DE2531789C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Verbindungs- oder Abzweigstückes - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Verbindungs- oder AbzweigstückesInfo
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- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Verbindungs- oder Abzweigstückes für elektrische
Leitungen mit Isoliermänteln aus thermoplastischem Kunststoff nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Derartige Verbindungs- oder Abzweigstücke finden beispielsweise bei der Verkabelung von Kraftfahrzeugen
Anwendung. Sie werden als Leitungsverteiler eingesetzt und dienen dazu, den Strom von der
Zuleitung auf die einzelnen Verbraucherleitungen zu verteilen. LJm die Verbindungsstellen zu isolieren,
werden bisher entweder Isolierbänder, z. B. selbstklebende Gewebe oder Kunststoffbänder, um die Verbindungsstellen
gewickelt und/oder es werden Schrumpfschläuche darüber gezogen. Auch ist man dazu
übergegangen, die Verbindungsstellen mit einem geeigneten Kunststoff zu umspritzen. Da diesen bekannten
Isoliermöglichkeiten aber eine Reihe von Nachteilen anhaftet, ist man auch schon dazu übergegangen, die
Seitenwände eines U- oder V-förmigen Isolierkörpers aus thermoplastischem Kunststoff derart nach innen
einzupressen, daß die Verbindungsstelle allseitig isoliert wird und ein Verschieben in axialer Richtung nicht oder
nur unwesentlich möglich ist (DE-OS 21 51 112). Bei diesem Vorschlag kann zur Erzielung eines sehr guten
Feuchtigkeitsschutzes der Isolierkörper und/oder die Verbindungsstelle vor dem Einpressen mit einer
geeigneten Füllmasse versehen werden.
Diese Art der Isolierung von auch als Clipstellen bezeichneten Verbindungsstellen ist jedoch verfahrenstechnisch
relativ aufwendig und konnte sich bei Kabelsätzen in Kraftfahrzeugen nicht durchsetzen.
Hierzu mögen auch die Schwierigkeiten beigetragen haben, die beim Isolieren der Verbindungsstellen von
Leitern oder Leiterbündeln mit unterschiedlichem Durchmesser auftreten. Hier ist eine wasserdichte
Abdichtung der Verbindungsstelle kaum möglich.
Der Erfindung liegt das Bestreben zugrunde, ein Isolierverfahren zu schaffen, das eine Abdichtung der
Verbindungsstelle der Leiter gegen die Umgebung jederzeit sicherstellt.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren durch Anwendung der kennzeichnenden
Merkmale des Hauptanspruches gelöst.
Die Erfindung ermöglicht die schnelle und sichere
Herstellung von wasserdichten Isolierstellen sogar dann, wenn die miteinander verbundenen Leitungen
oder Leitungsbündel uneinheitliche Querschnittsformen aufweisen.
In den Ansprüchen 2 und 3 sind zwei Möglichkeiten gezeigt, wie die Isolierhülle aufgebracht werden kann.
Der Anspruch 4 kennzeichnet eine Möglichkeit für eine zügige Durchführung des Verfahrens. Die Ansprüche 5
bis 8 zeigen Schweißvorrichtungen auf, die besonders geeignet sind zur Durchführung der vorgenannten
Verfahren. Die Vorrichtung nach Anspruch 9 ermöglicht eine besonders kurze Taktzeit bei den vorangegangenen
Verfahren.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die im folgenden näher beschrieben
werden. Es zeigt
F i g. 1 ein erstes erfindungsgemäß hergestelltes Verbindungsstück im Schnitt,
F i g. 2 eine Vorrichtung zur Herstellung des Verbindungsstückes nach F i g. 1,
Fig.3 ein zweites erfindungsgemäß hergestelltes Verbindungsstück im Schnitt und
Fig.4 eine Vorrichtung zur Herstellung des Verbindungsstückes
nach F i g. 3.
In F i g. 1 sind vier isolierte Leitungen 1 bis 4 miteinander verbunden, an der Verbindungsstelle 5 sind
die Leiter la bis 4a von den Mänteln 16 bis 46 aus
thermoplastischem Kunststoff befreit und miteinander •serschweißt Um die Verbindungsstelle 5 und die
angrenzenden Mäntel Ii bis 46 ist eine Isolierhülle 6 aus
thermoplastischem Kunststoff geschlungen und unter Bildung einer Naht 7 (Fig.2) verschweißt Die
Zwischenräume und Zwickel 8 der Isolierhülle 6 sind mit einem zähflüssigen Füllmittel 9 ausgefüllt. Das Füllmittel
9 ist mit einem Weichmacher versetzt, der die Mantel \b bis 4b und die Isolierhülle 6 anlöst und so miteinandei
verbindet. Bei Verwendung von PVC als thermoplastischem Kunststoff hat sich der von der Fa. Henkel unter
dem Handelsnamen »Tangit« vertriebene Klebstoff bewährt
Zur Herstellung des Verbindungsstückes werden die schon durch elektrisches Widerstandsschweißen miteinander
verbundenen Leiter la bis 4a unter Zwischenlage eines Folienstückes 10 auf den Amboß 11 einer
Ultraschall-Schweißvorrichtung 12 gelegt, mittels einer nicht dargestellten Dosiervorrichtung das Füllmittel 9
aufgebracht, das Folienende umgebogen und zwischen der Sonotrode 13 und dem Amboß 11, beide
bogenförmig ausgebildet, verschweißt Mittels einer der Schweißkante 14 benachbarten Schneidkante 15 wird
das Folienstück 10 neben der Naht 7 abgeschnitten. Eine Transportvorrichtung (nicht dargestellt) sorgt für die
Bereitstellung eines weiteren bandförmigen Folienstükkes von einer Vorratsrolle 16.
In Fig.3 sind drei isolierte Leitungen 21 bis 23
miteinander verbunden. An der Verbindungsstelle 24 sind die Leiter 21a bis 23a von den Mänteln 21o bis 23b
aus thermoplastischem Kunststoff befreit und miteinander verschweißt Um die Verbindungssteile 24 und die
angrenzenden Mantel 21 b bis 23o ist eine Isolierhülle 25
aus thermoplastischem Kunststoff aufgebracht Die Zwischenräume und Zwickel 26 der Isolierhülle 25 sind
mit einem pastenförmigen Füllmittel 27 ausgefüllt
Zur Herstellung des Verbindungsstückes werden — vgl. Fig.4 — die miteinander verschweißten Leiter 21 a
bis 23a zwischen zwei parallele Folienstücke 29 und 30, jeweils eines unter bzw. oberhalb der Verbindungsstelie
24, in eine Ultraschall-Schweißvorrichtung 31 eingelegt Die Folienstücke 29 und 30 werden in Bandform von
Vorratsrollen 32 und 33 zugeführt Mittels einer nicht gezeigten Dosiervorrichtung wird das Füllmittel auf die
Verbindungsstelle 24 aufgetragen. Unter Anwendung von Ultraschall werden die Folienstücke 29 und 30
miteinander verschweißt Hierbei werden eine U-förmige Doppel-Sonotrode 34 und ein U-förmiger Amboß 35
verwendet, die der Querschnittsform der Verbindungsstelle 24 angepaßt sind. Während des Schweißvorganges
drückt sich das Füllmittel 27 in die Zwischenräume und Zwickel 26 der Isolierhülle 25, füllt diese aus und
verbindet sich mit den Mänteln 21 b bis 236 und mit der Isolierhülle 25.
Unmittelbar nach Bildung der Schweißnähte 36 und 37 zwischen den Schweißkanten 38 und 39 trennen
Schneidkanten 40 und 41 überschüssige Folie ab bzw. trennen das Verbindungsstück von den Folienbändern
der Vorratsrollen 32 und 33.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zur Isolierung von Verbindungen oder Abzweigungen elektrischer Leitungen mit
Isoliermänteln aus thermoplastischem Kunststoff, insbesondere für vorgefertigte Leitungssätze, bei
dem nach Auftragen eines Füllmittels eine Isolierhülle aus thermoplastischem Kunststoff sowohl über
der Verbindungsstelle der Leiter, als auch über den angrenzenden Isoliermänteln aufgebracht und Isoliermäntel,
Füllmittel und Isolierhülle unter allseitigem, radialem Druck innig miteinander verbunden
werden, dadurch gekennzeichnet, daß um die mit Füllmittel (9; 27) versehene Verbindungsstelle
(5; 27) mindestens ein Folienstück (10; 29, 30) gelegt v/ird und daß die Enden des Folienstückes (10)
bzw. der Folienstücke (29, 30) unter Bildung mindestens einer Schweißnaht (7; 36, 37) zu einer
Isolierhülle (6; 25) so verschweißt werden, daß das mit einem Weichmacher versetzte Füllmittel (9; 27)
unter Bildung der Schweißnaht sich in die Zwischenräume und Zwickel (8; 26) drückt, diese ausfüllt und
sich somit mit den Isoliermänteln (16—46; 2ib—23b)
und der Isolierhülle (6; 25) verbindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbringen des Füllmittels (9) ein
Folienstück (10) um die Verbindungsstelle (5) und die angrenzenden Isoliermäntel (\b bis Ab) geschlungen
wird und zur Bildung einer Isolierhülle (6) die Enden miteinander verschweißt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufbringen des Füllmittels (27)
zwei Folienstücke (29, 30), jeweils eines unterhalb und oberhalb der Verbindungsstelle (24) parallel
zueinander angeordnet und zur Bildung einer Isolierhülle (25) längs der Isoliermäntel (216 bis 2ib)
miteinander verschweißt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Folienstück (10) bzw. die
Folienstücke (29, 30) von einer Vorratsrolle (16; 32, 33) in Bandform herangeführt und während oder
unmittelbar nach dem Verschweißen abgetrennt wird bzw. werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine Ultraschall-Schweißvorrichtung (12; 31), bei welcher der Amboß (11; 35) und/oder die
Sonotrode (13; 34) der Querschnittsform der Verbindungs- bzw. Abzweigstelle angepaßt ist bzw.
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine U-förmige Doppel-Sonotrode (34).
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß neben der/den Schweißkante/n
(14; 38,39) der Sonotrode (13; 34) eine Schneidkante
(15;40; 41) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch einen U-förmigen Amboß (35).
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine gesteuerte Dosiervorrichtung zum Aufbringen des Füllmittels (9; 27).
Priority Applications (2)
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