DE254351C - - Google Patents

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DE254351C
DE254351C DENDAT254351D DE254351DA DE254351C DE 254351 C DE254351 C DE 254351C DE NDAT254351 D DENDAT254351 D DE NDAT254351D DE 254351D A DE254351D A DE 254351DA DE 254351 C DE254351 C DE 254351C
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ammonia
ammonium sulfite
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washing liquid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/102Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing free acid

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 254351 KLASSE 26 d. GRUPPE
. KARL BURKHEISER in HAMBURG,
bei der Gasbereitung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2". September 1911 ab.
Bei dem Verfahren zur Reinigung von Gasen der trockenen Destillation oder Vergasung unter gleichzeitiger Gewinnung der Nebenprodukte nach Patent 217315 werden die iV H3-haltigen Gase und die S Ölhaltige Luft abwechselnd mit einer Waschflüssigkeit in Berührung gebracht, ohne daß deren Träger — Gas und Stickstoffrest — miteinander in Berührung kommen. Im Betrieb wurde das Verfahren
1,0 so gehandhabt, daß die von dem Ammoniakskrubber kommende Waschflüssigkeit in einem Tiefbehälter gesammelt wurde. Die in diesem Tiefbehälter sich ansammelnde Lauge bestand also bei Inbetriebnahme einer Anlage und bei Verwendung von Wasser als Waschflüssigkeit aus Ammoniakwasser (N H4O H). Dieses Ammoniakwasser wurde durch eine Pumpe auf einen Hochbehälter gefördert und von hier zur Berieselung des S O2-Waschers diesem zugeleitet. Die von dem 5 O2-Wascher ablaufende Lauge, welche nunmehr durch die Aufnahme von S O2 aus primärem Ammonsulfit bestand (NH4OH + SO2 = NH4HSOJ, wurde ebenfalls in einen besonderen Tiefbehälter geleitet und wiederum vermittels einer Pumpe in den zur Berieselung des Ammoniakskrubbers dienenden besonderen Hochbehälter befördert. Die in diesem Hochbehälter gesammelte, aus primärem Ammoniumsulfit bestehende Lauge nahm nunmehr bei der Berieselung des Ammoniakskrubbers wieder N H3 auf, und es bildet sich normales Ammoniumsulfit: .. .
NH4HSO3 + NH3 = (NHJ2SO3
4°
Verfolgt man nun diesen Kreislauf weiter, so findet man, daß nunmehr ständig im Wechsel eine Bildung von primärem und normalem Sulfit stattfindet:
(NHJ2SO3 + SO2 + H2O = 2NH4HSO3, NH4HS03 + NH3 = (NHJ2SO3.
Zur Aufrechterhaltung des Betriebes dieser sogenannten wechselweisen Waschung waren also zwecks Trennung der Waschflüssigkeit mehrere getrennte Hoch- und Tief behälter nebst den für die Hin- und Herbeförderung der Lauge notwendigen Pumpen erforderlich.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Vereinfachung des vorgeschriebenen Verfahrens dadurch, daß man als Waschflüssigkeit ein Gemisch von primärem und normalem Ammoniumsulfit benutzt, welches aus einem gemeinsamen Hochbehälter sowohl dem N H3-wie dem 5 02-Skrubber zugeführt und von diesen Apparaten in einem gemeinsamen Tiefbehälter gesammelt wird. Diese Waschflüssigkeit ist stets in der Lage, sowohl S O2 wie N H3 aufzunehmen, und zwar wird bei dem Hindurchleiten durch den S O2-Skrubber das normale Sulfit sich in primäres Sulfit verwandeln, während das in der Waschflüssigkeit enthaltene primäre Ammoniumsulfit diesen
Wascher unverändert passiert. Im
Skrubber hingegen wird das normale Ammoniumsulfit unverändert bleiben, während das primäre Ammoniumsulfit sich in normales Ammoniumsulfit verwandelt. Die in dem gemeinsamen Tief behälter sich wieder sammelnde,
SO2-NH3-
von dem N H3- und dem 5 O2-Skrubber korn-
70
mende Lauge besteht also aus einem Gemisch von primärem und normalem Ammoniumsulfit, ist also wiederum geeignet, sowohl S O2 wie NH3 aufzunehmen und zur Berieselung der vorgenannten Apparate zu dienen. An Stelle mehrerer Hoch- und Tiefbehälter ;und der entsprechenden Anzahl von Pumpen zur Beförderung der Waschflüssigkeit tritt bei diesem Verfahren also nur ein Hoch- und ein Tief-
ίο behälter und eine Pumpe. Das Verfahren ist also in seinen Betriebsmitteln wie in seiner Handhabung bedeutend vereinfacht.
Bei diesem Verfahren reichert sich die Waschflüssigkeit immer mehr mit normalem Ammoniumsulfit an, bis die Sättigungsgrenze erreicht ist und das normale Ammoniumsulfit als festes Salz ausfällt. Es muß nun dafür Sorge getragen werden, daß bei möglichst vollkommener Absorption des" Ammoniaks das Salz in zweckmäßiger Weise abgeschieden werden kann. Den Gegenstand der Erfindung bildet nunmehr weiter die Abscheidung des Ammoniaks in zwei Stufen, und- zwar zuerst in einem Sättiger, wo durch Absorption des größten Teiles des Ammoniaks die Salzbildung stattfindet, dann in einem Skrubber, wo der Rest des Ammoniaks ausgewaschen wird. Beide Apparate, Sättiger und Ammoniakskrubber, werden aus demselben Hochbehälter mit der aus primärem und normalem Ammoniumsulfit bestehenden Waschflüssigkeit beschickt. Das Gas, welches mit seiner ganzen Ammoniakmenge zuerst den Sättiger passiert, gibt hier den größten Teil seines Ammoniaks ab, so daß gezwungenermaßen der Salzausfall in diesem Apparat stattfinden muß. Zu dem Ammoniakskrubber passiert dann nur noch ein kleinerer Teil des Ammoniakgehaltes der Gase, so daß dort nur eine geringe Anreicherung der Waschflüssigkeit mit normalem Ammoniumsulfit stattfindet und in diesem Wascher niemals ein Salzausfall eintreten kann. Es wird hierdurch erreicht, daß die Auswaschung des Ammoniaks unter allen Umständen vollkommen ist, indem nur ein Teil der Leistungsfähigkeit der dem Ammoniakskrubber zugeführten Waschflüssigkeit in Anspruch genommen wird. Weiter wird durch die unbedingte Verlegung des Salzausfalles in den Sättiger jegliche Verstopfung durch Salzbildung in dem Ammoniakwascher vermieden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPEUCIi:
    Verfahren zur Darstellung von schwefligsaurem bzw. schwefelsaurem Ammoniak bei der Gasbereitung nach Patent 217315, dadurch gekennzeichnet, daß das ammoniakhaltige Gas und die schwefeldioxydhaltige Luft mit einer Waschflüssigkeit in Berührung gebracht werden, welche aus einem Gemisch von primärem und normalem Ammoniumsulfit besteht.
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