlippen kann noch dadurch erhöht werden,
daß an deren Rückseite eine sägezahnartige Profilierung vorgesehen ist. Hierdurch
entsteht ebenfalls eine Labyrinthdichtwirkung.
-
Auch die weiterhin vorgeschlagene Maßnahme, daß die Öffnungskanten
im Anlagebereich der Dichtlippen stumpf an£:esci ij sinn, erhöht deren Wirksamkeit,
da sie bei einer Einfederbewegung der Dichtungsprofile mit sich stetig vergrößerende
Vor spannung gegen die Schräge gedrückt wird.
-
Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist vorgesehen, daß die
am Schieber bzw. an den Holmen anliegenden Dichtungsflächen der Dichtungsprofile
und/oder gegebenenfalls der Dichtungsstege eine Profilierung aufweisen. Dabei kann
die Profilierung aus wenigstens einem Längssteg bestehen, was zu einer Erhöhung
der Flächenpressung an der Dichtfläche beiträgt. Die Flächenpressung kann ferner
noch dadurch erhöht werden, daß die Längsstege zur Dichtfläche hin angespitzt sind.
-
Schließlich ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß die Dichtungsprofile
aus Materialersparnis in der Dichtfläche einen Einschnitt aufweisen, der beispielsweise
als Trapeznut ausgebildet sein könnte.
-
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele
näher veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Absperreinrichtung
in Explosionsdarstellung; Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Absperreinrichtung
in Explosionsdarstellung;
Fig. 3 ein Teilschnitt durch ein Führungsprofil
einer Absperreinrichtung; Fig. 4 die linke untere Ecke am Stoß zwischen 'chieberkammer
und Führngsprofil der Absperreinrichtung gem. Fig. 1; Fig. 5 die linke untere Ecke
am Stoß zwischen Schieberkairimer und Führungsprofil der Absperreinrichtung gemäß
Fig. 2.
-
In der Zeichnung sind gleiche Bezugsziffern für die gleichen oder
die gleiche Funktion ausübenden Teile der beiden husführungsbeispiele gewählt worden,
wobei diese Teile in der AusSührungsform gemäß Fig. 1 mit dem Zusatz a und in der
Ausführungsform gemäß Fig. 2 mit dem Zusatz b versehen sind.
-
Figur 1 zeigt eine Absperreinrichtung für flUssigkeitsführende Kanäle
in einer sogenannten Explosionsdarstellung, d.h.
-
mit auseinandergezogenen Hauptteilen. Danach besteht die Absperreinrichtung
aus den Hauptteilen Schieber la, Dichtungs-und Führungsteil 2a und der Schieberkammer
3a.
-
Der Schieber 1a besteht aus einer rechteckigen Platte 1a' an deren
Oberseite beidseitig je ein Holm 4a' bzw. 4a" mit annähernd quadratischem Querschnitt
angeformt sind. Die oberseitigen Enden der Holme 4a' und 4a" sind über ein Querjoch
5 miteinander verbunden, in dessen Mitte eine Hubspindel 6a befestigt ist, über
die der Schieber 1a in vertikaler Richtung mittels eines gegebenenfalls motorischen
Antriebes verstellt
werden kann.
-
Das Dichtungs- und Führungsteil 2a besteht aus den zwei horizontal
verlaufenden und im Abstand parallel zueinander angeordneten Schieberkammeröffnungsprofilen
7' bzw. 7", an deren beidseitigen Enden zwei vertikal verlaufende Führungsprofile
8a' und 8a" auf Gerung angesetzt sind.
-
Der Abstand der Schieberöffnungsprofile 7' und 7 " entspricht dabei
der Dicke des Schiebers 1a und dem Federweg der Dichtungsprofile. Längs der Öffnungskanten
verlaufen elastische Dichtungsprofile 9a' und 9a".
-
Die Führungsprofile 8a' und 8a" sind U-förmig ausgebildet, wodurch
Führungsnuten 10a' und 10a " entstehen, deren Öffnungskanten ebenfalls mit Dichtungsprofilen
pa"', 9a" " und 9a" " ' sowie 9a""" versehen sind.
-
Der Schieberkasten 3a ist quaderförmig ausgebildet und in seiner Größe
so bemessen, daß er die Platte 1a des Schiebers 1a ganz aufnehmen kann. Bis auf
die oberseitige Öffnung 11a ist er im wesentlichen geschlossen ausgeführt. Etwa
auf halber Höhe ist ein Versteifungsflansch 12 angeordnet. An den Schmalseiten befindet
sich im unteren Bereich je eine Öffnung zum Anschluß einer Druckausgleichsleitung.
-
Die oberseitige Öffnung 11a ist kragenförmig von einem Befestigungsflansch
13a umgeben, auf dem die Schieberkastenöffnungsprofile 7' und 7" mittels Schraubenverbindung
befestigt
werden.
-
Nach Befestigung der Schieberkastenprofile 7' bzw. 7" bildet der Schieberkasten
3a mit dem Dichtungs- und Führungsteil 2a eine Einheit, die z.B. in einen Kanalauslaß
oder einer Überlaufstelle eines Rückhaltebeckens derart eingebaut werden kann, daß
die Oberseite der Schieberkastenprofile 7' und 7" auf gleiche Höhe mit der Kanalsohle
liegt und die Fuhrungsprofile 8a' bzw. 8a" an den Kanalwänden anliegen oder auch
in diesen versenkt sind. Dabei kann selbstverständlich der Verlauf der Schieberkastenöffnungsprofile
7' bzw. 7" auch einer beispielsweise gekrümmten Form der Kanalsohle angepaßt sein,
was ebenso für die Führungsprofile 8a' und 8a" gilt.
-
In die Einheit von Schieberkasten 3a und Dichtungs- und Führungsteil
2a kann dann der Schieber 1a von oben eingeschoben werden. Im eingeschobenen Zustand
ergibt sich dabei die Offenstellung der Absperreinrichtung dann, wenn die Platte
1a1 des Schiebers 1a vollständig in die Schieberkammer 3a eingefahren ist, so daß
die Oberseite der Platte 1a' mit der Oberseite der Schieberkammeröffnungsprofile
7' und 7" praktisch abschließt. Dabei liegen die Dichtungsstreifen 9a' und 9a" an
den Seiten der Platte 1a' an und dichten damit die Schieberkammer 3a gegen Eindringen
von Wasser und Schmutz ab.
-
Die Führungsnuten 10a' und 10a" werden in dieser Stellung nahezu vollständig
von den Holmen 4a' und 4a" am Schieber 1a ausgefüllt, wobei die Dichtungsprofile
9a''' und 9aL111 sowie 9a11111 und 9a""" an den Holmen 4a' und 4a' t abdichtend
anliegen.
-
Die Holme 4a' bzw. 4a" reichen in dieser Stellung höher als der höchstmögliche
Wasserstand, so daß vermieden wird, daß über die Führungsnuten 10a' bzw. 10a" Wasser
oder Schmutz in die Schieberkammer 3a eindringen kann. Somit ist diese vollständig
abgedichtet, so daß ein Versanden praktisch unmöglich ist.
-
Soll die Absperreinrichtung geschlossen werden, wird der Schieber
1a aus der Schieberkammer 3a herausgezogen. Dabei ragt er auch in der Schließstellung,
also in seiner höchsten Stellung, immer noch ein wenig in die Schieberkammer 3a
hinein, um deren Abdichtung und Abstützung sicherzustellen.
-
In Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform einer Absperreinrichtung
ebenfalls in einer Explosionsdarstellung gezeigt.
-
Der Schieber ib ist hier ebenfalls als rechteckige Platte ausgebildet,
die von einer Hubspindel 6b direkt gehalten wird.
-
Die Holme 4b' und 4b" sind bei dieser Ausführungsform jedoch an der
Unterseite der Platte 1b' des Schiebers ib angeformt.
-
Das Dichtungs- und Führungsteil 2b' bzw. 2b''ist hier zweiteilig ausgebildet,
wobei es lediglich aus den beiden Führungaprofilen 8b' und 8b" mit den Führungsnuten
10b' bzw. 10b" besteht. In den Führungsnuten 10b' und ?Ob" sind längs der Öffnungskanten
ebenfalls Dichtungsprofile 9b' und 9b" sowie 9b " ' und 9b"" angeordnet. Dabei werden
die gegenüberliegenden Dichtungsprofile 9b' und 9b " bzw. 9b"' und 9b"" in Je einen
FUhrungsprofil 8b' und 8b" an ihren unteren Enden durch je ein weiteres
Dichtungsprofil
9b''''' und 9b""" verbunden, die an den einzigen Öffnungskanten der Schieberkammern
3b' und 3b" angeordnet sind und parallel zur Kanalachse verlaufen. Diese Dichtungsprofile
9b''''1 und 9b" " " sind in an die Führungsprofile 8b' und 8b" angesetzte Blöcke
14' bzw. 14" eingesetzt.
-
Ebenso wie das Dichtungs- und Führungsteil 2b ist die Schieberkammer
3b' und 3b" zweiteilig ausgebildet, wobei beide Teile lediglich als an der Unterseite
geschlossene Längshohlprofile ausgebildet sind. An ihren oberen Enden weisen sie
je einen kragenartigen Befestigungsflansch 13b' und 13b" auf, an denen die Führungsprofile
8b' und 8b" aufgesetzt und befestigt werden können.
-
Nach deren Befestigung bildet je eine Schieberkammer 3b' und 3b" und
je ein an dieser befestigtes Führungsprofil 8b' bzw.
-
8b" eine Einheit, die beispielsweise auch durch die gestrichelt gezeichneten
Abstandhalter 15' bzw. 15" verbunden sein können, damit bei dem Einbau dieser Einheit
der Abstand entsprechend der Breite des Schiebers ib und auch entsprechend der Breite
des Kanals eingehalten wird.
-
Der Einbau in einen Kanal oder in eine Uberlaufschwelle eines Rückhaltebeckens
wird dann so vorgenommen, daß die Oberseite der Blöcke 14' und 14" auf Höhe der
Kanalsohle liegen, so daß die Schieberkammer 3b' und 3b" ganz versenkt sind. Der
Schieber 1b kann dann von oben eingesetzt werden, wobei die
Dichtungsprofile
9b' und 9b" sowie 9b"' und 9b"" in den Führungsnuten 10b' und 10b" und die Dichtungsprofile
9b""' und gb""" in den Blöcken 14' und 14" an der Platte 1b' bzw.
-
den Holmen 4b' und 4b'' des Schiebers Ib anliegen. In Schließstellung
der Absperreinrichtung wird der Schieber 1b ganz abgesenkt, bis er mit der Unterseite
der Platte 1b' auf der Kanalsohle bzw. den Blöcken 14t und 14 anschlägt. In dieser
Stellung sind die Holme 4b' und 4b" ganz in die Schieberkammern 3b' und 3b" eingefahren.
-
Zum Öffnen der Absperreinrichtung wird der Schieber 1b mittels der
Hubspindel 6b hochgezogen. Die Flüssigkeit kann dann durch den freien Querschnitt
zwischen Kanalsohle und der Unterseite der Platte 1b' des Schiebers 1b durchströmen.
In der maximalen Offenstellung tauchen die Verlängerungen 4b' und 4b" nur noch geringfügig
in die Schieberkammern 3b' und 3b" ein. Hierdurch ist gewährleistet, daß alle Dichtungsprofile
9b immer Kontakt mit dem Schieber 1b haben, wodurch die Schieberkammern 3b' und
3b" vollständig gegen das Eindringen von Wasser oder Schmutz abgedichtet sind.
-
Figur 3 zeigt'einen Querschnitt durch einen Teil eines Führungsprofils
8. Dabei kann es sich sowohl um ein Führungsprofil für die Ausführungsform gemäß
Figur 1, als auch um ein Führungsprofil für die Ausführungsform gemäß Figur 2 handeln,
so daß auf eine Differenzierung der Bezugsziffern verzichtet wird.
-
Die Führungsnut 10 ist in dieser Darstellung lediglich als freie Fläche
oberhalb der Dichtfläche des Dichtungsprofils 9 dargestellt. Dabei weist die eine
Seite des Führungsprofils 8 einen Rahmen 81 auf, in den ein als Widerlager für den
Schieber 1 dienender Kunststoffstreifen 16 eingesetzt ist. Dieser Kunststoffstreifen
16 nimmt die Kräfte auf,die durch die auf den schieber wirkenden Druckkräfte der
abzusperrenden bzw. zu regulierenden Flüssigkeit entsteht. In den Kunststoffstreifen
16 ist eine zur Führungsnut 10 offene, rechteckige und längs der Öffnungskante verlaufende
Dichtnut 17 eingeformt, in die ein Dichtungsprofil 9 eingelegt ist. Auf der Rückseite
des Dichtungsprofils 9 ist ein Steg 18 angeformt, über den sich das Dichtungsprofil
9 an einer im Dichtnutgrund verlaufenden Schlauchfeder 19 abstützt, die als verformungsfähiger
Schlauch pneumatisch beaufschlagbar ausgebildet ist, so daß der Anpreßdruck auf
die Schieberfläche frei gewählt werden kann.
-
Zur Öffnungskante der Führungsnut 10 hin ist am Dichtungsprofil 9
ein Dichtungssteg 20 angeformt, der aus der Führungsnut 10 hinausragt und an dem
dort eine Dichtungslippe 21 angeformt ist, die um die Öffnungskante der Führungsnut
10 herumgelegt ist und dort anliegt.
-
Im Anlagebereich der Dichtlippe 21 ist die Öffnungskante stumpf angeschrägt,
so daß die Dichtlippe 21 beim Einfedern des Dichtungsprofils 9 unter kontinuierlich
steigender Vorspannung gegen die dortige Schräge gedrückt wird. Dabei weist die
Rückseite der Dichtlippe 21 eine sägezahnartige Profilierung auf,
so
daß der sich vor der Dichtlippe 21 ansammelnde Schmutz beim Einfedern des Dichtungsprofils
9 weggedrückt wird und eine labyrinthartige Dichtung erzielt wird.
-
Das Dichtprofil 9 und der Dichtungssteg 20 ist schieberseitig mit
einer Profilierung versehen, die aus mehreren angespitzten Längsstegen 22 besteht.
Hierdurch wird die Flächenpressung an der Dichtfläche zur Schieberplatte hin erhöht
und damit die Dichtwirkung optimiert.
-
Figur 4 zeigt eine Teilschnittdarstellung der linken unteren Ecke
des Djchtungs- und Führungsteils 2a der Absperreinrichtung gemäß Figur 1, und zwar
da, wo die Schieberkastenöffnungsprofile 7' und 7" auf das rechte Führungsprofil
8a" treffen.
-
Der Schieberkasten 3a selbst ist nicht dargestellt.
-
Der Schieber la mit dem rechten Holm 4a" ist geringfügig aus der nicht
dargestellten Schieberkammer 3a herausgezogen.
-
An der Platte 1a' und an dem Holm 4a" liegen die Dichtungsprofile
9a' und 9a" sowie 9a'11,, und 9a""" an.
-
Diese Dichtungsprofile 9a sind jeweils in die Dichtnuten 17a' und
17a" sowie 17a"' und 17a"" eingesetzt. Sie werden, wie schon in Figur 3 beschrieben,
durch die Schlauchfedern 19a' und 19a" sowie 19a "' und 19a"" gegen den Schieber
1a gepreßt, so daß die Dichtheit der Schieberkammer 3a gewährleistet ist. Dabei
hat der Schieber 1a innerhalb der Führungsnut 10a''' und zwischen den Schieberkammeröffnungsprofilen
7'
und 7" genügend Spiel, um den auftretenden Abrieb der Längsstege 20 auszugleichen
und eine lockere Führung ohne Verklemmen zu gewährleisten.
-
Die Dichtungsstreifen 9a' und 9a" sowie 9a""' und 9a" " " sind ebenso
wie die Schieberkammeröffnungsprofile 7' und 7" und das Führungsprofil 8a" auf Gerung
aneinander gesetzt, wobei die Enden der Schlauchfedern 19a' und 19a"' sowie 19a"
und 19a"" dicht miteinander verschweißt sind, so daß bei Druckbeaufschlagung von
oben auch die in den Schieberkammeröffnungsprofilen 7' und 7" befindlichen Schlauchfedern
19a' und 19a" mit Druckmittel versorgt werden.
-
Figur 5 zeigt eine Teilschnittdarstellung des linken unteren Teils
des Führungsprofils 8b' mit einem Teil des Schiebers Ib und dem Block 14'. Die nach
Fertigstellung unterhalb der Fließsohle angeordnete Schieberkammer ist in dieser
Darstellung weggelassen.
-
Das Führungsprofil 8b' läuft bei dieser Ausführungsform gerade herunter,
wobei an dessen Innenseite der insgesamt dreiteilige Block 14' angesetzt ist, in
den das parallel zur Kanalachse verlaufende Dichtungsprofil 9b"' eingesetzt ist.
Der Schieber 7b ist geringfügig aus der Schieberkammer herausgezogen, so daß sich
zwischen der Oberseite des Blocks 14', die auf gleicher Höhe zur Kanalsohle liegt,
und der
Unterseite der Platte 1b' des Schiebers 1b ein offener
Durchlaßquerschnitt ergibt.
-
An der Platte 1b' und dem nach unten in die Schieberkammer hineinragenden
Holm 4b' liegen seitlich die Dichtungsprofile 9b' und 9b" an, die in den Dichtnuten
17b' und 17b'' des Führungsprofils 8b' verschieblich eingesetzt sind. An der Innenseite
des Holms 4b' des Schiebers ib liegt das in dem mittleren Teil des Blocks 14' eingesetzwe
Dichtungsprofil 9bt t t an, wobei dessen Länge wenigstens der Breite der Eührungsnut
1Ob' entspricht. Durch diese Anordnung der Dichtungsprofile 9b', 9b", 9b"' ist die
Schieberkammer lückenlos gegen das Eindringen von Schmutz oder Wasser abgedichtet.
-
Die unteren Enden der Schlauchfedern 19b' und 19b" sind mit den beidseitigen
Enden der Schlauchfeder 19b"' des Dichtungsstreifens 9b''' über je durch den Achsverlauf
dargestellten Schlauch verbunden, so daß alle Schlauchfedern l9b?, 19b" und 19b"
' untereinander verbunden sind, wodurch eine durchgehende, gleichmässige pneumatische
Druckbeaufschlagung erzielt wird.
-
L e e r s e i t e