DE255174C - - Google Patents
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- DE255174C DE255174C DENDAT255174D DE255174DA DE255174C DE 255174 C DE255174 C DE 255174C DE NDAT255174 D DENDAT255174 D DE NDAT255174D DE 255174D A DE255174D A DE 255174DA DE 255174 C DE255174 C DE 255174C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
- B60T13/66—Electrical control in fluid-pressure brake systems
- B60T13/665—Electrical control in fluid-pressure brake systems the systems being specially adapted for transferring two or more command signals, e.g. railway systems
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Systems And Boosters (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Bekanntlich empfiehlt es sich, die pneumatischen Steuerventile beim elektrischen Anstellen
der selbsttätig wirkenden Einkammer-Druckluftbremsen mitzubenutzen, damit diese
auch arbeitsfähig sind, wenn die Bremse ausnahmsweise rein pneumatisch angestellt wird.
Die Mitbenutzung findet z. B. statt, wenn die elektrischen Steuerventile zwischen der Hauptluftleitung
und dem Bremszylinder angeordnet
ίο sind. Wird bei derartigen Anordnungen die
Bremse elektrisch dadurch gelöst, daß die Druckluft unmittelbar aus dem Bremszylinder
ins Freie gelassen wird, so bestand bisher der Nachteil, daß die Bremse sich vollständig erschöpfen
kann, wenn das elektrische Lösen, wie üblich, in der Abschlußstellung des Führerbremsventils
erfolgt. Wird das elektrische Lösen aber in einer Füllstellung des Führerbremsventils
vorgenommen, so werden die
a° pneumatischen Steuerventile durch den ansteigenden
Leitungsdruck in die Lösestellung übergeführt, und es werden die Bremszylinder vollständig
entlüftet, so daß ein t stufenweises Lösen der Bremse ausgeschlossen ist. Letzterer
Ubelstand wird zwar vermieden, wenn die Ausströmungsöffnung in den pneumatischen
■ Steuerventilen während des Fahrens mit elektrischer Steuerung der Bremse verschlossen
wird. Jedoch tritt nunmehr der neue Ubelstand auf, daß der höchste Druck im Bremszylinder
über den üblichen Wert hinaus ansteigt, wenn die Luftleitung während' der
Fahrt mit angezogener Bremse aufgeladen und die Bremskraft stufenweise gesteigert wird.
Diese Ubelstände werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß der Leitungsdruck beim Lösen der Bremse nur in dem
Maße gesteigert wird, wie der Bremszylinderdruck sinkt. Dies kann z. B. von Hand geschehen.
Zu dem Zwecke empfiehlt es sich, ein Manometer zu verwenden, das einen Zeiger besitzt, welcher den jeweiligen Leitungsdruck angibt, und einen zweiten Zeiger, welcher
anzeigt, bis zu welchem Drucke die Leitung in jedem Augenblick aufgefüllt werden
soll. Letzterer Zeiger wird vom Bremszylinder auf der Lokomotive gesteuert und weist beispielsweise
auf 5 Atm., wenn kein Druck im Bremszylinder herrscht, und auf 4,2 Atm., wenn die Bremse voll angestellt ist.
Statt von Hand, kann der Leitungsdruck auch selbsttätig geregelt werden. Die Zeichnung
zeigt ein diesem Zwecke dienendes Druckminderungsventil.
Die Biegeplatte α desselben wird, in bekannter
Weise einerseits durch den Druck der Leitungsluft und anderseits unter Zwischenschaltung
des Federtellers b durch den Druck der einstellbaren Feder c belastet und das
Ventil d geöffnet, sobald der Leitungsdruck geringer wird als der Federdruck. Das zwischen
Hauptluftbehälter und Hauptluftleitung liegende Füllventil e wird entgegen dem Druck
in dem Hauptluftbehälter geöffnet, sobald Leitungsluft durch das Ventil d unter den
Kolben f strömt. Hat der Leitungsdruck den vorgeschriebenen Wert erreicht, so wird die
Biegeplatte α entgegen dem Druck der Feder c zurückgedrückt, das Ventil d schließt
sich unter dem Einfluß der es belastenden Feder g, die Druckluft in dem Räume unter
dem Kolben f entweicht durch die Bohrung h
ins Freie, und der auf dem Kolben i lastende Luftdruck schließt das Füllventil e. Bis hierher
unterscheidet sich das Druckminderungsventil nicht von den bekannten Bauarten..
Gemäß der Neuerung greift an dem Federteller b der gabelförmig ausgebildete Arm k des Hebels/ an, dessen anderer Arm m unter Vermittlung der Feder η von dem Kolben ο belastet wird. Der Druck, welchen der Federteller auf die Biegeplatte α ausübt, ist somit gleich dem Unterschied zwischen dem Druck der Feder c und dem Druck des Armes k.
Gemäß der Neuerung greift an dem Federteller b der gabelförmig ausgebildete Arm k des Hebels/ an, dessen anderer Arm m unter Vermittlung der Feder η von dem Kolben ο belastet wird. Der Druck, welchen der Federteller auf die Biegeplatte α ausübt, ist somit gleich dem Unterschied zwischen dem Druck der Feder c und dem Druck des Armes k.
Der Raum unter dem Kolben ο ist mit dem Bremszylinder auf der Lokomotive verbunden.
Die Durchmesser des Kolbens 0 und das Übersetzungsverhältnis des Hebels I sind
so gewählt, daß bei vollem Druck im Bremszylinder die auf die Biegeplatte α wirkenden
Federdrücke einem Luftdruck von beispiels-
ao weise 4,2 Atm. das Gleichgewicht halten, während sie bei gelöster Bremse einem Luftdruck
von 5 Atm. entsprechen.
Die Wirkung des Ventils ist folgende:
Ist die Bremse gelöst, herrscht also kein Druck im Bremszylinder, so ruht der volle
Druck der Feder c auf der Biegeplatte a, und der Leitungsdruck muß bis auf 5 Atm. steigen,
bevor das Ventil d und das Füllventil e geschlossen werden,
Wird die Bremse elektrisch voll angestellt, so findet bekanntlich ein Ausgleich der Luftdrücke
in der Hauptluftleitung, im Hilfsluftbehälter und im Bremszylinder statt, wobei der Leitungsdruck von 5 Atm. bis auf etwa
4,2 Atm. sinkt. In dieser Stellung des Führerbremsventils ist der Hauptluftbehälter vom
Füllventil e abgeschlossen. Wird jetzt das Führerbremsventil in die Stellung für pneumatisches
und elektrisches Lösen der Bremse gebracht, ohne daß der Lösestrom eingeschaltet
wird, so ist wohl die Verbindung des Hauptluftbehälters mit dem Füllventil wieder
vorhanden; es strömt aber trotzdem keine Druckluft in die Luftleitung, da auf die
Biegeplatte α nur der um den vollen Druck im Bremszylinder verminderte Druck der Feder
c wirkt.
Wird der Druck im Bremszylinder durch vorübergehendes Einschalten des elektrischen
Lösestromes z. B. um 1 Atm. vermindert, so nimmt in entsprechendem Maße der Federdruck
auf die Biegeplatte α zu, das Ventil d und damit auch das Ventil e werden geöffnet,
bis der Leitungsdruck auf etwa 4,4 Atm. angestiegen ist. Die Hilfsluftbehälter der Bremse
werden ebenfalls bis zu diesem Betrage geladen.
Bei einem weiteren elektrischen Lösen der Bremse steigt der Luftdruck in der Hauptluftleitung
und in den Hilfsluftbehältern in entsprechendem Maße an, und er erreicht den Wert von 5 Atm., wenn die Bremse vollständig
gelöst ist. Wird die Bremse nur etwas gelöst und sodann wieder voll angestellt, so kann der Druck im Bremszylinder
doch nicht über das übliche Maß hinaus ansteigen, da die Aufladung des Hilfsluftbehälters
nur bis zu dem Wert erfolgen könnte, welcher der jeweiligen Ladung des Bremszylinders'
entspricht.
Um ein pneumatisches Lösen der Bremse sicher zu verhindern, empfiehlt es sich, auch
bei dieser Anordnung die Auslaß öffnungen der pneumatischen Steuerventile geschlossen zu
halten.
Claims (2)
1. Verfahren zum stuf en weisen Lösen elektrisch gesteuerter Einkammer-Druckluftbremsen,
bei denen die pneumatischen Steuerventile mitarbeiten, sobald die Bremse
elektrisch angestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftleitung in der Stellung
des Führerbremsventils für pneumatisches und elektrisches Lösen mit um so höherem Drucke aufgefüllt wird, je tiefer
der Druck im Bremszylinder sinkt.
2. Druckminderungsventil zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer
Biegehaut, auf welche einerseits der Leitungsdruck, anderseits der Druck einer Feder wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Feder durch den Druck der Luft im Bremszylinder entlastet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE255174C true DE255174C (de) |
Family
ID=513299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT255174D Active DE255174C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE255174C (de) |
-
0
- DE DENDAT255174D patent/DE255174C/de active Active
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