DE254308C - - Google Patents

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DE254308C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24FAIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
    • F24F13/00Details common to, or for air-conditioning, air-humidification, ventilation or use of air currents for screening
    • F24F13/08Air-flow control members, e.g. louvres, grilles, flaps or guide plates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JVl 254308-KLASSE 36 d. GRUPPE
zugeführt wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Oktober 1910 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Rosteinrichtung zum Abdecken von Luftleitungsöffnungen im Fußboden, durch die Kühlluft an die Arbeitsstellen von industriellen, insbesondere metallurgischen Öfen zugeführt wird. Die an sich körperlich schon sehr anstrengende Tätigkeit des Arbeiters bei metallurgischen und anderen öfen wird in vielen Fällen durch die unerträgliche Hitze, welche von den Öfen
ίο ausstrahlt und in dem Arbeitsraum herrscht, erschwert. Man hat deshalb bereits versucht, mittels Ventilatoren aus oberhalb der Arbeitsstelle angeordneten Rohrleitungen kühle Frischluft nach'unten auf die Arbeitsstelle zu blasen.
Diese Methode hat zunächst den Nachteil, daß sie erhebliche Betriebskosten verursacht. Da der Ventilator in den freien Raum bläst, müssen ganz bedeutende Luftmengen unnützerweise gefördert werden, um einen Effekt zu erzielen, und es wird daher eine ganz erhebliche Kraft verbraucht. Ferner wirkt der von oben nach unten blasende Luftstrom dem natürlichen Auftrieb der vor den öfen vorhandenen warmen Luft entgegen und behindert so direkt das Emporsteigen und Entweichen der heißen Luft- und Ofengase.
Man kann nun eine wirksame Kühlung der Arbeitsstellen mittels eines kostenlosen oder mit sehr geringen Kosten erzeugten Luftstromes erzielen, wenn man die kühle Frischluft von unten, und zwar durch Öffnungen im Fußboden zuführt und mit dem natürlichen Auftrieb der warmen Gase vor dem Ofen dort, wo der Arbeiter seine Hauptarbeit verrichtet, an dem Arbeiter entlang in langsamem Strom in die Höhe steigen läßt. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß die Einrichtung in keiner Weise bei der Arbeit am Ofen hinderlich sein darf. Sie soll nicht über dem Boden vorstehen und auch keine größeren Vertiefungen in demselben bilden; sie soll also das Arbeitsplateau möglichst eben lassen, um ein Hinfallen der Arbeiter infolge von Bodenerhebungen und Vertiefungen zu verhindern. Ferner soll sie den in manchen Fällen —■ besonders bei Zinkdestillieröfen — auf dem Boden liegenden Beschickungs- und Aschenteilen kein Durchfallen; nach unten gestatten und soll leicht und bequem zu reinigen sein. Arföh soll die Kühlung über die ganze Länge der Ofenfront möglichst gleichmäßig sein. Alle diese Erfordernisse werden durch die Rostkonstruktion gemäß vorliegender Erfindung erfüllt.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 einen Längsschnitt einer Anordnung zur Aus führung des Verfahrens; die Fig. 4, 5 und 6 zeigen eine besonders bei dieser Anordnung verwendete Rostkonstruktion.
α ist der Ofen, ζ. B. ein Zinkdestillierofen. b ist der Fußboden des Arbeitsraumes, d. h. die Sohle, von welcher aus die Arbeiter den Ofen bedienen. In dem Fußboden sind öff-
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nungen vorgesehen, welche mit Rosten c bedeckt sind, so daß Luft von unten her zuströmen kann, während die Arbeiter vor dem Hineinfallen in die Öffnungen geschützt sind.
Die obere Fläche der Roste schneidet genau mit der oberen Fläche der Arbeitssohle ab, so daß keine Behinderung beim Begehen dieser Sohle stattfindet. An die mit den Rosten c bedeckten Öffnungen schließen sich die Leitungen d an, welche in einen zweckmäßig außerhalb des Ofengebäudes führenden Kanal f münden. Anstatt daß — wie in der Zeichnung angedeutet — die Leitung d eine Gruppe von Rostöffnungen bedient, kann natürlich auch für jede einzelne Rostöffnung eine besondere Leitung vorgesehen sein, ebenso können die einzelnen Öffnungen zu einer oder mehreren größeren Öffnungen vereinigt werden. Die frische Kühlluft strömt von außen her durch den Kanal f zu, steigt in den Leitungen d auf und strömt durch die Roste c hindurch an der Arbeitsstelle empor. Infolge des Auftriebes der warmen Luft vor dem Ofen wird in den meisten Fällen der dadurch hervorgerufene natürliche Zug schon genügen, um eine hinreichende Kühlung zu erreichen. Erforderlichenfalls kann dieselbe durch einen in den Kanal f einblasenden Ventilator noch verstärkt werden.
Die Anwendung eines gewöhnlichen Rostes bei der beschriebenen Anordnung verbietet sich in vielen Fällen (z. B. bei Zinkdestillieröfen) aus dem Grande, weil auf der Arbeitssohle Teile der Beschickung und Aschenteile usw. liegen, die durch die Rostöffnungen hindurchfallen und den Kanal in kurzer Zeit verstopfen würden. In solchen Fällen findet die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende, in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Rostkonstruktion Verwendung. Diese Rostkonstruktion besteht aus dem in den Boden festeingelegten Rostrahmen i, mit welchem die Unterstäbe j aus einem Stücke zusammengegossen sind. Die oberen Roststäbe g sind ihrerseits wieder durch einen Rahmen zusammengefaßt und lassen sich infolgedessen leicht ausheben und einsetzen, liegen andererseits aber unverrückbar fest. Sie ruhen auf in dem Unterrost eingegossenen Knaggen h. Die Anordnung ist so getroffen, daß sowohl Oberais Unterstäbe sich gegenseitig übergreifen, so daß ein Durchfallen von Material u. dgl. verhindert und doch freier Querschnitt zum Emporsteigen der Luft gelassen wird. Um unvermeidlich zwischen den Oberstäben g und den Unterstäben / lagernde Materialteile oder Aschen bequem entfernen und den Rost für den Luftdurchgang wieder freimachen zu können, was zweckmäßigerweise nach jeder Neuladung des Ofens geschehen soll, sind in dem Hauptrahmen i seitlich nach oben steigende Rinnen m angebracht. Der Arbeiter, der die Reinigung besorgen soll, hat dann nur mit einem schmalen Besen in der einen Rinne m hinunter, zwischen den Oberstäben bei k entlang und die andere Seite bei m wieder empor zu fahren, um den Rost wieder rein zu haben. Sollte sich derselbe jedoch einmal ganz versetzen, so daß er mit dem Besen allein nicht mehr gereinigt werden kann, so wird der obere Rost herausgehoben ; beide Teile werden dann gründlich gereinigt und der obere Rost wieder eingesetzt. Der Oberrahmen lagert auf ganz schmalen Stegen und Knaggen, um Verstopfungen und hierdurch hervorgerufenes Festklemmen desselben im Hauptrahmen möglichst zu vermeiden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Rost zum Abdecken von Luftleitungsöffnungen im Fußboden, durch die Kühlluft an die Arbeitsstellen von industriellen, insbesondere metallurgischen Öfen zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den oberen Roststäben und unterhalb der diese trennenden lichten Öffnungen mit seitlichen, zweckmäßig schräg gestellten Flanschen versehene und über die Ränder der oberen Roststäbe hinweggreifende untere Stäbe angeordnet sind.
2. Ausführungsform der Rost vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die oberen und unteren Stäbe gebildeten Längsrinnen sich an schräg aufsteigende Rinnen im Hauptrahmen, die auf der Arbeitssohle endigen, anschließen.
3. Ausführungsform der Rostvorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Roststäbe mit dem festliegenden Hauptrahmen und die oberen Roststäbe mit einem besonderen heraushebbaren Rahmen je ein Stück bilden, so daß die oberen Roststäbe mit ihren Rahmen einerseits leicht herausgenommen und wieder eingesetzt werden können, andererseits aber auch unverrückbar fest aufliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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